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	Kommentare zu: 199	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/199/#comment-3266</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:57:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 199: Aus Eigennutz wird Beitrag

Jeder arbeitet für sich. Jeder will verdienen und genießen. Und doch arbeitet er damit zugleich für alle anderen.

Wie ist das möglich?

Weil alle voneinander abhängen. Der Schuster macht Schuhe, um Geld zu verdienen. Aber damit versorgt er andere mit Schuhen. Der Eigennutz schlägt um in einen Beitrag für alle.

Ein gemeinsamer Reichtum:

So entsteht eine Art gemeinsamer Reichtum der Gesellschaft. Jeder kann daran teilhaben, durch seine Bildung und sein Können. So sichert er sein Auskommen. Und durch seine Arbeit vergrößert er den gemeinsamen Reichtum wieder.

Zusammenfassung: Weil alle voneinander abhängen, dient der Eigennutz jedes Einzelnen allen. So entsteht ein gemeinsamer Reichtum. An ihm hat jeder durch Bildung und Können teil.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 199: Aus Eigennutz wird Beitrag</p>
<p>Jeder arbeitet für sich. Jeder will verdienen und genießen. Und doch arbeitet er damit zugleich für alle anderen.</p>
<p>Wie ist das möglich?</p>
<p>Weil alle voneinander abhängen. Der Schuster macht Schuhe, um Geld zu verdienen. Aber damit versorgt er andere mit Schuhen. Der Eigennutz schlägt um in einen Beitrag für alle.</p>
<p>Ein gemeinsamer Reichtum:</p>
<p>So entsteht eine Art gemeinsamer Reichtum der Gesellschaft. Jeder kann daran teilhaben, durch seine Bildung und sein Können. So sichert er sein Auskommen. Und durch seine Arbeit vergrößert er den gemeinsamen Reichtum wieder.</p>
<p>Zusammenfassung: Weil alle voneinander abhängen, dient der Eigennutz jedes Einzelnen allen. So entsteht ein gemeinsamer Reichtum. An ihm hat jeder durch Bildung und Können teil.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/199/#comment-2887</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Dialektisches Umschlagen — die subjektive Selbstsucht wird eben in ihrer Verfolgung zum Beitrag zur Befriedigung aller; die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Vermittelt heißt: durch anderes hindurchgegangen und dadurch bestimmt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Vermittlung&lt;/a&gt; des &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Besonderen&lt;/a&gt; durch das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeine&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;setzt&lt;/a&gt; sich als allgemeines, bleibendes Vermögen.&lt;/em&gt;

Dieser Paragraph ist der Höhepunkt des Systems der Bedürfnisse, und Hegel bezeichnet den Vorgang ausdrücklich als dialektische Bewegung: eine &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; geht nicht in ihr Gegenteil über, weil etwas hinzukäme, sondern weil sie konsequent sie selbst ist. Wer nur &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;für sich&lt;/a&gt; erwirbt und genießt, produziert eben damit für den Genuss der anderen — die Selbstsucht bleibt Selbstsucht und ist zugleich das Gegenteil. Aus dieser Verschlingung entsteht etwas Bleibendes, das keinem Einzelnen gehört und doch für jeden da ist: das allgemeine Vermögen, an dem teilzuhaben durch Bildung und Geschicklichkeit möglich wird. Damit ist das Allgemeine zum ersten Mal in dieser Sphäre nicht bloß &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Form&lt;/a&gt; (§ 182), sondern hat eigenes Bestehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dialektisches Umschlagen — die subjektive Selbstsucht wird eben in ihrer Verfolgung zum Beitrag zur Befriedigung aller; die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Vermittelt heißt: durch anderes hindurchgegangen und dadurch bestimmt." rel="ugc">Vermittlung</a> des <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">Besonderen</a> durch das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeine</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">setzt</a> sich als allgemeines, bleibendes Vermögen.</em></p>
<p>Dieser Paragraph ist der Höhepunkt des Systems der Bedürfnisse, und Hegel bezeichnet den Vorgang ausdrücklich als dialektische Bewegung: eine <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> geht nicht in ihr Gegenteil über, weil etwas hinzukäme, sondern weil sie konsequent sie selbst ist. Wer nur <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist." rel="ugc">für sich</a> erwirbt und genießt, produziert eben damit für den Genuss der anderen — die Selbstsucht bleibt Selbstsucht und ist zugleich das Gegenteil. Aus dieser Verschlingung entsteht etwas Bleibendes, das keinem Einzelnen gehört und doch für jeden da ist: das allgemeine Vermögen, an dem teilzuhaben durch Bildung und Geschicklichkeit möglich wird. Damit ist das Allgemeine zum ersten Mal in dieser Sphäre nicht bloß <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">Form</a> (§ 182), sondern hat eigenes Bestehen.</p>
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