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	Kommentare zu: 194	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/194/#comment-3261</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:57:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 194: Wie die Gesellschaft von der Natur befreit

Unsere Bedürfnisse sind nicht mehr bloß natürlich. Zum Hunger kommt die Vorstellung, wie man isst. Zum Frieren die Vorstellung, was man trägt. Das Geistige überwiegt.

Warum ist das eine Befreiung?

Weil die harte Notwendigkeit der Natur zurücktritt. Der Mensch folgt nun eher einer Meinung, die er selbst mit anderen teilt. Das ist zwar auch eine Notwendigkeit. Aber eine selbstgemachte.

Der Naturzustand:

Manche glauben: Im Naturzustand war der Mensch frei. Er hatte nur einfache Bedürfnisse. Die Natur gab ihm, was er brauchte. Das ist ein Irrtum. Ein Leben, das ganz in der Natur versinkt, ist roh und unfrei. Freiheit entsteht erst, wenn der Geist sich von der Natur unterscheidet und auf sie zurückwirkt.

Zusammenfassung: In den Bedürfnissen der Gesellschaft überwiegt das Geistige. Darin liegt eine Befreiung von der bloßen Natur. Der angeblich freie Naturzustand ist in Wahrheit roh und unfrei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 194: Wie die Gesellschaft von der Natur befreit</p>
<p>Unsere Bedürfnisse sind nicht mehr bloß natürlich. Zum Hunger kommt die Vorstellung, wie man isst. Zum Frieren die Vorstellung, was man trägt. Das Geistige überwiegt.</p>
<p>Warum ist das eine Befreiung?</p>
<p>Weil die harte Notwendigkeit der Natur zurücktritt. Der Mensch folgt nun eher einer Meinung, die er selbst mit anderen teilt. Das ist zwar auch eine Notwendigkeit. Aber eine selbstgemachte.</p>
<p>Der Naturzustand:</p>
<p>Manche glauben: Im Naturzustand war der Mensch frei. Er hatte nur einfache Bedürfnisse. Die Natur gab ihm, was er brauchte. Das ist ein Irrtum. Ein Leben, das ganz in der Natur versinkt, ist roh und unfrei. Freiheit entsteht erst, wenn der Geist sich von der Natur unterscheidet und auf sie zurückwirkt.</p>
<p>Zusammenfassung: In den Bedürfnissen der Gesellschaft überwiegt das Geistige. Darin liegt eine Befreiung von der bloßen Natur. Der angeblich freie Naturzustand ist in Wahrheit roh und unfrei.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/194/#comment-2882</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Im gesellschaftlichen Bedürfnis überwiegt das geistige, &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;allgemeine&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Moment&lt;/a&gt; über das natürliche — die äußere Naturnotwendigkeit wird zu einer selbstgemachten, damit zur Willkür: die Seite der Befreiung.&lt;/em&gt;

Der Paragraph benennt den Gewinn der bisherigen Bewegung. Solange ein Bedürfnis rein natürlich ist, steht der Mensch unter einem Zwang, den er nicht gemacht hat; sobald es gesellschaftlich &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Vermittelt heißt: durch anderes hindurchgegangen und dadurch bestimmt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;vermittelt&lt;/a&gt; ist, entspringt es einer Meinung, also etwas, das er selbst hervorgebracht hat. Hegel formuliert das genau: an die Stelle äußerer tritt innere &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Zufälligkeit&lt;/a&gt;, und das ist Willkür — kein Ideal, aber ein Fortschritt gegenüber bloßer Naturabhängigkeit. In der Anmerkung wird dieselbe Einsicht gegen die Vorstellung eines freien Naturzustands gewendet: &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbare&lt;/a&gt; Naturbefriedigung ist nicht Freiheit, sondern Versenktsein in die Natur, weil Freiheit erst darin liegt, dass der Geist sich vom Natürlichen unterscheidet und darauf zurückkommt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Im gesellschaftlichen Bedürfnis überwiegt das geistige, <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">allgemeine</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Moment</a> über das natürliche — die äußere Naturnotwendigkeit wird zu einer selbstgemachten, damit zur Willkür: die Seite der Befreiung.</em></p>
<p>Der Paragraph benennt den Gewinn der bisherigen Bewegung. Solange ein Bedürfnis rein natürlich ist, steht der Mensch unter einem Zwang, den er nicht gemacht hat; sobald es gesellschaftlich <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Vermittelt heißt: durch anderes hindurchgegangen und dadurch bestimmt." rel="ugc">vermittelt</a> ist, entspringt es einer Meinung, also etwas, das er selbst hervorgebracht hat. Hegel formuliert das genau: an die Stelle äußerer tritt innere <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu." rel="ugc">Zufälligkeit</a>, und das ist Willkür — kein Ideal, aber ein Fortschritt gegenüber bloßer Naturabhängigkeit. In der Anmerkung wird dieselbe Einsicht gegen die Vorstellung eines freien Naturzustands gewendet: <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbare</a> Naturbefriedigung ist nicht Freiheit, sondern Versenktsein in die Natur, weil Freiheit erst darin liegt, dass der Geist sich vom Natürlichen unterscheidet und darauf zurückkommt.</p>
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