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	Kommentare zu: 148	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/148/#comment-3215</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:57:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 148: Pflichten

Die sittlichen Ordnungen sind das Wesen des Einzelnen. Aber der Einzelne kann sich von ihnen auch unterscheiden. Er hat eigene Wünsche und Launen. Darum treten ihm die Ordnungen als Pflichten entgegen. Sie binden seinen Willen.

Wo steht, was meine Pflichten sind?

In der Moral fanden wir darauf keine Antwort. Die bloße Pflicht war leer. Jetzt ist es anders. Die Pflichten ergeben sich aus den Ordnungen, in denen wir leben. Aus der Familie, aus der Gesellschaft, aus dem Staat.

Der ganze dritte Teil ist darum eine Lehre von den Pflichten. Nur sagen wir nicht nach jedem Schritt eigens: Also ist das deine Pflicht. Es genügt zu zeigen, welche Verhältnisse notwendig sind. Die Pflicht ergibt sich daraus von selbst.

Zusammenfassung: Die sittlichen Ordnungen sind für den Einzelnen bindende Pflichten. Was diese Pflichten sind, zeigt sich an Familie, Gesellschaft und Staat. Der dritte Teil entwickelt sie der Reihe nach.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 148: Pflichten</p>
<p>Die sittlichen Ordnungen sind das Wesen des Einzelnen. Aber der Einzelne kann sich von ihnen auch unterscheiden. Er hat eigene Wünsche und Launen. Darum treten ihm die Ordnungen als Pflichten entgegen. Sie binden seinen Willen.</p>
<p>Wo steht, was meine Pflichten sind?</p>
<p>In der Moral fanden wir darauf keine Antwort. Die bloße Pflicht war leer. Jetzt ist es anders. Die Pflichten ergeben sich aus den Ordnungen, in denen wir leben. Aus der Familie, aus der Gesellschaft, aus dem Staat.</p>
<p>Der ganze dritte Teil ist darum eine Lehre von den Pflichten. Nur sagen wir nicht nach jedem Schritt eigens: Also ist das deine Pflicht. Es genügt zu zeigen, welche Verhältnisse notwendig sind. Die Pflicht ergibt sich daraus von selbst.</p>
<p>Zusammenfassung: Die sittlichen Ordnungen sind für den Einzelnen bindende Pflichten. Was diese Pflichten sind, zeigt sich an Familie, Gesellschaft und Staat. Der dritte Teil entwickelt sie der Reihe nach.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/148/#comment-2836</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:15:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Als &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;substantielle&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmungen&lt;/a&gt; sind sie für das Individuum, das sich von ihnen als Subjektives unterscheidet und dadurch in ein Verhältnis zu ihnen tritt, Pflichten.&lt;/em&gt;

In der Sittlichkeit ist die Pflicht nicht das Erste; woraus ihre &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Form&lt;/a&gt; entsteht, zeigt dieser Schritt. Solange das Individuum in seinen Verhältnissen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbar&lt;/a&gt; lebt (§ 147), hat es keine Pflichten, sondern sein Wesen. Zur Pflicht wird dasselbe in dem Maß, in dem sich das Individuum als das Subjektive, in sich noch Unbestimmte oder &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;besonders&lt;/a&gt; Bestimmte von seinem Substantiellen abhebt; erst dieser Unterschied macht das Bindende zu etwas Bindendem. Die Pflicht ist also der Ausdruck eines Verhältnisses und keine von außen kommende Forderung — weshalb eine wirkliche Pflichtenlehre nichts anderes sein kann als die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang&quot; title=&quot;Entwicklung heißt nicht Wachstum in der Zeit, sondern das Heraustreten dessen, was der Sache nach schon da war.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Entwicklung&lt;/a&gt; dieser Verhältnisse selbst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Als <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">substantielle</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmungen</a> sind sie für das Individuum, das sich von ihnen als Subjektives unterscheidet und dadurch in ein Verhältnis zu ihnen tritt, Pflichten.</em></p>
<p>In der Sittlichkeit ist die Pflicht nicht das Erste; woraus ihre <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">Form</a> entsteht, zeigt dieser Schritt. Solange das Individuum in seinen Verhältnissen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbar</a> lebt (§ 147), hat es keine Pflichten, sondern sein Wesen. Zur Pflicht wird dasselbe in dem Maß, in dem sich das Individuum als das Subjektive, in sich noch Unbestimmte oder <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">besonders</a> Bestimmte von seinem Substantiellen abhebt; erst dieser Unterschied macht das Bindende zu etwas Bindendem. Die Pflicht ist also der Ausdruck eines Verhältnisses und keine von außen kommende Forderung — weshalb eine wirkliche Pflichtenlehre nichts anderes sein kann als die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang" title="Entwicklung heißt nicht Wachstum in der Zeit, sondern das Heraustreten dessen, was der Sache nach schon da war." rel="ugc">Entwicklung</a> dieser Verhältnisse selbst.</p>
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