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	Kommentare zu: 179	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/179/#comment-3246</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 19:01:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 179: Das Testament

Wenn die Familien auseinandergehen, wächst die Freiheit des Einzelnen. Er kann mit seinem Vermögen nach eigenem Belieben verfahren. Er kann auch Freunde und Bekannte an die Stelle der Familie setzen. Das tut er in einem Testament.

Ist das gut?

Es ist erlaubt. Aber es hat seine Schattenseiten. Im Testament erklärt einer, wem er zugeneigt ist. Zuneigung ist launisch. Man kann sie erschleichen. Sie hängt oft an albernen Gründen. Ein Testament kann zum Werkzeug der Eitelkeit werden. Manche knüpfen an ihr Erbe Bedingungen, die die Erben quälen und demütigen. Und das über den eigenen Tod hinaus, wo ihnen das Eigentum ohnehin nicht mehr gehört.

Zusammenfassung: Mit dem Zerfall der Familie wächst die Freiheit, durch Testament zu vererben. Diese Freiheit ist erlaubt, aber voller Zufall und Willkür. Sie verleitet leicht zu Eitelkeit und Abhängigkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 179: Das Testament</p>
<p>Wenn die Familien auseinandergehen, wächst die Freiheit des Einzelnen. Er kann mit seinem Vermögen nach eigenem Belieben verfahren. Er kann auch Freunde und Bekannte an die Stelle der Familie setzen. Das tut er in einem Testament.</p>
<p>Ist das gut?</p>
<p>Es ist erlaubt. Aber es hat seine Schattenseiten. Im Testament erklärt einer, wem er zugeneigt ist. Zuneigung ist launisch. Man kann sie erschleichen. Sie hängt oft an albernen Gründen. Ein Testament kann zum Werkzeug der Eitelkeit werden. Manche knüpfen an ihr Erbe Bedingungen, die die Erben quälen und demütigen. Und das über den eigenen Tod hinaus, wo ihnen das Eigentum ohnehin nicht mehr gehört.</p>
<p>Zusammenfassung: Mit dem Zerfall der Familie wächst die Freiheit, durch Testament zu vererben. Diese Freiheit ist erlaubt, aber voller Zufall und Willkür. Sie verleitet leicht zu Eitelkeit und Abhängigkeit.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/179/#comment-2867</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:18:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Mit dem Auseinanderfallen der Familie entsteht die Freiheit für die Willkür der Individuen, ihr Vermögen nach Belieben zu verwenden und einen selbstgewählten Kreis testamentarisch an die Stelle der Familie zu &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;setzen&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;

Ein eigener logischer Schritt liegt hier nicht vor; aus dem Auseinanderfallen der Familie folgt nur, dass an die Stelle des &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;substantiellen&lt;/a&gt; Verhältnisses die Willkür des Einzelnen tritt, deren sittliches &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Moment&lt;/a&gt; nach Hegels Feststellung ebendarum etwas sehr Vages bleibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit dem Auseinanderfallen der Familie entsteht die Freiheit für die Willkür der Individuen, ihr Vermögen nach Belieben zu verwenden und einen selbstgewählten Kreis testamentarisch an die Stelle der Familie zu <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">setzen</a>.</em></p>
<p>Ein eigener logischer Schritt liegt hier nicht vor; aus dem Auseinanderfallen der Familie folgt nur, dass an die Stelle des <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">substantiellen</a> Verhältnisses die Willkür des Einzelnen tritt, deren sittliches <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Moment</a> nach Hegels Feststellung ebendarum etwas sehr Vages bleibt.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/179/#comment-1832</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 1823 08:08:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=655#comment-1832</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Amicis omnia communia&lt;/em&gt;. - Abstrakt Schenkung - noch nicht exekutiert, der Testator bleibt noch im Genusse und sogar in der Fähigkeit, frei zu disponieren - letzter &lt;em&gt;Wille&lt;/em&gt;, hat nur insofern &lt;em&gt;Verbindlichkeit&lt;/em&gt;, als man, d. i. die Gesellschaft, ihn gelten lassen will, - äußerliches Dasein - nicht durch sich selbst - Dasein
Der Greuel der leeren Formalitäten hat in Testamentsmacherei recht sein Feld, sich zu ergehen - Verklausulieren - Englische Gerichte - ganz moralische Beurteilung, was der letzte Wille sei -
Weil Zufälligkeit - Willkür, - es &lt;em&gt;könnte&lt;/em&gt;, wäre &lt;em&gt;möglich&lt;/em&gt; - Zufälligkeit ist aus ihren Zusammenhängen zu erkennen - Umstände derselben, so und so - Stryk - je mehr dergleichen, desto wahrscheinlicher ist - kein Umstand macht die Sache notwendig - ist auch zufällig -
Von solchen Formalitäten wird die Wirklichkeit dieses gültigen Willens abhängig - wird wieder zu etwas Zufälligem anderer Art gemacht - Ich soll alles erfüllen, was ihnen beliebt zu fordern, -
&lt;em&gt;Bedingungen&lt;/em&gt; den Erben &lt;em&gt;auflegen&lt;/em&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Amicis omnia communia</em>. &#8211; Abstrakt Schenkung &#8211; noch nicht exekutiert, der Testator bleibt noch im Genusse und sogar in der Fähigkeit, frei zu disponieren &#8211; letzter <em>Wille</em>, hat nur insofern <em>Verbindlichkeit</em>, als man, d. i. die Gesellschaft, ihn gelten lassen will, &#8211; äußerliches Dasein &#8211; nicht durch sich selbst &#8211; Dasein<br />
Der Greuel der leeren Formalitäten hat in Testamentsmacherei recht sein Feld, sich zu ergehen &#8211; Verklausulieren &#8211; Englische Gerichte &#8211; ganz moralische Beurteilung, was der letzte Wille sei &#8211;<br />
Weil Zufälligkeit &#8211; Willkür, &#8211; es <em>könnte</em>, wäre <em>möglich</em> &#8211; Zufälligkeit ist aus ihren Zusammenhängen zu erkennen &#8211; Umstände derselben, so und so &#8211; Stryk &#8211; je mehr dergleichen, desto wahrscheinlicher ist &#8211; kein Umstand macht die Sache notwendig &#8211; ist auch zufällig &#8211;<br />
Von solchen Formalitäten wird die Wirklichkeit dieses gültigen Willens abhängig &#8211; wird wieder zu etwas Zufälligem anderer Art gemacht &#8211; Ich soll alles erfüllen, was ihnen beliebt zu fordern, &#8211;<br />
<em>Bedingungen</em> den Erben <em>auflegen</em></p>
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