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	Kommentare zu: 136	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/136/#comment-3151</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:07:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 136: Das Gewissen

Das Gute ist noch abstrakt. Es sagt nicht, was genau zu tun ist. Wer entscheidet dann?

Das Innere des Menschen selbst. Er weiß sich sicher. Er bestimmt, was hier und jetzt gut ist. Er entscheidet. Diese innere Instanz heißt Gewissen.

Was ist das Besondere am Gewissen?

Im Gewissen ist der Mensch ganz bei sich. Es ist eine tiefe innere Einsamkeit. Alles Äußere fällt weg. Kein Befehl, keine Tradition zählt, nur das eigene Wissen. Früher hatten die Menschen ein Gesetz oder eine Religion außer sich. Das Gewissen dagegen weiß: Nur mein eigenes Denken verpflichtet mich.

Das ist ein hoher Standpunkt. Er gehört der neuen Zeit.

Warum reicht die Pflicht nicht?

Man kann erhaben über die Pflicht reden. Das macht das Herz weit. Aber auf Dauer wird es langweilig. Der Geist will wissen, was er konkret tun soll.

Zusammenfassung: Weil das Gute abstrakt ist, entscheidet das Gewissen. Es ist die innere Gewissheit des Menschen, die selbst bestimmt. Das ist ein hoher Standpunkt der neuen Zeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 136: Das Gewissen</p>
<p>Das Gute ist noch abstrakt. Es sagt nicht, was genau zu tun ist. Wer entscheidet dann?</p>
<p>Das Innere des Menschen selbst. Er weiß sich sicher. Er bestimmt, was hier und jetzt gut ist. Er entscheidet. Diese innere Instanz heißt Gewissen.</p>
<p>Was ist das Besondere am Gewissen?</p>
<p>Im Gewissen ist der Mensch ganz bei sich. Es ist eine tiefe innere Einsamkeit. Alles Äußere fällt weg. Kein Befehl, keine Tradition zählt, nur das eigene Wissen. Früher hatten die Menschen ein Gesetz oder eine Religion außer sich. Das Gewissen dagegen weiß: Nur mein eigenes Denken verpflichtet mich.</p>
<p>Das ist ein hoher Standpunkt. Er gehört der neuen Zeit.</p>
<p>Warum reicht die Pflicht nicht?</p>
<p>Man kann erhaben über die Pflicht reden. Das macht das Herz weit. Aber auf Dauer wird es langweilig. Der Geist will wissen, was er konkret tun soll.</p>
<p>Zusammenfassung: Weil das Gute abstrakt ist, entscheidet das Gewissen. Es ist die innere Gewissheit des Menschen, die selbst bestimmt. Das ist ein hoher Standpunkt der neuen Zeit.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/136/#comment-2824</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:15:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Weil das Gute &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;abstrakt&lt;/a&gt; bleibt, fällt das andere &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Moment&lt;/a&gt; der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Idee&lt;/a&gt;, die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Besonderheit&lt;/a&gt;, ganz in die in sich &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-reflexion&quot; title=&quot;Reflexion ist Zurückwendung auf sich, nicht Nachdenken. In sich reflektiert ist etwas, das seine Grenze als eigene hat und sie deshalb zurücknehmen kann.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;reflektierte&lt;/a&gt; Subjektivität, die als das Besonderheit Setzende und Entscheidende das Gewissen ist.&lt;/em&gt;

Der Schritt ist eine Folgerung aus dem Mangel: &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; muss irgendwoher kommen, und da das Gute sie nicht liefert, kann sie nur von der Gegenseite kommen. Die Subjektivität ist hier nicht mehr die bloß natürliche Besonderheit von § 123, sondern in sich zurückgegangen und darin selbst &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;allgemein&lt;/a&gt; — sie ist ihrer selbst absolut gewiss und &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;setzt&lt;/a&gt; aus dieser Gewißheit heraus das Besondere, entscheidet also, was im einzelnen Fall das Gute sei. Das ist der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; des Gewissens, wie Hegel ihn an dieser Stelle gewinnt: nicht eine innere Stimme, sondern die Stelle, an die alle Bestimmung fällt, wenn das Allgemeine leer ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Weil das Gute <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">abstrakt</a> bleibt, fällt das andere <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Moment</a> der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches." rel="ugc">Idee</a>, die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">Besonderheit</a>, ganz in die in sich <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-reflexion" title="Reflexion ist Zurückwendung auf sich, nicht Nachdenken. In sich reflektiert ist etwas, das seine Grenze als eigene hat und sie deshalb zurücknehmen kann." rel="ugc">reflektierte</a> Subjektivität, die als das Besonderheit Setzende und Entscheidende das Gewissen ist.</em></p>
<p>Der Schritt ist eine Folgerung aus dem Mangel: <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> muss irgendwoher kommen, und da das Gute sie nicht liefert, kann sie nur von der Gegenseite kommen. Die Subjektivität ist hier nicht mehr die bloß natürliche Besonderheit von § 123, sondern in sich zurückgegangen und darin selbst <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">allgemein</a> — sie ist ihrer selbst absolut gewiss und <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">setzt</a> aus dieser Gewißheit heraus das Besondere, entscheidet also, was im einzelnen Fall das Gute sei. Das ist der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a> des Gewissens, wie Hegel ihn an dieser Stelle gewinnt: nicht eine innere Stimme, sondern die Stelle, an die alle Bestimmung fällt, wenn das Allgemeine leer ist.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/136/#comment-1592</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:35:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Man kann von der Pflicht sehr erhaben sprechen, und dieses Reden stellt den Menschen höher und macht sein Herz weit; aber wenn es zu keiner Bestimmung fortgeht, wird es zuletzt langweilig: der Geist fordert eine Besonderheit, zu der er berechtigt ist. Dagegen ist das Gewissen diese tiefste innerliche Einsamkeit mit sich, wo alles Äußerliche und alle Beschränktheit verschwunden ist, diese durchgängige Zurückgezogenheit in sich selbst. Der Mensch ist als Gewissen von den Zwecken der Besonderheit nicht mehr gefesselt, und dieses ist somit ein hoher Standpunkt, ein Standpunkt der modernen Welt, welche erst zu diesem Bewußtsein, zu diesem Untergange in sich gekommen ist. Die vorangegangenen sinnlicheren Zeiten haben ein Äußerliches und Gegebenes vor sich, sei es Religion oder Recht; aber das Gewissen weiß sich selbst als das Denken, und daß dieses mein Denken das allein für mich Verpflichtende ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann von der Pflicht sehr erhaben sprechen, und dieses Reden stellt den Menschen höher und macht sein Herz weit; aber wenn es zu keiner Bestimmung fortgeht, wird es zuletzt langweilig: der Geist fordert eine Besonderheit, zu der er berechtigt ist. Dagegen ist das Gewissen diese tiefste innerliche Einsamkeit mit sich, wo alles Äußerliche und alle Beschränktheit verschwunden ist, diese durchgängige Zurückgezogenheit in sich selbst. Der Mensch ist als Gewissen von den Zwecken der Besonderheit nicht mehr gefesselt, und dieses ist somit ein hoher Standpunkt, ein Standpunkt der modernen Welt, welche erst zu diesem Bewußtsein, zu diesem Untergange in sich gekommen ist. Die vorangegangenen sinnlicheren Zeiten haben ein Äußerliches und Gegebenes vor sich, sei es Religion oder Recht; aber das Gewissen weiß sich selbst als das Denken, und daß dieses mein Denken das allein für mich Verpflichtende ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1830)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/136/#comment-2429</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1830)]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 1830 23:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=743#comment-2429</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 511:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 511.&lt;/strong&gt; Der allseitige Widerspruch, welchen dieses vielfache &lt;em&gt;Sollen,&lt;/em&gt; das absolute Sein, welches doch zugleich nicht ist, ausdrückt, enthält die abstrakteste Analyse des Geistes in ihm selbst; sein tiefstes Insichgehen. Die Beziehung der sich widersprechenden Bestimmungen aufeinander ist nur die abstrakte Gewißheit seiner selbst, und für diese &lt;em&gt;Unendlichkeit&lt;/em&gt; der Subjektivität ist der allgemeine Wille, das Gute, Recht und Pflicht, ebensowohl als auch nicht; sie ist es, welche sich als das Wählende und Entscheidende weiß. Diese sich auf ihre Spitze stellende reine Gewißheit seiner selbst erscheint in den zwei unmittelbar ineinander übergehenden Formen des &lt;em&gt;Gewissens&lt;/em&gt; und des &lt;em&gt;Bösen.&lt;/em&gt; Jenes ist der Wille des &lt;em&gt;Guten,&lt;/em&gt; welches aber in dieser reinen Subjektivität das &lt;em&gt;nicht Objektive,&lt;/em&gt; nicht Allgemeine, das Unsagbare ist und über welches das Subjekt &lt;em&gt;sich&lt;/em&gt; in seiner &lt;em&gt;Einzelheit&lt;/em&gt; entscheidend weiß. Das &lt;em&gt;Böse&lt;/em&gt; aber ist dieses selbe Wissen seiner Einzelheit als des Entscheidenden, insofern sie nicht in dieser Abstraktion bleibt, sondern gegen das Gute sich den Inhalt eines subjektiven Interesses gibt.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 511:</em></p>
<p><strong>§ 511.</strong> Der allseitige Widerspruch, welchen dieses vielfache <em>Sollen,</em> das absolute Sein, welches doch zugleich nicht ist, ausdrückt, enthält die abstrakteste Analyse des Geistes in ihm selbst; sein tiefstes Insichgehen. Die Beziehung der sich widersprechenden Bestimmungen aufeinander ist nur die abstrakte Gewißheit seiner selbst, und für diese <em>Unendlichkeit</em> der Subjektivität ist der allgemeine Wille, das Gute, Recht und Pflicht, ebensowohl als auch nicht; sie ist es, welche sich als das Wählende und Entscheidende weiß. Diese sich auf ihre Spitze stellende reine Gewißheit seiner selbst erscheint in den zwei unmittelbar ineinander übergehenden Formen des <em>Gewissens</em> und des <em>Bösen.</em> Jenes ist der Wille des <em>Guten,</em> welches aber in dieser reinen Subjektivität das <em>nicht Objektive,</em> nicht Allgemeine, das Unsagbare ist und über welches das Subjekt <em>sich</em> in seiner <em>Einzelheit</em> entscheidend weiß. Das <em>Böse</em> aber ist dieses selbe Wissen seiner Einzelheit als des Entscheidenden, insofern sie nicht in dieser Abstraktion bleibt, sondern gegen das Gute sich den Inhalt eines subjektiven Interesses gibt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1827)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/136/#comment-2427</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1827)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 May 1827 23:06:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 511:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 511.&lt;/strong&gt; Der allseitige Widerspruch, welchen dieses vielfache Sollen, das wesentliche Seyn, welches doch zugleich nicht ist, ausdrückt, enthält die abstracteste Analyse des Geistes in ihm selbst, sein tiefstes In-sich-gehen. Die Beziehung der sich widersprechenden Bestimmungen ist nur die abstracte Gewißheit seiner selbst, die Unendlichkeit der Subjectivität, für welche der allgemeine Wille, das Gute, Recht und Pflicht eben sowohl ist, als nicht ist, und welche sich als das Wählende und Entscheidende weiß. Diese reine sich auf ihre Spitze stellende Gewißheit seiner selbst erscheint in den zwei unmittelbar in einander übergehenden Formen, des Gewissens und des Bösen. Jenes ist der Wille des Guten, welches aber in dieser reinen Subjectivität das nicht Objective, nicht Allgemeine, das Unsagbare ist, und worüber das Subject sich in seiner Einzelnheit entscheidend weiß. Das Böse aber ist dieses selbe Wissen seiner Einzelnheit als des Entscheidenden, in sofern sie nicht in dieser Abstraction bleibt, sondern gegen das Gute sich den Inhalt eines subjectiven Interesses gibt.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 511:</em></p>
<p><strong>§ 511.</strong> Der allseitige Widerspruch, welchen dieses vielfache Sollen, das wesentliche Seyn, welches doch zugleich nicht ist, ausdrückt, enthält die abstracteste Analyse des Geistes in ihm selbst, sein tiefstes In-sich-gehen. Die Beziehung der sich widersprechenden Bestimmungen ist nur die abstracte Gewißheit seiner selbst, die Unendlichkeit der Subjectivität, für welche der allgemeine Wille, das Gute, Recht und Pflicht eben sowohl ist, als nicht ist, und welche sich als das Wählende und Entscheidende weiß. Diese reine sich auf ihre Spitze stellende Gewißheit seiner selbst erscheint in den zwei unmittelbar in einander übergehenden Formen, des Gewissens und des Bösen. Jenes ist der Wille des Guten, welches aber in dieser reinen Subjectivität das nicht Objective, nicht Allgemeine, das Unsagbare ist, und worüber das Subject sich in seiner Einzelnheit entscheidend weiß. Das Böse aber ist dieses selbe Wissen seiner Einzelnheit als des Entscheidenden, in sofern sie nicht in dieser Abstraction bleibt, sondern gegen das Gute sich den Inhalt eines subjectiven Interesses gibt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1817)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/136/#comment-2425</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1817)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 1817 23:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=743#comment-2425</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 426:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 426.&lt;/strong&gt; Der allseitige Widerspruch, welchen dieses vielfache Sollen ausdrückt, ist die abstrakteste Analyse des Geistes, sein tiefstes In-sich-gehen. Die reine Beziehung der sich widersprechenden Bestimmungen ist die abstracte Gewißheit seiner selbst, die Unendlichkeit der Subjectivität, für welche der allgemeine Wille, das Gute, Recht und Pflicht ebensowohl ist, als nicht ist, und welche sich als das &lt;em&gt;Wählende und Entscheidende&lt;/em&gt; weiß.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 426:</em></p>
<p><strong>§ 426.</strong> Der allseitige Widerspruch, welchen dieses vielfache Sollen ausdrückt, ist die abstrakteste Analyse des Geistes, sein tiefstes In-sich-gehen. Die reine Beziehung der sich widersprechenden Bestimmungen ist die abstracte Gewißheit seiner selbst, die Unendlichkeit der Subjectivität, für welche der allgemeine Wille, das Gute, Recht und Pflicht ebensowohl ist, als nicht ist, und welche sich als das <em>Wählende und Entscheidende</em> weiß.</p>
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