<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: 238	</title>
	<atom:link href="https://grundlinien.de/238/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://grundlinien.de/238/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 Sep 2026 09:42:51 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/238/#comment-3305</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:22:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=534#comment-3305</guid>

					<description><![CDATA[§ 238: Sohn der bürgerlichen Gesellschaft

Früher sorgte die Familie für alles. Sie gab dem Einzelnen, was er zum Erwerb brauchte. Und sie versorgte ihn, wenn er nicht mehr arbeiten konnte.

Was ändert sich?

Die bürgerliche Gesellschaft reißt den Einzelnen aus diesem Band heraus. Die Glieder der Familie werden einander fremd. Jeder gilt nun als selbstständige Person.

Früher lebte man vom väterlichen Boden. Jetzt lebt man von der Gesellschaft, von ihrem Markt und ihrer Arbeit. Selbst ob eine ganze Familie bestehen kann, hängt nun von ihr ab. Und damit vom Zufall.

Eine gewaltige Macht:

Die Gesellschaft zieht den Menschen an sich. Sie verlangt, dass er für sie arbeitet. Er soll alles durch sie sein und durch sie tun. Die Familie legt nur noch den Grund.

Was folgt daraus?

Der Einzelne ist nun Sohn der bürgerlichen Gesellschaft. Sie hat Ansprüche an ihn. Aber er hat auch Rechte gegen sie. Sie muss ihn schützen, wie früher die Familie.

Zusammenfassung: Die Gesellschaft löst den Einzelnen aus der Familie und macht ihn von sich abhängig. So wird er ihr Sohn. Sie hat Ansprüche an ihn, und er hat Rechte gegen sie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 238: Sohn der bürgerlichen Gesellschaft</p>
<p>Früher sorgte die Familie für alles. Sie gab dem Einzelnen, was er zum Erwerb brauchte. Und sie versorgte ihn, wenn er nicht mehr arbeiten konnte.</p>
<p>Was ändert sich?</p>
<p>Die bürgerliche Gesellschaft reißt den Einzelnen aus diesem Band heraus. Die Glieder der Familie werden einander fremd. Jeder gilt nun als selbstständige Person.</p>
<p>Früher lebte man vom väterlichen Boden. Jetzt lebt man von der Gesellschaft, von ihrem Markt und ihrer Arbeit. Selbst ob eine ganze Familie bestehen kann, hängt nun von ihr ab. Und damit vom Zufall.</p>
<p>Eine gewaltige Macht:</p>
<p>Die Gesellschaft zieht den Menschen an sich. Sie verlangt, dass er für sie arbeitet. Er soll alles durch sie sein und durch sie tun. Die Familie legt nur noch den Grund.</p>
<p>Was folgt daraus?</p>
<p>Der Einzelne ist nun Sohn der bürgerlichen Gesellschaft. Sie hat Ansprüche an ihn. Aber er hat auch Rechte gegen sie. Sie muss ihn schützen, wie früher die Familie.</p>
<p>Zusammenfassung: Die Gesellschaft löst den Einzelnen aus der Familie und macht ihn von sich abhängig. So wird er ihr Sohn. Sie hat Ansprüche an ihn, und er hat Rechte gegen sie.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/238/#comment-2926</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:24:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=534#comment-2926</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die bürgerliche Gesellschaft reißt das Individuum aus dem &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;substantiellen&lt;/a&gt; Bande der Familie und tritt selbst an dessen Stelle: sie wird zur &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;allgemeinen&lt;/a&gt; Familie, gegen die der Einzelne Rechte hat, wie sie Ansprüche an ihn hat.&lt;/em&gt;

Der Paragraph gibt an, wer für die eben aufgezeigte &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Zufälligkeit&lt;/a&gt; ursprünglich einsteht: die Familie, die als substantielles Ganzes ihre Glieder ausbildet und im Fall der Unfähigkeit trägt. Dann zeigt er, dass die bürgerliche Gesellschaft dieses Ganze auflöst — sie anerkennt die Glieder als selbständige Personen, entfremdet sie damit einander und ersetzt den väterlichen Boden, aus dem der Einzelne lebte, durch ihren eigenen Zusammenhang. Damit hat sie aber die Funktion, die sie zerstört hat, selbst übernommen: der Einzelne hängt nun von ihr ab, wie er zuvor von der Familie abhing. Aus dieser Übernahme wird die Berechtigung der beiden folgenden Paragraphen gewonnen — nicht aus Wohltätigkeit, sondern daraus, dass Ansprüche und Rechte hier auf beiden Seiten aus demselben Verhältnis fließen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die bürgerliche Gesellschaft reißt das Individuum aus dem <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">substantiellen</a> Bande der Familie und tritt selbst an dessen Stelle: sie wird zur <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">allgemeinen</a> Familie, gegen die der Einzelne Rechte hat, wie sie Ansprüche an ihn hat.</em></p>
<p>Der Paragraph gibt an, wer für die eben aufgezeigte <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu." rel="ugc">Zufälligkeit</a> ursprünglich einsteht: die Familie, die als substantielles Ganzes ihre Glieder ausbildet und im Fall der Unfähigkeit trägt. Dann zeigt er, dass die bürgerliche Gesellschaft dieses Ganze auflöst — sie anerkennt die Glieder als selbständige Personen, entfremdet sie damit einander und ersetzt den väterlichen Boden, aus dem der Einzelne lebte, durch ihren eigenen Zusammenhang. Damit hat sie aber die Funktion, die sie zerstört hat, selbst übernommen: der Einzelne hängt nun von ihr ab, wie er zuvor von der Familie abhing. Aus dieser Übernahme wird die Berechtigung der beiden folgenden Paragraphen gewonnen — nicht aus Wohltätigkeit, sondern daraus, dass Ansprüche und Rechte hier auf beiden Seiten aus demselben Verhältnis fließen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/238/#comment-1651</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 14:05:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=534#comment-1651</guid>

					<description><![CDATA[Die Familie hat allerdings für das Brot der Einzelnen zu sorgen, aber sie ist in der bürgerlichen Gesellschaft ein Untergeordnetes und legt nur den Grund; sie ist nicht mehr von so umfassender Wirksamkeit. Die bürgerliche Gesellschaft ist vielmehr die ungeheure Macht, die den Menschen an sich reißt, von ihm fordert, daß er für sie arbeite und daß er alles durch sie sei und vermittels ihrer tue. Soll der Mensch so ein Glied der bürgerlichen Gesellschaft sein, so hat er ebenso Rechte und Ansprüche an sie wie er sie in der Familie hatte. Die bürgerliche Gesellschaft muß ihr Mitglied schützen, seine Rechte verteidigen, so wie der Einzelne den Rechten der bürgerlichen Gesellschaft verpflichtet ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Familie hat allerdings für das Brot der Einzelnen zu sorgen, aber sie ist in der bürgerlichen Gesellschaft ein Untergeordnetes und legt nur den Grund; sie ist nicht mehr von so umfassender Wirksamkeit. Die bürgerliche Gesellschaft ist vielmehr die ungeheure Macht, die den Menschen an sich reißt, von ihm fordert, daß er für sie arbeite und daß er alles durch sie sei und vermittels ihrer tue. Soll der Mensch so ein Glied der bürgerlichen Gesellschaft sein, so hat er ebenso Rechte und Ansprüche an sie wie er sie in der Familie hatte. Die bürgerliche Gesellschaft muß ihr Mitglied schützen, seine Rechte verteidigen, so wie der Einzelne den Rechten der bürgerlichen Gesellschaft verpflichtet ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
