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	Kommentare zu: 181	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/181/#comment-3248</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 19:02:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 181: Von der Familie zur Gesellschaft

Die Familie teilt sich. Aus einer Familie werden viele Familien. Jede ist selbstständig. Sie stehen sich als eigene Personen gegenüber, äußerlich, wie Nachbarn.

Was geschieht mit der Einheit?

In der Familie war alles eins. Jetzt fällt es auseinander. Jeder verfolgt seine eigenen Zwecke. Das sieht aus wie ein Verlust der Sittlichkeit.

Doch das ist ein Schein. Wer nur für sich zu sorgen glaubt, dient ohne es zu merken dem Ganzen. Das Allgemeine bleibt die eigentliche Macht, auch wenn jeder nur an sich denkt. Diese Welt heißt bürgerliche Gesellschaft. Sie ist die Welt, in der die Sittlichkeit erscheint, aber zerstreut.

Wie entsteht sie in der Geschichte?

Entweder wächst eine Familie friedlich zu einem Volk heran. Dann haben alle einen gemeinsamen Ursprung. Oder verstreute Familien kommen zusammen. Durch Gewalt, oder weil sie einander brauchen und miteinander tauschen.

Zusammenfassung: Die Familie zerfällt in viele selbstständige Familien. Jede verfolgt ihre eigenen Zwecke. So entsteht die bürgerliche Gesellschaft, in der die Einheit nur noch scheinbar verloren ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 181: Von der Familie zur Gesellschaft</p>
<p>Die Familie teilt sich. Aus einer Familie werden viele Familien. Jede ist selbstständig. Sie stehen sich als eigene Personen gegenüber, äußerlich, wie Nachbarn.</p>
<p>Was geschieht mit der Einheit?</p>
<p>In der Familie war alles eins. Jetzt fällt es auseinander. Jeder verfolgt seine eigenen Zwecke. Das sieht aus wie ein Verlust der Sittlichkeit.</p>
<p>Doch das ist ein Schein. Wer nur für sich zu sorgen glaubt, dient ohne es zu merken dem Ganzen. Das Allgemeine bleibt die eigentliche Macht, auch wenn jeder nur an sich denkt. Diese Welt heißt bürgerliche Gesellschaft. Sie ist die Welt, in der die Sittlichkeit erscheint, aber zerstreut.</p>
<p>Wie entsteht sie in der Geschichte?</p>
<p>Entweder wächst eine Familie friedlich zu einem Volk heran. Dann haben alle einen gemeinsamen Ursprung. Oder verstreute Familien kommen zusammen. Durch Gewalt, oder weil sie einander brauchen und miteinander tauschen.</p>
<p>Zusammenfassung: Die Familie zerfällt in viele selbstständige Familien. Jede verfolgt ihre eigenen Zwecke. So entsteht die bürgerliche Gesellschaft, in der die Einheit nur noch scheinbar verloren ist.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/181/#comment-2869</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:18:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Auseinandertreten der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbaren&lt;/a&gt; sittlichen Einheit in eine Vielheit selbständiger Personen — die im &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; der Familie noch gebundenen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Momente&lt;/a&gt; werden zur selbständigen Realität entlassen: die Stufe der Differenz.&lt;/em&gt;

Der Paragraph vollzieht den &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang&quot; title=&quot;Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Übergang&lt;/a&gt; von der Familie zur bürgerlichen Gesellschaft, und zwar nicht als geschichtliche Erzählung, sondern als Auflösung einer Einheit, die bisher nur behauptet war. In der Familie waren die Einzelnen nicht &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;für sich&lt;/a&gt;, sondern Glieder; jetzt fallen sie auseinander in Personen, die einander äußerlich sind und nur über Bedürfnisse aufeinander bezogen bleiben. Hegel nennt das ein Reflexionsverhältnis: das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeine&lt;/a&gt; ist nicht verschwunden, aber es trägt die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Besonderheit&lt;/a&gt; nicht mehr sichtbar, es liegt nur noch als innere Grundlage darunter und scheint im Besonderen bloß durch. Deshalb ist die bürgerliche Gesellschaft für ihn nicht der Verlust des Sittlichen schlechthin, sondern dessen Erscheinungswelt — die Gestalt, in der das Sittliche zwar wirkt, aber sich selbst nicht kenntlich ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Auseinandertreten der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbaren</a> sittlichen Einheit in eine Vielheit selbständiger Personen — die im <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a> der Familie noch gebundenen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Momente</a> werden zur selbständigen Realität entlassen: die Stufe der Differenz.</em></p>
<p>Der Paragraph vollzieht den <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang" title="Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt." rel="ugc">Übergang</a> von der Familie zur bürgerlichen Gesellschaft, und zwar nicht als geschichtliche Erzählung, sondern als Auflösung einer Einheit, die bisher nur behauptet war. In der Familie waren die Einzelnen nicht <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist." rel="ugc">für sich</a>, sondern Glieder; jetzt fallen sie auseinander in Personen, die einander äußerlich sind und nur über Bedürfnisse aufeinander bezogen bleiben. Hegel nennt das ein Reflexionsverhältnis: das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeine</a> ist nicht verschwunden, aber es trägt die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">Besonderheit</a> nicht mehr sichtbar, es liegt nur noch als innere Grundlage darunter und scheint im Besonderen bloß durch. Deshalb ist die bürgerliche Gesellschaft für ihn nicht der Verlust des Sittlichen schlechthin, sondern dessen Erscheinungswelt — die Gestalt, in der das Sittliche zwar wirkt, aber sich selbst nicht kenntlich ist.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/181/#comment-1620</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:47:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Allgemeinheit hat hier zum Ausgangspunkt die Selbstständigkeit der Besonderheit, und die Sittlichkeit scheint somit auf diesem Standpunkte verloren, denn für das Bewußtsein ist eigentlich die Identität der Familie das Erste, Göttliche und Pflichtgebietende. Jetzt aber tritt das Verhältnis ein, daß das Besondere das erste für mich Bestimmende sein soll, und somit ist die sittliche Bestimmung aufgehoben. Aber ich bin eigentlich darüber nur im Irrtum, denn indem ich das Besondere festzuhalten glaube, bleibt doch das Allgemeine und die Notwendigkeit des Zusammenhangs das Erste und Wesentliche: ich bin also überhaupt auf der Stufe des Scheins, und indem meine Besonderheit mir das Bestimmende bleibt, das heißt der Zweck, diene ich damit der Allgemeinheit, welche eigentlich die letzte Macht über mich behält.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Allgemeinheit hat hier zum Ausgangspunkt die Selbstständigkeit der Besonderheit, und die Sittlichkeit scheint somit auf diesem Standpunkte verloren, denn für das Bewußtsein ist eigentlich die Identität der Familie das Erste, Göttliche und Pflichtgebietende. Jetzt aber tritt das Verhältnis ein, daß das Besondere das erste für mich Bestimmende sein soll, und somit ist die sittliche Bestimmung aufgehoben. Aber ich bin eigentlich darüber nur im Irrtum, denn indem ich das Besondere festzuhalten glaube, bleibt doch das Allgemeine und die Notwendigkeit des Zusammenhangs das Erste und Wesentliche: ich bin also überhaupt auf der Stufe des Scheins, und indem meine Besonderheit mir das Bestimmende bleibt, das heißt der Zweck, diene ich damit der Allgemeinheit, welche eigentlich die letzte Macht über mich behält.</p>
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