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	Kommentare zu: 153	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/153/#comment-3220</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:57:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 153: Frei als Bürger

Jeder Mensch hat ein Recht auf Freiheit. Wo erfüllt sich dieses Recht? In der sittlichen Wirklichkeit. Dort, wo er zu einer guten Ordnung gehört.

Eine alte Antwort:

Ein Vater fragte einmal einen Weisen: Wie erziehe ich meinen Sohn am besten zu einem guten Menschen? Die Antwort war: Mach ihn zum Bürger eines Staates mit guten Gesetzen.

Und wenn man das Kind aus der Welt herausnimmt?

Rousseau hat vorgeschlagen, ein Kind fern von der Gesellschaft auf dem Land zu erziehen. Das hat nicht funktioniert. Man kann einen Menschen nicht von der Welt abschneiden. Der Geist der Zeit dringt überall hin, auch in die stillste Ecke.

Erst als Bürger eines guten Staates kommt der Einzelne zu seinem Recht.

Zusammenfassung: Das Recht auf Freiheit erfüllt sich in einer guten sittlichen Ordnung. Der beste Weg zur Sittlichkeit ist, Bürger eines guten Staates zu sein. Abseits der Welt gelingt das nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 153: Frei als Bürger</p>
<p>Jeder Mensch hat ein Recht auf Freiheit. Wo erfüllt sich dieses Recht? In der sittlichen Wirklichkeit. Dort, wo er zu einer guten Ordnung gehört.</p>
<p>Eine alte Antwort:</p>
<p>Ein Vater fragte einmal einen Weisen: Wie erziehe ich meinen Sohn am besten zu einem guten Menschen? Die Antwort war: Mach ihn zum Bürger eines Staates mit guten Gesetzen.</p>
<p>Und wenn man das Kind aus der Welt herausnimmt?</p>
<p>Rousseau hat vorgeschlagen, ein Kind fern von der Gesellschaft auf dem Land zu erziehen. Das hat nicht funktioniert. Man kann einen Menschen nicht von der Welt abschneiden. Der Geist der Zeit dringt überall hin, auch in die stillste Ecke.</p>
<p>Erst als Bürger eines guten Staates kommt der Einzelne zu seinem Recht.</p>
<p>Zusammenfassung: Das Recht auf Freiheit erfüllt sich in einer guten sittlichen Ordnung. Der beste Weg zur Sittlichkeit ist, Bürger eines guten Staates zu sein. Abseits der Welt gelingt das nicht.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/153/#comment-2841</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:15:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die Gewissheit der Individuen von ihrer Freiheit hat in der sittlichen Objektivität ihre Wahrheit, und darin erfüllt sich ihr Recht auf subjektive &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; zur Freiheit.&lt;/em&gt;

Tragend ist hier der Unterschied von Gewissheit und Wahrheit. Gewissheit ist das bloße Sichersein des Subjekts, das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;für sich&lt;/a&gt; noch nichts darüber sagt, ob ihm etwas &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Wirkliches&lt;/a&gt; entspricht; Wahrheit ist erreicht, wo dem Gewussten ein Gegenstand entspricht, in dem es sich selbst wiederfindet. Der Zug lautet also: die Überzeugung, frei zu sein, bleibt bloße Versicherung, solange sie nichts vor sich hat als sich selbst, und wird erst dadurch wahr, dass die Ordnung, in der man lebt, das eigene Wesen ist — nicht eine fremde Macht, der man sich fügt. Damit ist zugleich der Anspruch von § 147 eingelöst, dass der Einzelne im Sittlichen nichts Fremdes, sondern seine eigene innere &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeinheit&lt;/a&gt; vor sich hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Gewissheit der Individuen von ihrer Freiheit hat in der sittlichen Objektivität ihre Wahrheit, und darin erfüllt sich ihr Recht auf subjektive <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> zur Freiheit.</em></p>
<p>Tragend ist hier der Unterschied von Gewissheit und Wahrheit. Gewissheit ist das bloße Sichersein des Subjekts, das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist." rel="ugc">für sich</a> noch nichts darüber sagt, ob ihm etwas <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat." rel="ugc">Wirkliches</a> entspricht; Wahrheit ist erreicht, wo dem Gewussten ein Gegenstand entspricht, in dem es sich selbst wiederfindet. Der Zug lautet also: die Überzeugung, frei zu sein, bleibt bloße Versicherung, solange sie nichts vor sich hat als sich selbst, und wird erst dadurch wahr, dass die Ordnung, in der man lebt, das eigene Wesen ist — nicht eine fremde Macht, der man sich fügt. Damit ist zugleich der Anspruch von § 147 eingelöst, dass der Einzelne im Sittlichen nichts Fremdes, sondern seine eigene innere <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeinheit</a> vor sich hat.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/153/#comment-1602</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:40:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die pädagogischen Versuche, den Menschen dem allgemeinen Leben der Gegenwart zu entziehen und auf dem Lande heraufzubilden (&lt;em&gt;Rousseau&lt;/em&gt; im &lt;em&gt;Emile&lt;/em&gt;), sind vergeblich gewesen, weil es nicht gelingen kann, den Menschen den Gesetzen der Welt zu entfremden. Wenn auch die Bildung der Jugend in Einsamkeit geschehen muß, so darf man ja nicht glauben, daß der Duft der Geisterwelt nicht endlich durch diese Einsamkeit wehe und daß die Gewalt des Weltgeistes zu schwach sei, um sich dieser entlegenen Teile zu bemächtigen. Darin, daß es Bürger eines guten Staates ist, kommt erst das Individuum zu seinem Recht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die pädagogischen Versuche, den Menschen dem allgemeinen Leben der Gegenwart zu entziehen und auf dem Lande heraufzubilden (<em>Rousseau</em> im <em>Emile</em>), sind vergeblich gewesen, weil es nicht gelingen kann, den Menschen den Gesetzen der Welt zu entfremden. Wenn auch die Bildung der Jugend in Einsamkeit geschehen muß, so darf man ja nicht glauben, daß der Duft der Geisterwelt nicht endlich durch diese Einsamkeit wehe und daß die Gewalt des Weltgeistes zu schwach sei, um sich dieser entlegenen Teile zu bemächtigen. Darin, daß es Bürger eines guten Staates ist, kommt erst das Individuum zu seinem Recht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/153/#comment-1811</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 1823 08:10:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[da erreicht der Mensch &lt;em&gt;seine&lt;/em&gt; Bestimmung - &lt;em&gt;Bestimmung&lt;/em&gt; des Menschen überhaupt: was soll der Mensch sein? - Besondere Bestimmung des Individuums - 
Soll ausbilden seine Phantasie, seine Gedanken, sein Denken - auch seinen Willen, sein ästhetisches Vermögen - Sohn seiner Zeit - mit hellen Scharen - bleibt darin -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>da erreicht der Mensch <em>seine</em> Bestimmung &#8211; <em>Bestimmung</em> des Menschen überhaupt: was soll der Mensch sein? &#8211; Besondere Bestimmung des Individuums &#8211;<br />
Soll ausbilden seine Phantasie, seine Gedanken, sein Denken &#8211; auch seinen Willen, sein ästhetisches Vermögen &#8211; Sohn seiner Zeit &#8211; mit hellen Scharen &#8211; bleibt darin &#8211;</p>
]]></content:encoded>
		
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