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	Kommentare zu: 101	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/101/#comment-3116</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 17:37:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 101: Vergeltung

Die Strafe ist Vergeltung. Sie verletzt die Verletzung. Und weil das Verbrechen ein bestimmtes Maß hat, soll auch die Strafe ein bestimmtes Maß haben.

Das spürt jeder:

Alle Völker haben es so empfunden: Dem Täter soll geschehen, wie er getan hat. Die Rachegöttinnen der Griechen schlafen. Erst das Verbrechen weckt sie. Es ist die eigene Tat, die auf den Täter zurückkommt.

Heißt das: Auge um Auge?

Nein. Wer das wörtlich nimmt, gerät schnell ins Lächerliche. Was, wenn der Täter nur ein Auge hat? Oder keine Zähne mehr? Und wie soll man einen Betrug mit einem Betrug vergelten?

Gleich müssen Tat und Strafe nicht in ihrer Gestalt sein. Gleich sein müssen sie in ihrem Wert. Diebstahl und Geldstrafe, Raub und Gefängnis sehen ganz verschieden aus. Aber beide sind Verletzungen. Darum lassen sie sich nach ihrem Wert vergleichen.

Wie genau lässt sich das bestimmen?

Nie ganz genau. Im Äußeren gibt es keine absolute Grenze. Ob ein Diebstahl ein Jahr Haft wert ist oder eineinhalb, sagt kein Begriff. Hier muss der Verstand sich immer weiter annähern. Er kommt nie ganz ans Ziel.

Und beim Mord?

Beim Mord ist es anders. Das Leben ist das Ganze des Daseins. Es hat keinen Wert, gegen den man es aufwiegen könnte. Darum steht auf Mord notwendig die Todesstrafe.

Zusammenfassung: Vergeltung heißt Gleichheit im Wert, nicht in der äußeren Gestalt. Das genaue Maß bleibt eine Annäherung. Nur beim Mord verlangt die Gleichheit das Leben selbst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 101: Vergeltung</p>
<p>Die Strafe ist Vergeltung. Sie verletzt die Verletzung. Und weil das Verbrechen ein bestimmtes Maß hat, soll auch die Strafe ein bestimmtes Maß haben.</p>
<p>Das spürt jeder:</p>
<p>Alle Völker haben es so empfunden: Dem Täter soll geschehen, wie er getan hat. Die Rachegöttinnen der Griechen schlafen. Erst das Verbrechen weckt sie. Es ist die eigene Tat, die auf den Täter zurückkommt.</p>
<p>Heißt das: Auge um Auge?</p>
<p>Nein. Wer das wörtlich nimmt, gerät schnell ins Lächerliche. Was, wenn der Täter nur ein Auge hat? Oder keine Zähne mehr? Und wie soll man einen Betrug mit einem Betrug vergelten?</p>
<p>Gleich müssen Tat und Strafe nicht in ihrer Gestalt sein. Gleich sein müssen sie in ihrem Wert. Diebstahl und Geldstrafe, Raub und Gefängnis sehen ganz verschieden aus. Aber beide sind Verletzungen. Darum lassen sie sich nach ihrem Wert vergleichen.</p>
<p>Wie genau lässt sich das bestimmen?</p>
<p>Nie ganz genau. Im Äußeren gibt es keine absolute Grenze. Ob ein Diebstahl ein Jahr Haft wert ist oder eineinhalb, sagt kein Begriff. Hier muss der Verstand sich immer weiter annähern. Er kommt nie ganz ans Ziel.</p>
<p>Und beim Mord?</p>
<p>Beim Mord ist es anders. Das Leben ist das Ganze des Daseins. Es hat keinen Wert, gegen den man es aufwiegen könnte. Darum steht auf Mord notwendig die Todesstrafe.</p>
<p>Zusammenfassung: Vergeltung heißt Gleichheit im Wert, nicht in der äußeren Gestalt. Das genaue Maß bleibt eine Annäherung. Nur beim Mord verlangt die Gleichheit das Leben selbst.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/101/#comment-2789</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:12:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet&quot; title=&quot;Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Identität&lt;/a&gt; nach dem Begriffe statt spezifischer Gleichheit — die Wiedervergeltung ist Verletzung der Verletzung, deren Maß nicht die gleiche Gestalt, sondern der gleiche Wert ist.&lt;/em&gt;

Hier wird eine Verwechslung auseinandergelegt, an der die gewöhnliche Vergeltungslehre scheitert. Dem Begriffe nach ist die Strafe die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet&quot; title=&quot;Negation meint nicht Verneinung im Streit, sondern Begrenzung: bestimmt sein heißt, nicht alles andere zu sein. Und weil sie die Negation von diesem ist, bleibt ein bestimmtes Ergebnis zurück, nicht nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Negation&lt;/a&gt; der Negation und deshalb dem Verbrechen genau entsprechend; dem &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt; nach aber hat jede Verletzung einen bestimmten Umfang und eine bestimmte Beschaffenheit, und darin können Tat und Strafe nie dieselbe Gestalt haben. Was beide gleichsetzt, ist nicht die äußere Spezifik — Diebstahl um Diebstahl, Aug um Aug —, sondern der Wert, das innere Gleiche von Dingen, die in ihrer Existenz ganz verschieden sind. Was innere Identität ist, &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung&quot; title=&quot;Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;erscheint&lt;/a&gt; dem Verstand am äußerlichen Dasein als Gleichheit; und weil im Äußerlichen keine absolute &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; möglich ist, bleibt die Zumessung der Strafe eine Annäherung, die nie abschließt. Die Absurditäten, die man der Wiedervergeltung vorhält, treffen deshalb nicht den &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt;, sondern die ihm untergeschobene spezifische Gleichheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet" title="Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen." rel="ugc">Identität</a> nach dem Begriffe statt spezifischer Gleichheit — die Wiedervergeltung ist Verletzung der Verletzung, deren Maß nicht die gleiche Gestalt, sondern der gleiche Wert ist.</em></p>
<p>Hier wird eine Verwechslung auseinandergelegt, an der die gewöhnliche Vergeltungslehre scheitert. Dem Begriffe nach ist die Strafe die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet" title="Negation meint nicht Verneinung im Streit, sondern Begrenzung: bestimmt sein heißt, nicht alles andere zu sein. Und weil sie die Negation von diesem ist, bleibt ein bestimmtes Ergebnis zurück, nicht nichts." rel="ugc">Negation</a> der Negation und deshalb dem Verbrechen genau entsprechend; dem <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a> nach aber hat jede Verletzung einen bestimmten Umfang und eine bestimmte Beschaffenheit, und darin können Tat und Strafe nie dieselbe Gestalt haben. Was beide gleichsetzt, ist nicht die äußere Spezifik — Diebstahl um Diebstahl, Aug um Aug —, sondern der Wert, das innere Gleiche von Dingen, die in ihrer Existenz ganz verschieden sind. Was innere Identität ist, <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung" title="Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit." rel="ugc">erscheint</a> dem Verstand am äußerlichen Dasein als Gleichheit; und weil im Äußerlichen keine absolute <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> möglich ist, bleibt die Zumessung der Strafe eine Annäherung, die nie abschließt. Die Absurditäten, die man der Wiedervergeltung vorhält, treffen deshalb nicht den <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a>, sondern die ihm untergeschobene spezifische Gleichheit.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/101/#comment-1569</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:24:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=819#comment-1569</guid>

					<description><![CDATA[Die Wiedervergeltung ist der innere Zusammenhang und die Identität zweier Bestimmungen, die als verschieden erscheinen und auch eine verschiedene äußere Existenz gegeneinander haben. Indem dem Verbrecher vergolten wird, hat dies das Ansehen einer fremden Bestimmung, die ihm nicht angehört; aber die Strafe ist doch nur, wie wir gesehen haben, Manifestation des Verbrechens, das heißt die andere Hälfte, die die eine notwendig voraussetzt. Was die Wiedervergeltung zunächst gegen sich hat, ist, daß sie als etwas Unmoralisches, als Rache erscheint und daß sie so für ein Persönliches gelten kann. Aber nicht das Persönliche, sondern der Begriff führt die Wiedervergeltung selbst aus. &quot;&lt;em&gt;Die Rache ist mein&lt;/em&gt;&quot;, sagt Gott in der Bibel, und wenn man in dem Worte Wiedervergeltung etwa die Vorstellung eines besonderen Beliebens des subjektiven Willens haben wollte, so muß gesagt werden, daß es nur die Umkehrung der Gestalt selbst des Verbrechens gegen sich bedeutet. Die Eumeniden schlafen, aber das Verbrechen weckt sie und so ist es die eigene Tat, die sich geltend macht. Wenn nun bei der Vergeltung nicht auf spezifische Gleichheit gegangen werden kann, so ist dies doch anders beim Morde, worauf notwendig die Todesstrafe steht. Denn da das Leben der ganze Umfang des Daseins ist, so kann die Strafe nicht in einem &lt;em&gt;Werte&lt;/em&gt;, den es dafür nicht gibt, sondern wiederum nur in der Entziehung des Lebens bestehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wiedervergeltung ist der innere Zusammenhang und die Identität zweier Bestimmungen, die als verschieden erscheinen und auch eine verschiedene äußere Existenz gegeneinander haben. Indem dem Verbrecher vergolten wird, hat dies das Ansehen einer fremden Bestimmung, die ihm nicht angehört; aber die Strafe ist doch nur, wie wir gesehen haben, Manifestation des Verbrechens, das heißt die andere Hälfte, die die eine notwendig voraussetzt. Was die Wiedervergeltung zunächst gegen sich hat, ist, daß sie als etwas Unmoralisches, als Rache erscheint und daß sie so für ein Persönliches gelten kann. Aber nicht das Persönliche, sondern der Begriff führt die Wiedervergeltung selbst aus. &#8222;<em>Die Rache ist mein</em>&#8222;, sagt Gott in der Bibel, und wenn man in dem Worte Wiedervergeltung etwa die Vorstellung eines besonderen Beliebens des subjektiven Willens haben wollte, so muß gesagt werden, daß es nur die Umkehrung der Gestalt selbst des Verbrechens gegen sich bedeutet. Die Eumeniden schlafen, aber das Verbrechen weckt sie und so ist es die eigene Tat, die sich geltend macht. Wenn nun bei der Vergeltung nicht auf spezifische Gleichheit gegangen werden kann, so ist dies doch anders beim Morde, worauf notwendig die Todesstrafe steht. Denn da das Leben der ganze Umfang des Daseins ist, so kann die Strafe nicht in einem <em>Werte</em>, den es dafür nicht gibt, sondern wiederum nur in der Entziehung des Lebens bestehen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/101/#comment-1770</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 1822 08:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=819#comment-1770</guid>

					<description><![CDATA[[zu] § 101. Gesunder Menschenverstand[:] wie einer getan, so soll ihm geschehen.
Mit dem gesunden Menschenverstand sind die Juristen nicht mehr ausgekommen; - es wäre schon richtig, wenn sich nur erweisen, begreifen ließe -
Wie er getan, so soll ihm geschehen, - innerer Zusammenhang - in Allgemeinheit, Vernunft - das in vorhergehendem § 
&lt;em&gt;Wiedervergeltung&lt;/em&gt; drückt dies aus. Seite im vorherg. §. 
α) Wie er getan, soll ihm geschehen - Gesetztsein - es ist &lt;em&gt;sein&lt;/em&gt; Wille, &lt;em&gt;sein&lt;/em&gt; Gesetz. Das, was er getan, wird zu einer Macht, feindselig gegen ihn, - er hat sie erregt - die Eumeniden schlafen - treten erst hervor - gerufen. Es ist die eigene Tat, die sich an ihm geltend macht -- das Allgemeine, wozu er jetzt das Besondere ist - vorher hat er einen andern darunter subsumiert - jetzt wird er darunter subsumiert. So hatte er es nicht gemeint - aber als &lt;em&gt;Vernunft&lt;/em&gt; als Wille getan - Seine Besonderheit hat er nicht als Besonderheit angeschlagen - Verkehrung gegen ihn. 
Dies &lt;em&gt;argumentum ad hominem&lt;/em&gt; - aus seinen Prinzipien Argumenten -
Nur scheinend - subjektive besondere Seite - darum nicht an sich -
β) &lt;em&gt;Ad hominem&lt;/em&gt; - ob aber an sich?
Nämlich
α) ist sein &lt;em&gt;positiver&lt;/em&gt; Wille, das Verbrechen, Verletzung der Freiheit - Dies läßt man in seinem Sinne gelten - Aber an sich ist es gerade das Gegenteil - Aus &lt;em&gt;demselben Prinzip&lt;/em&gt; wird er gestraft - Unterschied nur, daß es &lt;em&gt;gegen&lt;/em&gt; ihn - negativ - gekehrt wird; - es kommt ein &lt;em&gt;Negatives&lt;/em&gt; an seinen Willen -
formell, daß seine Tat &lt;em&gt;allgemeine&lt;/em&gt; Regel, und daß er darunter subsumiert wird - dieser Zusammenhang, dieses Band erscheint als ein äußerliches. - &lt;em&gt;Ansich&lt;/em&gt; ist der Inhalt - &lt;em&gt;Positives&lt;/em&gt;, die Tat - Verkehrung in &lt;em&gt;negativer&lt;/em&gt; Gestalt - Erscheinung.* 
Aber
β) &lt;em&gt;an sich&lt;/em&gt;, schon zuerst ist die Handlung &lt;em&gt;nichtig - Säure, Kali&lt;/em&gt; - jene schon &lt;em&gt;an sich&lt;/em&gt; neutral, so dieses. 
Allgemeinheit der &lt;em&gt;Bestimmtheit&lt;/em&gt; im Menschen - Soll bestimmt erhalten, was er getan - dieser Umfang der Nichtigkeit, soll manifestiert werden. 
(Wiedervergeltung als etwas &lt;em&gt;Persönliches&lt;/em&gt; unmoralisch - nur Gesetz soll strafen ... ) 

[zu § 101 Anm.]
&lt;em&gt;Moralische&lt;/em&gt; Seite - &lt;em&gt;Schuld - Freiheit&lt;/em&gt;, Wollen als Inneres der Handlung - Ihr Umfang in dieser Rücksicht gehört dorthin - 

*[&lt;em&gt;am&lt;/em&gt; Rande:] α) ist Erscheinung wegen Gegensatz - αα) positive Tat Wille, ββ) negativ nachher, durch anderes, an ihn Kommendes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu] § 101. Gesunder Menschenverstand[:] wie einer getan, so soll ihm geschehen.<br />
Mit dem gesunden Menschenverstand sind die Juristen nicht mehr ausgekommen; &#8211; es wäre schon richtig, wenn sich nur erweisen, begreifen ließe &#8211;<br />
Wie er getan, so soll ihm geschehen, &#8211; innerer Zusammenhang &#8211; in Allgemeinheit, Vernunft &#8211; das in vorhergehendem §<br />
<em>Wiedervergeltung</em> drückt dies aus. Seite im vorherg. §.<br />
α) Wie er getan, soll ihm geschehen &#8211; Gesetztsein &#8211; es ist <em>sein</em> Wille, <em>sein</em> Gesetz. Das, was er getan, wird zu einer Macht, feindselig gegen ihn, &#8211; er hat sie erregt &#8211; die Eumeniden schlafen &#8211; treten erst hervor &#8211; gerufen. Es ist die eigene Tat, die sich an ihm geltend macht &#8212; das Allgemeine, wozu er jetzt das Besondere ist &#8211; vorher hat er einen andern darunter subsumiert &#8211; jetzt wird er darunter subsumiert. So hatte er es nicht gemeint &#8211; aber als <em>Vernunft</em> als Wille getan &#8211; Seine Besonderheit hat er nicht als Besonderheit angeschlagen &#8211; Verkehrung gegen ihn.<br />
Dies <em>argumentum ad hominem</em> &#8211; aus seinen Prinzipien Argumenten &#8211;<br />
Nur scheinend &#8211; subjektive besondere Seite &#8211; darum nicht an sich &#8211;<br />
β) <em>Ad hominem</em> &#8211; ob aber an sich?<br />
Nämlich<br />
α) ist sein <em>positiver</em> Wille, das Verbrechen, Verletzung der Freiheit &#8211; Dies läßt man in seinem Sinne gelten &#8211; Aber an sich ist es gerade das Gegenteil &#8211; Aus <em>demselben Prinzip</em> wird er gestraft &#8211; Unterschied nur, daß es <em>gegen</em> ihn &#8211; negativ &#8211; gekehrt wird; &#8211; es kommt ein <em>Negatives</em> an seinen Willen &#8211;<br />
formell, daß seine Tat <em>allgemeine</em> Regel, und daß er darunter subsumiert wird &#8211; dieser Zusammenhang, dieses Band erscheint als ein äußerliches. &#8211; <em>Ansich</em> ist der Inhalt &#8211; <em>Positives</em>, die Tat &#8211; Verkehrung in <em>negativer</em> Gestalt &#8211; Erscheinung.*<br />
Aber<br />
β) <em>an sich</em>, schon zuerst ist die Handlung <em>nichtig &#8211; Säure, Kali</em> &#8211; jene schon <em>an sich</em> neutral, so dieses.<br />
Allgemeinheit der <em>Bestimmtheit</em> im Menschen &#8211; Soll bestimmt erhalten, was er getan &#8211; dieser Umfang der Nichtigkeit, soll manifestiert werden.<br />
(Wiedervergeltung als etwas <em>Persönliches</em> unmoralisch &#8211; nur Gesetz soll strafen &#8230; ) </p>
<p>[zu § 101 Anm.]<br />
<em>Moralische</em> Seite &#8211; <em>Schuld &#8211; Freiheit</em>, Wollen als Inneres der Handlung &#8211; Ihr Umfang in dieser Rücksicht gehört dorthin &#8211; </p>
<p>*[<em>am</em> Rande:] α) ist Erscheinung wegen Gegensatz &#8211; αα) positive Tat Wille, ββ) negativ nachher, durch anderes, an ihn Kommendes.</p>
]]></content:encoded>
		
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