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	Kommentare zu: 212	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/212/#comment-3278</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:08:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 212: Gesetz und Recht können auseinandergehen

Verbindlich ist nur, was Gesetz ist. Aber ist jedes Gesetz auch gerecht?

Nicht unbedingt. Beim Aufschreiben können Zufall und Eigenwille hineinkommen. Dann kann ein Gesetz etwas anderes sagen, als an sich recht ist.

Was tut die Wissenschaft vom Recht?

Sie fragt, was nach den Gesetzen gilt. Sie beruft sich auf Autorität und Geschichte. Sie ordnet und wendet an. Das ist ihre Aufgabe.

Aber sie darf nicht empört sein, wenn jemand fragt: Ist diese Regel auch vernünftig? Diese Frage gehört zur Philosophie. Eine Regel kann eine lange Geschichte haben und trotzdem unvernünftig sein.

Zusammenfassung: Verbindlich ist das Gesetz. Doch Gesetz und Recht können auseinandergehen. Die Frage nach der Vernunft eines Gesetzes bleibt berechtigt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 212: Gesetz und Recht können auseinandergehen</p>
<p>Verbindlich ist nur, was Gesetz ist. Aber ist jedes Gesetz auch gerecht?</p>
<p>Nicht unbedingt. Beim Aufschreiben können Zufall und Eigenwille hineinkommen. Dann kann ein Gesetz etwas anderes sagen, als an sich recht ist.</p>
<p>Was tut die Wissenschaft vom Recht?</p>
<p>Sie fragt, was nach den Gesetzen gilt. Sie beruft sich auf Autorität und Geschichte. Sie ordnet und wendet an. Das ist ihre Aufgabe.</p>
<p>Aber sie darf nicht empört sein, wenn jemand fragt: Ist diese Regel auch vernünftig? Diese Frage gehört zur Philosophie. Eine Regel kann eine lange Geschichte haben und trotzdem unvernünftig sein.</p>
<p>Zusammenfassung: Verbindlich ist das Gesetz. Doch Gesetz und Recht können auseinandergehen. Die Frage nach der Vernunft eines Gesetzes bleibt berechtigt.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/212/#comment-2900</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;In der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet&quot; title=&quot;Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Identität&lt;/a&gt; von Ansichsein und Gesetztsein bricht der Unterschied sogleich wieder auf: weil das Gesetztsein die Seite des Daseins ist, in die Zufälliges eintritt, kann der Inhalt des Gesetzes von dem abweichen, was &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;an sich&lt;/a&gt; Recht ist.&lt;/em&gt;

§ 211 hatte das an sich seiende und das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;gesetzte&lt;/a&gt; Recht in eins gesetzt; hier zeigt Hegel, dass diese Einheit sich &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;notwendig&lt;/a&gt; wieder spaltet. &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt; heißt Dasein unter Bedingungen, und in diese Seite dringt Zufälliges ein — Eigenwille, historische &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Besonderheit&lt;/a&gt;, überkommene Institution. Daraus folgt ein doppelter Befund, der nicht aufgelöst, sondern ausgehalten wird: verbindlich ist allein, was Gesetz ist, und dennoch kann das Geltende unvernünftig sein. Deshalb ist die positive Rechtswissenschaft eine historische Wissenschaft, die die Autorität zum Prinzip hat und aus dem gegebenen Material folgerichtig ableitet; die Frage, ob eine &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; vernünftig sei, liegt außerhalb ihres Verfahrens, darf ihr aber nicht als sachfremde Störung gelten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet" title="Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen." rel="ugc">Identität</a> von Ansichsein und Gesetztsein bricht der Unterschied sogleich wieder auf: weil das Gesetztsein die Seite des Daseins ist, in die Zufälliges eintritt, kann der Inhalt des Gesetzes von dem abweichen, was <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst." rel="ugc">an sich</a> Recht ist.</em></p>
<p>§ 211 hatte das an sich seiende und das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">gesetzte</a> Recht in eins gesetzt; hier zeigt Hegel, dass diese Einheit sich <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff." rel="ugc">notwendig</a> wieder spaltet. <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a> heißt Dasein unter Bedingungen, und in diese Seite dringt Zufälliges ein — Eigenwille, historische <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">Besonderheit</a>, überkommene Institution. Daraus folgt ein doppelter Befund, der nicht aufgelöst, sondern ausgehalten wird: verbindlich ist allein, was Gesetz ist, und dennoch kann das Geltende unvernünftig sein. Deshalb ist die positive Rechtswissenschaft eine historische Wissenschaft, die die Autorität zum Prinzip hat und aus dem gegebenen Material folgerichtig ableitet; die Frage, ob eine <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> vernünftig sei, liegt außerhalb ihres Verfahrens, darf ihr aber nicht als sachfremde Störung gelten.</p>
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