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	Kommentare zu: 156	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/156/#comment-3223</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 18:57:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 156: Der Geist einer Familie und eines Volkes

Wo lebt die Sittlichkeit wirklich? Im Geist einer Familie und im Geist eines Volkes.

Was heißt Geist hier?

Man spürt es, wenn man in eine fremde Familie kommt. Es gibt dort eine eigene Art, miteinander umzugehen. Man spürt es auch in einem fremden Land. Die Menschen haben dort ihre eigenen Sitten. Dieser gemeinsame Geist ist mehr als die Summe der Einzelnen.

Zwei Blickrichtungen:

Man kann vom Ganzen ausgehen oder von den Einzelnen. Wer nur von den Einzelnen ausgeht, setzt das Ganze wie aus Bausteinen zusammen. Das verfehlt den Geist. Denn der Geist ist gerade die Einheit von Einzelnem und Ganzem.

Zusammenfassung: Die Sittlichkeit ist wirklich als Geist einer Familie und eines Volkes. Dieser Geist ist mehr als die Summe der Einzelnen. Man muss ihn vom Ganzen her verstehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 156: Der Geist einer Familie und eines Volkes</p>
<p>Wo lebt die Sittlichkeit wirklich? Im Geist einer Familie und im Geist eines Volkes.</p>
<p>Was heißt Geist hier?</p>
<p>Man spürt es, wenn man in eine fremde Familie kommt. Es gibt dort eine eigene Art, miteinander umzugehen. Man spürt es auch in einem fremden Land. Die Menschen haben dort ihre eigenen Sitten. Dieser gemeinsame Geist ist mehr als die Summe der Einzelnen.</p>
<p>Zwei Blickrichtungen:</p>
<p>Man kann vom Ganzen ausgehen oder von den Einzelnen. Wer nur von den Einzelnen ausgeht, setzt das Ganze wie aus Bausteinen zusammen. Das verfehlt den Geist. Denn der Geist ist gerade die Einheit von Einzelnem und Ganzem.</p>
<p>Zusammenfassung: Die Sittlichkeit ist wirklich als Geist einer Familie und eines Volkes. Dieser Geist ist mehr als die Summe der Einzelnen. Man muss ihn vom Ganzen her verstehen.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/156/#comment-2844</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:18:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die sittliche &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Substanz&lt;/a&gt;, die das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;für sich&lt;/a&gt; seiende Selbstbewusstsein mit seinem Begriffe geeint enthält, ist der wirkliche Geist einer Familie und eines Volks.&lt;/em&gt;

Der Satz fasst das Ergebnis der vorangehenden Paragraphen in einer &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; zusammen und gibt ihm seinen Namen. „Wirklich“ ist bei Hegel nicht dasselbe wie vorhanden, sondern bezeichnet die Einheit von &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; und Existenz: wirklich ist, was seinem eigenen Begriff entspricht. Der Zug besteht deshalb im &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang&quot; title=&quot;Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Übergang&lt;/a&gt; der Rede von Substanz zur Rede von Geist — Substanz nennt das Tragende, das die Einzelnen trägt; Geist nennt dasselbe, sofern es sich selbst weiß, und es weiß sich nur in dem für sich seienden Selbstbewusstsein der Einzelnen. Dass Hegel neben dem Volk ausdrücklich die Familie nennt, ist dabei kein Beiwerk: § 157 entwickelt sie &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbar&lt;/a&gt; darauf als die erste Gestalt eben dieses Geistes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die sittliche <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">Substanz</a>, die das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist." rel="ugc">für sich</a> seiende Selbstbewusstsein mit seinem Begriffe geeint enthält, ist der wirkliche Geist einer Familie und eines Volks.</em></p>
<p>Der Satz fasst das Ergebnis der vorangehenden Paragraphen in einer <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> zusammen und gibt ihm seinen Namen. „Wirklich“ ist bei Hegel nicht dasselbe wie vorhanden, sondern bezeichnet die Einheit von <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a> und Existenz: wirklich ist, was seinem eigenen Begriff entspricht. Der Zug besteht deshalb im <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang" title="Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt." rel="ugc">Übergang</a> der Rede von Substanz zur Rede von Geist — Substanz nennt das Tragende, das die Einzelnen trägt; Geist nennt dasselbe, sofern es sich selbst weiß, und es weiß sich nur in dem für sich seienden Selbstbewusstsein der Einzelnen. Dass Hegel neben dem Volk ausdrücklich die Familie nennt, ist dabei kein Beiwerk: § 157 entwickelt sie <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbar</a> darauf als die erste Gestalt eben dieses Geistes.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/156/#comment-1604</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:40:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Sittliche ist nicht abstrakt wie das Gute, sondern in intensivem Sinne wirklich. Der Geist hat Wirklichkeit, und die Akzidenzen derselben sind die Individuen. Beim Sittlichen sind daher immer nur die zwei Gesichtspunkte möglich, daß man entweder von der Substantialität ausgeht oder atomistisch verfährt und von der Einzelnheit als Grundlage hinaufsteigt: dieser letztere Gesichtspunkt ist geistlos, weil er nur zu einer Zusammensetzung führt, der Geist aber nichts Einzelnes ist, sondern Einheit des Einzelnen und Allgemeinen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Sittliche ist nicht abstrakt wie das Gute, sondern in intensivem Sinne wirklich. Der Geist hat Wirklichkeit, und die Akzidenzen derselben sind die Individuen. Beim Sittlichen sind daher immer nur die zwei Gesichtspunkte möglich, daß man entweder von der Substantialität ausgeht oder atomistisch verfährt und von der Einzelnheit als Grundlage hinaufsteigt: dieser letztere Gesichtspunkt ist geistlos, weil er nur zu einer Zusammensetzung führt, der Geist aber nichts Einzelnes ist, sondern Einheit des Einzelnen und Allgemeinen.</p>
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