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	Kommentare zu: 118	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/118/#comment-3133</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:06:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 118: Die Folgen einer Tat

Eine Tat bleibt nicht stehen. Sie hat Folgen, und die Folgen haben wieder Folgen.

Welche Folgen gehören zu meiner Tat?

Manche Folgen gehören zur Tat selbst. Sie zeigen nur, was die Tat ist. Wer ein Feuer legt, dem brennt ein Haus. Diese Folge kann er nicht verleugnen.

Andere Folgen kommen von außen hinzu. Der Wind dreht, das Feuer springt auf die Scheune des Nachbarn über. Das hat mit der Tat selbst weniger zu tun. Hier greifen fremde Mächte ein.

Der Wille hat das Recht, sich nur die ersten zurechnen zu lassen. Nur sie lagen in seinem Vorsatz.

Zwei falsche Regeln:

Die eine sagt: Kümmere dich nicht um die Folgen. Die andere sagt: Beurteile jede Tat nur nach ihren Folgen. Beide sind zu einfach. Die Folgen sagen etwas über die Tat. Aber es mischt sich auch Zufall hinein.

Das hat eine harte Seite. Wer ein Verbrechen begeht und Glück hat, dem kommen geringere Folgen zugute. Und eine gute Tat muss sich gefallen lassen, wenn sie wenig bewirkt. Wer handelt, gibt sich dem Zufall preis.

Die alten Helden:

In den griechischen Tragödien nimmt der Held die ganze Schuld auf sich. Ödipus fragt nicht, was er wusste. Er trägt alles, was aus seiner Tat folgte. So weit war man damals noch nicht, Tat und Wissen zu trennen.

Zusammenfassung: Manche Folgen gehören zur Tat, andere kommen zufällig hinzu. Zurechnen lassen muss ich mir nur die ersten. Wer handelt, gibt sich aber immer auch dem Zufall preis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 118: Die Folgen einer Tat</p>
<p>Eine Tat bleibt nicht stehen. Sie hat Folgen, und die Folgen haben wieder Folgen.</p>
<p>Welche Folgen gehören zu meiner Tat?</p>
<p>Manche Folgen gehören zur Tat selbst. Sie zeigen nur, was die Tat ist. Wer ein Feuer legt, dem brennt ein Haus. Diese Folge kann er nicht verleugnen.</p>
<p>Andere Folgen kommen von außen hinzu. Der Wind dreht, das Feuer springt auf die Scheune des Nachbarn über. Das hat mit der Tat selbst weniger zu tun. Hier greifen fremde Mächte ein.</p>
<p>Der Wille hat das Recht, sich nur die ersten zurechnen zu lassen. Nur sie lagen in seinem Vorsatz.</p>
<p>Zwei falsche Regeln:</p>
<p>Die eine sagt: Kümmere dich nicht um die Folgen. Die andere sagt: Beurteile jede Tat nur nach ihren Folgen. Beide sind zu einfach. Die Folgen sagen etwas über die Tat. Aber es mischt sich auch Zufall hinein.</p>
<p>Das hat eine harte Seite. Wer ein Verbrechen begeht und Glück hat, dem kommen geringere Folgen zugute. Und eine gute Tat muss sich gefallen lassen, wenn sie wenig bewirkt. Wer handelt, gibt sich dem Zufall preis.</p>
<p>Die alten Helden:</p>
<p>In den griechischen Tragödien nimmt der Held die ganze Schuld auf sich. Ödipus fragt nicht, was er wusste. Er trägt alles, was aus seiner Tat folgte. So weit war man damals noch nicht, Tat und Wissen zu trennen.</p>
<p>Zusammenfassung: Manche Folgen gehören zur Tat, andere kommen zufällig hinzu. Zurechnen lassen muss ich mir nur die ersten. Wer handelt, gibt sich aber immer auch dem Zufall preis.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/118/#comment-2806</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:12:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Scheidung der Folgen in die eigene immanente Gestaltung der Handlung und das äußerlich Hinzukommende — am Endlichen tritt die innere &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Notwendigkeit&lt;/a&gt; als äußere auf und schlägt darum in &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Zufälligkeit&lt;/a&gt; um.&lt;/em&gt;

Dieselbe Figur, die § 117 auf die Umstände angewandt hatte, gilt hier für die andere Seite, die Folgen. Insofern die Folgen nur die Gestalt sind, die den Zweck der Handlung zur Seele hat, sind sie die Handlung selbst und lassen sich nicht abstreiten; insofern die Handlung aber einmal in die Äußerlichkeit &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;gesetzt&lt;/a&gt; ist, gerät sie unter fremde Mächte, die ganz anderes an sie knüpfen, als sie &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;für sich&lt;/a&gt; ist. Der Grund dieser Doppelheit liegt darin, dass Notwendigkeit am Endlichen nur als äußere &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung&quot; title=&quot;Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;erscheint&lt;/a&gt;, als Verhältnis selbständiger Dinge, die gleichgültig gegeneinander zusammentreffen — und deshalb unaufhörlich in Zufälligkeit umschlägt. Handeln heißt darum, sich diesem Gesetze preiszugeben; die beiden geläufigen Grundsätze, die Folgen zu verachten oder alles aus ihnen zu beurteilen, greifen je eine Seite heraus und sind gleichermaßen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;abstrakter&lt;/a&gt; Verstand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Scheidung der Folgen in die eigene immanente Gestaltung der Handlung und das äußerlich Hinzukommende — am Endlichen tritt die innere <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff." rel="ugc">Notwendigkeit</a> als äußere auf und schlägt darum in <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu." rel="ugc">Zufälligkeit</a> um.</em></p>
<p>Dieselbe Figur, die § 117 auf die Umstände angewandt hatte, gilt hier für die andere Seite, die Folgen. Insofern die Folgen nur die Gestalt sind, die den Zweck der Handlung zur Seele hat, sind sie die Handlung selbst und lassen sich nicht abstreiten; insofern die Handlung aber einmal in die Äußerlichkeit <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">gesetzt</a> ist, gerät sie unter fremde Mächte, die ganz anderes an sie knüpfen, als sie <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist." rel="ugc">für sich</a> ist. Der Grund dieser Doppelheit liegt darin, dass Notwendigkeit am Endlichen nur als äußere <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung" title="Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit." rel="ugc">erscheint</a>, als Verhältnis selbständiger Dinge, die gleichgültig gegeneinander zusammentreffen — und deshalb unaufhörlich in Zufälligkeit umschlägt. Handeln heißt darum, sich diesem Gesetze preiszugeben; die beiden geläufigen Grundsätze, die Folgen zu verachten oder alles aus ihnen zu beurteilen, greifen je eine Seite heraus und sind gleichermaßen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">abstrakter</a> Verstand.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/118/#comment-1580</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:29:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Darin, daß ich nur anerkenne, was meine Vorstellung war, liegt der Übergang zur Absicht. Nur das nämlich, was ich von den Umständen wußte, kann mir zugerechnet werden. Aber es gibt notwendige Folgen, die sich an jede Handlung knüpfen, wenn ich auch nur ein Einzelnes, Unmittelbares hervorbringe, und die insofern das Allgemeine sind, das es in sich hat. Die Folgen, die gehemmt werden könnten, kann ich zwar nicht voraussehen, aber ich muß die allgemeine Natur der einzelnen Tat kennen. Die Sache ist hier nicht das Einzelne, sondern das Ganze, das sich nicht auf das Bestimmte der besonderen Handlung bezieht, sondern auf die allgemeine Natur derselben. Der Übergang vom Vorsatz zur Absicht ist nun, daß ich nicht bloß meine einzelne Handlung, sondern das Allgemeine, das mit ihr zusammenhängt, wissen soll. So auftretend ist das Allgemeine das von mir Gewollte, meine &lt;em&gt;Absicht.&lt;/em&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Darin, daß ich nur anerkenne, was meine Vorstellung war, liegt der Übergang zur Absicht. Nur das nämlich, was ich von den Umständen wußte, kann mir zugerechnet werden. Aber es gibt notwendige Folgen, die sich an jede Handlung knüpfen, wenn ich auch nur ein Einzelnes, Unmittelbares hervorbringe, und die insofern das Allgemeine sind, das es in sich hat. Die Folgen, die gehemmt werden könnten, kann ich zwar nicht voraussehen, aber ich muß die allgemeine Natur der einzelnen Tat kennen. Die Sache ist hier nicht das Einzelne, sondern das Ganze, das sich nicht auf das Bestimmte der besonderen Handlung bezieht, sondern auf die allgemeine Natur derselben. Der Übergang vom Vorsatz zur Absicht ist nun, daß ich nicht bloß meine einzelne Handlung, sondern das Allgemeine, das mit ihr zusammenhängt, wissen soll. So auftretend ist das Allgemeine das von mir Gewollte, meine <em>Absicht.</em></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/118/#comment-1783</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jan 1823 08:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=782#comment-1783</guid>

					<description><![CDATA[[zu § 118]
Aus den &lt;em&gt;Folgen&lt;/em&gt; eine Handlung beurteilen. -
α) Mensch muß nicht zu ängstlich und peinlich in Rücksicht auf die Folgen sein - er kann sie überwinden - peinlichen Menschen - kann dies und unzähliges erfolgen -
β) Auch vorsichtig, wenn auch nur, um bösen Schein zu vermeiden - keine Bravour darein legen - unbefangen tausend Verdrießlichkeiten. 
Dolus indirectus
&lt;em&gt;Vorsatz&lt;/em&gt; behauptet das &lt;em&gt;Einzelne&lt;/em&gt;, daran sich Knüpfendes als ein Anderes, im Vorsatze nicht Enthaltenes - Ich weise so die Handlung als ein &lt;em&gt;Allgemeines&lt;/em&gt; von mir -
Das ganz Unmittelbare der Handlung, - und die Natur derselben -
Alles Einzelne ist nicht in &lt;em&gt;äußerlichem&lt;/em&gt; Zusammenhang mit anderen - sondern ist für sich selbst ein Allgemeines. 

Konsequenzen um des &lt;em&gt;Grundsatzes&lt;/em&gt; willen, - Robespierre - Sklaverei - Grundsatz und der konkrete Zustand - Ist nicht ein einseitiges Tun - sondern es gehört zur Ausführung das gegenseitige Selbstbewußtsein; Bildung - Erziehung, Umstände sind konkret - einen Haufen seiner Ordnung entbinden - man muß &lt;em&gt;wissen, was man tut - Abstrakter&lt;/em&gt; Grundsatz
- &lt;em&gt;Schuld&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Unschuld&lt;/em&gt; - in Beziehung auf &lt;em&gt;Übel&lt;/em&gt; - und des Übels auf Schuld. - &lt;em&gt;Leiden überhaupt&lt;/em&gt;, - auch Strafe darunter, - &lt;em&gt;als eine Folge&lt;/em&gt; überhaupt der Handlung - oder auch &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; - Beziehung, Forderung eines Zusammenhangs für Leiden, mit Willen einer besonderen Handlung oder des allgemeinen Charakters überhaupt - dies mehr &lt;em&gt;unverdientes.&lt;/em&gt; 
α&lt;em&gt;) Oberflächlich [:] dem Guten soll es gut gehen - dem Bösen übel - hängt teils mit Begriffen über die Vorsehung zusammen, - eine Abhandlung, die hierher nicht gehört, - teils auf der Welt in dieser Allgemeinheit ist der Staat die Natur, daß der Rechtschaffene bei seinem Eigentume Früchte seines Fleißes, Beschäftigung und Befriedigung für seine Talente usf. ungefähr findet - aber immer als Einzelner. Zufälligkeit auch darin, - Lotterie. - Aber&lt;/em&gt; Schuld &lt;em&gt;und&lt;/em&gt; Unschuld &lt;em&gt;näher auf den Willen - und durch den&lt;/em&gt; Willen &lt;em&gt;eines&lt;/em&gt; Andern &lt;em&gt;- (nicht durch Natur, - unschuldig leiden durch Sturm, Erdbeben) - unschuldig leiden durch den Willen eines Andern, durch Komplikation von Umständen, die [nicht] im Willen liegen - erweckt großes Interesse. α)&lt;/em&gt; Unberechtigter &lt;em&gt;Wille, Roheit, Leidenschaft - ist kein sittliches Interesse, - ebenfalls zufällige Gewalt, der Begierde, des sinnlichen Willens, - gleichgültig, ob äußere Natur oder als innerliche Zufälligkeit.&lt;/em&gt; 

[zu § 118 Anm.]
&lt;em&gt;Dramatisches Interesse. α&lt;/em&gt;) Handlung - Erfolge als Resultate des Willens - β) beider - denn beide sind Willen - wesentlich, - &lt;em&gt;γ&lt;/em&gt;) des &lt;em&gt;substantiellen&lt;/em&gt; Willens, - berechtigt; - dies der Idee gemäß, dramatisch nicht bloß interessieren, rühren, - Mitleiden, sondern &lt;em&gt;wesentliches&lt;/em&gt; Interesse, - unter Menschen - als wirklichen - Handeln. - Das wahrhafte Interesse hier nicht unschuldig leiden, sondern α) Ehre des Willens dessen, der leidet; was ihm widerfährt durch seine Schuld - β) was er getan, woran er Schuld hat, - dazu berechtigt - zugleich substantieller Wille - also unschuldig; - der Substanz nach - schuldig der Form nach - &lt;em&gt;γ&lt;/em&gt;) nicht ein Zufall, sondern αα) Wille eines Andern - hat diese Verkehrung der Folgen, die für das Subjekt übel, negativ sind, gemacht, - β) oder für sich schon zum Voraus die Lage so - so Aufopferung für einen Zweck gewollt haben, freiwillig über sich nehmen - nicht unschuldig leiden - in Gefahr begeben - Pflicht tun - Militär - in αα) Wille des Andern, - um wesentlich zu sein - gleichfalls berechtigt - Orest: Strafe, Verletzung - Höhere Kollision der sittlichen Mächte, d. i. ein Negatives - Orest - bestraft den Aigisthos nicht nur, auch die Mutter - diese gegen ihn (- selbst gegen Agamemnon) ungeheuer berechtigt: dies sittlich interessant, weil ihr Wille wesentlich ist. - In moderner &quot;Schuld&quot; ein niederträchtiger, böser Wille - wie affirmatives Interesse an ihm? - Das Gehörige ist einfach, daß er gehängt wird - was er nicht will - dies allein ist die mögliche Handlung unter solchen Umständen - Feindliche Brüder, Schicksal - altes Schicksal innere wahrhafte sittliche Notwendigkeit - modern Zufall - blinde Notwendigkeit. - Schicksal der Familie innere Wildheit der Zustände. Brüder, Leidenschaft für ein Mädchen, Zufall, nicht sittliche Notwendigkeit - und rohes Aufbrausen, momentan im Andern, zum Mord - das Übrige (Mutter) - sehr überflüssige Verbrämung. - In mod[ernen Zeiten] α) Tyrannen, - gegen einen Willen - kein würdiges Schauspiel, unglücklich, aber nicht tragisch, β) Böser Wille wird schuldig - und gestraft; - Kriminaljustiz - 

&lt;em&gt;Drama. Handlungen&lt;/em&gt; wesentlich. 
&lt;em&gt;Kunst&lt;/em&gt; - Individuen, die das &lt;em&gt;Alles Selbst&lt;/em&gt; sind, was sie sind - durch Gegensatz erläutert - moderne Zeiten - Amts- und Bürgerverhältnisse - Sitten - Gewohnheiten - ist allgemeiner Charakter - einer was der Andere, - rechtschaffen, nicht als sein individueller Charakter. 
Im Amt muß ich eine Menge tun, was ich um des Amtes willen tue, um der Ordnung [willen] (Immatrikulieren usf., diese und jene Kollegia hören, von Haus aus weiß man nicht was ist). 
&lt;em&gt;Alte Kunst&lt;/em&gt; - freie Individuen - &lt;em&gt;Alles&lt;/em&gt; sie selbst - ganz aus einem Stück - Also sich nicht einlassen in ihren dramatischen Darstellungen auf die Halbheit, daß einer etwas ist, tut, getan hat und auch nicht getan - seine Wirklichkeit - ohne seinen Willen. - Sie wollen also dessen schuldig sein, was sie getan, und dessen, was sie &lt;em&gt;leiden&lt;/em&gt;. 
Leiden, negativ kann es nicht direkt wollen. 
Aber so, daß sie selbst schuld an diesen Leiden sind - d. h. an &lt;em&gt;ihrer eignen Tat&lt;/em&gt; nur ergriffen werden -
Sie sind dabei edle, heroische Individuen - nicht unschuldig überhaupt. Sie haben etwas getan, wozu hohe Berechtigung - Orest bestraft die Vatermörderin - aber [sie] ist [seine] Mutter - ungeheure Verletzung von etwas ebenso unendlich Berechtigtem - ungetrennt - Antigone erweist dem Bruder die letzte Ehre - verletzt das Staatsgebot, das ebenso unendlich berechtigt ist. - Nicht Unschuld, nicht gewußt, nicht gewollt - Interesse an ihnen, daß sie α) getan, β) was berechtigt ist - oder wenigstens nicht unerlaubt - Unglück dabei noch einen andern verletzt zu haben - Ödipus - der wissende -

Unschuld - nicht tragisch, wenigstens nicht heroisch - von sich so viel möglich abwälzen,
&lt;em&gt;Hat gewollt - Ehre&lt;/em&gt; - sich nicht &lt;em&gt;ablösen&lt;/em&gt; von seiner Tat, Äußerlichkeit - Wollen sich auch dem unterwerfen, was daraus folgt - es übernehmen - Unglück ebenso gemäß dort -
Unglücklich, gequält - Ergriffen nicht an &lt;em&gt;seiner Handlung&lt;/em&gt;, sondern an seinem Vermögen, Leib, Leben, Familie, Kindern - Umständen, Unvorsichtigkeit, Lage - Nicht &lt;em&gt;notwendig&lt;/em&gt;, d. h. nicht vernünftig, nicht Verkehrung seiner Handlung selbst, sondern Verkehrung nur in der unrechten &lt;em&gt;Meinung&lt;/em&gt; der Andern. 
Gehört in das Feld natürlicher Roheit und Niederträchtigkeit - eine unberechtigte böse Leidenschaft ergreift die äußerliche Schwäche des Andern - nicht seine sittliche Schwäche, sein Verbrechen oder Einseitigkeit seiner Sittlichkeit - Ist kein sittliches Verhältnis überhaupt - Ganz äußerliche Geschichte - Umstände, die den Schein machen - Menschen, die bösen Willen haben -
Unglück bloß als solches hat kein sittliches Interesse - wie Unrecht, noch Strafe, nicht bloße Übel sind. 
&lt;em&gt;Dramatisch&lt;/em&gt; - seine &lt;em&gt;Ehre&lt;/em&gt; - Ehre, daß es seine Sache, aus seinem Willen entsprossen - &lt;em&gt;Tun&lt;/em&gt; und berechtigt Tun - modern - Zufälligkeit des Charakters. 

Übergang von Vorsatz zu Absicht: Vorsatz: Handlung, diese aber in mannigfachem Zusammenhang, Folgen - zufälligen oder notwendigen - So ist natürliches Geschehen auf Reflexionsstandpunkt beschaffen. - Aber Wahrheit dieser gemeinen Notwendigkeit und Zusammenhangs ist das &lt;em&gt;Allgemeine&lt;/em&gt;. Ich Denkendes, und dies Allgemeine - sich auf sich Beziehende - das ist das &lt;em&gt;Meinige&lt;/em&gt;, damit abgebrochen, in sich zurückgeführt die Folgen. - Reflexion zugleich Gegensatz gegen das Einzelne. - Mensch muß eine Absicht haben im Handeln, nicht nur Vorsatz - weil Denkendes. 
Der unmittelbare Inhalt der Handlung als in sich reflektiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 118]<br />
Aus den <em>Folgen</em> eine Handlung beurteilen. &#8211;<br />
α) Mensch muß nicht zu ängstlich und peinlich in Rücksicht auf die Folgen sein &#8211; er kann sie überwinden &#8211; peinlichen Menschen &#8211; kann dies und unzähliges erfolgen &#8211;<br />
β) Auch vorsichtig, wenn auch nur, um bösen Schein zu vermeiden &#8211; keine Bravour darein legen &#8211; unbefangen tausend Verdrießlichkeiten.<br />
Dolus indirectus<br />
<em>Vorsatz</em> behauptet das <em>Einzelne</em>, daran sich Knüpfendes als ein Anderes, im Vorsatze nicht Enthaltenes &#8211; Ich weise so die Handlung als ein <em>Allgemeines</em> von mir &#8211;<br />
Das ganz Unmittelbare der Handlung, &#8211; und die Natur derselben &#8211;<br />
Alles Einzelne ist nicht in <em>äußerlichem</em> Zusammenhang mit anderen &#8211; sondern ist für sich selbst ein Allgemeines. </p>
<p>Konsequenzen um des <em>Grundsatzes</em> willen, &#8211; Robespierre &#8211; Sklaverei &#8211; Grundsatz und der konkrete Zustand &#8211; Ist nicht ein einseitiges Tun &#8211; sondern es gehört zur Ausführung das gegenseitige Selbstbewußtsein; Bildung &#8211; Erziehung, Umstände sind konkret &#8211; einen Haufen seiner Ordnung entbinden &#8211; man muß <em>wissen, was man tut &#8211; Abstrakter</em> Grundsatz<br />
&#8211; <em>Schuld</em> oder <em>Unschuld</em> &#8211; in Beziehung auf <em>Übel</em> &#8211; und des Übels auf Schuld. &#8211; <em>Leiden überhaupt</em>, &#8211; auch Strafe darunter, &#8211; <em>als eine Folge</em> überhaupt der Handlung &#8211; oder auch <em>nicht</em> &#8211; Beziehung, Forderung eines Zusammenhangs für Leiden, mit Willen einer besonderen Handlung oder des allgemeinen Charakters überhaupt &#8211; dies mehr <em>unverdientes.</em><br />
α<em>) Oberflächlich [:] dem Guten soll es gut gehen &#8211; dem Bösen übel &#8211; hängt teils mit Begriffen über die Vorsehung zusammen, &#8211; eine Abhandlung, die hierher nicht gehört, &#8211; teils auf der Welt in dieser Allgemeinheit ist der Staat die Natur, daß der Rechtschaffene bei seinem Eigentume Früchte seines Fleißes, Beschäftigung und Befriedigung für seine Talente usf. ungefähr findet &#8211; aber immer als Einzelner. Zufälligkeit auch darin, &#8211; Lotterie. &#8211; Aber</em> Schuld <em>und</em> Unschuld <em>näher auf den Willen &#8211; und durch den</em> Willen <em>eines</em> Andern <em>&#8211; (nicht durch Natur, &#8211; unschuldig leiden durch Sturm, Erdbeben) &#8211; unschuldig leiden durch den Willen eines Andern, durch Komplikation von Umständen, die [nicht] im Willen liegen &#8211; erweckt großes Interesse. α)</em> Unberechtigter <em>Wille, Roheit, Leidenschaft &#8211; ist kein sittliches Interesse, &#8211; ebenfalls zufällige Gewalt, der Begierde, des sinnlichen Willens, &#8211; gleichgültig, ob äußere Natur oder als innerliche Zufälligkeit.</em> </p>
<p>[zu § 118 Anm.]<br />
<em>Dramatisches Interesse. α</em>) Handlung &#8211; Erfolge als Resultate des Willens &#8211; β) beider &#8211; denn beide sind Willen &#8211; wesentlich, &#8211; <em>γ</em>) des <em>substantiellen</em> Willens, &#8211; berechtigt; &#8211; dies der Idee gemäß, dramatisch nicht bloß interessieren, rühren, &#8211; Mitleiden, sondern <em>wesentliches</em> Interesse, &#8211; unter Menschen &#8211; als wirklichen &#8211; Handeln. &#8211; Das wahrhafte Interesse hier nicht unschuldig leiden, sondern α) Ehre des Willens dessen, der leidet; was ihm widerfährt durch seine Schuld &#8211; β) was er getan, woran er Schuld hat, &#8211; dazu berechtigt &#8211; zugleich substantieller Wille &#8211; also unschuldig; &#8211; der Substanz nach &#8211; schuldig der Form nach &#8211; <em>γ</em>) nicht ein Zufall, sondern αα) Wille eines Andern &#8211; hat diese Verkehrung der Folgen, die für das Subjekt übel, negativ sind, gemacht, &#8211; β) oder für sich schon zum Voraus die Lage so &#8211; so Aufopferung für einen Zweck gewollt haben, freiwillig über sich nehmen &#8211; nicht unschuldig leiden &#8211; in Gefahr begeben &#8211; Pflicht tun &#8211; Militär &#8211; in αα) Wille des Andern, &#8211; um wesentlich zu sein &#8211; gleichfalls berechtigt &#8211; Orest: Strafe, Verletzung &#8211; Höhere Kollision der sittlichen Mächte, d. i. ein Negatives &#8211; Orest &#8211; bestraft den Aigisthos nicht nur, auch die Mutter &#8211; diese gegen ihn (- selbst gegen Agamemnon) ungeheuer berechtigt: dies sittlich interessant, weil ihr Wille wesentlich ist. &#8211; In moderner &#8222;Schuld&#8220; ein niederträchtiger, böser Wille &#8211; wie affirmatives Interesse an ihm? &#8211; Das Gehörige ist einfach, daß er gehängt wird &#8211; was er nicht will &#8211; dies allein ist die mögliche Handlung unter solchen Umständen &#8211; Feindliche Brüder, Schicksal &#8211; altes Schicksal innere wahrhafte sittliche Notwendigkeit &#8211; modern Zufall &#8211; blinde Notwendigkeit. &#8211; Schicksal der Familie innere Wildheit der Zustände. Brüder, Leidenschaft für ein Mädchen, Zufall, nicht sittliche Notwendigkeit &#8211; und rohes Aufbrausen, momentan im Andern, zum Mord &#8211; das Übrige (Mutter) &#8211; sehr überflüssige Verbrämung. &#8211; In mod[ernen Zeiten] α) Tyrannen, &#8211; gegen einen Willen &#8211; kein würdiges Schauspiel, unglücklich, aber nicht tragisch, β) Böser Wille wird schuldig &#8211; und gestraft; &#8211; Kriminaljustiz &#8211; </p>
<p><em>Drama. Handlungen</em> wesentlich.<br />
<em>Kunst</em> &#8211; Individuen, die das <em>Alles Selbst</em> sind, was sie sind &#8211; durch Gegensatz erläutert &#8211; moderne Zeiten &#8211; Amts- und Bürgerverhältnisse &#8211; Sitten &#8211; Gewohnheiten &#8211; ist allgemeiner Charakter &#8211; einer was der Andere, &#8211; rechtschaffen, nicht als sein individueller Charakter.<br />
Im Amt muß ich eine Menge tun, was ich um des Amtes willen tue, um der Ordnung [willen] (Immatrikulieren usf., diese und jene Kollegia hören, von Haus aus weiß man nicht was ist).<br />
<em>Alte Kunst</em> &#8211; freie Individuen &#8211; <em>Alles</em> sie selbst &#8211; ganz aus einem Stück &#8211; Also sich nicht einlassen in ihren dramatischen Darstellungen auf die Halbheit, daß einer etwas ist, tut, getan hat und auch nicht getan &#8211; seine Wirklichkeit &#8211; ohne seinen Willen. &#8211; Sie wollen also dessen schuldig sein, was sie getan, und dessen, was sie <em>leiden</em>.<br />
Leiden, negativ kann es nicht direkt wollen.<br />
Aber so, daß sie selbst schuld an diesen Leiden sind &#8211; d. h. an <em>ihrer eignen Tat</em> nur ergriffen werden &#8211;<br />
Sie sind dabei edle, heroische Individuen &#8211; nicht unschuldig überhaupt. Sie haben etwas getan, wozu hohe Berechtigung &#8211; Orest bestraft die Vatermörderin &#8211; aber [sie] ist [seine] Mutter &#8211; ungeheure Verletzung von etwas ebenso unendlich Berechtigtem &#8211; ungetrennt &#8211; Antigone erweist dem Bruder die letzte Ehre &#8211; verletzt das Staatsgebot, das ebenso unendlich berechtigt ist. &#8211; Nicht Unschuld, nicht gewußt, nicht gewollt &#8211; Interesse an ihnen, daß sie α) getan, β) was berechtigt ist &#8211; oder wenigstens nicht unerlaubt &#8211; Unglück dabei noch einen andern verletzt zu haben &#8211; Ödipus &#8211; der wissende &#8211;</p>
<p>Unschuld &#8211; nicht tragisch, wenigstens nicht heroisch &#8211; von sich so viel möglich abwälzen,<br />
<em>Hat gewollt &#8211; Ehre</em> &#8211; sich nicht <em>ablösen</em> von seiner Tat, Äußerlichkeit &#8211; Wollen sich auch dem unterwerfen, was daraus folgt &#8211; es übernehmen &#8211; Unglück ebenso gemäß dort &#8211;<br />
Unglücklich, gequält &#8211; Ergriffen nicht an <em>seiner Handlung</em>, sondern an seinem Vermögen, Leib, Leben, Familie, Kindern &#8211; Umständen, Unvorsichtigkeit, Lage &#8211; Nicht <em>notwendig</em>, d. h. nicht vernünftig, nicht Verkehrung seiner Handlung selbst, sondern Verkehrung nur in der unrechten <em>Meinung</em> der Andern.<br />
Gehört in das Feld natürlicher Roheit und Niederträchtigkeit &#8211; eine unberechtigte böse Leidenschaft ergreift die äußerliche Schwäche des Andern &#8211; nicht seine sittliche Schwäche, sein Verbrechen oder Einseitigkeit seiner Sittlichkeit &#8211; Ist kein sittliches Verhältnis überhaupt &#8211; Ganz äußerliche Geschichte &#8211; Umstände, die den Schein machen &#8211; Menschen, die bösen Willen haben &#8211;<br />
Unglück bloß als solches hat kein sittliches Interesse &#8211; wie Unrecht, noch Strafe, nicht bloße Übel sind.<br />
<em>Dramatisch</em> &#8211; seine <em>Ehre</em> &#8211; Ehre, daß es seine Sache, aus seinem Willen entsprossen &#8211; <em>Tun</em> und berechtigt Tun &#8211; modern &#8211; Zufälligkeit des Charakters. </p>
<p>Übergang von Vorsatz zu Absicht: Vorsatz: Handlung, diese aber in mannigfachem Zusammenhang, Folgen &#8211; zufälligen oder notwendigen &#8211; So ist natürliches Geschehen auf Reflexionsstandpunkt beschaffen. &#8211; Aber Wahrheit dieser gemeinen Notwendigkeit und Zusammenhangs ist das <em>Allgemeine</em>. Ich Denkendes, und dies Allgemeine &#8211; sich auf sich Beziehende &#8211; das ist das <em>Meinige</em>, damit abgebrochen, in sich zurückgeführt die Folgen. &#8211; Reflexion zugleich Gegensatz gegen das Einzelne. &#8211; Mensch muß eine Absicht haben im Handeln, nicht nur Vorsatz &#8211; weil Denkendes.<br />
Der unmittelbare Inhalt der Handlung als in sich reflektiert.</p>
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