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	Kommentare zu: 145	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/145/#comment-3212</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:57:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 145: Die sittlichen Mächte

Die Gesetze und Einrichtungen der Sittlichkeit bilden ein Ganzes. Sie hängen vernünftig zusammen. Darin liegt ihre Vernunft.

Was bedeutet das für den Einzelnen?

Diese Ordnungen sind Mächte. Sie bestimmen das Leben der Menschen. Die Familie, in die wir hineinwachsen. Die Gesellschaft, in der wir arbeiten. Der Staat, in dem wir leben. Sie waren vor uns da. Sie werden nach uns da sein.

Ein harter Gedanke:

Von der Ordnung her gesehen ist der einzelne Mensch fast zufällig. Ob gerade dieser oder jener lebt, ändert an ihr wenig. Sie ist das Bleibende. Darum haben Völker das Sittliche oft als ewige Gerechtigkeit verehrt, wie Götter. Das Treiben der Einzelnen erschien dagegen wie Wellen auf dem Meer.

Doch die Mächte sind nicht bloß fremd. Sie leben ja nur in den Menschen, in ihrem Denken und Tun.

Zusammenfassung: Die sittlichen Ordnungen bilden ein vernünftiges Ganzes. Als Mächte bestimmen sie das Leben der Einzelnen. Sie bleiben, während die Einzelnen kommen und gehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 145: Die sittlichen Mächte</p>
<p>Die Gesetze und Einrichtungen der Sittlichkeit bilden ein Ganzes. Sie hängen vernünftig zusammen. Darin liegt ihre Vernunft.</p>
<p>Was bedeutet das für den Einzelnen?</p>
<p>Diese Ordnungen sind Mächte. Sie bestimmen das Leben der Menschen. Die Familie, in die wir hineinwachsen. Die Gesellschaft, in der wir arbeiten. Der Staat, in dem wir leben. Sie waren vor uns da. Sie werden nach uns da sein.</p>
<p>Ein harter Gedanke:</p>
<p>Von der Ordnung her gesehen ist der einzelne Mensch fast zufällig. Ob gerade dieser oder jener lebt, ändert an ihr wenig. Sie ist das Bleibende. Darum haben Völker das Sittliche oft als ewige Gerechtigkeit verehrt, wie Götter. Das Treiben der Einzelnen erschien dagegen wie Wellen auf dem Meer.</p>
<p>Doch die Mächte sind nicht bloß fremd. Sie leben ja nur in den Menschen, in ihrem Denken und Tun.</p>
<p>Zusammenfassung: Die sittlichen Ordnungen bilden ein vernünftiges Ganzes. Als Mächte bestimmen sie das Leben der Einzelnen. Sie bleiben, während die Einzelnen kommen und gehen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/145/#comment-2833</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:15:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die Vernünftigkeit des Sittlichen besteht darin, System der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmungen&lt;/a&gt; der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Idee&lt;/a&gt; zu sein — ein Kreis der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Notwendigkeit&lt;/a&gt;, dessen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Momente&lt;/a&gt; die sittlichen Mächte sind und an dessen Individuen als &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Akzidenzen sind keine Zutaten, sondern die Weise, in der die Substanz überhaupt da ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Akzidenzen&lt;/a&gt; diese Mächte ihre &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Wirklichkeit&lt;/a&gt; haben.&lt;/em&gt;

Vernünftig heißt hier nicht: einleuchtend, sondern: als System zusammenhängend. Die einzelnen sittlichen Bestimmungen sind keine Sammlung von Regeln, sondern gehen auseinander hervor und schließen sich zu einem Kreis, in dem jede ihren Ort nur durch die anderen hat — das ist es, was Hegel Notwendigkeit nennt. Das Verhältnis zu den Einzelnen fasst er mit dem Begriffspaar &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Substanz&lt;/a&gt; und Akzidenz: die sittlichen Mächte sind das Bleibende, die Individuen das, woran sie &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung&quot; title=&quot;Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;erscheinen&lt;/a&gt; und wirklich werden. Das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;setzt&lt;/a&gt; die Einzelnen nicht herab, sondern gibt an, welche Seite die tragende ist — ohne die Individuen hätten diese Mächte überhaupt keine Wirklichkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Vernünftigkeit des Sittlichen besteht darin, System der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmungen</a> der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches." rel="ugc">Idee</a> zu sein — ein Kreis der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff." rel="ugc">Notwendigkeit</a>, dessen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Momente</a> die sittlichen Mächte sind und an dessen Individuen als <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Akzidenzen sind keine Zutaten, sondern die Weise, in der die Substanz überhaupt da ist." rel="ugc">Akzidenzen</a> diese Mächte ihre <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat." rel="ugc">Wirklichkeit</a> haben.</em></p>
<p>Vernünftig heißt hier nicht: einleuchtend, sondern: als System zusammenhängend. Die einzelnen sittlichen Bestimmungen sind keine Sammlung von Regeln, sondern gehen auseinander hervor und schließen sich zu einem Kreis, in dem jede ihren Ort nur durch die anderen hat — das ist es, was Hegel Notwendigkeit nennt. Das Verhältnis zu den Einzelnen fasst er mit dem Begriffspaar <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">Substanz</a> und Akzidenz: die sittlichen Mächte sind das Bleibende, die Individuen das, woran sie <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung" title="Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit." rel="ugc">erscheinen</a> und wirklich werden. Das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">setzt</a> die Einzelnen nicht herab, sondern gibt an, welche Seite die tragende ist — ohne die Individuen hätten diese Mächte überhaupt keine Wirklichkeit.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/145/#comment-1599</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:38:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Weil die sittlichen Bestimmungen den Begriff der Freiheit ausmachen, sind sie die Substantialität oder das allgemeine Wesen der Individuen, welche sich dazu nur als ein Akzidentelles verhalten. Ob das Individuum sei, gilt der objektiven Sittlichkeit gleich, welche allein das Bleibende und die Macht ist, durch welche das Leben der Individuen regiert wird. Die Sittlichkeit ist daher den Völkern als die ewige Gerechtigkeit, als an und für sich seiende Götter vorgestellt worden, gegen die das eitle Treiben der Individuen nur ein anwogendes Spiel bleibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil die sittlichen Bestimmungen den Begriff der Freiheit ausmachen, sind sie die Substantialität oder das allgemeine Wesen der Individuen, welche sich dazu nur als ein Akzidentelles verhalten. Ob das Individuum sei, gilt der objektiven Sittlichkeit gleich, welche allein das Bleibende und die Macht ist, durch welche das Leben der Individuen regiert wird. Die Sittlichkeit ist daher den Völkern als die ewige Gerechtigkeit, als an und für sich seiende Götter vorgestellt worden, gegen die das eitle Treiben der Individuen nur ein anwogendes Spiel bleibt.</p>
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