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	Kommentare zu: 234	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/234/#comment-3301</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:22:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 234: Keine feste Grenze

Was ist schädlich und was nicht? Was ist verdächtig? Was soll man verbieten oder beaufsichtigen? Und was soll man in Ruhe lassen?

Dafür gibt es keine feste Grenze. Die Beziehungen zwischen den Dingen sind endlos. Fast alles kann irgendwie schaden.

Wer entscheidet dann?

Die Sitten, der Geist der Verfassung, die Lage der Zeit, die Gefahr des Augenblicks. Im Krieg ist manches schädlich, das im Frieden harmlos ist.

Die Schattenseite:

Darum hat die Polizei etwas Verhasstes. Vieles hängt vom Meinen einzelner Beamter ab. Und sie kann dazu neigen, alles an sich zu ziehen. Denn in allem lässt sich eine mögliche Gefahr finden. So kann sie kleinlich werden und den Menschen das Leben schwer machen.

Das ist ein Übel. Aber eine objektive Grenzlinie lässt sich hier nicht ziehen.

Zusammenfassung: Was die Polizei verbieten soll, lässt sich nicht fest bestimmen. Sitten, Verfassung und Lage der Zeit entscheiden. Darum kann die Polizei kleinlich und verhasst werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 234: Keine feste Grenze</p>
<p>Was ist schädlich und was nicht? Was ist verdächtig? Was soll man verbieten oder beaufsichtigen? Und was soll man in Ruhe lassen?</p>
<p>Dafür gibt es keine feste Grenze. Die Beziehungen zwischen den Dingen sind endlos. Fast alles kann irgendwie schaden.</p>
<p>Wer entscheidet dann?</p>
<p>Die Sitten, der Geist der Verfassung, die Lage der Zeit, die Gefahr des Augenblicks. Im Krieg ist manches schädlich, das im Frieden harmlos ist.</p>
<p>Die Schattenseite:</p>
<p>Darum hat die Polizei etwas Verhasstes. Vieles hängt vom Meinen einzelner Beamter ab. Und sie kann dazu neigen, alles an sich zu ziehen. Denn in allem lässt sich eine mögliche Gefahr finden. So kann sie kleinlich werden und den Menschen das Leben schwer machen.</p>
<p>Das ist ein Übel. Aber eine objektive Grenzlinie lässt sich hier nicht ziehen.</p>
<p>Zusammenfassung: Was die Polizei verbieten soll, lässt sich nicht fest bestimmen. Sitten, Verfassung und Lage der Zeit entscheiden. Darum kann die Polizei kleinlich und verhasst werden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/234/#comment-2922</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:24:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die Beziehungen des äußerlichen Daseins fallen in die Verstandes-&lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich&quot; title=&quot;Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Unendlichkeit&lt;/a&gt;; deshalb ist keine Grenze &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;an sich&lt;/a&gt; vorhanden zwischen schädlich und unschädlich, und die nähere &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; fällt an Sitten, Verfassung und Zustand.&lt;/em&gt;

Der Paragraph zieht die Grenze der eben begründeten Befugnis, und zwar mit demselben Argument, mit dem sie begründet wurde. Weil das Äußerliche in Beziehungen steht, die sich unabsehbar fortsetzen — jede Sache hängt mit jeder anderen zusammen —, lässt sich aus der Sache selbst kein Punkt angeben, an dem die Möglichkeit des Schadens aufhört; wer konsequent weiterfragt, kann alles für verdächtig und beaufsichtigungsbedürftig erklären. Das ist der Fortgang ins Unendliche, in den der Verstand hier &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;notwendig&lt;/a&gt; gerät. Da also der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; die Grenze nicht liefert, muss sie anderswoher genommen werden: aus den Sitten, dem Geist der übrigen Verfassung, der Gefahr des Augenblicks — Bestimmungsgründe, die selbst zeitlich und veränderlich sind und die Hegel gerade nicht zu Prinzipien erhebt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Beziehungen des äußerlichen Daseins fallen in die Verstandes-<a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich" title="Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht." rel="ugc">Unendlichkeit</a>; deshalb ist keine Grenze <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst." rel="ugc">an sich</a> vorhanden zwischen schädlich und unschädlich, und die nähere <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> fällt an Sitten, Verfassung und Zustand.</em></p>
<p>Der Paragraph zieht die Grenze der eben begründeten Befugnis, und zwar mit demselben Argument, mit dem sie begründet wurde. Weil das Äußerliche in Beziehungen steht, die sich unabsehbar fortsetzen — jede Sache hängt mit jeder anderen zusammen —, lässt sich aus der Sache selbst kein Punkt angeben, an dem die Möglichkeit des Schadens aufhört; wer konsequent weiterfragt, kann alles für verdächtig und beaufsichtigungsbedürftig erklären. Das ist der Fortgang ins Unendliche, in den der Verstand hier <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff." rel="ugc">notwendig</a> gerät. Da also der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a> die Grenze nicht liefert, muss sie anderswoher genommen werden: aus den Sitten, dem Geist der übrigen Verfassung, der Gefahr des Augenblicks — Bestimmungsgründe, die selbst zeitlich und veränderlich sind und die Hegel gerade nicht zu Prinzipien erhebt.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/234/#comment-1649</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 14:04:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es sind hier keine festen Bestimmungen zu geben und keine absoluten Grenzen zu ziehen. Alles ist hier persönlich; das subjektive Meinen tritt ein, und der Geist der Verfassung, die Gefahr der Zeit haben die näheren Umstände mitzuteilen. In Kriegszeiten ist z. B. manches sonst Unschädliche als schädlich anzusehen. Durch diese Seiten der Zufälligkeit und willkürlichen Persönlichkeit erhält die Polizei etwas &lt;em&gt;Gehässiges&lt;/em&gt;. Sie kann bei sehr gebildeter Reflexion die Richtung nehmen, alles Mögliche in ihr Bereich zu ziehen, denn in allem läßt sich eine Beziehung finden, durch die etwas schädlich werden könnte. Darin kann die Polizei sehr pedantisch zu Werke gehen und das gewöhnliche Leben der Individuen genieren. Aber welcher Übelstand dies auch ist, eine objektive Grenzlinie kann hier nicht gezogen werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind hier keine festen Bestimmungen zu geben und keine absoluten Grenzen zu ziehen. Alles ist hier persönlich; das subjektive Meinen tritt ein, und der Geist der Verfassung, die Gefahr der Zeit haben die näheren Umstände mitzuteilen. In Kriegszeiten ist z. B. manches sonst Unschädliche als schädlich anzusehen. Durch diese Seiten der Zufälligkeit und willkürlichen Persönlichkeit erhält die Polizei etwas <em>Gehässiges</em>. Sie kann bei sehr gebildeter Reflexion die Richtung nehmen, alles Mögliche in ihr Bereich zu ziehen, denn in allem läßt sich eine Beziehung finden, durch die etwas schädlich werden könnte. Darin kann die Polizei sehr pedantisch zu Werke gehen und das gewöhnliche Leben der Individuen genieren. Aber welcher Übelstand dies auch ist, eine objektive Grenzlinie kann hier nicht gezogen werden.</p>
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