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	Kommentare zu: 22	</title>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/22/#comment-2710</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:03:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; dieses Willens als wahrhaft &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich&quot; title=&quot;Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unendlich&lt;/a&gt; — sein Gegenstand ist er selbst, darum kein Anderes und keine Schranke, sondern Rückkehr in sich; nicht Vermögen (potentia), sondern Wirklich-Unendliches (infinitum actu).&lt;/em&gt;

In den Begriffen der Unendlichkeit wird hier benannt, was mit § 21 erreicht ist. Unendlich ist etwas für Hegel nicht dadurch, dass es kein Ende hat — das war das bloße Fortgehen von § 16 —, sondern dadurch, dass es an seinem Gegenüber nichts Fremdes hat. Da der freie Wille sich selbst zum Gegenstand hat, stößt er an keine Grenze, jenseits deren etwas anderes begänne. Und er ist nicht bloß der Anlage nach frei: das, worin er äußerlich dasteht, ist dasselbe, was er innerlich ist. Die Anmerkung wendet sich gegen den Verstand, der das Unendliche als bloßes Jenseits fasst und meint, es zu ehren, je weiter er es wegschiebt — dabei macht er es nur zu einem Fremden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> dieses Willens als wahrhaft <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich" title="Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht." rel="ugc">unendlich</a> — sein Gegenstand ist er selbst, darum kein Anderes und keine Schranke, sondern Rückkehr in sich; nicht Vermögen (potentia), sondern Wirklich-Unendliches (infinitum actu).</em></p>
<p>In den Begriffen der Unendlichkeit wird hier benannt, was mit § 21 erreicht ist. Unendlich ist etwas für Hegel nicht dadurch, dass es kein Ende hat — das war das bloße Fortgehen von § 16 —, sondern dadurch, dass es an seinem Gegenüber nichts Fremdes hat. Da der freie Wille sich selbst zum Gegenstand hat, stößt er an keine Grenze, jenseits deren etwas anderes begänne. Und er ist nicht bloß der Anlage nach frei: das, worin er äußerlich dasteht, ist dasselbe, was er innerlich ist. Die Anmerkung wendet sich gegen den Verstand, der das Unendliche als bloßes Jenseits fasst und meint, es zu ehren, je weiter er es wegschiebt — dabei macht er es nur zu einem Fremden.</p>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/22/#comment-1878</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 07:57:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 22: Die wahre Unendlichkeit

Ein Wille, der sich selbst will, ist unendlich. Was heißt das?

Gewöhnlich stellen wir uns das Unendliche als etwas sehr Fernes vor. Eine Linie, die immer weiter geht und nie ankommt. Oder den Raum hinter den Sternen. Je weiter weg, desto erhabener, so meinen wir.

Aber so ein Unendliches hat immer eine Grenze: uns. Es steht uns gegenüber, draußen, jenseits. Es ist nur das, was wir nicht sind. Das ist eine schlechte, halbe Unendlichkeit.

Das bessere Bild ist der Kreis. Er hat keinen Anfang und kein Ende. Er stößt an keine fremde Grenze, weil er in sich zurückkehrt.

So ist der freie Wille. Was er will, ist er selbst. Nichts Fremdes steht ihm gegenüber, darum hat er keine Schranke. Er ist unendlich, und zwar nicht irgendwo in der Ferne, sondern hier und jetzt.

Er ist auch nicht bloß eine Möglichkeit. Eine Anlage kann sich entfalten oder auch nicht. Dieser Wille ist schon wirklich. Was er außen ist, ist genau das, was er innen ist.

Das hat Folgen für unsere Redeweise. Wer einfach „freier Wille“ sagt, meint meist nur die Wahl, also die Anlage zur Freiheit. Das ist der natürliche Wille, den wir schon kennen. Frei im vollen Sinn ist erst der Wille, der die Freiheit will.

Zusammenfassung: Das wahre Unendliche ist nicht fern. Es kehrt in sich zurück wie ein Kreis. So ist der freie Wille: Er hat sich selbst zum Gegenstand und darum keine fremde Grenze.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 22: Die wahre Unendlichkeit</p>
<p>Ein Wille, der sich selbst will, ist unendlich. Was heißt das?</p>
<p>Gewöhnlich stellen wir uns das Unendliche als etwas sehr Fernes vor. Eine Linie, die immer weiter geht und nie ankommt. Oder den Raum hinter den Sternen. Je weiter weg, desto erhabener, so meinen wir.</p>
<p>Aber so ein Unendliches hat immer eine Grenze: uns. Es steht uns gegenüber, draußen, jenseits. Es ist nur das, was wir nicht sind. Das ist eine schlechte, halbe Unendlichkeit.</p>
<p>Das bessere Bild ist der Kreis. Er hat keinen Anfang und kein Ende. Er stößt an keine fremde Grenze, weil er in sich zurückkehrt.</p>
<p>So ist der freie Wille. Was er will, ist er selbst. Nichts Fremdes steht ihm gegenüber, darum hat er keine Schranke. Er ist unendlich, und zwar nicht irgendwo in der Ferne, sondern hier und jetzt.</p>
<p>Er ist auch nicht bloß eine Möglichkeit. Eine Anlage kann sich entfalten oder auch nicht. Dieser Wille ist schon wirklich. Was er außen ist, ist genau das, was er innen ist.</p>
<p>Das hat Folgen für unsere Redeweise. Wer einfach „freier Wille“ sagt, meint meist nur die Wahl, also die Anlage zur Freiheit. Das ist der natürliche Wille, den wir schon kennen. Frei im vollen Sinn ist erst der Wille, der die Freiheit will.</p>
<p>Zusammenfassung: Das wahre Unendliche ist nicht fern. Es kehrt in sich zurück wie ein Kreis. So ist der freie Wille: Er hat sich selbst zum Gegenstand und darum keine fremde Grenze.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/22/#comment-1524</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 12:58:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Man hat mit Recht die Unendlichkeit unter dem Bilde eines Kreises vorgestellt, denn die gerade Linie geht hinaus und immer weiter hinaus und bezeichnet die bloß negative, schlechte Unendlichkeit, die nicht wie die wahre eine Rückkehr in sich selbst hat. Der freie Wille ist wahrhaft unendlich, denn er ist nicht bloß eine Möglichkeit und Anlage, sondern sein äußerliches Dasein ist seine Innerlichkeit, er selbst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man hat mit Recht die Unendlichkeit unter dem Bilde eines Kreises vorgestellt, denn die gerade Linie geht hinaus und immer weiter hinaus und bezeichnet die bloß negative, schlechte Unendlichkeit, die nicht wie die wahre eine Rückkehr in sich selbst hat. Der freie Wille ist wahrhaft unendlich, denn er ist nicht bloß eine Möglichkeit und Anlage, sondern sein äußerliches Dasein ist seine Innerlichkeit, er selbst.</p>
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		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/22/#comment-17</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 1822 08:10:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=981#comment-17</guid>

					<description><![CDATA[[zu § 22] 
In diesen Gegensatz fällt Sklaverei]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 22]<br />
In diesen Gegensatz fällt Sklaverei</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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