<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: 213	</title>
	<atom:link href="https://grundlinien.de/213/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://grundlinien.de/213/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 23 Sep 2026 16:57:01 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.2</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/213/#comment-3279</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:08:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=586#comment-3279</guid>

					<description><![CDATA[§ 213: Was das Gesetz regeln kann

Man muss das Recht auf das wirkliche Leben anwenden. Auf Eigentum und Verträge, die immer verwickelter werden. Auch auf Familie und Ehe, aber nur in ihren äußeren Seiten.

Was kann das Gesetz nicht regeln?

Die Moral. Die Gesinnung. Liebe, Treue und Aufrichtigkeit lassen sich nicht vorschreiben. Sie gehören ins Innere.

Ein Beispiel:

In China soll es ein Gesetz gegeben haben: Der Mann muss seine erste Frau mehr lieben als seine anderen Frauen. Wer das nicht tat, bekam Prügel. Das ist unsinnig. Liebe kann man nicht befehlen.

Nur beim Eid ist es anders. Dort vertraut man auf das Gewissen.

Zusammenfassung: Das Gesetz regelt die äußeren Seiten des Lebens. Die Moral und die innere Gesinnung liegen außerhalb seiner Reichweite.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 213: Was das Gesetz regeln kann</p>
<p>Man muss das Recht auf das wirkliche Leben anwenden. Auf Eigentum und Verträge, die immer verwickelter werden. Auch auf Familie und Ehe, aber nur in ihren äußeren Seiten.</p>
<p>Was kann das Gesetz nicht regeln?</p>
<p>Die Moral. Die Gesinnung. Liebe, Treue und Aufrichtigkeit lassen sich nicht vorschreiben. Sie gehören ins Innere.</p>
<p>Ein Beispiel:</p>
<p>In China soll es ein Gesetz gegeben haben: Der Mann muss seine erste Frau mehr lieben als seine anderen Frauen. Wer das nicht tat, bekam Prügel. Das ist unsinnig. Liebe kann man nicht befehlen.</p>
<p>Nur beim Eid ist es anders. Dort vertraut man auf das Gewissen.</p>
<p>Zusammenfassung: Das Gesetz regelt die äußeren Seiten des Lebens. Die Moral und die innere Gesinnung liegen außerhalb seiner Reichweite.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/213/#comment-2901</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:21:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=586#comment-2901</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;gesetzte&lt;/a&gt; Recht &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;besondert&lt;/a&gt; sich, indem es als Anwendung auf den ins Unendliche sich vereinzelnden Stoff der bürgerlichen Verhältnisse tritt — mit der Grenze, dass der Wille nach seiner eigensten Subjektivität kein Gegenstand der Gesetzgebung sein kann.&lt;/em&gt;

Nachdem die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Form&lt;/a&gt; geklärt ist, in der Recht existiert, geht der Gang zum Inhalt über: woran arbeitet sich das Gesetz ab. Die Antwort ist keine Aufzählung, sondern eine &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; des Verhältnisses — das Gesetz ist das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeine&lt;/a&gt;, das an einem Stoff Anwendung findet, der von sich aus keine Ordnung hat, sondern sich beliebig verzweigt. Daraus ergibt sich zugleich die Grenze der Gesetzgebung: die sittlichen Verhältnisse, die auf Gemüt und Zutrauen beruhen, sind nur insoweit erreichbar, als sie überhaupt eine Seite &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;abstrakten&lt;/a&gt; Rechts haben (§ 159), und das Moralische fällt ganz heraus, weil es den Willen gerade in dem betrifft, was an ihm nicht äußeres &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt; ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">gesetzte</a> Recht <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">besondert</a> sich, indem es als Anwendung auf den ins Unendliche sich vereinzelnden Stoff der bürgerlichen Verhältnisse tritt — mit der Grenze, dass der Wille nach seiner eigensten Subjektivität kein Gegenstand der Gesetzgebung sein kann.</em></p>
<p>Nachdem die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">Form</a> geklärt ist, in der Recht existiert, geht der Gang zum Inhalt über: woran arbeitet sich das Gesetz ab. Die Antwort ist keine Aufzählung, sondern eine <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> des Verhältnisses — das Gesetz ist das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeine</a>, das an einem Stoff Anwendung findet, der von sich aus keine Ordnung hat, sondern sich beliebig verzweigt. Daraus ergibt sich zugleich die Grenze der Gesetzgebung: die sittlichen Verhältnisse, die auf Gemüt und Zutrauen beruhen, sind nur insoweit erreichbar, als sie überhaupt eine Seite <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">abstrakten</a> Rechts haben (§ 159), und das Moralische fällt ganz heraus, weil es den Willen gerade in dem betrifft, was an ihm nicht äußeres <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a> ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/213/#comment-1638</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 14:00:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=586#comment-1638</guid>

					<description><![CDATA[An den höheren Verhältnissen der Ehe, Liebe, Religion, des Staats können nur die Seiten Gegenstand der Gesetzgebung werden, die ihrer Natur nach fähig sind, die Äußerlichkeit an sich zu haben. Indessen macht hierbei die Gesetzgebung verschiedener Völker einen großen Unterschied. Bei den Chinesen ist es z. B. Staatsgesetz, daß der Mann seine erste Frau mehr lieben soll als die anderen Weiber, die er hat. Wird er überführt, das Gegenteil getan zu haben, so bestraft man ihn mit Prügeln. Ebenso finden sich in älteren Gesetzgebungen viel Vorschriften über Treue und Redlichkeit, die der Natur des Gesetzes unangemessen sind, weil sie ganz in das Innerliche fallen. Nur beim Eide, wo die Dinge dem Gewissen anheimgestellt sind, muß Redlichkeit und Treue als Substantielles berücksichtigt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An den höheren Verhältnissen der Ehe, Liebe, Religion, des Staats können nur die Seiten Gegenstand der Gesetzgebung werden, die ihrer Natur nach fähig sind, die Äußerlichkeit an sich zu haben. Indessen macht hierbei die Gesetzgebung verschiedener Völker einen großen Unterschied. Bei den Chinesen ist es z. B. Staatsgesetz, daß der Mann seine erste Frau mehr lieben soll als die anderen Weiber, die er hat. Wird er überführt, das Gegenteil getan zu haben, so bestraft man ihn mit Prügeln. Ebenso finden sich in älteren Gesetzgebungen viel Vorschriften über Treue und Redlichkeit, die der Natur des Gesetzes unangemessen sind, weil sie ganz in das Innerliche fallen. Nur beim Eide, wo die Dinge dem Gewissen anheimgestellt sind, muß Redlichkeit und Treue als Substantielles berücksichtigt werden.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
