<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: 149	</title>
	<atom:link href="https://grundlinien.de/149/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://grundlinien.de/149/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 Sep 2026 09:42:43 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.2</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/149/#comment-3216</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:57:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=716#comment-3216</guid>

					<description><![CDATA[§ 149: Pflicht befreit

Viele denken: Eine Pflicht schränkt mich ein. Sie nimmt mir etwas von meiner Freiheit.

Das stimmt nur zum Teil. Was schränkt die Pflicht ein? Nur die Laune. Nur die Triebe, die mich hin und her reißen. Und nur das leere Grübeln, das nie zu einer Tat kommt.

Worin liegt die Befreiung?

Erstens befreit mich die Pflicht von der Macht meiner Triebe. Ich bin nicht mehr ihr Spielball.

Zweitens befreit sie mich vom endlosen Hin und Her. Ich muss nicht jeden Morgen neu überlegen, was gut ist.

Drittens bringt sie mich zur Tat. Ohne sie bliebe ich im Inneren stecken.

Ein Beispiel:

Eine Ärztin hat Nachtdienst. Sie würde lieber schlafen. Aber sie hat eine Pflicht. Gerade darin ist sie frei. Sie ist nicht bloß ihrer Müdigkeit ausgeliefert. Sie tut, was sie als Ärztin sein will.

Wer sagt: Ich will frei sein und keine Pflicht haben, will eine leere Freiheit. In der Pflicht dagegen gewinnt er die wirkliche Freiheit.

Zusammenfassung: Die Pflicht schränkt nur die Laune und die leere Innerlichkeit ein. In Wahrheit befreit sie. In ihr gewinnt der Mensch die wirkliche Freiheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 149: Pflicht befreit</p>
<p>Viele denken: Eine Pflicht schränkt mich ein. Sie nimmt mir etwas von meiner Freiheit.</p>
<p>Das stimmt nur zum Teil. Was schränkt die Pflicht ein? Nur die Laune. Nur die Triebe, die mich hin und her reißen. Und nur das leere Grübeln, das nie zu einer Tat kommt.</p>
<p>Worin liegt die Befreiung?</p>
<p>Erstens befreit mich die Pflicht von der Macht meiner Triebe. Ich bin nicht mehr ihr Spielball.</p>
<p>Zweitens befreit sie mich vom endlosen Hin und Her. Ich muss nicht jeden Morgen neu überlegen, was gut ist.</p>
<p>Drittens bringt sie mich zur Tat. Ohne sie bliebe ich im Inneren stecken.</p>
<p>Ein Beispiel:</p>
<p>Eine Ärztin hat Nachtdienst. Sie würde lieber schlafen. Aber sie hat eine Pflicht. Gerade darin ist sie frei. Sie ist nicht bloß ihrer Müdigkeit ausgeliefert. Sie tut, was sie als Ärztin sein will.</p>
<p>Wer sagt: Ich will frei sein und keine Pflicht haben, will eine leere Freiheit. In der Pflicht dagegen gewinnt er die wirkliche Freiheit.</p>
<p>Zusammenfassung: Die Pflicht schränkt nur die Laune und die leere Innerlichkeit ein. In Wahrheit befreit sie. In ihr gewinnt der Mensch die wirkliche Freiheit.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/149/#comment-2837</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:15:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=716#comment-2837</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Was nur der unbestimmten Subjektivität als Beschränkung &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung&quot; title=&quot;Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;erscheint&lt;/a&gt;, ist an der Pflicht in Wahrheit Befreiung zur &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;substantiellen&lt;/a&gt; Freiheit.&lt;/em&gt;

Umgekehrt wird die geläufige Ansicht, die Pflicht binde und beschränke. Als Beschränkung erscheint sie nur dem bloßen Naturtrieb und der unbestimmten Subjektivität oder &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;abstrakten&lt;/a&gt; Freiheit, die sich auf nichts Bestimmtes festlegen will. Ihnen gegenüber nennt Hegel drei Befreiungen: von der Abhängigkeit, in der der Wille im bloßen Naturtriebe von seinem Gegenstand steht; von der Gedrücktheit, in der er als subjektive &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Besonderheit&lt;/a&gt; in den moralischen Reflexionen des Sollens und Mögens steht, wo jedes Bestimmte erst gegen ein bloßes Sollen abgewogen werden muss und nichts feststeht; und von der unbestimmten Subjektivität selbst, die nie zum &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt; und zur objektiven &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit&quot; title=&quot;Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmtheit&lt;/a&gt; des Handelns kommt und darum in sich und unwirklich bleibt. Da Freiheit für Hegel nicht im Offenhalten aller Möglichkeiten, sondern im bestimmten Dasein besteht, ist gerade das Bindende dasjenige, worin das Individuum sich befreit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Was nur der unbestimmten Subjektivität als Beschränkung <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung" title="Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit." rel="ugc">erscheint</a>, ist an der Pflicht in Wahrheit Befreiung zur <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">substantiellen</a> Freiheit.</em></p>
<p>Umgekehrt wird die geläufige Ansicht, die Pflicht binde und beschränke. Als Beschränkung erscheint sie nur dem bloßen Naturtrieb und der unbestimmten Subjektivität oder <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">abstrakten</a> Freiheit, die sich auf nichts Bestimmtes festlegen will. Ihnen gegenüber nennt Hegel drei Befreiungen: von der Abhängigkeit, in der der Wille im bloßen Naturtriebe von seinem Gegenstand steht; von der Gedrücktheit, in der er als subjektive <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">Besonderheit</a> in den moralischen Reflexionen des Sollens und Mögens steht, wo jedes Bestimmte erst gegen ein bloßes Sollen abgewogen werden muss und nichts feststeht; und von der unbestimmten Subjektivität selbst, die nie zum <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a> und zur objektiven <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit" title="Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen." rel="ugc">Bestimmtheit</a> des Handelns kommt und darum in sich und unwirklich bleibt. Da Freiheit für Hegel nicht im Offenhalten aller Möglichkeiten, sondern im bestimmten Dasein besteht, ist gerade das Bindende dasjenige, worin das Individuum sich befreit.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/149/#comment-1600</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:39:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=716#comment-1600</guid>

					<description><![CDATA[Die Pflicht beschränkt nur die Willkür der Subjektivität und stößt nur gegen das abstrakte Gute an, welches die Subjektivität festhält. Wenn die Menschen sagen, wir wollen frei sein, so heißt das zunächst nur, wir wollen abstrakt frei sein, und jede Bestimmung und Gliederung im Staate gilt für eine Beschränkung dieser Freiheit. Die Pflicht ist insofern nicht Beschränkung der Freiheit, sondern nur der Abstraktion derselben, das heißt der Unfreiheit: sie ist das Gelangen zum Wesen, das Gewinnen der affirmativen Freiheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Pflicht beschränkt nur die Willkür der Subjektivität und stößt nur gegen das abstrakte Gute an, welches die Subjektivität festhält. Wenn die Menschen sagen, wir wollen frei sein, so heißt das zunächst nur, wir wollen abstrakt frei sein, und jede Bestimmung und Gliederung im Staate gilt für eine Beschränkung dieser Freiheit. Die Pflicht ist insofern nicht Beschränkung der Freiheit, sondern nur der Abstraktion derselben, das heißt der Unfreiheit: sie ist das Gelangen zum Wesen, das Gewinnen der affirmativen Freiheit.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
