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	Kommentare zu: 206	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/206/#comment-3273</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:58:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 206: Wer entscheidet, zu welchem Stand man gehört?

Die Einteilung in Stände ergibt sich aus der Sache. Aber wer bestimmt, zu welchem Stand ein einzelner Mensch gehört?

Begabung, Herkunft und Umstände spielen eine Rolle. Die letzte Entscheidung aber trifft der Einzelne selbst. Er wählt seinen Beruf. Darin liegt sein Recht, sein Verdienst und seine Ehre. Was notwendig ist, geschieht so zugleich durch seine freie Wahl.

Andere Wege:

Im alten Orient und in der Antike war das anders. In Platons Staat teilen die Herrscher die Menschen den Ständen zu. In Indien entscheidet die Geburt über die Kaste. Dort kommt die freie Wahl nicht zu ihrem Recht.

Was geschieht dann?

Die unterdrückte Freiheit des Einzelnen bricht irgendwann hervor. Als feindliche Kraft. Entweder sie wirft die Ordnung um, wie in den griechischen Städten und in der römischen Republik. Oder Gewalt oder Religion halten sie nieder. Dann führt das zu innerem Verderben und völliger Erniedrigung. So war es zum Teil in Sparta. Und am vollständigsten in Indien.

Wo die freie Wahl dagegen ihr Recht hat, belebt sie die ganze Gesellschaft. Sie fördert das Denken, das Verdienst und die Ehre. Genau das meinen die meisten, wenn sie von Freiheit sprechen.

Zusammenfassung: Zu welchem Stand man gehört, entscheidet am Ende die eigene Wahl. Wo das nicht so ist, wie bei den indischen Kasten, zerfällt die Ordnung von innen. Die freie Wahl belebt die Gesellschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 206: Wer entscheidet, zu welchem Stand man gehört?</p>
<p>Die Einteilung in Stände ergibt sich aus der Sache. Aber wer bestimmt, zu welchem Stand ein einzelner Mensch gehört?</p>
<p>Begabung, Herkunft und Umstände spielen eine Rolle. Die letzte Entscheidung aber trifft der Einzelne selbst. Er wählt seinen Beruf. Darin liegt sein Recht, sein Verdienst und seine Ehre. Was notwendig ist, geschieht so zugleich durch seine freie Wahl.</p>
<p>Andere Wege:</p>
<p>Im alten Orient und in der Antike war das anders. In Platons Staat teilen die Herrscher die Menschen den Ständen zu. In Indien entscheidet die Geburt über die Kaste. Dort kommt die freie Wahl nicht zu ihrem Recht.</p>
<p>Was geschieht dann?</p>
<p>Die unterdrückte Freiheit des Einzelnen bricht irgendwann hervor. Als feindliche Kraft. Entweder sie wirft die Ordnung um, wie in den griechischen Städten und in der römischen Republik. Oder Gewalt oder Religion halten sie nieder. Dann führt das zu innerem Verderben und völliger Erniedrigung. So war es zum Teil in Sparta. Und am vollständigsten in Indien.</p>
<p>Wo die freie Wahl dagegen ihr Recht hat, belebt sie die ganze Gesellschaft. Sie fördert das Denken, das Verdienst und die Ehre. Genau das meinen die meisten, wenn sie von Freiheit sprechen.</p>
<p>Zusammenfassung: Zu welchem Stand man gehört, entscheidet am Ende die eigene Wahl. Wo das nicht so ist, wie bei den indischen Kasten, zerfällt die Ordnung von innen. Die freie Wahl belebt die Gesellschaft.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/206/#comment-2894</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Doppelte &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; des Standes — objektiv teilt er sich nach dem Begriffe, subjektiv aber ist die Zuteilung des Einzelnen durch Willkür &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Vermittelt heißt: durch anderes hindurchgegangen und dadurch bestimmt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;vermittelt&lt;/a&gt;: was durch innere &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Notwendigkeit&lt;/a&gt; geschieht, hat für das Bewusstsein die Gestalt des eigenen Werks.&lt;/em&gt;

Hier tritt zusammen, was seit § 182 auseinanderlag: die Gliederung ist notwendig, die Einordnung des Einzelnen aber liegt bei ihm selbst. Hegel lässt beide Seiten stehen und behauptet ihre Deckung — dieselbe Sache ist von der Sache her notwendig und vom Subjekt her frei gewählt. Genau das nennt die Anmerkung dasjenige, was in der gewöhnlichen Vorstellung Freiheit heißt, und daran misst sie den Unterschied zur antiken und orientalischen Welt: wo die Zuteilung durch Geburt oder Obrigkeit erfolgt, kommt die subjektive &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Besonderheit&lt;/a&gt; nicht zu ihrem Recht und wirkt dann von außen zerstörend gegen die Ordnung, statt sie zu beleben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Doppelte <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> des Standes — objektiv teilt er sich nach dem Begriffe, subjektiv aber ist die Zuteilung des Einzelnen durch Willkür <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Vermittelt heißt: durch anderes hindurchgegangen und dadurch bestimmt." rel="ugc">vermittelt</a>: was durch innere <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff." rel="ugc">Notwendigkeit</a> geschieht, hat für das Bewusstsein die Gestalt des eigenen Werks.</em></p>
<p>Hier tritt zusammen, was seit § 182 auseinanderlag: die Gliederung ist notwendig, die Einordnung des Einzelnen aber liegt bei ihm selbst. Hegel lässt beide Seiten stehen und behauptet ihre Deckung — dieselbe Sache ist von der Sache her notwendig und vom Subjekt her frei gewählt. Genau das nennt die Anmerkung dasjenige, was in der gewöhnlichen Vorstellung Freiheit heißt, und daran misst sie den Unterschied zur antiken und orientalischen Welt: wo die Zuteilung durch Geburt oder Obrigkeit erfolgt, kommt die subjektive <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">Besonderheit</a> nicht zu ihrem Recht und wirkt dann von außen zerstörend gegen die Ordnung, statt sie zu beleben.</p>
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