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	Kommentare zu: 191	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/191/#comment-3258</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:56:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 191: Verfeinerung

Mit den Bedürfnissen vervielfältigen sich auch die Mittel. Und diese Mittel werden wieder zu neuen Bedürfnissen.

Ein Beispiel:

Man braucht einen Stuhl. Dann will man ein Kissen dafür. Dann einen Bezug für das Kissen. Dann einen passenden Tisch. Jede Bequemlichkeit zeigt eine neue Unbequemlichkeit. Das geht endlos weiter.

Die Engländer nennen das „comfort“. Es ist nie erschöpft.

Wer erzeugt die neuen Bedürfnisse?

Oft nicht die, die sie haben. Sondern die, die daran verdienen wollen. Der Händler weckt den Wunsch, den er dann erfüllt.

Zusammenfassung: Die Mittel vervielfältigen sich ohne Ende und werden selbst zu Bedürfnissen. Das nennt man Verfeinerung. Neue Bedürfnisse entstehen oft durch die, die an ihnen verdienen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 191: Verfeinerung</p>
<p>Mit den Bedürfnissen vervielfältigen sich auch die Mittel. Und diese Mittel werden wieder zu neuen Bedürfnissen.</p>
<p>Ein Beispiel:</p>
<p>Man braucht einen Stuhl. Dann will man ein Kissen dafür. Dann einen Bezug für das Kissen. Dann einen passenden Tisch. Jede Bequemlichkeit zeigt eine neue Unbequemlichkeit. Das geht endlos weiter.</p>
<p>Die Engländer nennen das „comfort“. Es ist nie erschöpft.</p>
<p>Wer erzeugt die neuen Bedürfnisse?</p>
<p>Oft nicht die, die sie haben. Sondern die, die daran verdienen wollen. Der Händler weckt den Wunsch, den er dann erfüllt.</p>
<p>Zusammenfassung: Die Mittel vervielfältigen sich ohne Ende und werden selbst zu Bedürfnissen. Das nennt man Verfeinerung. Neue Bedürfnisse entstehen oft durch die, die an ihnen verdienen.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/191/#comment-2879</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Dieselbe Teilung und Vervielfältigung tritt an den Mitteln auf — eine ins Unendliche fortgehende Unterscheidung, die als Beurteilung der Angemessenheit von Mittel und Zweck Verfeinerung heißt.&lt;/em&gt;

Der Paragraph überträgt die Bewegung von § 190 auf die andere Seite: was für die Bedürfnisse gilt, gilt ebenso für die Mittel, und weil jedes Mittel wieder Zweck für weitere Mittel wird, entsteht eine Reihe ohne Abschluss. Hegel bezeichnet sie ausdrücklich als ins Unendliche fortgehend — gemeint ist keine erhabene &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich&quot; title=&quot;Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Unendlichkeit&lt;/a&gt;, sondern ein bloßes Immer-noch-weiter, das nirgends zu sich zurückkommt. Die Verfeinerung ist die Kehrseite dieser Bewegung: mit der Vermehrung wächst die Fähigkeit, immer feinere Unterschiede zu machen und zu beurteilen, was wozu taugt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieselbe Teilung und Vervielfältigung tritt an den Mitteln auf — eine ins Unendliche fortgehende Unterscheidung, die als Beurteilung der Angemessenheit von Mittel und Zweck Verfeinerung heißt.</em></p>
<p>Der Paragraph überträgt die Bewegung von § 190 auf die andere Seite: was für die Bedürfnisse gilt, gilt ebenso für die Mittel, und weil jedes Mittel wieder Zweck für weitere Mittel wird, entsteht eine Reihe ohne Abschluss. Hegel bezeichnet sie ausdrücklich als ins Unendliche fortgehend — gemeint ist keine erhabene <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich" title="Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht." rel="ugc">Unendlichkeit</a>, sondern ein bloßes Immer-noch-weiter, das nirgends zu sich zurückkommt. Die Verfeinerung ist die Kehrseite dieser Bewegung: mit der Vermehrung wächst die Fähigkeit, immer feinere Unterschiede zu machen und zu beurteilen, was wozu taugt.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/191/#comment-1627</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:51:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das, was die Engländer &lt;em&gt;comfortable&lt;/em&gt; nennen, ist etwas durchaus Unerschöpfliches und ins Unendliche Fortgehendes, denn jede Bequemlichkeit zeigt wieder ihre Unbequemlichkeit, und diese Erfindungen nehmen kein Ende. Es wird ein Bedürfnis daher nicht sowohl von denen, welche es auf unmittelbare Weise haben, als vielmehr durch solche hervorgebracht, welche durch sein Entstehen einen Gewinn suchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das, was die Engländer <em>comfortable</em> nennen, ist etwas durchaus Unerschöpfliches und ins Unendliche Fortgehendes, denn jede Bequemlichkeit zeigt wieder ihre Unbequemlichkeit, und diese Erfindungen nehmen kein Ende. Es wird ein Bedürfnis daher nicht sowohl von denen, welche es auf unmittelbare Weise haben, als vielmehr durch solche hervorgebracht, welche durch sein Entstehen einen Gewinn suchen.</p>
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