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	Kommentare zu: 141	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/141/#comment-3156</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:07:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 141: Von der Moral zur Sittlichkeit

Wir sind am Ende der Moral angekommen. Was hat sie uns gezeigt?

Zwei Seiten, die einander fehlen:

Das Gute war allgemein, aber leer. Es sagte nicht, was zu tun ist.

Das Gewissen war lebendig und entscheidend. Aber es hatte keinen festen Inhalt. Es konnte sich alles einreden.

Beide brauchen einander. Das Gute braucht jemanden, der es bestimmt und tut. Das Gewissen braucht einen Inhalt, der für alle gilt.

Eine gefährliche Sehnsucht:

Wer die Leere im Inneren nicht mehr aushält, sucht oft irgendeinen Halt. Er ordnet sich lieber einer fremden Autorität unter, als weiter im Leeren zu schweben. Das ist verständlich. Aber es ist nicht die Lösung.

Die Lösung:

Die Lösung ist die Einheit beider Seiten. Das Gute wird im Willen der Menschen lebendig. Und der Wille der Menschen findet im Guten seinen festen Inhalt. Diese Einheit heißt Sittlichkeit. In ihr leben Menschen in Familie, Gesellschaft und Staat nach Ordnungen, die sie als ihre eigenen wissen.

Das ist keine bloße Behauptung. Es hat sich gezeigt. Recht und Moral führen beide von selbst dorthin.

Zusammenfassung: Das Gute ohne Gewissen ist leer, das Gewissen ohne das Gute ist haltlos. Ihre Einheit ist die Sittlichkeit. Mit ihr beginnt der dritte Teil des Buches.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 141: Von der Moral zur Sittlichkeit</p>
<p>Wir sind am Ende der Moral angekommen. Was hat sie uns gezeigt?</p>
<p>Zwei Seiten, die einander fehlen:</p>
<p>Das Gute war allgemein, aber leer. Es sagte nicht, was zu tun ist.</p>
<p>Das Gewissen war lebendig und entscheidend. Aber es hatte keinen festen Inhalt. Es konnte sich alles einreden.</p>
<p>Beide brauchen einander. Das Gute braucht jemanden, der es bestimmt und tut. Das Gewissen braucht einen Inhalt, der für alle gilt.</p>
<p>Eine gefährliche Sehnsucht:</p>
<p>Wer die Leere im Inneren nicht mehr aushält, sucht oft irgendeinen Halt. Er ordnet sich lieber einer fremden Autorität unter, als weiter im Leeren zu schweben. Das ist verständlich. Aber es ist nicht die Lösung.</p>
<p>Die Lösung:</p>
<p>Die Lösung ist die Einheit beider Seiten. Das Gute wird im Willen der Menschen lebendig. Und der Wille der Menschen findet im Guten seinen festen Inhalt. Diese Einheit heißt Sittlichkeit. In ihr leben Menschen in Familie, Gesellschaft und Staat nach Ordnungen, die sie als ihre eigenen wissen.</p>
<p>Das ist keine bloße Behauptung. Es hat sich gezeigt. Recht und Moral führen beide von selbst dorthin.</p>
<p>Zusammenfassung: Das Gute ohne Gewissen ist leer, das Gewissen ohne das Gute ist haltlos. Ihre Einheit ist die Sittlichkeit. Mit ihr beginnt der dritte Teil des Buches.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/141/#comment-2829</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:15:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Beide relativen Totalitäten, jede &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;für sich&lt;/a&gt; gesteigert, werden zum Bestimmungslosen und sind eben darin identisch; ihre &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;an sich&lt;/a&gt; schon vollbrachte Integration zur &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Konkret heißt bei Hegel: zusammengewachsen, reich an Bestimmungen — und damit das Wahre. Abstrakt ist das Arme.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;konkreten&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet&quot; title=&quot;Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Identität&lt;/a&gt; des Guten und des subjektiven Willens ist die Sittlichkeit.&lt;/em&gt;

Der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang&quot; title=&quot;Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Übergang&lt;/a&gt; wird nicht dadurch hergestellt, dass etwas Neues hinzukommt, sondern dadurch, dass beide Seiten an demselben Punkt zusammenfallen. Das Gute, ganz für sich genommen, ist &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeinheit&lt;/a&gt; ohne &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt;; die reine Selbstgewissheit des Gewissens, ganz für sich genommen, ist Bestimmen ohne Inhalt. Jede von beiden ist also gerade dadurch, dass sie sich zum Ganzen aufspreizt, dasselbe wie die andere: leer und ein bloßes Sollen. Diese Identität besteht schon an sich und ist nur noch nicht &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;gesetzt&lt;/a&gt;; sie zu setzen heißt, beide als &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Momente&lt;/a&gt; eines Ganzen zu nehmen — das Gute, das im wirklichen Wollen ist, und das Wollen, das seinen Inhalt an ihm hat —, und dieses Ganze ist die Sittlichkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Beide relativen Totalitäten, jede <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist." rel="ugc">für sich</a> gesteigert, werden zum Bestimmungslosen und sind eben darin identisch; ihre <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst." rel="ugc">an sich</a> schon vollbrachte Integration zur <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Konkret heißt bei Hegel: zusammengewachsen, reich an Bestimmungen — und damit das Wahre. Abstrakt ist das Arme." rel="ugc">konkreten</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet" title="Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen." rel="ugc">Identität</a> des Guten und des subjektiven Willens ist die Sittlichkeit.</em></p>
<p>Der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang" title="Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt." rel="ugc">Übergang</a> wird nicht dadurch hergestellt, dass etwas Neues hinzukommt, sondern dadurch, dass beide Seiten an demselben Punkt zusammenfallen. Das Gute, ganz für sich genommen, ist <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeinheit</a> ohne <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a>; die reine Selbstgewissheit des Gewissens, ganz für sich genommen, ist Bestimmen ohne Inhalt. Jede von beiden ist also gerade dadurch, dass sie sich zum Ganzen aufspreizt, dasselbe wie die andere: leer und ein bloßes Sollen. Diese Identität besteht schon an sich und ist nur noch nicht <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">gesetzt</a>; sie zu setzen heißt, beide als <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Momente</a> eines Ganzen zu nehmen — das Gute, das im wirklichen Wollen ist, und das Wollen, das seinen Inhalt an ihm hat —, und dieses Ganze ist die Sittlichkeit.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/141/#comment-1597</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:38:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Beide Prinzipien, die wir bisher betrachtet haben, das abstrakte Gute sowohl wie das Gewissen, ermangeln ihres Entgegengesetzten: das abstrakte Gute verflüchtigt sich zu einem vollkommen Kraftlosen, in das ich allen Inhalt bringen kann, und die Subjektivität des Geistes wird nicht minder gehaltlos, indem ihr die objektive Bedeutung abgeht. Es kann daher die Sehnsucht nach einer Objektivität entstehen, in welcher der Mensch sich lieber zum Knechte und zur vollendeten Abhängigkeit erniedrigt, um nur der Qual der Leerheit und der Negativität zu entgehen. Wenn neuerlich manche Protestanten zur katholischen Kirche übergegangen sind, so geschah es, weil sie ihr Inneres gehaltlos fanden und nach einem Festen, einem Halt, einer Autorität griffen, wenn es auch eben nicht die Festigkeit des Gedankens war, die sie erhielten. Die Einheit des subjektiven und des objektiven an und für sich seienden Guten ist die &lt;em&gt;Sittlichkeit&lt;/em&gt;, und in ihr ist dem Begriffe nach die Versöhnung geschehen. Denn wenn die Moralität die Form des Willens überhaupt nach der Seite der Subjektivität ist, so ist die Sittlichkeit nicht bloß die subjektive Form und die Selbstbestimmung des Willens, sondern das, ihren Begriff, nämlich die Freiheit zum Inhalte zu haben. Das Rechtliche und das Moralische kann nicht für sich existieren, und sie müssen das Sittliche zum Träger und zur Grundlage haben, denn dem Rechte fehlt das Moment der Subjektivität, das die Moral wiederum für sich allein hat, und so haben beide Momente für sich keine Wirklichkeit. Nur das Unendliche, die Idee ist wirklich: das Recht existiert nur als Zweig eines Ganzen, als sich anrankende Pflanze eines an und für sich festen Baumes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beide Prinzipien, die wir bisher betrachtet haben, das abstrakte Gute sowohl wie das Gewissen, ermangeln ihres Entgegengesetzten: das abstrakte Gute verflüchtigt sich zu einem vollkommen Kraftlosen, in das ich allen Inhalt bringen kann, und die Subjektivität des Geistes wird nicht minder gehaltlos, indem ihr die objektive Bedeutung abgeht. Es kann daher die Sehnsucht nach einer Objektivität entstehen, in welcher der Mensch sich lieber zum Knechte und zur vollendeten Abhängigkeit erniedrigt, um nur der Qual der Leerheit und der Negativität zu entgehen. Wenn neuerlich manche Protestanten zur katholischen Kirche übergegangen sind, so geschah es, weil sie ihr Inneres gehaltlos fanden und nach einem Festen, einem Halt, einer Autorität griffen, wenn es auch eben nicht die Festigkeit des Gedankens war, die sie erhielten. Die Einheit des subjektiven und des objektiven an und für sich seienden Guten ist die <em>Sittlichkeit</em>, und in ihr ist dem Begriffe nach die Versöhnung geschehen. Denn wenn die Moralität die Form des Willens überhaupt nach der Seite der Subjektivität ist, so ist die Sittlichkeit nicht bloß die subjektive Form und die Selbstbestimmung des Willens, sondern das, ihren Begriff, nämlich die Freiheit zum Inhalte zu haben. Das Rechtliche und das Moralische kann nicht für sich existieren, und sie müssen das Sittliche zum Träger und zur Grundlage haben, denn dem Rechte fehlt das Moment der Subjektivität, das die Moral wiederum für sich allein hat, und so haben beide Momente für sich keine Wirklichkeit. Nur das Unendliche, die Idee ist wirklich: das Recht existiert nur als Zweig eines Ganzen, als sich anrankende Pflanze eines an und für sich festen Baumes.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1830)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/141/#comment-2443</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1830)]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 1830 23:06:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 512:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 512.&lt;/strong&gt; Diese höchste Spitze des &lt;em&gt;Phänomens&lt;/em&gt; des Willens, der bis zu dieser absoluten Eitelkeit - einem nicht-objektiven, sondern nur seiner selbst gewissen Gutsein und einer Gewißheit seiner selbst in der Nichtigkeit des Allgemeinen - verflüchtigt ist, sinkt unmittelbar in sich zusammen. Das &lt;em&gt;Böse&lt;/em&gt; als die innerste Reflexion der Subjektivität in sich gegen das Objektive und Allgemeine, das ihr nur Schein ist, ist dasselbe, was die &lt;em&gt;gute Gesinnung&lt;/em&gt; des &lt;em&gt;abstrakten&lt;/em&gt; Guten, welche der Subjektivität die Bestimmung desselben vorbehält; - das ganz abstrakte &lt;em&gt;Scheinen,&lt;/em&gt; das unmittelbare Verkehren und Vernichten seiner selbst. Das Resultat, die Wahrheit dieses Scheinens, ist nach seiner negativen Seite die absolute Nichtigkeit dieses Wollens, das &lt;em&gt;für sich&lt;/em&gt; gegen das Gute, wie des Guten, das nur abstrakt sein soll; nach der affirmativen Seite im Begriffe ist, so in sich zusammenfallend, jenes Scheinen dieselbe einfache Allgemeinheit des Willens, welche das Gute ist. Die Subjektivität in dieser ihrer &lt;em&gt;Identität&lt;/em&gt; mit demselben ist nur die unendliche Form, dessen Betätigung und Entwicklung; es ist damit der Standpunkt des bloßen &lt;em&gt;Verhältnisses&lt;/em&gt; beider gegeneinander und des &lt;em&gt;Sollens&lt;/em&gt; verlassen und zur &lt;em&gt;Sittlichkeit&lt;/em&gt; übergegangen.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 512:</em></p>
<p><strong>§ 512.</strong> Diese höchste Spitze des <em>Phänomens</em> des Willens, der bis zu dieser absoluten Eitelkeit &#8211; einem nicht-objektiven, sondern nur seiner selbst gewissen Gutsein und einer Gewißheit seiner selbst in der Nichtigkeit des Allgemeinen &#8211; verflüchtigt ist, sinkt unmittelbar in sich zusammen. Das <em>Böse</em> als die innerste Reflexion der Subjektivität in sich gegen das Objektive und Allgemeine, das ihr nur Schein ist, ist dasselbe, was die <em>gute Gesinnung</em> des <em>abstrakten</em> Guten, welche der Subjektivität die Bestimmung desselben vorbehält; &#8211; das ganz abstrakte <em>Scheinen,</em> das unmittelbare Verkehren und Vernichten seiner selbst. Das Resultat, die Wahrheit dieses Scheinens, ist nach seiner negativen Seite die absolute Nichtigkeit dieses Wollens, das <em>für sich</em> gegen das Gute, wie des Guten, das nur abstrakt sein soll; nach der affirmativen Seite im Begriffe ist, so in sich zusammenfallend, jenes Scheinen dieselbe einfache Allgemeinheit des Willens, welche das Gute ist. Die Subjektivität in dieser ihrer <em>Identität</em> mit demselben ist nur die unendliche Form, dessen Betätigung und Entwicklung; es ist damit der Standpunkt des bloßen <em>Verhältnisses</em> beider gegeneinander und des <em>Sollens</em> verlassen und zur <em>Sittlichkeit</em> übergegangen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1827)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/141/#comment-2441</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1827)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 May 1827 23:06:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 512:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 512.&lt;/strong&gt; Diese höchste Spitze des Phänomens des Willens, der bis zu dieser absoluten Eitelkeit, – einem nicht-objectiven, sondern rein nur seiner selbst gewissen Gutseyn, und einer Gewißheit seiner selbst in der Nichtigkeit des Allgemeinen, – verflüchtigt ist, sinkt unmittelbar in sich zusammen. Das Böse als die reine Reflexion der Subjectivität in sich gegen das Objective und Allgemeine, das ihr nur Schein ist, ist dasselbe, was die gute Gesinnung des abstracten Guten, welche der Subjectivität die Bestimmung desselben vorbehält; – das ganz abstracte Scheinen, das unmittelbare Verkehren und Vernichten seiner selbst. So aber in sich zusammenfallend ist dies Scheinen vielmehr dieselbe einfache Allgemeinheit des Willens, welche das Gute ist. Der Begriff der Subjectivität in dieser ihrer Identität mit demselben ist nur die unendliche Form, dessen Bethätigung und Entwicklung; es ist damit überhaupt der Standpunkt des Verhältnisses und des Sollens verlassen, und zur Sittlichkeit übergegangen.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 512:</em></p>
<p><strong>§ 512.</strong> Diese höchste Spitze des Phänomens des Willens, der bis zu dieser absoluten Eitelkeit, – einem nicht-objectiven, sondern rein nur seiner selbst gewissen Gutseyn, und einer Gewißheit seiner selbst in der Nichtigkeit des Allgemeinen, – verflüchtigt ist, sinkt unmittelbar in sich zusammen. Das Böse als die reine Reflexion der Subjectivität in sich gegen das Objective und Allgemeine, das ihr nur Schein ist, ist dasselbe, was die gute Gesinnung des abstracten Guten, welche der Subjectivität die Bestimmung desselben vorbehält; – das ganz abstracte Scheinen, das unmittelbare Verkehren und Vernichten seiner selbst. So aber in sich zusammenfallend ist dies Scheinen vielmehr dieselbe einfache Allgemeinheit des Willens, welche das Gute ist. Der Begriff der Subjectivität in dieser ihrer Identität mit demselben ist nur die unendliche Form, dessen Bethätigung und Entwicklung; es ist damit überhaupt der Standpunkt des Verhältnisses und des Sollens verlassen, und zur Sittlichkeit übergegangen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/141/#comment-1802</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 1823 08:08:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=732#comment-1802</guid>

					<description><![CDATA[[zu § 141]
Gutes, - und Gewissen; Formen - &lt;em&gt;Gewissen&lt;/em&gt; als das Bestimmen - &lt;em&gt;Fürsich&lt;/em&gt;, unendliche Form ohne Inhalt, Tätigkeit, Idealität, Unruhe, nichts Festes habend und lassend - das &lt;em&gt;Gute an sich&lt;/em&gt;, das Seiende, Ewige, Unwandelbare - unendlicher Inhalt ohne Form, darum kein Inhalt. 

[zu § 141 Anm.]
Das Gute, das abstrakte &lt;em&gt;Ansich&lt;/em&gt; wird durch die Subjekt[ivität,] Idealisierung*  aller bestimmten Pflicht - verflüchtigt, zum reinen Abstraktum gemacht; das Bestimmen geht über in die Subjektivität. Diese abstrakt sich isolierend hat kein Ansich, hat nur die Willkür zur Bestimmung - eben sie &lt;em&gt;will&lt;/em&gt; bestimmungslos sein - dies ihre Spitze. -
Diese Bestimmungslosigkeit aber ist vielmehr das Gegenteil zur Willkür, - es ist das Sichselbstgleiche, das Allgemeine des Willens - Indem sie sich so erkennte, so gäbe sie die Subjektivität auf, - vielmehr Begriff des Willens. - Sich so vorstellen ist so sich denken - denn Allgemeinheit. -
α) Widerlegung - wo nehmt ihr denn die Bestimmung zu dem Handeln her? Für das Handeln, Wirklichkeit, muß bestimmt werden - Nichts als Willkür - Zufälligkeit. - Oder soll es &lt;em&gt;gut, allgemein&lt;/em&gt; sein, so ist es &lt;em&gt;objektiv&lt;/em&gt;, an und für sich, ewig - nicht ein nur &lt;em&gt;gesetztes, von mir&lt;/em&gt;, durch mich, das ich &lt;em&gt;ironischerweise nur so gemacht hätte&lt;/em&gt;. - Das Wahre ist nichts Ironisches. 
β) dialektischer Übergang: die abstrakte Subjektivität des Willens ist &lt;em&gt;an sich&lt;/em&gt; das Allgemeine, das Gute, das Ansichseiende - Meinen - Ich mache in mir, was mir beliebt, was &lt;em&gt;Ich dieser&lt;/em&gt; wolle - Geist der Welt Substanz - Demütigung, Sache muß geschehen, - keine Sache anerkennen; Ich bin vielmehr die erfüllte, bestimmte, allgemeine Sache. Respekt vor der &lt;em&gt;Sache&lt;/em&gt;. - Das Gute hat diese absolute Ironie über diese göttliche Subjektivität. Darin liegt absolute Bestimmung, - nämlich Subjektivität ist die bestimmende Tätigkeit der Vernunft - aber nur diese Seite - sie ist vernünftig nur in ihrer gegensatzlosen Einheit mit dem Allgemeinen - ihre Bestimmungen nur wahrhaft innerhalb des Bodens der Allgemeinheit - nicht ein Bestimmen der Willkür - Das Gute erhält seine Bestimmungen durch das Moment der Subjektivität. Diese ist wahrhaft in der Einheit mit dem Allgemeinen. Die Subjektivität bestimmt als allgemein gut, als objektiv d. i. seiend, an sich, aber ist ironisch hierüber - nimmt sich zurück, nimmt nämlich das Allgemeine, An sich, zurück. 
a. Mit Identität der Subjektivität und des Guten verschwindet die Einseitigkeit beider. 
α) das Gute ist
αα) nicht abstrakte Subjektivität, unendliches Bestimmen
ββ) nicht endlich - sondern &lt;em&gt;System&lt;/em&gt; -
β) die Subjektivität - das Bestimmende [ist] 
αα) nicht gegen das Gute,
ββ) nicht bloß subsumierend dies oder jenes, sondern
γγ) als &lt;em&gt;System&lt;/em&gt;, dem Begriff gemäß.** 
b. Recht und Moralität, Freiheit auch die Besonderung - Dasein - Äußeres und im Willen (besonderen Inhalt) bestimmend - 
c. Geschichtliche Bemerkung

Freiheit in ihrer wesentlichen &lt;em&gt;Allgemeinheit&lt;/em&gt; selbst Gegenstand. &lt;em&gt;Wesentlicher&lt;/em&gt; Wille, Freiheit, nicht aus den Augen verlieren - &lt;em&gt;Bestimmung&lt;/em&gt; des Rechts - geht in Subjektivität überhaupt über, die &lt;em&gt;in sich&lt;/em&gt; verglimmt. 
Rückblick - Unterschied der &lt;em&gt;Idee&lt;/em&gt; des freien Willens und des &lt;em&gt;Sittlichen&lt;/em&gt; -
Wir sind nur bei derselben Idee - beide ein und dasselbe, nie darüber hinaus, nie es verlieren -
- Aber unterscheiden die beiden Seiten in ihrer Bestimmung. 
Sittlichkeit ist die Idee als &lt;em&gt;wirkliches&lt;/em&gt; Leben - Wahrheit - Ansich und Fürsich - ist &lt;em&gt;Gegenstand&lt;/em&gt; jetzt des Selbstbewußtseins - &lt;em&gt;wie uns&lt;/em&gt; von Anfang. 
Die Idee so fassen, so bestimmen, dazu gehört, daß die Subjektivität nicht nur aufgefaßt sei im allgemeinen, sondern in der förmlichen Bestimmung, wie sie &lt;em&gt;gesetzt&lt;/em&gt; ist als identisch mit dem Allgemeinen. 
Subjektivität - Rückgehen in sich - α) Wissen, was unmittelbar - β) Allgemeine Natur des H[andelns] - 
γ) Allgemeine Natur ihrem &lt;em&gt;Begriff&lt;/em&gt; nach - Gut. 
Subjektivität ist Trieb, natürlicher Wille ist persönlicher Wille, dieser oder jener Sache - mit vollkommener Gleichgültigkeit des Interesses - Subjektivität ist Wohl - Vorsatz, Wissen der Umstände, - Absicht ist Selbstbestimmung aus der Kategorie des Guten - ist aus Überzeugung - alles dieses Weisen der Subjektivität. 
Aber die &lt;em&gt;eine&lt;/em&gt; Weise der Subjektivität, wodurch [sie] als absolut, nämlich als identisch mit dem Guten &lt;em&gt;gesetzt&lt;/em&gt; ist - Wahl zwischen Gut und Böse - Form des Seins - ist selbst die Allgemeinheit, - Form des Seins oder Daseins ist Bewußtsein - und Bestimmtheit des Begriffs - 
Jenes gibt die Gestaltungen, die wir gesehen - dies die Bestimmtheit des Begriffs. Strenges Recht α) Freiheit, β) Besonderheit, äußerer Inhalt, dies für sich ausgeglichen
So gefaßt[er] Begriff der Freiheit hat zu seiner Existenz das Selbstbewußtsein - Subjektivität, und eine solche, für welche umgekehrt ihre Bestimmtheit nur jenes Allgemeine, jener an sich seiende Begriff ist. - Ich - Weise meines Daseins [ist] das Allgemeine. - Umgekehrt, das Allgemeine - Weise seines Daseins das Selbstbewußtsein - aber das sich nur ist in dem Allgemeinen hierin - &lt;em&gt;lebt&lt;/em&gt;, d. i. wirklich ist, Einheit des Inneren und Äußeren, daß man nicht mehr sagen kann, was das Innere und Äußere ist - Das Gute ist leblos - ohne die Subjektivität, der es wesentl[ich] absoluter Zweck ist - Selbstbewußtsein geistig leblos, das nur natürlich ist, seine Triebe zu seiner Bestimmung hat, - oder nur seine Vortrefflichkeit - das abstrakte Gute -
Wo Recht - d. i. Privatrecht - gehandhabt wird, [ist] ein solcher Zustand kein sittlicher noch. Es gehört dazu, daß Subjektivität, Besonderheit als allgemein bestimmt ist, - dies Wirklichkeit - Alle Weisen der Wirklichkeit nur Folgen hiervon - denn Subjektivität das Verwirklichende. 

*[darüber:] Subjektivität ist selbst der Begriff.
**[hierunter:] Meine Bestimmungen fallen in die Sache.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 141]<br />
Gutes, &#8211; und Gewissen; Formen &#8211; <em>Gewissen</em> als das Bestimmen &#8211; <em>Fürsich</em>, unendliche Form ohne Inhalt, Tätigkeit, Idealität, Unruhe, nichts Festes habend und lassend &#8211; das <em>Gute an sich</em>, das Seiende, Ewige, Unwandelbare &#8211; unendlicher Inhalt ohne Form, darum kein Inhalt. </p>
<p>[zu § 141 Anm.]<br />
Das Gute, das abstrakte <em>Ansich</em> wird durch die Subjekt[ivität,] Idealisierung*  aller bestimmten Pflicht &#8211; verflüchtigt, zum reinen Abstraktum gemacht; das Bestimmen geht über in die Subjektivität. Diese abstrakt sich isolierend hat kein Ansich, hat nur die Willkür zur Bestimmung &#8211; eben sie <em>will</em> bestimmungslos sein &#8211; dies ihre Spitze. &#8211;<br />
Diese Bestimmungslosigkeit aber ist vielmehr das Gegenteil zur Willkür, &#8211; es ist das Sichselbstgleiche, das Allgemeine des Willens &#8211; Indem sie sich so erkennte, so gäbe sie die Subjektivität auf, &#8211; vielmehr Begriff des Willens. &#8211; Sich so vorstellen ist so sich denken &#8211; denn Allgemeinheit. &#8211;<br />
α) Widerlegung &#8211; wo nehmt ihr denn die Bestimmung zu dem Handeln her? Für das Handeln, Wirklichkeit, muß bestimmt werden &#8211; Nichts als Willkür &#8211; Zufälligkeit. &#8211; Oder soll es <em>gut, allgemein</em> sein, so ist es <em>objektiv</em>, an und für sich, ewig &#8211; nicht ein nur <em>gesetztes, von mir</em>, durch mich, das ich <em>ironischerweise nur so gemacht hätte</em>. &#8211; Das Wahre ist nichts Ironisches.<br />
β) dialektischer Übergang: die abstrakte Subjektivität des Willens ist <em>an sich</em> das Allgemeine, das Gute, das Ansichseiende &#8211; Meinen &#8211; Ich mache in mir, was mir beliebt, was <em>Ich dieser</em> wolle &#8211; Geist der Welt Substanz &#8211; Demütigung, Sache muß geschehen, &#8211; keine Sache anerkennen; Ich bin vielmehr die erfüllte, bestimmte, allgemeine Sache. Respekt vor der <em>Sache</em>. &#8211; Das Gute hat diese absolute Ironie über diese göttliche Subjektivität. Darin liegt absolute Bestimmung, &#8211; nämlich Subjektivität ist die bestimmende Tätigkeit der Vernunft &#8211; aber nur diese Seite &#8211; sie ist vernünftig nur in ihrer gegensatzlosen Einheit mit dem Allgemeinen &#8211; ihre Bestimmungen nur wahrhaft innerhalb des Bodens der Allgemeinheit &#8211; nicht ein Bestimmen der Willkür &#8211; Das Gute erhält seine Bestimmungen durch das Moment der Subjektivität. Diese ist wahrhaft in der Einheit mit dem Allgemeinen. Die Subjektivität bestimmt als allgemein gut, als objektiv d. i. seiend, an sich, aber ist ironisch hierüber &#8211; nimmt sich zurück, nimmt nämlich das Allgemeine, An sich, zurück.<br />
a. Mit Identität der Subjektivität und des Guten verschwindet die Einseitigkeit beider.<br />
α) das Gute ist<br />
αα) nicht abstrakte Subjektivität, unendliches Bestimmen<br />
ββ) nicht endlich &#8211; sondern <em>System</em> &#8211;<br />
β) die Subjektivität &#8211; das Bestimmende [ist]<br />
αα) nicht gegen das Gute,<br />
ββ) nicht bloß subsumierend dies oder jenes, sondern<br />
γγ) als <em>System</em>, dem Begriff gemäß.**<br />
b. Recht und Moralität, Freiheit auch die Besonderung &#8211; Dasein &#8211; Äußeres und im Willen (besonderen Inhalt) bestimmend &#8211;<br />
c. Geschichtliche Bemerkung</p>
<p>Freiheit in ihrer wesentlichen <em>Allgemeinheit</em> selbst Gegenstand. <em>Wesentlicher</em> Wille, Freiheit, nicht aus den Augen verlieren &#8211; <em>Bestimmung</em> des Rechts &#8211; geht in Subjektivität überhaupt über, die <em>in sich</em> verglimmt.<br />
Rückblick &#8211; Unterschied der <em>Idee</em> des freien Willens und des <em>Sittlichen</em> &#8211;<br />
Wir sind nur bei derselben Idee &#8211; beide ein und dasselbe, nie darüber hinaus, nie es verlieren &#8211;<br />
&#8211; Aber unterscheiden die beiden Seiten in ihrer Bestimmung.<br />
Sittlichkeit ist die Idee als <em>wirkliches</em> Leben &#8211; Wahrheit &#8211; Ansich und Fürsich &#8211; ist <em>Gegenstand</em> jetzt des Selbstbewußtseins &#8211; <em>wie uns</em> von Anfang.<br />
Die Idee so fassen, so bestimmen, dazu gehört, daß die Subjektivität nicht nur aufgefaßt sei im allgemeinen, sondern in der förmlichen Bestimmung, wie sie <em>gesetzt</em> ist als identisch mit dem Allgemeinen.<br />
Subjektivität &#8211; Rückgehen in sich &#8211; α) Wissen, was unmittelbar &#8211; β) Allgemeine Natur des H[andelns] &#8211;<br />
γ) Allgemeine Natur ihrem <em>Begriff</em> nach &#8211; Gut.<br />
Subjektivität ist Trieb, natürlicher Wille ist persönlicher Wille, dieser oder jener Sache &#8211; mit vollkommener Gleichgültigkeit des Interesses &#8211; Subjektivität ist Wohl &#8211; Vorsatz, Wissen der Umstände, &#8211; Absicht ist Selbstbestimmung aus der Kategorie des Guten &#8211; ist aus Überzeugung &#8211; alles dieses Weisen der Subjektivität.<br />
Aber die <em>eine</em> Weise der Subjektivität, wodurch [sie] als absolut, nämlich als identisch mit dem Guten <em>gesetzt</em> ist &#8211; Wahl zwischen Gut und Böse &#8211; Form des Seins &#8211; ist selbst die Allgemeinheit, &#8211; Form des Seins oder Daseins ist Bewußtsein &#8211; und Bestimmtheit des Begriffs &#8211;<br />
Jenes gibt die Gestaltungen, die wir gesehen &#8211; dies die Bestimmtheit des Begriffs. Strenges Recht α) Freiheit, β) Besonderheit, äußerer Inhalt, dies für sich ausgeglichen<br />
So gefaßt[er] Begriff der Freiheit hat zu seiner Existenz das Selbstbewußtsein &#8211; Subjektivität, und eine solche, für welche umgekehrt ihre Bestimmtheit nur jenes Allgemeine, jener an sich seiende Begriff ist. &#8211; Ich &#8211; Weise meines Daseins [ist] das Allgemeine. &#8211; Umgekehrt, das Allgemeine &#8211; Weise seines Daseins das Selbstbewußtsein &#8211; aber das sich nur ist in dem Allgemeinen hierin &#8211; <em>lebt</em>, d. i. wirklich ist, Einheit des Inneren und Äußeren, daß man nicht mehr sagen kann, was das Innere und Äußere ist &#8211; Das Gute ist leblos &#8211; ohne die Subjektivität, der es wesentl[ich] absoluter Zweck ist &#8211; Selbstbewußtsein geistig leblos, das nur natürlich ist, seine Triebe zu seiner Bestimmung hat, &#8211; oder nur seine Vortrefflichkeit &#8211; das abstrakte Gute &#8211;<br />
Wo Recht &#8211; d. i. Privatrecht &#8211; gehandhabt wird, [ist] ein solcher Zustand kein sittlicher noch. Es gehört dazu, daß Subjektivität, Besonderheit als allgemein bestimmt ist, &#8211; dies Wirklichkeit &#8211; Alle Weisen der Wirklichkeit nur Folgen hiervon &#8211; denn Subjektivität das Verwirklichende. </p>
<p>*[darüber:] Subjektivität ist selbst der Begriff.<br />
**[hierunter:] Meine Bestimmungen fallen in die Sache.</p>
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		Von: Hegel (Enzyklopädie 1817)		</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Apr 1817 23:06:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 429:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 429.&lt;/strong&gt; Die rein abstracte gute Gesinnung ist innerhalb ihrer selbst das Aufheben der Vermittlung dieser Reflexion und des Wählens in der einfachen Allgemeinheit des Guten, – der Nichtigkeit des Nichtigen. Dieß Allgemeine hat zugleich in seinem Begriffe und in diesem Bewußtseyn die Bedeutung des Unsagbaren oder des schlechthin unmittelbaren Guten, – damit des Objectiven. Die Subjectivität in dieser ihrer eigenen Identität mit demselben hat damit den Standpunkt des Verhältnisses aufgehoben, und ist zur &lt;em&gt;Sittlichkeit&lt;/em&gt; übergegangen.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 429:</em></p>
<p><strong>§ 429.</strong> Die rein abstracte gute Gesinnung ist innerhalb ihrer selbst das Aufheben der Vermittlung dieser Reflexion und des Wählens in der einfachen Allgemeinheit des Guten, – der Nichtigkeit des Nichtigen. Dieß Allgemeine hat zugleich in seinem Begriffe und in diesem Bewußtseyn die Bedeutung des Unsagbaren oder des schlechthin unmittelbaren Guten, – damit des Objectiven. Die Subjectivität in dieser ihrer eigenen Identität mit demselben hat damit den Standpunkt des Verhältnisses aufgehoben, und ist zur <em>Sittlichkeit</em> übergegangen.</p>
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