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	Kommentare zu: 162	</title>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/162/#comment-2850</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:18:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Der objektive Ausgangspunkt der Ehe ist die freie Einwilligung, eine Person auszumachen — eine Selbstbeschränkung, die eben darin, dass in ihr das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;substantielle&lt;/a&gt; Selbstbewusstsein gewonnen wird, Befreiung ist.&lt;/em&gt;

Zuerst wird der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;zufällige&lt;/a&gt; äußere Anfang von dem getrennt, was die Sache begründet: ob Neigung oder elterliche Veranstaltung den Anstoß gibt, ist für den &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; der Ehe gleichgültig, weil beides nur die Weise ist, wie man in das Verhältnis hineingerät. Das Tragende ist der Akt der Einwilligung. Dessen Struktur ist dieselbe, die schon § 7 als Begriff der Freiheit bestimmt hatte: eine Schranke, die man sich selbst gibt, ist keine fremde Schranke, und der Wille bleibt in ihr bei sich. Deshalb kann Hegel dieselbe Handlung als Aufgeben der einzelnen Persönlichkeit und als Befreiung bezeichnen — nicht als Ausgleich zweier Seiten, sondern weil es dieselbe &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung heißt beides zugleich: die Grenze, die etwas zu diesem macht, und das, wozu es da ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; ist, je nachdem, ob man sie von der aufgegebenen natürlichen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Einzelnheit&lt;/a&gt; oder von dem gewonnenen substantiellen Selbstbewusstsein her ansieht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der objektive Ausgangspunkt der Ehe ist die freie Einwilligung, eine Person auszumachen — eine Selbstbeschränkung, die eben darin, dass in ihr das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">substantielle</a> Selbstbewusstsein gewonnen wird, Befreiung ist.</em></p>
<p>Zuerst wird der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu." rel="ugc">zufällige</a> äußere Anfang von dem getrennt, was die Sache begründet: ob Neigung oder elterliche Veranstaltung den Anstoß gibt, ist für den <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a> der Ehe gleichgültig, weil beides nur die Weise ist, wie man in das Verhältnis hineingerät. Das Tragende ist der Akt der Einwilligung. Dessen Struktur ist dieselbe, die schon § 7 als Begriff der Freiheit bestimmt hatte: eine Schranke, die man sich selbst gibt, ist keine fremde Schranke, und der Wille bleibt in ihr bei sich. Deshalb kann Hegel dieselbe Handlung als Aufgeben der einzelnen Persönlichkeit und als Befreiung bezeichnen — nicht als Ausgleich zweier Seiten, sondern weil es dieselbe <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung heißt beides zugleich: die Grenze, die etwas zu diesem macht, und das, wozu es da ist." rel="ugc">Bestimmung</a> ist, je nachdem, ob man sie von der aufgegebenen natürlichen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint." rel="ugc">Einzelnheit</a> oder von dem gewonnenen substantiellen Selbstbewusstsein her ansieht.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/162/#comment-1608</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:42:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bei Völkern, wo das weibliche Geschlecht in geringer Achtung steht, verfügen die Eltern über die Ehe nach ihrer Willkür, ohne die Individuen zu fragen, und diese lassen es sich gefallen, da die Besonderheit der Empfindung noch keine Prätention macht. Dem Mädchen ist es nur um einen Mann, diesem um eine Frau überhaupt zu tun. In anderen Zuständen können Rücksichten des Vermögens, der Konnexion, politische Zwecke das Bestimmende sein. Hier können große Härten vorfallen, indem die Ehe zum Mittel für andere Zwecke gemacht wird. In den modernen Zeiten wird dagegen der subjektive Ausgangspunkt, das &lt;em&gt;Verliebtsein&lt;/em&gt;, als der allein wichtige angesehen. Man stellt sich hier vor, jeder müsse warten, bis seine Stunde geschlagen hat, und man könne nur einem bestimmten Individuum seine Liebe schenken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Völkern, wo das weibliche Geschlecht in geringer Achtung steht, verfügen die Eltern über die Ehe nach ihrer Willkür, ohne die Individuen zu fragen, und diese lassen es sich gefallen, da die Besonderheit der Empfindung noch keine Prätention macht. Dem Mädchen ist es nur um einen Mann, diesem um eine Frau überhaupt zu tun. In anderen Zuständen können Rücksichten des Vermögens, der Konnexion, politische Zwecke das Bestimmende sein. Hier können große Härten vorfallen, indem die Ehe zum Mittel für andere Zwecke gemacht wird. In den modernen Zeiten wird dagegen der subjektive Ausgangspunkt, das <em>Verliebtsein</em>, als der allein wichtige angesehen. Man stellt sich hier vor, jeder müsse warten, bis seine Stunde geschlagen hat, und man könne nur einem bestimmten Individuum seine Liebe schenken.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/162/#comment-1818</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 1823 08:06:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[zu § 162]
Ehe
α) Identität der Zwecke, Interessen - Bewußtsein der Einigkeit - Liebe - hebt nicht einen bestimmten Zweck heraus - 
β) besondere Bestimmung - in dieser Einigkeit leben, alles teilen, gemeinschaftlich sorgen - sinnliche Seite, Genuß - Vermögen, Gemeinschaftliche Verwaltung und Gebrauch - Kinder erzeugen - auch wenn Ehen unfruchtbar sind - Hilfe im täglichen und ganzen Leben, gemeinsame Sorge, Genuß - Verstand nebeneinander, und feste unterscheidende Bestimmung in einem oder dem andern. 
γ) &lt;em&gt;Einigkeit&lt;/em&gt; - das Sinnliche kommt [zur] Liebe, weil - Natürlichkeit - &lt;em&gt;Lebendigkeit&lt;/em&gt; - natürlich verschiedenerlei Geschlecht. Leben kann sich in sich selbst sich unterschieden setzen - Ich. 
δ) lebenslängliche Verbindung - geistige - Allgemeinheit. 
Was will der Mann, das Mädchen? dieses einen Mann - jener eine Frau. - Sie liebt ihn, warum? weil er ihr Mann werden, sie zur Frau machen soll; - sie von ihm als Mann ihre Würde, Wert, Freude, Glück als &lt;em&gt;Ehefrau&lt;/em&gt; erhalten soll - und diese ist, daß sie Frau wird. - &lt;em&gt;Liebe&lt;/em&gt;, - sie erkennt dieses Interesse für sie in dem Mann - dies vornehmlich &lt;em&gt;die Empfindung des Mädchens&lt;/em&gt;. Mann wegen größerer Eigenwilligkeit, Selbständigkeit außer der Ehe α) teils noch gleichgültiger für ihn, wie die Frau beschaffen, - β) teils - im Gegenteil - ebenso eigensinniger, wählender -
Über dies Substantielle weitere Partikularitäten. Warum hat er [sie] oder sie ihn geheiratet? - Wegen dieser &lt;em&gt;besonderen&lt;/em&gt; Eigenschaft - natürlicher Schönheit, Anmut, Liebreiz - Freundlichkeit gegen den Mann - Vermögen, Stand dieser und dieser besondere Charakter -
Es kommt bei der Wahl auf das &lt;em&gt;Glück&lt;/em&gt; des ganzen Lebens an - Allerdings - aber Bestimmung: Glück und Unglück teilen - Eben die Ehe soll höher als Glück und Unglück stehen. - Aber Glück &lt;em&gt;durch&lt;/em&gt; einander - Glück in der Ehe als solcher, abhängig vom Charakter. - Möglichkeit, Abhängigkeit dieser Einigkeit - vom &lt;em&gt;besonderen&lt;/em&gt; Charakter. Sonst Glück. 
Zufälligkeit der Bekanntschaft - Hoffnung zu gefallen, - ganz einzelner Zug - Geschichte. - Wenn Besonderheit so großes Übergewicht gewonnen - so gute Ehe abhängig davon - Dies &lt;em&gt;Besondere&lt;/em&gt; macht das besondere Verliebtsein aus - In der Ehe findet sich allgemein Mann und Frau - Angewöhnung - selbst an Ehe - ist nötig. 

[zu § 162 Anm.]
Leidenschaftliche Liebe und Ehe ist zweierlei - 
α) Leidenschaft - sein Selbstbewußtsein ganz, alle Saiten seines Wesens nur dieses und nur in diesem wiederklingen - und in Besitz dieser &lt;em&gt;einen zufälligen&lt;/em&gt; Person. 
β) Ehe dann Grund und Boden, von welchem aus - indem das Privatsein sein Recht erlangt hat, Interesse für individuelle Persönlichkeit - Tätigkeit ausgeübt wird. Gemeinsamkeit des Lebenszwecks überhaupt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 162]<br />
Ehe<br />
α) Identität der Zwecke, Interessen &#8211; Bewußtsein der Einigkeit &#8211; Liebe &#8211; hebt nicht einen bestimmten Zweck heraus &#8211;<br />
β) besondere Bestimmung &#8211; in dieser Einigkeit leben, alles teilen, gemeinschaftlich sorgen &#8211; sinnliche Seite, Genuß &#8211; Vermögen, Gemeinschaftliche Verwaltung und Gebrauch &#8211; Kinder erzeugen &#8211; auch wenn Ehen unfruchtbar sind &#8211; Hilfe im täglichen und ganzen Leben, gemeinsame Sorge, Genuß &#8211; Verstand nebeneinander, und feste unterscheidende Bestimmung in einem oder dem andern.<br />
γ) <em>Einigkeit</em> &#8211; das Sinnliche kommt [zur] Liebe, weil &#8211; Natürlichkeit &#8211; <em>Lebendigkeit</em> &#8211; natürlich verschiedenerlei Geschlecht. Leben kann sich in sich selbst sich unterschieden setzen &#8211; Ich.<br />
δ) lebenslängliche Verbindung &#8211; geistige &#8211; Allgemeinheit.<br />
Was will der Mann, das Mädchen? dieses einen Mann &#8211; jener eine Frau. &#8211; Sie liebt ihn, warum? weil er ihr Mann werden, sie zur Frau machen soll; &#8211; sie von ihm als Mann ihre Würde, Wert, Freude, Glück als <em>Ehefrau</em> erhalten soll &#8211; und diese ist, daß sie Frau wird. &#8211; <em>Liebe</em>, &#8211; sie erkennt dieses Interesse für sie in dem Mann &#8211; dies vornehmlich <em>die Empfindung des Mädchens</em>. Mann wegen größerer Eigenwilligkeit, Selbständigkeit außer der Ehe α) teils noch gleichgültiger für ihn, wie die Frau beschaffen, &#8211; β) teils &#8211; im Gegenteil &#8211; ebenso eigensinniger, wählender &#8211;<br />
Über dies Substantielle weitere Partikularitäten. Warum hat er [sie] oder sie ihn geheiratet? &#8211; Wegen dieser <em>besonderen</em> Eigenschaft &#8211; natürlicher Schönheit, Anmut, Liebreiz &#8211; Freundlichkeit gegen den Mann &#8211; Vermögen, Stand dieser und dieser besondere Charakter &#8211;<br />
Es kommt bei der Wahl auf das <em>Glück</em> des ganzen Lebens an &#8211; Allerdings &#8211; aber Bestimmung: Glück und Unglück teilen &#8211; Eben die Ehe soll höher als Glück und Unglück stehen. &#8211; Aber Glück <em>durch</em> einander &#8211; Glück in der Ehe als solcher, abhängig vom Charakter. &#8211; Möglichkeit, Abhängigkeit dieser Einigkeit &#8211; vom <em>besonderen</em> Charakter. Sonst Glück.<br />
Zufälligkeit der Bekanntschaft &#8211; Hoffnung zu gefallen, &#8211; ganz einzelner Zug &#8211; Geschichte. &#8211; Wenn Besonderheit so großes Übergewicht gewonnen &#8211; so gute Ehe abhängig davon &#8211; Dies <em>Besondere</em> macht das besondere Verliebtsein aus &#8211; In der Ehe findet sich allgemein Mann und Frau &#8211; Angewöhnung &#8211; selbst an Ehe &#8211; ist nötig. </p>
<p>[zu § 162 Anm.]<br />
Leidenschaftliche Liebe und Ehe ist zweierlei &#8211;<br />
α) Leidenschaft &#8211; sein Selbstbewußtsein ganz, alle Saiten seines Wesens nur dieses und nur in diesem wiederklingen &#8211; und in Besitz dieser <em>einen zufälligen</em> Person.<br />
β) Ehe dann Grund und Boden, von welchem aus &#8211; indem das Privatsein sein Recht erlangt hat, Interesse für individuelle Persönlichkeit &#8211; Tätigkeit ausgeübt wird. Gemeinsamkeit des Lebenszwecks überhaupt.</p>
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