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	Kommentare zu: 198	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/198/#comment-3265</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:57:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 198: Arbeitsteilung

Die Bedürfnisse zerfallen in viele einzelne Teile. Darum zerfällt auch die Arbeit. So entsteht die Arbeitsteilung.

Was bringt sie?

Jeder macht nur noch einen kleinen Teil. Früher machte ein Handwerker eine ganze Stecknadel. Heute zieht einer den Draht, ein anderer schneidet ihn, ein dritter spitzt ihn an. Die Arbeit wird einfacher. Jeder wird geschickter in seinem Teil. Und man stellt viel mehr her.

Was kostet sie?

Jeder wird abhängiger. Wer nur Draht zieht, kann davon nicht leben, wenn niemand die Nadeln fertig macht. Für alles andere ist er auf andere angewiesen. Die Abhängigkeit wird vollständig.

Und am Ende?

Die Arbeit wird immer gleichförmiger und mechanischer. So mechanisch, dass am Ende eine Maschine sie übernehmen kann. Der Mensch kann zurücktreten.

Zusammenfassung: Arbeitsteilung macht die Arbeit einfacher und ertragreicher. Sie macht die Menschen aber auch ganz voneinander abhängig. Am Ende kann die Maschine an die Stelle des Menschen treten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 198: Arbeitsteilung</p>
<p>Die Bedürfnisse zerfallen in viele einzelne Teile. Darum zerfällt auch die Arbeit. So entsteht die Arbeitsteilung.</p>
<p>Was bringt sie?</p>
<p>Jeder macht nur noch einen kleinen Teil. Früher machte ein Handwerker eine ganze Stecknadel. Heute zieht einer den Draht, ein anderer schneidet ihn, ein dritter spitzt ihn an. Die Arbeit wird einfacher. Jeder wird geschickter in seinem Teil. Und man stellt viel mehr her.</p>
<p>Was kostet sie?</p>
<p>Jeder wird abhängiger. Wer nur Draht zieht, kann davon nicht leben, wenn niemand die Nadeln fertig macht. Für alles andere ist er auf andere angewiesen. Die Abhängigkeit wird vollständig.</p>
<p>Und am Ende?</p>
<p>Die Arbeit wird immer gleichförmiger und mechanischer. So mechanisch, dass am Ende eine Maschine sie übernehmen kann. Der Mensch kann zurücktreten.</p>
<p>Zusammenfassung: Arbeitsteilung macht die Arbeit einfacher und ertragreicher. Sie macht die Menschen aber auch ganz voneinander abhängig. Am Ende kann die Maschine an die Stelle des Menschen treten.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/198/#comment-2886</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Abstraktion&lt;/a&gt; ist das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeine&lt;/a&gt; und Objektive der Arbeit — sie erzwingt die Teilung der Arbeiten, vollendet die wechselseitige Abhängigkeit zur &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Notwendigkeit&lt;/a&gt; und macht das Arbeiten schließlich so mechanisch, dass die Maschine an die Stelle des Menschen treten kann.&lt;/em&gt;

Hier wird die Abstraktion, die bisher an Bedürfnissen und Mitteln erschien, als das eigentlich Wirksame der Arbeit selbst gefasst. Eine dreifache Folge wird abgeleitet, alles aus demselben Grund: die Einzelarbeit wird einfacher und ergiebiger, die Abhängigkeit aller von allen wird von einer bloßen Beziehung zur vollen Notwendigkeit, und das Tun verliert soweit alles Eigene, dass es abgegeben werden kann. Der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang&quot; title=&quot;Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Übergang&lt;/a&gt; zur Maschine ist bei Hegel deshalb kein technischer Einfall, sondern der Endpunkt der Abstraktion: was ganz allgemein und ganz inhaltsleer geworden ist, braucht kein Subjekt mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">Abstraktion</a> ist das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeine</a> und Objektive der Arbeit — sie erzwingt die Teilung der Arbeiten, vollendet die wechselseitige Abhängigkeit zur <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff." rel="ugc">Notwendigkeit</a> und macht das Arbeiten schließlich so mechanisch, dass die Maschine an die Stelle des Menschen treten kann.</em></p>
<p>Hier wird die Abstraktion, die bisher an Bedürfnissen und Mitteln erschien, als das eigentlich Wirksame der Arbeit selbst gefasst. Eine dreifache Folge wird abgeleitet, alles aus demselben Grund: die Einzelarbeit wird einfacher und ergiebiger, die Abhängigkeit aller von allen wird von einer bloßen Beziehung zur vollen Notwendigkeit, und das Tun verliert soweit alles Eigene, dass es abgegeben werden kann. Der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang" title="Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt." rel="ugc">Übergang</a> zur Maschine ist bei Hegel deshalb kein technischer Einfall, sondern der Endpunkt der Abstraktion: was ganz allgemein und ganz inhaltsleer geworden ist, braucht kein Subjekt mehr.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1830)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/198/#comment-2507</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1830)]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 1830 23:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=616#comment-2507</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), §§ 525, 526:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 525.&lt;/strong&gt; 2. In die Besonderheit der Bedürfnisse scheint die Allgemeinheit zunächst so, daß der Verstand an ihnen unterscheidet und dadurch sie selbst wie die Mittel für diese Unterschiede ins Unbestimmte vervielfältigt und beides immer abstrakter macht; diese Vereinzelung des Inhalts durch Abstraktion gibt &lt;em&gt;die Teilung der Arbeit.&lt;/em&gt; Die Gewohnheit dieser Abstraktion im Genusse, Kenntnis, Wissen und Benehmen macht die &lt;em&gt;Bildung&lt;/em&gt; in dieser Sphäre, - überhaupt die &lt;em&gt;formelle Bildung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 526.&lt;/strong&gt; Die damit zugleich abstraktere Arbeit führt einerseits durch ihre Einförmigkeit auf die Leichtigkeit der Arbeit und die Vermehrung der Produktion, andererseits zur Beschränkung auf &lt;em&gt;eine&lt;/em&gt; Geschicklichkeit und damit zur unbedingten Abhängigkeit von dem gesellschaftlichen Zusammenhange. Die Geschicklichkeit selbst wird auf diese Weise mechanisch und bekommt die Fähigkeit, an die Stelle menschlicher Arbeit die Maschine treten zu lassen.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), §§ 525, 526:</em></p>
<p><strong>§ 525.</strong> 2. In die Besonderheit der Bedürfnisse scheint die Allgemeinheit zunächst so, daß der Verstand an ihnen unterscheidet und dadurch sie selbst wie die Mittel für diese Unterschiede ins Unbestimmte vervielfältigt und beides immer abstrakter macht; diese Vereinzelung des Inhalts durch Abstraktion gibt <em>die Teilung der Arbeit.</em> Die Gewohnheit dieser Abstraktion im Genusse, Kenntnis, Wissen und Benehmen macht die <em>Bildung</em> in dieser Sphäre, &#8211; überhaupt die <em>formelle Bildung</em></p>
<p><strong>§ 526.</strong> Die damit zugleich abstraktere Arbeit führt einerseits durch ihre Einförmigkeit auf die Leichtigkeit der Arbeit und die Vermehrung der Produktion, andererseits zur Beschränkung auf <em>eine</em> Geschicklichkeit und damit zur unbedingten Abhängigkeit von dem gesellschaftlichen Zusammenhange. Die Geschicklichkeit selbst wird auf diese Weise mechanisch und bekommt die Fähigkeit, an die Stelle menschlicher Arbeit die Maschine treten zu lassen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1827)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/198/#comment-2505</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1827)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 May 1827 23:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=616#comment-2505</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), §§ 525, 526:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 525.&lt;/strong&gt; In die Besonderheit der Bedürfnisse scheint die Allgemeinheit zunächst so, daß der Verstand an ihnen unterscheidet und sie wie die Mittel für diese Unterschiede ins Unbestimmte vervielfältigt, und beides immer abstracter macht. Die Gewohnheit dieser Abstraction im Genusse, Kenntniß, Wissen, und Benehmen macht die Bildung in dieser Sphäre – überhaupt die formelle Bildung aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 526.&lt;/strong&gt; Die damit zugleich abstractere Arbeit führt einerseits durch ihre Einförmigkeit auf die Leichtigkeit der Arbeit und Vermehrung der Production, andererseits zur Beschränkung auf Eine Geschicklichkeit und damit zur unbedingten Abhängigkeit von dem gesellschaftlichen Zusammenhange. Die Geschicklichkeit selbst wird auf diese Weise mechanisch und tritt in die Fähigkeit, an die Stelle menschlicher Arbeit die Maschine treten zu lassen.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), §§ 525, 526:</em></p>
<p><strong>§ 525.</strong> In die Besonderheit der Bedürfnisse scheint die Allgemeinheit zunächst so, daß der Verstand an ihnen unterscheidet und sie wie die Mittel für diese Unterschiede ins Unbestimmte vervielfältigt, und beides immer abstracter macht. Die Gewohnheit dieser Abstraction im Genusse, Kenntniß, Wissen, und Benehmen macht die Bildung in dieser Sphäre – überhaupt die formelle Bildung aus.</p>
<p><strong>§ 526.</strong> Die damit zugleich abstractere Arbeit führt einerseits durch ihre Einförmigkeit auf die Leichtigkeit der Arbeit und Vermehrung der Production, andererseits zur Beschränkung auf Eine Geschicklichkeit und damit zur unbedingten Abhängigkeit von dem gesellschaftlichen Zusammenhange. Die Geschicklichkeit selbst wird auf diese Weise mechanisch und tritt in die Fähigkeit, an die Stelle menschlicher Arbeit die Maschine treten zu lassen.</p>
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