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	Kommentare zu: 166	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/166/#comment-3233</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 19:00:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 166: Mann und Frau

Mann und Frau sind die zwei Seiten, in die sich die Sittlichkeit der Familie teilt. Worin unterscheiden sie sich?

Der Mann:

Der Mann ist die Seite, die sich teilt. Er ist selbstständig. Er denkt das Allgemeine und will den objektiven Zweck. Er ist nach außen tätig und mächtig. Darum hat er sein eigentliches Leben im Staat, in der Wissenschaft, im Kampf und in der Arbeit mit der Welt. Er muss sich seine Einheit mit sich selbst erst erkämpfen. In der Familie findet er dafür Ruhe und Gefühl.

Die Frau:

Die Frau ist die Seite, die in der Einheit bleibt. Sie weiß und will das Sittliche in der Form des Gefühls und des Einzelnen. Sie ist eher still und empfangend. Ihre Bestimmung liegt in der Familie. Ihre sittliche Haltung ist die Pietät, die fromme Treue zur Familie.

Und weiter:

Frauen können gebildet sein. Aber für die höheren Wissenschaften, die Philosophie und manche Kunst sind sie nicht gemacht. Der Mann gleicht mehr dem Tier, die Frau mehr der Pflanze, die sich ruhig entfaltet. Stehen Frauen an der Spitze eines Staates, ist der Staat in Gefahr. Denn sie handeln nach Neigung und Meinung, nicht nach dem Allgemeinen.

Antigone:

In der Tragödie „Antigone“ stellt Sophokles die Pietät als Gesetz der Frau dar. Es ist das alte, unterirdische Gesetz der Götter. Ihm steht das offene Gesetz des Staates gegenüber. Dieser Gegensatz ist der höchste sittliche und darum der höchste tragische.

Zusammenfassung: Der Mann hat sein wesentliches Leben im Staat, in der Wissenschaft und in der Arbeit mit der Welt. Die Frau hat ihre Bestimmung in der Familie und ihre sittliche Haltung in der Pietät.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 166: Mann und Frau</p>
<p>Mann und Frau sind die zwei Seiten, in die sich die Sittlichkeit der Familie teilt. Worin unterscheiden sie sich?</p>
<p>Der Mann:</p>
<p>Der Mann ist die Seite, die sich teilt. Er ist selbstständig. Er denkt das Allgemeine und will den objektiven Zweck. Er ist nach außen tätig und mächtig. Darum hat er sein eigentliches Leben im Staat, in der Wissenschaft, im Kampf und in der Arbeit mit der Welt. Er muss sich seine Einheit mit sich selbst erst erkämpfen. In der Familie findet er dafür Ruhe und Gefühl.</p>
<p>Die Frau:</p>
<p>Die Frau ist die Seite, die in der Einheit bleibt. Sie weiß und will das Sittliche in der Form des Gefühls und des Einzelnen. Sie ist eher still und empfangend. Ihre Bestimmung liegt in der Familie. Ihre sittliche Haltung ist die Pietät, die fromme Treue zur Familie.</p>
<p>Und weiter:</p>
<p>Frauen können gebildet sein. Aber für die höheren Wissenschaften, die Philosophie und manche Kunst sind sie nicht gemacht. Der Mann gleicht mehr dem Tier, die Frau mehr der Pflanze, die sich ruhig entfaltet. Stehen Frauen an der Spitze eines Staates, ist der Staat in Gefahr. Denn sie handeln nach Neigung und Meinung, nicht nach dem Allgemeinen.</p>
<p>Antigone:</p>
<p>In der Tragödie „Antigone“ stellt Sophokles die Pietät als Gesetz der Frau dar. Es ist das alte, unterirdische Gesetz der Götter. Ihm steht das offene Gesetz des Staates gegenüber. Dieser Gegensatz ist der höchste sittliche und darum der höchste tragische.</p>
<p>Zusammenfassung: Der Mann hat sein wesentliches Leben im Staat, in der Wissenschaft und in der Arbeit mit der Welt. Die Frau hat ihre Bestimmung in der Familie und ihre sittliche Haltung in der Pietät.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/166/#comment-2854</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:18:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die beiden Seiten der Diremtion treten auseinander als das sich Entzweiende, &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;für sich&lt;/a&gt; seiende Wissen der freien &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeinheit&lt;/a&gt; und als das in der Einigkeit sich erhaltende Wissen des Substantiellen in der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Form&lt;/a&gt; der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Einzelnheit&lt;/a&gt; und Empfindung.&lt;/em&gt;

Was § 165 als Selbstunterscheidung des Begriffs bestimmt hatte, erhält hier seine beiden Gestalten; Hegel führt den Unterschied zwar aus dem &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt;, trägt ihn aber an die vorgefundene natürliche &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit&quot; title=&quot;Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmtheit&lt;/a&gt; der Geschlechter heran, von der § 165 ausdrücklich ausgeht. Die eine Seite ist das Für-sich-Sein: sie geht durch Entzweiung hindurch — Kampf und Arbeit mit der Außenwelt und mit sich — und gewinnt die Einheit mit sich erst als erkämpftes Resultat; ihr Gegenstand ist deshalb das Allgemeine in der Form des Gedankens. Die andere Seite ist die Einheit, die sich in der Form der Empfindung und der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Konkret heißt bei Hegel: zusammengewachsen, reich an Bestimmungen — und damit das Wahre. Abstrakt ist das Arme.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;konkreten&lt;/a&gt; Einzelnheit erhält, ohne sie erst herstellen zu müssen. Hegel verteilt diese beiden &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Momente&lt;/a&gt; auf Mann und Frau und ordnet dem einen Staat und Wissenschaft, dem anderen die Familie und die Pietät zu; die Anmerkung liest die Antigone als die Darstellung, in der beide als zwei Gesetze aufeinandertreffen, das unterirdische und das offenbare, und ebendarin den höchsten tragischen Gegensatz bilden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die beiden Seiten der Diremtion treten auseinander als das sich Entzweiende, <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist." rel="ugc">für sich</a> seiende Wissen der freien <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeinheit</a> und als das in der Einigkeit sich erhaltende Wissen des Substantiellen in der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">Form</a> der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint." rel="ugc">Einzelnheit</a> und Empfindung.</em></p>
<p>Was § 165 als Selbstunterscheidung des Begriffs bestimmt hatte, erhält hier seine beiden Gestalten; Hegel führt den Unterschied zwar aus dem <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a>, trägt ihn aber an die vorgefundene natürliche <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit" title="Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen." rel="ugc">Bestimmtheit</a> der Geschlechter heran, von der § 165 ausdrücklich ausgeht. Die eine Seite ist das Für-sich-Sein: sie geht durch Entzweiung hindurch — Kampf und Arbeit mit der Außenwelt und mit sich — und gewinnt die Einheit mit sich erst als erkämpftes Resultat; ihr Gegenstand ist deshalb das Allgemeine in der Form des Gedankens. Die andere Seite ist die Einheit, die sich in der Form der Empfindung und der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Konkret heißt bei Hegel: zusammengewachsen, reich an Bestimmungen — und damit das Wahre. Abstrakt ist das Arme." rel="ugc">konkreten</a> Einzelnheit erhält, ohne sie erst herstellen zu müssen. Hegel verteilt diese beiden <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Momente</a> auf Mann und Frau und ordnet dem einen Staat und Wissenschaft, dem anderen die Familie und die Pietät zu; die Anmerkung liest die Antigone als die Darstellung, in der beide als zwei Gesetze aufeinandertreffen, das unterirdische und das offenbare, und ebendarin den höchsten tragischen Gegensatz bilden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/166/#comment-1611</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:43:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Frauen können wohl gebildet sein, aber für die höheren Wissenschaften, die Philosophie und für gewisse Produktionen der Kunst, die ein Allgemeines fordern, sind sie nicht gemacht. Frauen können Einfälle, Geschmack, Zierlichkeit haben, aber das Ideale haben sie nicht. Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist der des Tieres und der Pflanze: das Tier entspricht mehr dem Charakter des Mannes, die Pflanze mehr dem der Frau, denn sie ist mehr ruhiges Entfalten, das die unbestimmtere Einigkeit der Empfindung zu seinem Prinzip erhält. Stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr, denn sie handeln nicht nach den Anforderungen der Allgemeinheit, sondern nach zufälliger Neigung und Meinung. Die Bildung der Frauen geschieht, man weiß nicht wie, gleichsam durch die Atmosphäre der Vorstellung, mehr durch das Leben als durch das Erwerben von Kenntnissen, während der Mann seine Stellung nur durch die Errungenschaft des Gedankens und durch viele technische Bemühungen erlangt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frauen können wohl gebildet sein, aber für die höheren Wissenschaften, die Philosophie und für gewisse Produktionen der Kunst, die ein Allgemeines fordern, sind sie nicht gemacht. Frauen können Einfälle, Geschmack, Zierlichkeit haben, aber das Ideale haben sie nicht. Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist der des Tieres und der Pflanze: das Tier entspricht mehr dem Charakter des Mannes, die Pflanze mehr dem der Frau, denn sie ist mehr ruhiges Entfalten, das die unbestimmtere Einigkeit der Empfindung zu seinem Prinzip erhält. Stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr, denn sie handeln nicht nach den Anforderungen der Allgemeinheit, sondern nach zufälliger Neigung und Meinung. Die Bildung der Frauen geschieht, man weiß nicht wie, gleichsam durch die Atmosphäre der Vorstellung, mehr durch das Leben als durch das Erwerben von Kenntnissen, während der Mann seine Stellung nur durch die Errungenschaft des Gedankens und durch viele technische Bemühungen erlangt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/166/#comment-1822</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 1823 08:08:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=681#comment-1822</guid>

					<description><![CDATA[Pflanze, Tier -
Unentzweite Individualität. 
In sich den Unterschied, Entzweiung und Allgemeinheit. 
Wissenschaft, Kunst, Poesie. 
Wo Weiber und die Jugend im Staate regieren, Staat verdorben. Gehen auf Subjektivität - diese Personen -
&lt;em&gt;Meinung&lt;/em&gt; von dem Allgemeinen - nicht das Objektive. 
Enthusiasmus - Ideale, Schiller.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pflanze, Tier &#8211;<br />
Unentzweite Individualität.<br />
In sich den Unterschied, Entzweiung und Allgemeinheit.<br />
Wissenschaft, Kunst, Poesie.<br />
Wo Weiber und die Jugend im Staate regieren, Staat verdorben. Gehen auf Subjektivität &#8211; diese Personen &#8211;<br />
<em>Meinung</em> von dem Allgemeinen &#8211; nicht das Objektive.<br />
Enthusiasmus &#8211; Ideale, Schiller.</p>
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