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	Kommentare zu: 193	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/193/#comment-3260</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:56:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 193: Gleich sein und sich abheben

Weil wir uns aneinander ausrichten, entstehen zwei Wünsche.

Der erste: Ich will sein wie die anderen. Was die Nachbarn haben, will ich auch haben. Ich ahme nach.

Der zweite: Ich will mich von den anderen abheben. Ich will etwas Besonderes haben, das sie nicht haben.

Beide Wünsche treiben die Bedürfnisse weiter an. Sie vervielfältigen und verbreiten sie. So entsteht die Mode. Heute tragen alle einen bestimmten Mantel, weil einer ihn zuerst trug, um aufzufallen.

Zusammenfassung: Der Wunsch, gleich zu sein, und der Wunsch, sich abzuheben, treiben einander an. Beide vervielfältigen die Bedürfnisse.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 193: Gleich sein und sich abheben</p>
<p>Weil wir uns aneinander ausrichten, entstehen zwei Wünsche.</p>
<p>Der erste: Ich will sein wie die anderen. Was die Nachbarn haben, will ich auch haben. Ich ahme nach.</p>
<p>Der zweite: Ich will mich von den anderen abheben. Ich will etwas Besonderes haben, das sie nicht haben.</p>
<p>Beide Wünsche treiben die Bedürfnisse weiter an. Sie vervielfältigen und verbreiten sie. So entsteht die Mode. Heute tragen alle einen bestimmten Mantel, weil einer ihn zuerst trug, um aufzufallen.</p>
<p>Zusammenfassung: Der Wunsch, gleich zu sein, und der Wunsch, sich abzuheben, treiben einander an. Beide vervielfältigen die Bedürfnisse.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/193/#comment-2881</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Moment&lt;/a&gt; des Anerkanntseins verdoppelt sich &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbar&lt;/a&gt; in die Forderung der Gleichheit (Nachahmung) und in das Bedürfnis der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Besonderheit&lt;/a&gt; (Auszeichnung) — beide werden selbst Quelle der Vervielfältigung.&lt;/em&gt;

Der Paragraph zeigt, dass aus einer einzigen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; zwei entgegengesetzte Antriebe folgen, weil das Anerkanntsein zweierlei verlangt: mit den anderen gleich zu sein und sich zugleich von ihnen abzuheben. Die Entgegensetzung wird dabei nicht als &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet&quot; title=&quot;Ein Widerspruch ist bei Hegel kein Denkfehler, sondern die Stelle, an der eine Bestimmung nicht hält, was sie verspricht — und dadurch weitertreibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Widerspruch&lt;/a&gt; in den Menschen verlegt, sondern in der Sache selbst aufgewiesen — wer anerkannt sein will, braucht beides. Damit ist die Vermehrung der Bedürfnisse nicht mehr aus der Natur erklärt, sondern aus dem gesellschaftlichen Verhältnis, das sie fortlaufend selbst erzeugt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Moment</a> des Anerkanntseins verdoppelt sich <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbar</a> in die Forderung der Gleichheit (Nachahmung) und in das Bedürfnis der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">Besonderheit</a> (Auszeichnung) — beide werden selbst Quelle der Vervielfältigung.</em></p>
<p>Der Paragraph zeigt, dass aus einer einzigen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> zwei entgegengesetzte Antriebe folgen, weil das Anerkanntsein zweierlei verlangt: mit den anderen gleich zu sein und sich zugleich von ihnen abzuheben. Die Entgegensetzung wird dabei nicht als <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet" title="Ein Widerspruch ist bei Hegel kein Denkfehler, sondern die Stelle, an der eine Bestimmung nicht hält, was sie verspricht — und dadurch weitertreibt." rel="ugc">Widerspruch</a> in den Menschen verlegt, sondern in der Sache selbst aufgewiesen — wer anerkannt sein will, braucht beides. Damit ist die Vermehrung der Bedürfnisse nicht mehr aus der Natur erklärt, sondern aus dem gesellschaftlichen Verhältnis, das sie fortlaufend selbst erzeugt.</p>
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