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	Kommentare zu: 187	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/187/#comment-3254</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:56:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 187: Bildung

In der bürgerlichen Gesellschaft sind die Menschen Privatleute. Jeder hat sein eigenes Interesse im Blick.

Wie erreicht er sein Ziel?

Nur wenn er sein Wissen und Tun nach allgemeinen Regeln ausrichtet. Er muss sich in die Kette des Zusammenhangs einfügen. Er muss lernen, was man verlangt, und können, was man braucht. Ohne es zu wollen, bildet er sich dadurch.

Was ist Bildung?

Bildung heißt: das Rohe und bloß Natürliche abschleifen. Der gebildete Mensch kann tun, was andere tun. Er kehrt seine Eigenheiten nicht heraus. Er achtet auf die Sache und auf die anderen. Der ungebildete Mensch lässt sich gehen. Er verletzt andere, ohne es zu wollen.

Zwei falsche Ansichten:

Die einen sagen: Der Naturzustand war unschuldig. Bildung verdirbt. Die anderen sagen: Bildung ist nur ein Mittel für Genuss und Bequemlichkeit. Beide verkennen den Geist.

Bildung als Befreiung:

Der Geist muss durch die harte Welt der Bedürfnisse hindurch. Er muss dort arbeiten und sich formen. Gerade so befreit er sich. Er drückt der äußeren Welt sein Siegel auf. Er findet sich in ihr zu Hause. Bildung ist darum harte Arbeit. Aber sie ist die Arbeit der Befreiung.

Zusammenfassung: In der bürgerlichen Gesellschaft muss jeder sich nach allgemeinen Regeln richten. So bildet er sich. Bildung ist harte Arbeit, aber sie ist der Weg zur Freiheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 187: Bildung</p>
<p>In der bürgerlichen Gesellschaft sind die Menschen Privatleute. Jeder hat sein eigenes Interesse im Blick.</p>
<p>Wie erreicht er sein Ziel?</p>
<p>Nur wenn er sein Wissen und Tun nach allgemeinen Regeln ausrichtet. Er muss sich in die Kette des Zusammenhangs einfügen. Er muss lernen, was man verlangt, und können, was man braucht. Ohne es zu wollen, bildet er sich dadurch.</p>
<p>Was ist Bildung?</p>
<p>Bildung heißt: das Rohe und bloß Natürliche abschleifen. Der gebildete Mensch kann tun, was andere tun. Er kehrt seine Eigenheiten nicht heraus. Er achtet auf die Sache und auf die anderen. Der ungebildete Mensch lässt sich gehen. Er verletzt andere, ohne es zu wollen.</p>
<p>Zwei falsche Ansichten:</p>
<p>Die einen sagen: Der Naturzustand war unschuldig. Bildung verdirbt. Die anderen sagen: Bildung ist nur ein Mittel für Genuss und Bequemlichkeit. Beide verkennen den Geist.</p>
<p>Bildung als Befreiung:</p>
<p>Der Geist muss durch die harte Welt der Bedürfnisse hindurch. Er muss dort arbeiten und sich formen. Gerade so befreit er sich. Er drückt der äußeren Welt sein Siegel auf. Er findet sich in ihr zu Hause. Bildung ist darum harte Arbeit. Aber sie ist die Arbeit der Befreiung.</p>
<p>Zusammenfassung: In der bürgerlichen Gesellschaft muss jeder sich nach allgemeinen Regeln richten. So bildet er sich. Bildung ist harte Arbeit, aber sie ist der Weg zur Freiheit.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/187/#comment-2875</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Auseinandertreten von subjektivem Zweck und Interesse der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Idee&lt;/a&gt; — das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeine&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung&quot; title=&quot;Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;erscheint&lt;/a&gt; den Privatpersonen bloß als Mittel, während der Prozess selbst ihre &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Einzelnheit&lt;/a&gt; und Natürlichkeit zur &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Form&lt;/a&gt; der Allgemeinheit erhebt.&lt;/em&gt;

Der Paragraph unterscheidet zwei Ebenen, die im selben Handeln liegen: was die Beteiligten meinen, und was dabei geschieht. Gemeint ist das eigene Interesse, und das Allgemeine erscheint dabei nur als Mittel; tatsächlich aber muss jeder, um dieses Mittel zu gebrauchen, sein Wissen und Wollen auf allgemeine Weise &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit&quot; title=&quot;Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;bestimmen&lt;/a&gt; und sich zum Glied eines Zusammenhangs machen. Eben diese ungewollte Umformung nennt Hegel das Interesse der Idee, und ihr Name ist Bildung. Gemeint ist damit kein Kenntniserwerb: die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Unmittelbarkeit&lt;/a&gt; — das bloß Vorgefundene an Trieb, Begierde und Vereinzelung — wird abgearbeitet und in eine Form gebracht, in der auch andere sie anerkennen können; deshalb ist sie in der Anmerkung nicht Mittel, sondern Befreiung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Auseinandertreten von subjektivem Zweck und Interesse der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches." rel="ugc">Idee</a> — das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeine</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung" title="Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit." rel="ugc">erscheint</a> den Privatpersonen bloß als Mittel, während der Prozess selbst ihre <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint." rel="ugc">Einzelnheit</a> und Natürlichkeit zur <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">Form</a> der Allgemeinheit erhebt.</em></p>
<p>Der Paragraph unterscheidet zwei Ebenen, die im selben Handeln liegen: was die Beteiligten meinen, und was dabei geschieht. Gemeint ist das eigene Interesse, und das Allgemeine erscheint dabei nur als Mittel; tatsächlich aber muss jeder, um dieses Mittel zu gebrauchen, sein Wissen und Wollen auf allgemeine Weise <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit" title="Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen." rel="ugc">bestimmen</a> und sich zum Glied eines Zusammenhangs machen. Eben diese ungewollte Umformung nennt Hegel das Interesse der Idee, und ihr Name ist Bildung. Gemeint ist damit kein Kenntniserwerb: die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">Unmittelbarkeit</a> — das bloß Vorgefundene an Trieb, Begierde und Vereinzelung — wird abgearbeitet und in eine Form gebracht, in der auch andere sie anerkennen können; deshalb ist sie in der Anmerkung nicht Mittel, sondern Befreiung.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/187/#comment-1624</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:49:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Unter gebildeten Menschen kann man zunächst solche verstehen, die alles machen können, was andere tun, und die ihre Partikularität nicht herauskehren, während bei ungebildeten Menschen gerade diese sich zeigt, indem das Benehmen sich nicht nach den allgemeinen Eigenschaften des Gegenstandes richtet. Ebenso kann im Verhältnis zu anderen Menschen der Ungebildete sie leicht kränken, indem er sich nur gehen läßt und keine Reflexionen für die Empfindungen der anderen hat. Er will andere nicht verletzen, aber sein Betragen ist mit seinem Willen nicht in Einklang. Bildung also ist Glättung der Besonderheit, daß sie sich nach der Natur der Sache benimmt. Die wahre Originalität verlangt, als die Sache hervorbringend, wahre Bildung, während die unwahre Abgeschmacktheiten annimmt, die nur Ungebildeten einfallen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter gebildeten Menschen kann man zunächst solche verstehen, die alles machen können, was andere tun, und die ihre Partikularität nicht herauskehren, während bei ungebildeten Menschen gerade diese sich zeigt, indem das Benehmen sich nicht nach den allgemeinen Eigenschaften des Gegenstandes richtet. Ebenso kann im Verhältnis zu anderen Menschen der Ungebildete sie leicht kränken, indem er sich nur gehen läßt und keine Reflexionen für die Empfindungen der anderen hat. Er will andere nicht verletzen, aber sein Betragen ist mit seinem Willen nicht in Einklang. Bildung also ist Glättung der Besonderheit, daß sie sich nach der Natur der Sache benimmt. Die wahre Originalität verlangt, als die Sache hervorbringend, wahre Bildung, während die unwahre Abgeschmacktheiten annimmt, die nur Ungebildeten einfallen.</p>
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