<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: 192	</title>
	<atom:link href="https://grundlinien.de/192/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://grundlinien.de/192/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 23 Sep 2026 16:56:49 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/192/#comment-3259</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:56:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=628#comment-3259</guid>

					<description><![CDATA[§ 192: Bedürfnisse werden gesellschaftlich

Meine Bedürfnisse betreffen andere. Um sie zu stillen, brauche ich andere. Und ich muss selbst etwas für die Bedürfnisse anderer tun.

Was folgt daraus?

Ich muss mich nach anderen richten. Wer etwas kaufen will, muss nehmen, was die anderen anbieten. Und wer etwas verkaufen will, muss machen, was die anderen wollen. So bekommt alles eine allgemeine Form.

Ein Beispiel:

Wie man sich kleidet, wann man zu Mittag isst: Darin folgt man den Gepflogenheiten. Es lohnt sich nicht, hier seine eigene Meinung durchzusetzen. Am klügsten ist es, zu tun, was die anderen tun.

Zusammenfassung: Bedürfnisse und Mittel sind immer auf andere bezogen. Darum richtet man sich nach den anderen. So werden Bedürfnisse gesellschaftlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 192: Bedürfnisse werden gesellschaftlich</p>
<p>Meine Bedürfnisse betreffen andere. Um sie zu stillen, brauche ich andere. Und ich muss selbst etwas für die Bedürfnisse anderer tun.</p>
<p>Was folgt daraus?</p>
<p>Ich muss mich nach anderen richten. Wer etwas kaufen will, muss nehmen, was die anderen anbieten. Und wer etwas verkaufen will, muss machen, was die anderen wollen. So bekommt alles eine allgemeine Form.</p>
<p>Ein Beispiel:</p>
<p>Wie man sich kleidet, wann man zu Mittag isst: Darin folgt man den Gepflogenheiten. Es lohnt sich nicht, hier seine eigene Meinung durchzusetzen. Am klügsten ist es, zu tun, was die anderen tun.</p>
<p>Zusammenfassung: Bedürfnisse und Mittel sind immer auf andere bezogen. Darum richtet man sich nach den anderen. So werden Bedürfnisse gesellschaftlich.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/192/#comment-2880</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=628#comment-2880</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die Bedürfnisse und Mittel werden Sein für andere; das Anerkanntsein als &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeinheit&lt;/a&gt; macht die vereinzelten und &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;abstrakten&lt;/a&gt; Bedürfnisse zu &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Konkret heißt bei Hegel: zusammengewachsen, reich an Bestimmungen — und damit das Wahre. Abstrakt ist das Arme.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;konkreten&lt;/a&gt;, gesellschaftlichen.&lt;/em&gt;

Hier kippt die Betrachtung von der Sache auf das Verhältnis: dieselbe Abstraktion, die Bedürfnisse und Mittel zerlegt hat (§ 191), wird nun zur &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; dessen, wie die Menschen aufeinander bezogen sind. Weil jedes Mittel nur Mittel ist, sofern andere es als solches gebrauchen und gelten lassen, steckt in ihm eine Allgemeinheit — Hegel nennt sie Anerkanntsein. Bemerkenswert ist die Umkehrung: gerade das Anerkanntsein macht das Vereinzelte wieder konkret. Konkret heißt bei Hegel nicht sinnlich greifbar, sondern in sich zusammengewachsen; ein Bedürfnis ist erst dann etwas Ganzes, wenn es nicht mehr bloß meines ist, sondern in der Weise besteht, wie es unter allen gilt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Bedürfnisse und Mittel werden Sein für andere; das Anerkanntsein als <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeinheit</a> macht die vereinzelten und <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">abstrakten</a> Bedürfnisse zu <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Konkret heißt bei Hegel: zusammengewachsen, reich an Bestimmungen — und damit das Wahre. Abstrakt ist das Arme." rel="ugc">konkreten</a>, gesellschaftlichen.</em></p>
<p>Hier kippt die Betrachtung von der Sache auf das Verhältnis: dieselbe Abstraktion, die Bedürfnisse und Mittel zerlegt hat (§ 191), wird nun zur <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> dessen, wie die Menschen aufeinander bezogen sind. Weil jedes Mittel nur Mittel ist, sofern andere es als solches gebrauchen und gelten lassen, steckt in ihm eine Allgemeinheit — Hegel nennt sie Anerkanntsein. Bemerkenswert ist die Umkehrung: gerade das Anerkanntsein macht das Vereinzelte wieder konkret. Konkret heißt bei Hegel nicht sinnlich greifbar, sondern in sich zusammengewachsen; ein Bedürfnis ist erst dann etwas Ganzes, wenn es nicht mehr bloß meines ist, sondern in der Weise besteht, wie es unter allen gilt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/192/#comment-1628</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:55:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=628#comment-1628</guid>

					<description><![CDATA[Dadurch, daß ich mich nach dem anderen richten muß, kommt hier die Form der Allgemeinheit herein. Ich erwerbe von anderen die Mittel der Befriedigung und muß demnach ihre Meinung annehmen. Zugleich aber bin ich genötigt, Mittel für die Befriedigung anderer hervorzubringen. Das eine also spielt in das andere und hängt damit zusammen. Alles Partikulare wird insofern ein Gesellschaftliches; in der Art der Kleidung, in der Zeit des Essens liegt eine gewisse Konvenienz, die man annehmen muß, weil es in diesen Dingen nicht der Mühe wert ist, seine Einsicht zeigen zu wollen, sondern es am klügsten ist, darin wie andere zu verfahren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dadurch, daß ich mich nach dem anderen richten muß, kommt hier die Form der Allgemeinheit herein. Ich erwerbe von anderen die Mittel der Befriedigung und muß demnach ihre Meinung annehmen. Zugleich aber bin ich genötigt, Mittel für die Befriedigung anderer hervorzubringen. Das eine also spielt in das andere und hängt damit zusammen. Alles Partikulare wird insofern ein Gesellschaftliches; in der Art der Kleidung, in der Zeit des Essens liegt eine gewisse Konvenienz, die man annehmen muß, weil es in diesen Dingen nicht der Mühe wert ist, seine Einsicht zeigen zu wollen, sondern es am klügsten ist, darin wie andere zu verfahren.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
