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	Kommentare zu: 175	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/175/#comment-3242</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 19:01:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 175: Ziel der Erziehung

Kinder sind der Anlage nach frei. Sie gehören niemandem als Sache, auch nicht ihren Eltern.

Was soll die Erziehung leisten?

Zwei Dinge.

Erstens soll das Kind die Sittlichkeit zuerst als Gefühl erleben. Es soll in Liebe, Vertrauen und Gehorsam aufwachsen. Das ist der Grund, auf dem sein späteres sittliches Leben steht. Gerade am Anfang ist dafür die Mutter wichtig.

Zweitens soll das Kind selbstständig werden. Es soll zu einer freien Person heranwachsen. Und eines Tages soll es fähig sein, die Familie zu verlassen.

Die Römer:

Im alten Rom waren Kinder wie Sklaven dem Vater unterworfen. Das ist einer der größten Flecken dieses Rechts. Es verletzt die Sittlichkeit in ihrem zartesten Leben.

Der Wunsch, groß zu werden:

Kinder spüren selbst, dass sie noch nicht fertig sind. Sie wollen groß werden. Sie ahnen, dass die Welt der Erwachsenen höher ist. Diesen Wunsch muss die Erziehung nähren.

Gegen die spielerische Erziehung:

Manche wollen alles spielerisch lehren. Sie machen das Ernste kindisch. So nehmen sie das Kindliche als fertig. Das schadet. Die Kinder verlieren das Interesse an ernsten Dingen. Sie verachten die Erwachsenen, die sich vor ihnen kindisch machen. Und sie werden eitel.

Zusammenfassung: Kinder sind frei und gehören niemandem als Sache. Die Erziehung soll sie zuerst in Liebe aufwachsen lassen und dann selbstständig machen. Spielerische Erziehung verfehlt ihren Wunsch, groß zu werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 175: Ziel der Erziehung</p>
<p>Kinder sind der Anlage nach frei. Sie gehören niemandem als Sache, auch nicht ihren Eltern.</p>
<p>Was soll die Erziehung leisten?</p>
<p>Zwei Dinge.</p>
<p>Erstens soll das Kind die Sittlichkeit zuerst als Gefühl erleben. Es soll in Liebe, Vertrauen und Gehorsam aufwachsen. Das ist der Grund, auf dem sein späteres sittliches Leben steht. Gerade am Anfang ist dafür die Mutter wichtig.</p>
<p>Zweitens soll das Kind selbstständig werden. Es soll zu einer freien Person heranwachsen. Und eines Tages soll es fähig sein, die Familie zu verlassen.</p>
<p>Die Römer:</p>
<p>Im alten Rom waren Kinder wie Sklaven dem Vater unterworfen. Das ist einer der größten Flecken dieses Rechts. Es verletzt die Sittlichkeit in ihrem zartesten Leben.</p>
<p>Der Wunsch, groß zu werden:</p>
<p>Kinder spüren selbst, dass sie noch nicht fertig sind. Sie wollen groß werden. Sie ahnen, dass die Welt der Erwachsenen höher ist. Diesen Wunsch muss die Erziehung nähren.</p>
<p>Gegen die spielerische Erziehung:</p>
<p>Manche wollen alles spielerisch lehren. Sie machen das Ernste kindisch. So nehmen sie das Kindliche als fertig. Das schadet. Die Kinder verlieren das Interesse an ernsten Dingen. Sie verachten die Erwachsenen, die sich vor ihnen kindisch machen. Und sie werden eitel.</p>
<p>Zusammenfassung: Kinder sind frei und gehören niemandem als Sache. Die Erziehung soll sie zuerst in Liebe aufwachsen lassen und dann selbstständig machen. Spielerische Erziehung verfehlt ihren Wunsch, groß zu werden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/175/#comment-2863</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:18:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die Kinder sind &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;an sich&lt;/a&gt; Freie; die Erziehung hat die positive &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt;, die Sittlichkeit als gegensatzlose Empfindung zu gründen, und die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet&quot; title=&quot;Negation meint nicht Verneinung im Streit, sondern Begrenzung: bestimmt sein heißt, nicht alles andere zu sein. Und weil sie die Negation von diesem ist, bleibt ein bestimmtes Ergebnis zurück, nicht nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;negative&lt;/a&gt;, aus der natürlichen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Unmittelbarkeit&lt;/a&gt; zur freien Persönlichkeit zu erheben.&lt;/em&gt;

Alles hängt an dem „an sich“. Es besagt, dass die Freiheit der Sache nach schon vorhanden, aber noch nicht für die Kinder selbst da ist; daraus folgt beides — dass sie niemandem als Sachen angehören können, und dass sie gleichwohl noch nicht selbständige Personen sind, sondern es erst werden sollen. Die beiden Bestimmungen der Erziehung sind deshalb keine zwei Aufgaben, sondern eine: das Gemüt soll in Liebe und Zutrauen den Grund erhalten, auf dem sittliches Leben überhaupt ruht, und ebendieser Grund macht fähig, aus der Einheit, die ihn gelegt hat, herauszutreten. Die Familie erzieht auf ihre eigene Auflösung hin.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Kinder sind <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst." rel="ugc">an sich</a> Freie; die Erziehung hat die positive <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a>, die Sittlichkeit als gegensatzlose Empfindung zu gründen, und die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet" title="Negation meint nicht Verneinung im Streit, sondern Begrenzung: bestimmt sein heißt, nicht alles andere zu sein. Und weil sie die Negation von diesem ist, bleibt ein bestimmtes Ergebnis zurück, nicht nichts." rel="ugc">negative</a>, aus der natürlichen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">Unmittelbarkeit</a> zur freien Persönlichkeit zu erheben.</em></p>
<p>Alles hängt an dem „an sich“. Es besagt, dass die Freiheit der Sache nach schon vorhanden, aber noch nicht für die Kinder selbst da ist; daraus folgt beides — dass sie niemandem als Sachen angehören können, und dass sie gleichwohl noch nicht selbständige Personen sind, sondern es erst werden sollen. Die beiden Bestimmungen der Erziehung sind deshalb keine zwei Aufgaben, sondern eine: das Gemüt soll in Liebe und Zutrauen den Grund erhalten, auf dem sittliches Leben überhaupt ruht, und ebendieser Grund macht fähig, aus der Einheit, die ihn gelegt hat, herauszutreten. Die Familie erzieht auf ihre eigene Auflösung hin.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/175/#comment-1616</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:45:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=663#comment-1616</guid>

					<description><![CDATA[Als Kind muß der Mensch im Kreise der Liebe und des Zutrauens bei den Eltern gewesen sein, und das Vernünftige muß als seine eigenste Subjektivität in ihm erscheinen. Vorzüglich ist in der ersten Zeit die Erziehung der Mutter wichtig, denn die Sittlichkeit muß als Empfindung in das Kind gepflanzt worden sein. Es ist zu bemerken, daß im ganzen die Kinder die Eltern weniger lieben als die Eltern die Kinder, denn sie gehen der Selbstständigkeit entgegen und erstarken, haben also die Eltern hinter sich, während die Eltern in ihnen die objektive Gegenständlichkeit ihrer Verbindung besitzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Kind muß der Mensch im Kreise der Liebe und des Zutrauens bei den Eltern gewesen sein, und das Vernünftige muß als seine eigenste Subjektivität in ihm erscheinen. Vorzüglich ist in der ersten Zeit die Erziehung der Mutter wichtig, denn die Sittlichkeit muß als Empfindung in das Kind gepflanzt worden sein. Es ist zu bemerken, daß im ganzen die Kinder die Eltern weniger lieben als die Eltern die Kinder, denn sie gehen der Selbstständigkeit entgegen und erstarken, haben also die Eltern hinter sich, während die Eltern in ihnen die objektive Gegenständlichkeit ihrer Verbindung besitzen.</p>
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		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/175/#comment-1829</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 1823 08:06:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[- daß die Kinder die Liebe der Eltern genossen, in ihr gelebt haben - schlechten Eltern die Kinder wegnehmen, um sich besser zu erziehen, dem Verderben - Aber die Liebe der Eltern zu den Kindern ist nur &lt;em&gt;eine&lt;/em&gt; - natürliches Band - natürliche Einheit - Kind trinkt an der Mutter Brust - empfängt alles von ihnen, ohne Dank, ohne Bewußtsein - Diese Einheit mit Menschen so empfunden - d. i. in der Subjektivität als &lt;em&gt;dieser&lt;/em&gt; gelebt, Gewohnheit - Empfindung der Liebe, - dieser &lt;em&gt;Einigkeit&lt;/em&gt; mit den Menschen zur Natur gemacht - Sittliche Elemente in das Subjekt gelegt, in ihm als Diesem Wurzeln fassend -
&lt;em&gt;Strenges&lt;/em&gt; Recht - und Pflicht - &lt;em&gt;Subjekt&lt;/em&gt; zur Persönlichkeit
- Freiheit - und Bürger des Staats.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8211; daß die Kinder die Liebe der Eltern genossen, in ihr gelebt haben &#8211; schlechten Eltern die Kinder wegnehmen, um sich besser zu erziehen, dem Verderben &#8211; Aber die Liebe der Eltern zu den Kindern ist nur <em>eine</em> &#8211; natürliches Band &#8211; natürliche Einheit &#8211; Kind trinkt an der Mutter Brust &#8211; empfängt alles von ihnen, ohne Dank, ohne Bewußtsein &#8211; Diese Einheit mit Menschen so empfunden &#8211; d. i. in der Subjektivität als <em>dieser</em> gelebt, Gewohnheit &#8211; Empfindung der Liebe, &#8211; dieser <em>Einigkeit</em> mit den Menschen zur Natur gemacht &#8211; Sittliche Elemente in das Subjekt gelegt, in ihm als Diesem Wurzeln fassend &#8211;<br />
<em>Strenges</em> Recht &#8211; und Pflicht &#8211; <em>Subjekt</em> zur Persönlichkeit<br />
&#8211; Freiheit &#8211; und Bürger des Staats.</p>
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