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	Kommentare zu: 197	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/197/#comment-3264</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:57:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 197: Bildung durch Arbeit

Arbeit und Bedürfnisse bilden den Menschen. Das geschieht auf zwei Weisen.

Die Bildung des Denkens:

Wer mit vielen Dingen zu tun hat, lernt viel. Er sammelt Kenntnisse. Er denkt schneller. Er versteht verwickelte Zusammenhänge. Auch seine Sprache wird reicher.

Die Bildung des Tuns:

Wer arbeitet, gewöhnt sich daran, beschäftigt zu sein. Er lernt, sich nach dem Material zu richten. Und vor allem nach den Wünschen anderer. Durch diese Zucht wird er geschickt. Er kann tun, was alle brauchen.

Geschick und Ungeschick:

Der Ungeschickte bringt immer etwas anderes heraus, als er wollte. Er ist nicht Herr über sein Tun. Der geschickte Arbeiter macht die Sache so, wie sie sein soll. Bei ihm gehorchen die Hände dem Zweck.

Der Barbar dagegen ist faul. Er brütet stumpf vor sich hin. Die praktische Bildung besteht darin, dass man Beschäftigung braucht und gewohnt ist.

Zusammenfassung: Arbeit bildet den Menschen. Sie schult sein Denken und sein Tun. Wer arbeitet, wird geschickt und gewöhnt sich an sinnvolle Tätigkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 197: Bildung durch Arbeit</p>
<p>Arbeit und Bedürfnisse bilden den Menschen. Das geschieht auf zwei Weisen.</p>
<p>Die Bildung des Denkens:</p>
<p>Wer mit vielen Dingen zu tun hat, lernt viel. Er sammelt Kenntnisse. Er denkt schneller. Er versteht verwickelte Zusammenhänge. Auch seine Sprache wird reicher.</p>
<p>Die Bildung des Tuns:</p>
<p>Wer arbeitet, gewöhnt sich daran, beschäftigt zu sein. Er lernt, sich nach dem Material zu richten. Und vor allem nach den Wünschen anderer. Durch diese Zucht wird er geschickt. Er kann tun, was alle brauchen.</p>
<p>Geschick und Ungeschick:</p>
<p>Der Ungeschickte bringt immer etwas anderes heraus, als er wollte. Er ist nicht Herr über sein Tun. Der geschickte Arbeiter macht die Sache so, wie sie sein soll. Bei ihm gehorchen die Hände dem Zweck.</p>
<p>Der Barbar dagegen ist faul. Er brütet stumpf vor sich hin. Die praktische Bildung besteht darin, dass man Beschäftigung braucht und gewohnt ist.</p>
<p>Zusammenfassung: Arbeit bildet den Menschen. Sie schult sein Denken und sein Tun. Wer arbeitet, wird geschickt und gewöhnt sich an sinnvolle Tätigkeit.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/197/#comment-2885</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die Arbeit an der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Besonderheit&lt;/a&gt; schlägt in die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Form&lt;/a&gt; der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeinheit&lt;/a&gt; um — theoretische Bildung als Bildung des Verstandes, praktische Bildung als Gewohnheit objektiver und allgemeingültiger Tätigkeit.&lt;/em&gt;

Der Paragraph zeigt, was die Arbeit am Arbeitenden tut, und zwar wieder als Verallgemeinerung: aus der Mannigfaltigkeit der Gegenstände wird Beweglichkeit des Vorstellens und das Fassen allgemeiner Beziehungen, aus der Beschränkung des eigenen Tuns durch Material und fremden Willen wird eine Geschicklichkeit, die nicht mehr nur die meine ist. Objektiv ist eine Geschicklichkeit dann, wenn sie in der Sache selbst gilt und nicht mehr an der Laune des Einzelnen hängt. Der Gewinn liegt also gerade in der Einschränkung — der Wille wird brauchbar, indem er sich an Widerstand bindet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Arbeit an der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">Besonderheit</a> schlägt in die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">Form</a> der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeinheit</a> um — theoretische Bildung als Bildung des Verstandes, praktische Bildung als Gewohnheit objektiver und allgemeingültiger Tätigkeit.</em></p>
<p>Der Paragraph zeigt, was die Arbeit am Arbeitenden tut, und zwar wieder als Verallgemeinerung: aus der Mannigfaltigkeit der Gegenstände wird Beweglichkeit des Vorstellens und das Fassen allgemeiner Beziehungen, aus der Beschränkung des eigenen Tuns durch Material und fremden Willen wird eine Geschicklichkeit, die nicht mehr nur die meine ist. Objektiv ist eine Geschicklichkeit dann, wenn sie in der Sache selbst gilt und nicht mehr an der Laune des Einzelnen hängt. Der Gewinn liegt also gerade in der Einschränkung — der Wille wird brauchbar, indem er sich an Widerstand bindet.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/197/#comment-1631</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:56:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Barbar ist faul und unterscheidet sich vom Gebildeten dadurch, daß er in der Stumpfheit vor sich hin brütet, denn die praktische Bildung besteht eben in der Gewohnheit und in dem Bedürfen der Beschäftigung. Der Ungeschickte bringt immer etwas anderes heraus, als er will, weil er nicht Herr über sein eigenes Tun ist, während der Arbeiter geschickt genannt werden kann, der die Sache hervorbringt, wie sie sein soll, und der keine Sprödigkeit in seinem subjektiven Tun gegen den Zweck findet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Barbar ist faul und unterscheidet sich vom Gebildeten dadurch, daß er in der Stumpfheit vor sich hin brütet, denn die praktische Bildung besteht eben in der Gewohnheit und in dem Bedürfen der Beschäftigung. Der Ungeschickte bringt immer etwas anderes heraus, als er will, weil er nicht Herr über sein eigenes Tun ist, während der Arbeiter geschickt genannt werden kann, der die Sache hervorbringt, wie sie sein soll, und der keine Sprödigkeit in seinem subjektiven Tun gegen den Zweck findet.</p>
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