<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: 225	</title>
	<atom:link href="https://grundlinien.de/225/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://grundlinien.de/225/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 Sep 2026 09:42:50 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/225/#comment-3293</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:11:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=561#comment-3293</guid>

					<description><![CDATA[§ 225: Zwei Fragen vor Gericht

Wer Recht spricht, wendet ein Gesetz auf einen einzelnen Fall an. Dabei gibt es zwei verschiedene Fragen.

Die erste Frage:

Was ist geschehen? Gibt es einen Vertrag? Wurde jemand verletzt? Wer war der Täter? Im Strafrecht kommt hinzu: Was für eine Tat war es? War es ein Verbrechen, und welches?

Die zweite Frage:

Welches Gesetz passt auf diesen Fall? Wie stellt man das Recht wieder her? Im Strafrecht heißt das: Welche Strafe folgt?

Das sind zwei verschiedene Aufgaben. Darum können auch verschiedene Stellen darüber entscheiden.

Zwei Beispiele:

Im alten Rom trennte man beides. Der Prätor sagte: Wenn es sich so verhält, dann gilt dies. Und ob es sich so verhielt, prüfte ein eigener Richter.

In England bestimmt der Ankläger, was für ein Verbrechen vorliegt. Etwa, ob es Mord war oder Totschlag. Das Gericht kann das nicht ändern, auch wenn es die Einordnung für falsch hält.

Zusammenfassung: Vor Gericht gibt es zwei Fragen: Was ist geschehen, und welches Gesetz passt darauf? Das sind verschiedene Aufgaben. Verschiedene Stellen können darüber entscheiden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 225: Zwei Fragen vor Gericht</p>
<p>Wer Recht spricht, wendet ein Gesetz auf einen einzelnen Fall an. Dabei gibt es zwei verschiedene Fragen.</p>
<p>Die erste Frage:</p>
<p>Was ist geschehen? Gibt es einen Vertrag? Wurde jemand verletzt? Wer war der Täter? Im Strafrecht kommt hinzu: Was für eine Tat war es? War es ein Verbrechen, und welches?</p>
<p>Die zweite Frage:</p>
<p>Welches Gesetz passt auf diesen Fall? Wie stellt man das Recht wieder her? Im Strafrecht heißt das: Welche Strafe folgt?</p>
<p>Das sind zwei verschiedene Aufgaben. Darum können auch verschiedene Stellen darüber entscheiden.</p>
<p>Zwei Beispiele:</p>
<p>Im alten Rom trennte man beides. Der Prätor sagte: Wenn es sich so verhält, dann gilt dies. Und ob es sich so verhielt, prüfte ein eigener Richter.</p>
<p>In England bestimmt der Ankläger, was für ein Verbrechen vorliegt. Etwa, ob es Mord war oder Totschlag. Das Gericht kann das nicht ändern, auch wenn es die Einordnung für falsch hält.</p>
<p>Zusammenfassung: Vor Gericht gibt es zwei Fragen: Was ist geschehen, und welches Gesetz passt darauf? Das sind verschiedene Aufgaben. Verschiedene Stellen können darüber entscheiden.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/225/#comment-2913</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:24:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=561#comment-2913</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Das Rechtsprechen zerlegt sich nach den &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Momenten&lt;/a&gt; des Urteils: Erkenntnis des Falls nach seiner &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbaren&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Einzelnheit&lt;/a&gt; einerseits, Subsumtion des so &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit&quot; title=&quot;Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;bestimmten&lt;/a&gt; Falls unter das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;allgemeine&lt;/a&gt; Gesetz andererseits.&lt;/em&gt;

Hegel leitet die Trennung der gerichtlichen Funktionen nicht aus Zweckmäßigkeit ab, sondern aus der Struktur dessen, was ein &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-schluss&quot; title=&quot;Das Urteil ist bei Hegel die ursprüngliche Teilung des Begriffs in seine Momente, nicht eine Meinung.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Urteil&lt;/a&gt; ist: ein Einzelnes wird unter ein Allgemeines gebracht, und dazu muss zuvor feststehen, welches Einzelne überhaupt vorliegt. Die erste Seite betrifft die Tatsache in ihrer bloßen Einzelnheit — ist ein Vertrag geschlossen, ist verletzt worden, wer war es; im Strafrecht kommt hinzu, die Handlung nach ihrem &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;substantiellen&lt;/a&gt;, verbrecherischen Charakter zu bestimmen, was schon nicht mehr bloßes Wahrnehmen, sondern &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-reflexion&quot; title=&quot;Reflexion ist Zurückwendung auf sich, nicht Nachdenken. In sich reflektiert ist etwas, das seine Grenze als eigene hat und sie deshalb zurücknehmen kann.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Reflexion&lt;/a&gt; ist (§ 119 Anm.). Die zweite Seite ist die Unterordnung des so qualifizierten Falls unter das Gesetz, das das Recht wiederherstellt. Weil beide Seiten ihrer Natur nach verschieden sind, sind auch die Entscheidungen darüber verschiedene Funktionen — das römische Verfahren mit Prätor und bestelltem Judex zeigt die Unterscheidung bereits ausgebildet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Rechtsprechen zerlegt sich nach den <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Momenten</a> des Urteils: Erkenntnis des Falls nach seiner <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbaren</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint." rel="ugc">Einzelnheit</a> einerseits, Subsumtion des so <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit" title="Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen." rel="ugc">bestimmten</a> Falls unter das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">allgemeine</a> Gesetz andererseits.</em></p>
<p>Hegel leitet die Trennung der gerichtlichen Funktionen nicht aus Zweckmäßigkeit ab, sondern aus der Struktur dessen, was ein <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-schluss" title="Das Urteil ist bei Hegel die ursprüngliche Teilung des Begriffs in seine Momente, nicht eine Meinung." rel="ugc">Urteil</a> ist: ein Einzelnes wird unter ein Allgemeines gebracht, und dazu muss zuvor feststehen, welches Einzelne überhaupt vorliegt. Die erste Seite betrifft die Tatsache in ihrer bloßen Einzelnheit — ist ein Vertrag geschlossen, ist verletzt worden, wer war es; im Strafrecht kommt hinzu, die Handlung nach ihrem <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">substantiellen</a>, verbrecherischen Charakter zu bestimmen, was schon nicht mehr bloßes Wahrnehmen, sondern <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-reflexion" title="Reflexion ist Zurückwendung auf sich, nicht Nachdenken. In sich reflektiert ist etwas, das seine Grenze als eigene hat und sie deshalb zurücknehmen kann." rel="ugc">Reflexion</a> ist (§ 119 Anm.). Die zweite Seite ist die Unterordnung des so qualifizierten Falls unter das Gesetz, das das Recht wiederherstellt. Weil beide Seiten ihrer Natur nach verschieden sind, sind auch die Entscheidungen darüber verschiedene Funktionen — das römische Verfahren mit Prätor und bestelltem Judex zeigt die Unterscheidung bereits ausgebildet.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
