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	Kommentare zu: 195	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/195/#comment-3262</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:57:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 195: Luxus und Not

Diese Befreiung ist nur formal. Denn der Inhalt bleiben die eigenen Wünsche.

Was geschieht, wenn die Bedürfnisse sich immer weiter vervielfältigen?

Es entsteht Luxus. Und mit dem Luxus wächst die Abhängigkeit. Je mehr einer braucht, desto mehr hängt er von anderen ab. Denn die Dinge, die er braucht, gehören anderen. Das ist eine harte Grenze.

Zwei Seiten:

Wo auf der einen Seite großer Luxus herrscht, herrscht auf der anderen Seite große Not.

Ein Beispiel aus Athen:

Diogenes wollte ganz ohne Bedürfnisse leben. Er wohnte angeblich in einer Tonne. Doch auch er war ein Kind seiner Stadt. Er lebte gegen den Luxus, und darum war der Luxus sein Maßstab. Er war selbst ein grobes Erzeugnis des Luxus.

Zusammenfassung: Die endlose Vermehrung der Bedürfnisse führt zu Luxus. Mit ihm wächst die Abhängigkeit. Wo großer Luxus ist, ist auch große Not.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 195: Luxus und Not</p>
<p>Diese Befreiung ist nur formal. Denn der Inhalt bleiben die eigenen Wünsche.</p>
<p>Was geschieht, wenn die Bedürfnisse sich immer weiter vervielfältigen?</p>
<p>Es entsteht Luxus. Und mit dem Luxus wächst die Abhängigkeit. Je mehr einer braucht, desto mehr hängt er von anderen ab. Denn die Dinge, die er braucht, gehören anderen. Das ist eine harte Grenze.</p>
<p>Zwei Seiten:</p>
<p>Wo auf der einen Seite großer Luxus herrscht, herrscht auf der anderen Seite große Not.</p>
<p>Ein Beispiel aus Athen:</p>
<p>Diogenes wollte ganz ohne Bedürfnisse leben. Er wohnte angeblich in einer Tonne. Doch auch er war ein Kind seiner Stadt. Er lebte gegen den Luxus, und darum war der Luxus sein Maßstab. Er war selbst ein grobes Erzeugnis des Luxus.</p>
<p>Zusammenfassung: Die endlose Vermehrung der Bedürfnisse führt zu Luxus. Mit ihm wächst die Abhängigkeit. Wo großer Luxus ist, ist auch große Not.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/195/#comment-2883</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Einschränkung — diese Befreiung ist bloß &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;formell&lt;/a&gt;, weil der Inhalt die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Besonderheit&lt;/a&gt; der Zwecke bleibt; die grenzenlose Vervielfältigung (Luxus) schlägt in ebenso &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich&quot; title=&quot;Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unendliche&lt;/a&gt; Abhängigkeit und Not um.&lt;/em&gt;

Der Paragraph nimmt zurück, was § 194 gewonnen hatte, ohne es zu widerrufen: die Befreiung betrifft nur die Form, in der das Bedürfnis auftritt, nicht seinen Inhalt, der weiterhin bloß der eigene, besondere Zweck ist. Form und Inhalt fallen also auseinander, und daran hängt die ganze Bewertung — dieselbe Bewegung heißt von der Form her Befreiung und vom Inhalt her Abhängigkeit. Die Unendlichkeit ist auch hier die schlechte: das Wachsen der Bedürfnisse kennt keine Grenze, und mit ihm wächst die Not, weil die Mittel, an denen es hängt, äußere Dinge im Eigentum fremder Willen sind — Hegel nennt dieses Widerständige das absolut Harte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Einschränkung — diese Befreiung ist bloß <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">formell</a>, weil der Inhalt die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">Besonderheit</a> der Zwecke bleibt; die grenzenlose Vervielfältigung (Luxus) schlägt in ebenso <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich" title="Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht." rel="ugc">unendliche</a> Abhängigkeit und Not um.</em></p>
<p>Der Paragraph nimmt zurück, was § 194 gewonnen hatte, ohne es zu widerrufen: die Befreiung betrifft nur die Form, in der das Bedürfnis auftritt, nicht seinen Inhalt, der weiterhin bloß der eigene, besondere Zweck ist. Form und Inhalt fallen also auseinander, und daran hängt die ganze Bewertung — dieselbe Bewegung heißt von der Form her Befreiung und vom Inhalt her Abhängigkeit. Die Unendlichkeit ist auch hier die schlechte: das Wachsen der Bedürfnisse kennt keine Grenze, und mit ihm wächst die Not, weil die Mittel, an denen es hängt, äußere Dinge im Eigentum fremder Willen sind — Hegel nennt dieses Widerständige das absolut Harte.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/195/#comment-1629</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:56:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Diogenes&lt;/em&gt; in seiner ganzen zynischen Gestalt ist eigentlich nur ein Produkt des atheniensischen gesellschaftlichen Lebens, und was ihn determinierte, war die Meinung, gegen welche seine Weise überhaupt agierte. Sie ist daher nicht unabhängig, sondern nur durch dieses Gesellschaftliche entstanden und selbst ein unartiges Produkt des Luxus. Wo auf der einen Seite derselbe sich auf seiner Höhe befindet, da ist auch die Not und Verworfenheit auf der anderen Seite ebensogroß, und der Zynismus wird dann durch den Gegensatz der Verfeinerung hervorgebracht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diogenes</em> in seiner ganzen zynischen Gestalt ist eigentlich nur ein Produkt des atheniensischen gesellschaftlichen Lebens, und was ihn determinierte, war die Meinung, gegen welche seine Weise überhaupt agierte. Sie ist daher nicht unabhängig, sondern nur durch dieses Gesellschaftliche entstanden und selbst ein unartiges Produkt des Luxus. Wo auf der einen Seite derselbe sich auf seiner Höhe befindet, da ist auch die Not und Verworfenheit auf der anderen Seite ebensogroß, und der Zynismus wird dann durch den Gegensatz der Verfeinerung hervorgebracht.</p>
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