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	Kommentare zu: 123	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/123/#comment-3138</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:06:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 123: Das Wohl

Was will der Mensch mit seinen Zwecken? Zwei Dinge.

Erstens will er dabei sein. Er will, dass die Sache seine Sache ist. Dafür setzt er sich ein. Was ihn nichts angeht, dafür rührt er keinen Finger.

Zweitens hat er einen bestimmten Inhalt. Woher kommt der? Aus seiner Natur. Aus Bedürfnissen, Neigungen, Leidenschaften, Meinungen und Einfällen. Wer all das befriedigt, dem geht es gut. Wir nennen das sein Wohl oder sein Glück.

Ist das nicht zu niedrig?

Nein. Der Mensch ist ein lebendiges Wesen. Das ist kein Zufall, sondern gehört zu seiner Vernunft. Darum darf er seine Bedürfnisse zu Zwecken machen. Es ist nichts Schlechtes daran, dass jemand leben und es gut haben will.

Aber es ist noch nicht die Freiheit selbst:

Die Wünsche findet der Mensch in sich vor. Er hat sie sich nicht selbst gegeben. Er denkt zwar über sie nach und ordnet sie. Er fragt, was ihn im Ganzen glücklich macht. Doch der Inhalt bleibt Natur. So dachte man zur Zeit des Königs Krösus und des weisen Solon. Sie fragten: Wer ist der glücklichste Mensch?

Zusammenfassung: Der Mensch will bei seinen Zwecken selbst dabei sein. Ihren Inhalt nimmt er aus seinen natürlichen Wünschen. Deren Befriedigung heißt Wohl oder Glück.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 123: Das Wohl</p>
<p>Was will der Mensch mit seinen Zwecken? Zwei Dinge.</p>
<p>Erstens will er dabei sein. Er will, dass die Sache seine Sache ist. Dafür setzt er sich ein. Was ihn nichts angeht, dafür rührt er keinen Finger.</p>
<p>Zweitens hat er einen bestimmten Inhalt. Woher kommt der? Aus seiner Natur. Aus Bedürfnissen, Neigungen, Leidenschaften, Meinungen und Einfällen. Wer all das befriedigt, dem geht es gut. Wir nennen das sein Wohl oder sein Glück.</p>
<p>Ist das nicht zu niedrig?</p>
<p>Nein. Der Mensch ist ein lebendiges Wesen. Das ist kein Zufall, sondern gehört zu seiner Vernunft. Darum darf er seine Bedürfnisse zu Zwecken machen. Es ist nichts Schlechtes daran, dass jemand leben und es gut haben will.</p>
<p>Aber es ist noch nicht die Freiheit selbst:</p>
<p>Die Wünsche findet der Mensch in sich vor. Er hat sie sich nicht selbst gegeben. Er denkt zwar über sie nach und ordnet sie. Er fragt, was ihn im Ganzen glücklich macht. Doch der Inhalt bleibt Natur. So dachte man zur Zeit des Königs Krösus und des weisen Solon. Sie fragten: Wer ist der glücklichste Mensch?</p>
<p>Zusammenfassung: Der Mensch will bei seinen Zwecken selbst dabei sein. Ihren Inhalt nimmt er aus seinen natürlichen Wünschen. Deren Befriedigung heißt Wohl oder Glück.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/123/#comment-2811</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:12:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die noch &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;abstrakte&lt;/a&gt; und formelle Subjektivität gewinnt &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit&quot; title=&quot;Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;bestimmten&lt;/a&gt; Inhalt allein an ihrem natürlichen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt; und erhebt ihn, als dem in sich &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-reflexion&quot; title=&quot;Reflexion ist Zurückwendung auf sich, nicht Nachdenken. In sich reflektiert ist etwas, das seine Grenze als eigene hat und sie deshalb zurücknehmen kann.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;reflektierten&lt;/a&gt; Willen angehörig, zum &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;allgemeinen&lt;/a&gt; Zweck des Wohls.&lt;/em&gt;

Woher der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;besondere&lt;/a&gt; Zweck seinen Inhalt nimmt, hatte § 122 offengelassen; hier fällt die Antwort. Die Antwort hat zwei Stufen. Der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Form&lt;/a&gt; nach gilt nur, dass das Subjekt in seinem Zweck mit seiner eigenen Tätigkeit anwesend sein muss — das ist die bloße Form des Interesses und sagt noch nicht, wofür man tätig ist. Dem Inhalt nach bleibt einer Subjektivität, die selbst noch leer ist, nur der natürliche Wille (§ 11): Bedürfnisse, Neigungen, Leidenschaften, Meinungen. Der eigentliche Schritt liegt darin, dass dieser Inhalt hier nicht mehr &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbar&lt;/a&gt; auftritt wie in § 11, sondern, weil er einem in sich zurückgegangenen Willen angehört, zu einem einzigen umfassenden Zweck zusammengefasst ist: Wohl oder Glückseligkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die noch <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">abstrakte</a> und formelle Subjektivität gewinnt <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit" title="Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen." rel="ugc">bestimmten</a> Inhalt allein an ihrem natürlichen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a> und erhebt ihn, als dem in sich <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-reflexion" title="Reflexion ist Zurückwendung auf sich, nicht Nachdenken. In sich reflektiert ist etwas, das seine Grenze als eigene hat und sie deshalb zurücknehmen kann." rel="ugc">reflektierten</a> Willen angehörig, zum <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">allgemeinen</a> Zweck des Wohls.</em></p>
<p>Woher der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">besondere</a> Zweck seinen Inhalt nimmt, hatte § 122 offengelassen; hier fällt die Antwort. Die Antwort hat zwei Stufen. Der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">Form</a> nach gilt nur, dass das Subjekt in seinem Zweck mit seiner eigenen Tätigkeit anwesend sein muss — das ist die bloße Form des Interesses und sagt noch nicht, wofür man tätig ist. Dem Inhalt nach bleibt einer Subjektivität, die selbst noch leer ist, nur der natürliche Wille (§ 11): Bedürfnisse, Neigungen, Leidenschaften, Meinungen. Der eigentliche Schritt liegt darin, dass dieser Inhalt hier nicht mehr <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbar</a> auftritt wie in § 11, sondern, weil er einem in sich zurückgegangenen Willen angehört, zu einem einzigen umfassenden Zweck zusammengefasst ist: Wohl oder Glückseligkeit.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/123/#comment-1583</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:30:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Insofern die Bestimmungen der Glückseligkeit vorgefunden sind, sind sie keine wahren Bestimmungen der Freiheit, welche erst in ihrem Selbstzwecke im Guten &lt;em&gt;sich&lt;/em&gt; wahrhaft ist. Hier können wir die Frage aufwerfen: hat der Mensch ein Recht, sich solche unfreie Zwecke zu setzen, die allein darauf beruhen, daß das Subjekt ein Lebendiges ist? Daß der Mensch ein Lebendiges ist, ist aber nicht zufällig, sondern vernunftgemäß, und insofern hat er ein Recht, seine Bedürfnisse zu seinem Zweck zu machen. Es ist nichts Herabwürdigendes darin, daß jemand lebt, und ihm steht keine höhere Geistigkeit gegenüber, in der man existieren könnte. Nur das Heraufheben des Vorgefundenen zu einem Aus-sich-Erschaffen gibt den höheren Kreis des Guten, welche Unterschiedenheit indessen keine Unverträglichkeit beider Seiten in sich schließt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Insofern die Bestimmungen der Glückseligkeit vorgefunden sind, sind sie keine wahren Bestimmungen der Freiheit, welche erst in ihrem Selbstzwecke im Guten <em>sich</em> wahrhaft ist. Hier können wir die Frage aufwerfen: hat der Mensch ein Recht, sich solche unfreie Zwecke zu setzen, die allein darauf beruhen, daß das Subjekt ein Lebendiges ist? Daß der Mensch ein Lebendiges ist, ist aber nicht zufällig, sondern vernunftgemäß, und insofern hat er ein Recht, seine Bedürfnisse zu seinem Zweck zu machen. Es ist nichts Herabwürdigendes darin, daß jemand lebt, und ihm steht keine höhere Geistigkeit gegenüber, in der man existieren könnte. Nur das Heraufheben des Vorgefundenen zu einem Aus-sich-Erschaffen gibt den höheren Kreis des Guten, welche Unterschiedenheit indessen keine Unverträglichkeit beider Seiten in sich schließt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/123/#comment-1786</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 1823 08:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=771#comment-1786</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Subjekt&lt;/em&gt; - in Absicht als &lt;em&gt;ein in sich besonderes&lt;/em&gt; bestimmt - &lt;em&gt;eigentümlicher Inhalt&lt;/em&gt; 
α) Interesse, - daß Ich dabei gewesen, dabei tätig - 
Goethe: Wir tanzen schon 3 Tag und Nacht - an die Braut hat keiner gedacht -
Napoleons Soldaten: Plünderung, Avancement - Ruhm - Ehrgeiz. 
β) Ich als &lt;em&gt;konkretes Subjekt&lt;/em&gt;. - Habe nur als solches Existenz. 
Ich bin
α) die formelle Tätigkeit - aber Idee nicht als solche Abstraktion das Bestimmende, als Innerliches ist die Bestimmung nicht nur das Meinige, sondern &lt;em&gt;gilt&lt;/em&gt; auch als das Meinige; im abstrakten Recht bin Ich nur Persönlichkeit - hier als &lt;em&gt;mich&lt;/em&gt; innerlich bestimmend, aus der Besonderheit das Meinige. Hier, daß die Besonderheit als die meinige ist, fängt die Trennung dem Inhalte nach an; - &lt;em&gt;eigentümlicher&lt;/em&gt; Inhalt -
β) meine Befriedigung - in was? absolute Zwecke. - Vergnügen - nur absolute Zwecke, Zweck - 
Weil noch formell abstrakte Subjektivität - abstraktes Bestimmen, nur Aufnehmen der auf natürliche Weise vorhandenen Bestimmungen. Diese abstrakte Subjektivität ist dasselbe, was Kantische praktische Vernunft. - Dies Formelle ist nichts anderes als Interesse, Tätigkeit des Subjekts überhaupt. Autonomie ist jenes formelle Selbstbestimmen. Heteronomie, Triebe - Nur praktische Vernunft insofern verschieden, als die objektive Form der Allgemeinheit, das ist der formellen Identität die bewußte Bestimmung ist, das, was ich will, die Form der &lt;em&gt;Allgemeinheit für mich&lt;/em&gt; haben soll, es als solches weiß - die Bestimmung meines Interesses die Bestimmung z. B. des Erlaubten - Eigentum - ein Allgemeines, sich nicht Widersprechendes. 
β) Diese Bestimmung - Gefühle - wie früher - in der Vernunft ihren Grund. Momente ihrer Entwicklung, aber noch nicht in der Form der Vernünftigkeit - dies erst in der Sittlichkeit. - Diese erst, indem die Subjektivität ihre Einseitigkeit als sich in sich wissende, setzende Einzelheit aufgegeben hat, als Moment ist -
Hier daher Neigungen, Triebe, Inhalt - aber nicht bloß auf natürliche, rohe Weise - seinen Trieben den Lauf lassen, von der Begierde, Neigung als solcher bestimmt sein - unbändig wie Wilde, Rohe - sondern daß ich [mich] verhalte als in mich reflektiertes - formelle Allgemeinheit. - Diese Triebe nicht unmittelbar, sondern auf ein Ganzes, zunächst &lt;em&gt;ihr&lt;/em&gt; Ganzes bezogen - reflektierendes Denken, Wohl, Glückseligkeit. - Weiß von ihnen als untergeordneten. Hemmung des Triebes, der Natürlichkeit. 
Es ist &lt;em&gt;erlaubt&lt;/em&gt; -
α) sein Wohl zum Zweck zu machen, d. h. dieser Inhalt als solcher nicht der Persönlichkeit entgegen; - (auch &lt;em&gt;Pflicht&lt;/em&gt;, im allgemeinen notwendig) - aber nicht strenges Recht, weil zunächst nur als besonderer überhaupt der Empfindung, Liebe - nicht zur Absolutheit erhoben, wie sittlicher Inhalt - Ehe - kann als besondere Sache des Triebs angesehen werden - (so Staat über strengem Recht) - aber Ehe als sittliches Verhältnis Besonderheit, in Vergleichung mit Persönlichkeit aber absolut. 
β) Pflicht - davon beim Guten - Hohles Hinaufschrauben - zur Vortrefflichkeit - Stoiker
Er dieser ist dabei gewesen
Als ob Gegensätze in der Beziehung aufeinander als absolute Gegensätze betrachtet werden sollen - Wissen, strenge moralische Ansicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Subjekt</em> &#8211; in Absicht als <em>ein in sich besonderes</em> bestimmt &#8211; <em>eigentümlicher Inhalt</em><br />
α) Interesse, &#8211; daß Ich dabei gewesen, dabei tätig &#8211;<br />
Goethe: Wir tanzen schon 3 Tag und Nacht &#8211; an die Braut hat keiner gedacht &#8211;<br />
Napoleons Soldaten: Plünderung, Avancement &#8211; Ruhm &#8211; Ehrgeiz.<br />
β) Ich als <em>konkretes Subjekt</em>. &#8211; Habe nur als solches Existenz.<br />
Ich bin<br />
α) die formelle Tätigkeit &#8211; aber Idee nicht als solche Abstraktion das Bestimmende, als Innerliches ist die Bestimmung nicht nur das Meinige, sondern <em>gilt</em> auch als das Meinige; im abstrakten Recht bin Ich nur Persönlichkeit &#8211; hier als <em>mich</em> innerlich bestimmend, aus der Besonderheit das Meinige. Hier, daß die Besonderheit als die meinige ist, fängt die Trennung dem Inhalte nach an; &#8211; <em>eigentümlicher</em> Inhalt &#8211;<br />
β) meine Befriedigung &#8211; in was? absolute Zwecke. &#8211; Vergnügen &#8211; nur absolute Zwecke, Zweck &#8211;<br />
Weil noch formell abstrakte Subjektivität &#8211; abstraktes Bestimmen, nur Aufnehmen der auf natürliche Weise vorhandenen Bestimmungen. Diese abstrakte Subjektivität ist dasselbe, was Kantische praktische Vernunft. &#8211; Dies Formelle ist nichts anderes als Interesse, Tätigkeit des Subjekts überhaupt. Autonomie ist jenes formelle Selbstbestimmen. Heteronomie, Triebe &#8211; Nur praktische Vernunft insofern verschieden, als die objektive Form der Allgemeinheit, das ist der formellen Identität die bewußte Bestimmung ist, das, was ich will, die Form der <em>Allgemeinheit für mich</em> haben soll, es als solches weiß &#8211; die Bestimmung meines Interesses die Bestimmung z. B. des Erlaubten &#8211; Eigentum &#8211; ein Allgemeines, sich nicht Widersprechendes.<br />
β) Diese Bestimmung &#8211; Gefühle &#8211; wie früher &#8211; in der Vernunft ihren Grund. Momente ihrer Entwicklung, aber noch nicht in der Form der Vernünftigkeit &#8211; dies erst in der Sittlichkeit. &#8211; Diese erst, indem die Subjektivität ihre Einseitigkeit als sich in sich wissende, setzende Einzelheit aufgegeben hat, als Moment ist &#8211;<br />
Hier daher Neigungen, Triebe, Inhalt &#8211; aber nicht bloß auf natürliche, rohe Weise &#8211; seinen Trieben den Lauf lassen, von der Begierde, Neigung als solcher bestimmt sein &#8211; unbändig wie Wilde, Rohe &#8211; sondern daß ich [mich] verhalte als in mich reflektiertes &#8211; formelle Allgemeinheit. &#8211; Diese Triebe nicht unmittelbar, sondern auf ein Ganzes, zunächst <em>ihr</em> Ganzes bezogen &#8211; reflektierendes Denken, Wohl, Glückseligkeit. &#8211; Weiß von ihnen als untergeordneten. Hemmung des Triebes, der Natürlichkeit.<br />
Es ist <em>erlaubt</em> &#8211;<br />
α) sein Wohl zum Zweck zu machen, d. h. dieser Inhalt als solcher nicht der Persönlichkeit entgegen; &#8211; (auch <em>Pflicht</em>, im allgemeinen notwendig) &#8211; aber nicht strenges Recht, weil zunächst nur als besonderer überhaupt der Empfindung, Liebe &#8211; nicht zur Absolutheit erhoben, wie sittlicher Inhalt &#8211; Ehe &#8211; kann als besondere Sache des Triebs angesehen werden &#8211; (so Staat über strengem Recht) &#8211; aber Ehe als sittliches Verhältnis Besonderheit, in Vergleichung mit Persönlichkeit aber absolut.<br />
β) Pflicht &#8211; davon beim Guten &#8211; Hohles Hinaufschrauben &#8211; zur Vortrefflichkeit &#8211; Stoiker<br />
Er dieser ist dabei gewesen<br />
Als ob Gegensätze in der Beziehung aufeinander als absolute Gegensätze betrachtet werden sollen &#8211; Wissen, strenge moralische Ansicht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1817)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/123/#comment-2401</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1817)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 1817 23:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=771#comment-2401</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 424:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 424.&lt;/strong&gt; δ) Dem Subject als in seiner Besonderheit absolut für sich seyend, soll sein Interesse und Wohl &lt;em&gt;wesentlicher Zweck&lt;/em&gt; und deßwegen Pflicht seyn. Zugleich aber im Zwecke des Guten, welches der nicht besondere, sondern nur allgemeine Wille ist, soll das besondere Interesse &lt;em&gt;kein Moment&lt;/em&gt; seyn. Um dieser Selbstständigkeit willen ist es zufällig, ob sie &lt;em&gt;harmoniren&lt;/em&gt;. Aber sie sollen &lt;em&gt;harmoniren&lt;/em&gt;, weil das Subject als Einzelnes und Allgemeines an sich &lt;em&gt;Eine Identität&lt;/em&gt; ist.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 424:</em></p>
<p><strong>§ 424.</strong> δ) Dem Subject als in seiner Besonderheit absolut für sich seyend, soll sein Interesse und Wohl <em>wesentlicher Zweck</em> und deßwegen Pflicht seyn. Zugleich aber im Zwecke des Guten, welches der nicht besondere, sondern nur allgemeine Wille ist, soll das besondere Interesse <em>kein Moment</em> seyn. Um dieser Selbstständigkeit willen ist es zufällig, ob sie <em>harmoniren</em>. Aber sie sollen <em>harmoniren</em>, weil das Subject als Einzelnes und Allgemeines an sich <em>Eine Identität</em> ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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