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	Kommentare zu: 209	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/209/#comment-3276</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:08:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 209: Alle kennen das Recht

Hier beginnt die Rechtspflege. Was ändert sich?

Alle kennen das Recht und erkennen es an. Alle wissen es, alle wollen es. Erst so gilt es wirklich.

Warum gerade jetzt?

Weil die Menschen gebildet sind. Wer mit vielen Menschen handelt und arbeitet, lernt allgemein zu denken. Er sieht im anderen nicht nur diesen oder jenen, sondern einen Menschen.

Ein großer Gedanke:

Der Mensch gilt, weil er Mensch ist. Nicht weil er Jude, Katholik oder Protestant ist. Nicht weil er Deutscher oder Italiener ist. Dieses Bewusstsein ist von unendlicher Bedeutung.

Nur eine Gefahr gibt es: Wenn einer sich deshalb nur noch als Weltbürger fühlt und sich gegen seinen Staat stellt.

Zusammenfassung: In der Rechtspflege kennen alle das Recht und erkennen es an. Das setzt Bildung voraus. Der Mensch gilt als Mensch, unabhängig von Religion und Herkunft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 209: Alle kennen das Recht</p>
<p>Hier beginnt die Rechtspflege. Was ändert sich?</p>
<p>Alle kennen das Recht und erkennen es an. Alle wissen es, alle wollen es. Erst so gilt es wirklich.</p>
<p>Warum gerade jetzt?</p>
<p>Weil die Menschen gebildet sind. Wer mit vielen Menschen handelt und arbeitet, lernt allgemein zu denken. Er sieht im anderen nicht nur diesen oder jenen, sondern einen Menschen.</p>
<p>Ein großer Gedanke:</p>
<p>Der Mensch gilt, weil er Mensch ist. Nicht weil er Jude, Katholik oder Protestant ist. Nicht weil er Deutscher oder Italiener ist. Dieses Bewusstsein ist von unendlicher Bedeutung.</p>
<p>Nur eine Gefahr gibt es: Wenn einer sich deshalb nur noch als Weltbürger fühlt und sich gegen seinen Staat stellt.</p>
<p>Zusammenfassung: In der Rechtspflege kennen alle das Recht und erkennen es an. Das setzt Bildung voraus. Der Mensch gilt als Mensch, unabhängig von Religion und Herkunft.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/209/#comment-2897</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=594#comment-2897</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-reflexion&quot; title=&quot;Reflexion ist Zurückwendung auf sich, nicht Nachdenken. In sich reflektiert ist etwas, das seine Grenze als eigene hat und sie deshalb zurücknehmen kann.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Reflexion&lt;/a&gt; in sich des Relativen — im Verhältnis der Bedürfnisse kehrt die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich&quot; title=&quot;Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unendliche&lt;/a&gt; Persönlichkeit, das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;abstrakte&lt;/a&gt; Recht, zurück, erhält aber erst durch die Bildung &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt;, indem sie &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;allgemein&lt;/a&gt; anerkannt, gewußt und gewollt wird.&lt;/em&gt;

Der Paragraph vollzieht eine Rückkehr: das Verhältnis lauter voneinander abhängiger Besonderheiten hat, weil in ihm jeder als Person mit jedem verkehrt, in sich selbst einen festen Punkt — die Persönlichkeit, die keinen Unterschied der Bedürfnisse mehr kennt. Reflexion in sich heißt hier, dass etwas im Fortgehen zum anderen auf sich selbst zurückkommt. Der zweite Schritt ist der entscheidende: dieses Recht ist nicht schon dadurch da, dass es gilt, sondern erst dadurch, dass es gewußt und gewollt wird, und dieses Gewußtwerden verdankt es eben der Sphäre des Relativen selbst, die als Bildung dem Recht sein Dasein gibt. Die Anmerkung nennt den Ertrag: dass der Mensch gilt, weil er Mensch ist, ist selbst ein Werk der Bildung, nämlich des Denkens, das vom &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Besonderen&lt;/a&gt; jeder Herkunft absieht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-reflexion" title="Reflexion ist Zurückwendung auf sich, nicht Nachdenken. In sich reflektiert ist etwas, das seine Grenze als eigene hat und sie deshalb zurücknehmen kann." rel="ugc">Reflexion</a> in sich des Relativen — im Verhältnis der Bedürfnisse kehrt die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich" title="Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht." rel="ugc">unendliche</a> Persönlichkeit, das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">abstrakte</a> Recht, zurück, erhält aber erst durch die Bildung <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a>, indem sie <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">allgemein</a> anerkannt, gewußt und gewollt wird.</em></p>
<p>Der Paragraph vollzieht eine Rückkehr: das Verhältnis lauter voneinander abhängiger Besonderheiten hat, weil in ihm jeder als Person mit jedem verkehrt, in sich selbst einen festen Punkt — die Persönlichkeit, die keinen Unterschied der Bedürfnisse mehr kennt. Reflexion in sich heißt hier, dass etwas im Fortgehen zum anderen auf sich selbst zurückkommt. Der zweite Schritt ist der entscheidende: dieses Recht ist nicht schon dadurch da, dass es gilt, sondern erst dadurch, dass es gewußt und gewollt wird, und dieses Gewußtwerden verdankt es eben der Sphäre des Relativen selbst, die als Bildung dem Recht sein Dasein gibt. Die Anmerkung nennt den Ertrag: dass der Mensch gilt, weil er Mensch ist, ist selbst ein Werk der Bildung, nämlich des Denkens, das vom <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">Besonderen</a> jeder Herkunft absieht.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/209/#comment-1636</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:59:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Einerseits ist es durch das System der Partikularität, daß das Recht äußerlich notwendig wird als Schutz für die Besonderheit. Wenn es auch aus dem Begriffe kommt, so tritt es doch nur in die Existenz, weil es nützlich für die Bedürfnisse ist. Damit man den Gedanken des Rechts habe, muß man zum Denken gebildet sein und nicht mehr im bloß Sinnlichen verweilen, man muß den Gegenständen die Form der Allgemeinheit anpassen und sich ebenso im Willen nach einem Allgemeinen richten. Erst nachdem die Menschen sich vielfache Bedürfnisse erfunden haben und die Erwerbung derselben sich in der Befriedigung verschlingt, vermögen sich Gesetze zu bilden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einerseits ist es durch das System der Partikularität, daß das Recht äußerlich notwendig wird als Schutz für die Besonderheit. Wenn es auch aus dem Begriffe kommt, so tritt es doch nur in die Existenz, weil es nützlich für die Bedürfnisse ist. Damit man den Gedanken des Rechts habe, muß man zum Denken gebildet sein und nicht mehr im bloß Sinnlichen verweilen, man muß den Gegenständen die Form der Allgemeinheit anpassen und sich ebenso im Willen nach einem Allgemeinen richten. Erst nachdem die Menschen sich vielfache Bedürfnisse erfunden haben und die Erwerbung derselben sich in der Befriedigung verschlingt, vermögen sich Gesetze zu bilden.</p>
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