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	Kommentare zu: 109	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/109/#comment-3124</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:06:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=800#comment-3124</guid>

					<description><![CDATA[§ 109: Vom Plan zur Tat

Wie handelt der moralische Wille? In drei Schritten.

Erstens gibt er sich einen Inhalt. Er fasst einen Plan. Noch ist der Plan nur in ihm. Er ist bloß innerlich. Das ist eine Grenze.

Zweitens will er diese Grenze überwinden. Er will den Plan nach draußen bringen, in die Welt. Er wird tätig.

Drittens bleibt der Inhalt dabei derselbe. Was vorher im Kopf war, ist jetzt draußen. Dieser Inhalt, der innen und außen gleich bleibt, heißt Zweck.

Ein Beispiel:

Eine Frau beschließt, einen Garten anzulegen. Zuerst ist das nur ein Gedanke. Dann gräbt sie, sät und gießt. Am Ende blüht der Garten. Der Garten ist derselbe, den sie sich vorgenommen hat. Nur ist er jetzt wirklich.

Zusammenfassung: Der Wille fasst einen Plan, bringt ihn nach außen und bleibt dabei bei seinem Inhalt. Diesen Inhalt nennen wir Zweck.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 109: Vom Plan zur Tat</p>
<p>Wie handelt der moralische Wille? In drei Schritten.</p>
<p>Erstens gibt er sich einen Inhalt. Er fasst einen Plan. Noch ist der Plan nur in ihm. Er ist bloß innerlich. Das ist eine Grenze.</p>
<p>Zweitens will er diese Grenze überwinden. Er will den Plan nach draußen bringen, in die Welt. Er wird tätig.</p>
<p>Drittens bleibt der Inhalt dabei derselbe. Was vorher im Kopf war, ist jetzt draußen. Dieser Inhalt, der innen und außen gleich bleibt, heißt Zweck.</p>
<p>Ein Beispiel:</p>
<p>Eine Frau beschließt, einen Garten anzulegen. Zuerst ist das nur ein Gedanke. Dann gräbt sie, sät und gießt. Am Ende blüht der Garten. Der Garten ist derselbe, den sie sich vorgenommen hat. Nur ist er jetzt wirklich.</p>
<p>Zusammenfassung: Der Wille fasst einen Plan, bringt ihn nach außen und bleibt dabei bei seinem Inhalt. Diesen Inhalt nennen wir Zweck.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/109/#comment-2797</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:12:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=800#comment-2797</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Entfaltung des Formellen in drei &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Momente&lt;/a&gt; — &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Setzen&lt;/a&gt; der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit&quot; title=&quot;Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmtheit&lt;/a&gt; im Willen als erste &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet&quot; title=&quot;Negation meint nicht Verneinung im Streit, sondern Begrenzung: bestimmt sein heißt, nicht alles andere zu sein. Und weil sie die Negation von diesem ist, bleibt ein bestimmtes Ergebnis zurück, nicht nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Negation&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-aufheben&quot; title=&quot;Aufheben hat bei Hegel ausdrücklich zwei Bedeutungen: aufbewahren und beenden. Das Aufgehobene ist weder weg noch unverändert da — es ist zum Moment geworden.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Aufheben&lt;/a&gt; dieser Schranke als Tätigkeit, und die in beiden gleichbleibende &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet&quot; title=&quot;Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Identität&lt;/a&gt; als Zweck.&lt;/em&gt;

In jedem Handeln steckt ein Gerüst aus drei Momenten, und es wird hier freigelegt. Erstens gibt sich der Wille selbst einen Inhalt; das ist eine &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Besonderung&lt;/a&gt;, die er in sich vollzieht, und sie trägt die Grenze, bloß gesetzt, also bloß subjektiv zu sein. Weil er aber &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich&quot; title=&quot;Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unendliche&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-reflexion&quot; title=&quot;Reflexion ist Zurückwendung auf sich, nicht Nachdenken. In sich reflektiert ist etwas, das seine Grenze als eigene hat und sie deshalb zurücknehmen kann.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Reflexion&lt;/a&gt; in sich ist, ist diese Grenze für ihn selbst da — er weiß, dass er bislang nur einen bloß gesetzten, subjektiven Inhalt hat, und eben das treibt zum Zweiten: dem Wollen, diese Schranke aufzuheben, der Tätigkeit, die den Inhalt aus der Subjektivität in ein &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbares&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt; übersetzt. Drittens bleibt in beidem, im Inneren wie im Ausgeführten, etwas identisch, das gegen diesen Unterschied der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Form&lt;/a&gt; gleichgültig ist; das ist der Zweck. Damit sind die Begriffe bereitgestellt, mit denen die folgenden Paragraphen arbeiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Entfaltung des Formellen in drei <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Momente</a> — <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">Setzen</a> der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit" title="Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen." rel="ugc">Bestimmtheit</a> im Willen als erste <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet" title="Negation meint nicht Verneinung im Streit, sondern Begrenzung: bestimmt sein heißt, nicht alles andere zu sein. Und weil sie die Negation von diesem ist, bleibt ein bestimmtes Ergebnis zurück, nicht nichts." rel="ugc">Negation</a>, <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-aufheben" title="Aufheben hat bei Hegel ausdrücklich zwei Bedeutungen: aufbewahren und beenden. Das Aufgehobene ist weder weg noch unverändert da — es ist zum Moment geworden." rel="ugc">Aufheben</a> dieser Schranke als Tätigkeit, und die in beiden gleichbleibende <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet" title="Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen." rel="ugc">Identität</a> als Zweck.</em></p>
<p>In jedem Handeln steckt ein Gerüst aus drei Momenten, und es wird hier freigelegt. Erstens gibt sich der Wille selbst einen Inhalt; das ist eine <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">Besonderung</a>, die er in sich vollzieht, und sie trägt die Grenze, bloß gesetzt, also bloß subjektiv zu sein. Weil er aber <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich" title="Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht." rel="ugc">unendliche</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-reflexion" title="Reflexion ist Zurückwendung auf sich, nicht Nachdenken. In sich reflektiert ist etwas, das seine Grenze als eigene hat und sie deshalb zurücknehmen kann." rel="ugc">Reflexion</a> in sich ist, ist diese Grenze für ihn selbst da — er weiß, dass er bislang nur einen bloß gesetzten, subjektiven Inhalt hat, und eben das treibt zum Zweiten: dem Wollen, diese Schranke aufzuheben, der Tätigkeit, die den Inhalt aus der Subjektivität in ein <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbares</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a> übersetzt. Drittens bleibt in beidem, im Inneren wie im Ausgeführten, etwas identisch, das gegen diesen Unterschied der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">Form</a> gleichgültig ist; das ist der Zweck. Damit sind die Begriffe bereitgestellt, mit denen die folgenden Paragraphen arbeiten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/109/#comment-1775</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 1822 08:08:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=800#comment-1775</guid>

					<description><![CDATA[[zu § 108/109]
Unterschied des &lt;em&gt;subjektiven Willens&lt;/em&gt; in seinen Zwecken, Vorsätzen, Interessen -
wie &lt;em&gt;Ich&lt;/em&gt; es weiß - und will. 
§ 108. 109. &lt;em&gt;Subjektivität&lt;/em&gt; als solche - d. h. Gegensatz - &lt;em&gt;besonderer&lt;/em&gt; Wille. 
Formelle Bestimmungen des Inhalts. Subjektiver Wille hat einen Inhalt - früher bloßes Bedürfnis - nebenher - Recht kam nicht darauf an, - aber jetzt ist &lt;em&gt;Inhalt&lt;/em&gt; als Inhalt des Willens, und daher wesentlich. 
§ 109/113 &lt;em&gt;Handlung&lt;/em&gt; soll sogleich hier genommen werden 

[zu § 109]
Hier kommt &lt;em&gt;Inhalt&lt;/em&gt; erst vor als solcher; -
Formelle &lt;em&gt;Objektivität&lt;/em&gt; als Äußerlichkeit überhaupt. 
Wille
α) &lt;em&gt;bestimmt sich&lt;/em&gt; - dies ist Negation seiner Unbestimmtheit - Inhalt zugleich wesentlich als in &lt;em&gt;ihm&lt;/em&gt; gesetzt, subjektiv - oder Erste Negation - noch nicht Unendlichkeit
β) Tätigkeit
&lt;em&gt;γ&lt;/em&gt;) Identität - &lt;em&gt;Zweck&lt;/em&gt; ist α) Inhalt in mir &lt;em&gt;als&lt;/em&gt; subjektiv bestimmt - Vorstellung - β) bestimmt, objektiv zu sein - und dasselbe zu bleiben. 
Inhalt &lt;em&gt;erst&lt;/em&gt; als solcher, als gleichgültig gegen die &lt;em&gt;Form&lt;/em&gt; des Übersetzens - aber auch dann der Subjektivität - insofern es unterschieden davon]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 108/109]<br />
Unterschied des <em>subjektiven Willens</em> in seinen Zwecken, Vorsätzen, Interessen &#8211;<br />
wie <em>Ich</em> es weiß &#8211; und will.<br />
§ 108. 109. <em>Subjektivität</em> als solche &#8211; d. h. Gegensatz &#8211; <em>besonderer</em> Wille.<br />
Formelle Bestimmungen des Inhalts. Subjektiver Wille hat einen Inhalt &#8211; früher bloßes Bedürfnis &#8211; nebenher &#8211; Recht kam nicht darauf an, &#8211; aber jetzt ist <em>Inhalt</em> als Inhalt des Willens, und daher wesentlich.<br />
§ 109/113 <em>Handlung</em> soll sogleich hier genommen werden </p>
<p>[zu § 109]<br />
Hier kommt <em>Inhalt</em> erst vor als solcher; &#8211;<br />
Formelle <em>Objektivität</em> als Äußerlichkeit überhaupt.<br />
Wille<br />
α) <em>bestimmt sich</em> &#8211; dies ist Negation seiner Unbestimmtheit &#8211; Inhalt zugleich wesentlich als in <em>ihm</em> gesetzt, subjektiv &#8211; oder Erste Negation &#8211; noch nicht Unendlichkeit<br />
β) Tätigkeit<br />
<em>γ</em>) Identität &#8211; <em>Zweck</em> ist α) Inhalt in mir <em>als</em> subjektiv bestimmt &#8211; Vorstellung &#8211; β) bestimmt, objektiv zu sein &#8211; und dasselbe zu bleiben.<br />
Inhalt <em>erst</em> als solcher, als gleichgültig gegen die <em>Form</em> des Übersetzens &#8211; aber auch dann der Subjektivität &#8211; insofern es unterschieden davon</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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