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	Kommentare zu: 222	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/222/#comment-3283</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:09:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 222: Das Recht muss man beweisen

Vor Gericht genügt es nicht, im Recht zu sein. Man muss es auch zeigen können.

Wie geht das?

Durch ein geregeltes Verfahren. Die Parteien legen ihre Beweise und Gründe vor. Der Richter macht sich ein Bild von der Sache. Jeder dieser Schritte ist selbst ein Recht. Darum muss das Gesetz ihn genau festlegen.

Ist das nicht ungerecht?

Es kann einen empören. Ich weiß, dass mir etwas zusteht. Und doch spricht das Gericht es mir ab, weil ich es nicht beweisen kann. Aber das Recht, das ich habe, muss auch festgestellt sein. Ich muss es darlegen und beweisen können. Nur so gilt es in der Gesellschaft.

Ein Bild:

Ich habe einem Nachbarn Geld geliehen, ohne Zeugen und ohne Schein. Er bestreitet es. Mein Recht ist wirklich, aber vor Gericht steht es auf schwachen Füßen.

Zusammenfassung: Vor Gericht muss das Recht beweisbar sein. Das Verfahren dafür ist gesetzlich geregelt. Nur ein Recht, das man zeigen kann, gilt in der Gesellschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 222: Das Recht muss man beweisen</p>
<p>Vor Gericht genügt es nicht, im Recht zu sein. Man muss es auch zeigen können.</p>
<p>Wie geht das?</p>
<p>Durch ein geregeltes Verfahren. Die Parteien legen ihre Beweise und Gründe vor. Der Richter macht sich ein Bild von der Sache. Jeder dieser Schritte ist selbst ein Recht. Darum muss das Gesetz ihn genau festlegen.</p>
<p>Ist das nicht ungerecht?</p>
<p>Es kann einen empören. Ich weiß, dass mir etwas zusteht. Und doch spricht das Gericht es mir ab, weil ich es nicht beweisen kann. Aber das Recht, das ich habe, muss auch festgestellt sein. Ich muss es darlegen und beweisen können. Nur so gilt es in der Gesellschaft.</p>
<p>Ein Bild:</p>
<p>Ich habe einem Nachbarn Geld geliehen, ohne Zeugen und ohne Schein. Er bestreitet es. Mein Recht ist wirklich, aber vor Gericht steht es auf schwachen Füßen.</p>
<p>Zusammenfassung: Vor Gericht muss das Recht beweisbar sein. Das Verfahren dafür ist gesetzlich geregelt. Nur ein Recht, das man zeigen kann, gilt in der Gesellschaft.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/222/#comment-2910</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:24:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Vor Gericht erhält das Recht die zusätzliche &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt;, ein erweisbares sein zu müssen; die Schritte des Rechtsgangs sind darum selbst Rechte.&lt;/em&gt;

Das Recht bekommt hier eine Bestimmung, die es &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;an sich&lt;/a&gt; nicht hat: bestehen soll es nur, soweit es sich zeigen lässt. Das ist kein Abzug am Recht, sondern die Konsequenz daraus, dass es nun in einem &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;allgemeinen&lt;/a&gt; Wissen existieren muss und nicht mehr in der Gewißheit der Beteiligten. Daraus folgt, dass die Handlungen, mit denen die Parteien ihre Gründe vorbringen und der Richter sich Kenntnis verschafft, nicht bloße Technik sind, sondern selbst Rechtscharakter haben — weshalb ihr Gang gesetzlich bestimmt sein muss und nicht dem Belieben des Gerichts überlassen bleiben kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vor Gericht erhält das Recht die zusätzliche <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a>, ein erweisbares sein zu müssen; die Schritte des Rechtsgangs sind darum selbst Rechte.</em></p>
<p>Das Recht bekommt hier eine Bestimmung, die es <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst." rel="ugc">an sich</a> nicht hat: bestehen soll es nur, soweit es sich zeigen lässt. Das ist kein Abzug am Recht, sondern die Konsequenz daraus, dass es nun in einem <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">allgemeinen</a> Wissen existieren muss und nicht mehr in der Gewißheit der Beteiligten. Daraus folgt, dass die Handlungen, mit denen die Parteien ihre Gründe vorbringen und der Richter sich Kenntnis verschafft, nicht bloße Technik sind, sondern selbst Rechtscharakter haben — weshalb ihr Gang gesetzlich bestimmt sein muss und nicht dem Belieben des Gerichts überlassen bleiben kann.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/222/#comment-1645</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 14:02:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es mag den Menschen empören, daß er weiß, ein Recht zu haben, das ihm als ein unerweisbares abgesprochen wird; aber das Recht, das ich habe, muß zugleich ein gesetztes sein: ich muß es darstellen, erweisen können, und nur dadurch, daß das Ansichseiende auch gesetzt wird, kann es in der Gesellschaft gelten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es mag den Menschen empören, daß er weiß, ein Recht zu haben, das ihm als ein unerweisbares abgesprochen wird; aber das Recht, das ich habe, muß zugleich ein gesetztes sein: ich muß es darstellen, erweisen können, und nur dadurch, daß das Ansichseiende auch gesetzt wird, kann es in der Gesellschaft gelten.</p>
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