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	Kommentare zu: 107	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/107/#comment-3122</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:06:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 107: Das Recht, selbst dabei zu sein

Der moralische Wille hat ein eigenes Recht. Er erkennt nur an, was er selbst als seines erkennt.

Was heißt das?

Niemand soll mir etwas einfach auferlegen. Ich will es selbst verstehen. Ich will selbst dahinterstehen. Die Römer hatten dafür ein Wortspiel: Es liegt mir daran, dass ich selbst dabei bin.

Denken wir an ein Kind. Es tut, was die Eltern sagen. Einen eigenen moralischen Willen hat es noch nicht. Ein Mensch ohne Bildung lässt sich viel von Gewalt und Natur aufzwingen. Ein gebildeter Mensch dagegen will in allem, was er tut, selbst sein. Darin liegt sein hoher Wert.

Und die Gefahr?

Das Innere allein reicht nicht. Auch die bloße Subjektivität ist einseitig. Was ich als meines erkenne, soll am Ende auch wirklich richtig sein. Für alle, nicht nur für mich. Diesen Weg geht der zweite Teil.

Zusammenfassung: Der moralische Wille hat das Recht, nur anzuerkennen, was er selbst versteht und will. Dieses Recht soll sich so entwickeln, dass das Eigene auch das Richtige wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 107: Das Recht, selbst dabei zu sein</p>
<p>Der moralische Wille hat ein eigenes Recht. Er erkennt nur an, was er selbst als seines erkennt.</p>
<p>Was heißt das?</p>
<p>Niemand soll mir etwas einfach auferlegen. Ich will es selbst verstehen. Ich will selbst dahinterstehen. Die Römer hatten dafür ein Wortspiel: Es liegt mir daran, dass ich selbst dabei bin.</p>
<p>Denken wir an ein Kind. Es tut, was die Eltern sagen. Einen eigenen moralischen Willen hat es noch nicht. Ein Mensch ohne Bildung lässt sich viel von Gewalt und Natur aufzwingen. Ein gebildeter Mensch dagegen will in allem, was er tut, selbst sein. Darin liegt sein hoher Wert.</p>
<p>Und die Gefahr?</p>
<p>Das Innere allein reicht nicht. Auch die bloße Subjektivität ist einseitig. Was ich als meines erkenne, soll am Ende auch wirklich richtig sein. Für alle, nicht nur für mich. Diesen Weg geht der zweite Teil.</p>
<p>Zusammenfassung: Der moralische Wille hat das Recht, nur anzuerkennen, was er selbst versteht und will. Dieses Recht soll sich so entwickeln, dass das Eigene auch das Richtige wird.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/107/#comment-2795</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:12:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die Subjektivität ist nicht nur die Seite des Daseins, sondern die eigene &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; des Willens — daraus folgt der moralische Standpunkt als Recht des subjektiven Willens.&lt;/em&gt;

§ 106 hatte die Subjektivität als &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt; des Begriffs eingeführt; hier kommt der zweite, entscheidende Halbsatz hinzu. Die Selbstbestimmung ist nicht bloß die Weise, wie der Wille existiert, sondern gehört zu dem, was er ist; andernfalls wäre sie ein austauschbares Medium. Weil der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; aber, um &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Idee&lt;/a&gt; zu sein, selbst Dasein haben muss, tritt er hier in der Gestalt eines Rechts auf: Dem Willen gilt nur das als seiend und als das Seinige, worin er sich als Subjekt wiederfindet. Dieses Recht des subjektiven Willens ist der Maßstab, an dem die folgenden Abschnitte über Vorsatz, Absicht und Gewissen sich entwickeln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Subjektivität ist nicht nur die Seite des Daseins, sondern die eigene <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> des Willens — daraus folgt der moralische Standpunkt als Recht des subjektiven Willens.</em></p>
<p>§ 106 hatte die Subjektivität als <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a> des Begriffs eingeführt; hier kommt der zweite, entscheidende Halbsatz hinzu. Die Selbstbestimmung ist nicht bloß die Weise, wie der Wille existiert, sondern gehört zu dem, was er ist; andernfalls wäre sie ein austauschbares Medium. Weil der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a> aber, um <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches." rel="ugc">Idee</a> zu sein, selbst Dasein haben muss, tritt er hier in der Gestalt eines Rechts auf: Dem Willen gilt nur das als seiend und als das Seinige, worin er sich als Subjekt wiederfindet. Dieses Recht des subjektiven Willens ist der Maßstab, an dem die folgenden Abschnitte über Vorsatz, Absicht und Gewissen sich entwickeln.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/107/#comment-1573</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:26:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=805#comment-1573</guid>

					<description><![CDATA[Diese ganze Bestimmung der Subjektivität des Willens ist wieder ein Ganzes, das als Subjektivität auch Objektivität haben muß. Am Subjekt kann sich erst die Freiheit realisieren, denn es ist das wahrhafte Material zu dieser Realisation; aber dieses Dasein des Willens, welches wir Subjektivität nannten, ist verschieden von dem an und für sich seienden Willen. Von dieser anderen Einseitigkeit der bloßen Subjektivität muß sich der Wille nämlich befreien, um an und für sich seiender Wille zu werden. In der Moralität ist es das eigentümliche Interesse des Menschen, das in Frage kommt, und dies ist eben der hohe Wert desselben, daß dieser sich selbst als absolut weiß und sich bestimmt. Der ungebildete Mensch läßt sich von der Gewalt der Stärke und von Naturbestimmtheiten alles auferlegen, die Kinder haben keinen moralischen Willen, sondern lassen sich von ihren Eltern bestimmen; aber der gebildete, innerlich werdende Mensch will, daß er selbst in allem sei, was er tut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese ganze Bestimmung der Subjektivität des Willens ist wieder ein Ganzes, das als Subjektivität auch Objektivität haben muß. Am Subjekt kann sich erst die Freiheit realisieren, denn es ist das wahrhafte Material zu dieser Realisation; aber dieses Dasein des Willens, welches wir Subjektivität nannten, ist verschieden von dem an und für sich seienden Willen. Von dieser anderen Einseitigkeit der bloßen Subjektivität muß sich der Wille nämlich befreien, um an und für sich seiender Wille zu werden. In der Moralität ist es das eigentümliche Interesse des Menschen, das in Frage kommt, und dies ist eben der hohe Wert desselben, daß dieser sich selbst als absolut weiß und sich bestimmt. Der ungebildete Mensch läßt sich von der Gewalt der Stärke und von Naturbestimmtheiten alles auferlegen, die Kinder haben keinen moralischen Willen, sondern lassen sich von ihren Eltern bestimmen; aber der gebildete, innerlich werdende Mensch will, daß er selbst in allem sei, was er tut.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/107/#comment-1774</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 1822 08:06:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dasein der Freiheit - sie bestimmt als Subjektivität - ihre wesentliche Bestimmtheit - Boden des Daseins &lt;em&gt;überhaupt&lt;/em&gt; - Freiheit soll dasein mit &lt;em&gt;dieser&lt;/em&gt; Bestimmtheit - Recht der subjektiven Freiheit - 
Mein moralisches Recht ist, daß Etwas &lt;em&gt;mein&lt;/em&gt; Vorsatz, Zweck, Interesse sei - von mir anerkannt für gut gehalten werde - &lt;em&gt;Interest mea, ut ego intersim&lt;/em&gt;. 
Daß dies Moment meiner Subjektivität - &lt;em&gt;darin&lt;/em&gt; sei, dasei, ist sein &lt;em&gt;Recht&lt;/em&gt; - Recht der Absicht - Einsicht - des Gewissens - unendliches Recht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dasein der Freiheit &#8211; sie bestimmt als Subjektivität &#8211; ihre wesentliche Bestimmtheit &#8211; Boden des Daseins <em>überhaupt</em> &#8211; Freiheit soll dasein mit <em>dieser</em> Bestimmtheit &#8211; Recht der subjektiven Freiheit &#8211;<br />
Mein moralisches Recht ist, daß Etwas <em>mein</em> Vorsatz, Zweck, Interesse sei &#8211; von mir anerkannt für gut gehalten werde &#8211; <em>Interest mea, ut ego intersim</em>.<br />
Daß dies Moment meiner Subjektivität &#8211; <em>darin</em> sei, dasei, ist sein <em>Recht</em> &#8211; Recht der Absicht &#8211; Einsicht &#8211; des Gewissens &#8211; unendliches Recht.</p>
]]></content:encoded>
		
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