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	Kommentare zu: 241	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/241/#comment-3308</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:23:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 241: Armut

Nicht nur eigene Schuld bringt Menschen in Armut. Auch Zufälle können es: Krankheit, Unglück, die äußeren Umstände.

Was bedeutet Armut in der Gesellschaft?

Der Arme hat weiter die Bedürfnisse der Gesellschaft. Aber die natürlichen Mittel zum Erwerb hat er verloren. Er hat keinen Acker mehr. Auch die große Sippe, die ihn früher auffing, gibt es nicht mehr.

Und die Vorteile der Gesellschaft verliert er mehr oder weniger. Er kann kaum etwas lernen. Er hat wenig Zugang zum Recht und zur Pflege der Gesundheit. Oft fehlt ihm sogar der Trost der Religion.

Wer tritt an die Stelle der Familie?

Die öffentliche Macht. Sie sorgt für den unmittelbaren Mangel. Sie wendet sich aber auch gegen die Haltung, die aus solcher Lage entsteht: gegen Arbeitsscheu, Bösartigkeit und andere Laster. Diese entspringen aus der Lage selbst und aus dem Gefühl, Unrecht zu erleiden.

Zusammenfassung: Armut kommt auch durch Zufall. Der Arme hat die Bedürfnisse der Gesellschaft, aber nicht ihre Vorteile. Die öffentliche Macht tritt für ihn an die Stelle der Familie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 241: Armut</p>
<p>Nicht nur eigene Schuld bringt Menschen in Armut. Auch Zufälle können es: Krankheit, Unglück, die äußeren Umstände.</p>
<p>Was bedeutet Armut in der Gesellschaft?</p>
<p>Der Arme hat weiter die Bedürfnisse der Gesellschaft. Aber die natürlichen Mittel zum Erwerb hat er verloren. Er hat keinen Acker mehr. Auch die große Sippe, die ihn früher auffing, gibt es nicht mehr.</p>
<p>Und die Vorteile der Gesellschaft verliert er mehr oder weniger. Er kann kaum etwas lernen. Er hat wenig Zugang zum Recht und zur Pflege der Gesundheit. Oft fehlt ihm sogar der Trost der Religion.</p>
<p>Wer tritt an die Stelle der Familie?</p>
<p>Die öffentliche Macht. Sie sorgt für den unmittelbaren Mangel. Sie wendet sich aber auch gegen die Haltung, die aus solcher Lage entsteht: gegen Arbeitsscheu, Bösartigkeit und andere Laster. Diese entspringen aus der Lage selbst und aus dem Gefühl, Unrecht zu erleiden.</p>
<p>Zusammenfassung: Armut kommt auch durch Zufall. Der Arme hat die Bedürfnisse der Gesellschaft, aber nicht ihre Vorteile. Die öffentliche Macht tritt für ihn an die Stelle der Familie.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/241/#comment-2929</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:25:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Zufälligkeit&lt;/a&gt; äußerer Umstände &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;setzt&lt;/a&gt; die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Besonderheit&lt;/a&gt; in den &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet&quot; title=&quot;Ein Widerspruch ist bei Hegel kein Denkfehler, sondern die Stelle, an der eine Bestimmung nicht hält, was sie verspricht — und dadurch weitertreibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Widerspruch&lt;/a&gt;, die Bedürfnisse der Gesellschaft zu behalten und ihrer Mittel verlustig zu gehen; an die Stelle der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-aufheben&quot; title=&quot;Aufheben hat bei Hegel ausdrücklich zwei Bedeutungen: aufbewahren und beenden. Das Aufgehobene ist weder weg noch unverändert da — es ist zum Moment geworden.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;aufgehobenen&lt;/a&gt; Familie tritt die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;allgemeine&lt;/a&gt; Macht.&lt;/em&gt;

Der Paragraph zieht die Kehrseite dessen, was die Sphäre der Bedürfnisse als Gewinn entwickelt hatte. Weil die bürgerliche Gesellschaft das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbare&lt;/a&gt; Naturverhältnis auflöst — die natürlichen Erwerbsmittel (§ 217) ebenso wie das Band der Familie als eines Stammes (§ 181) —, hat der Verarmte alle Bedürfnisse dieser Gesellschaft, aber keinen ihrer Wege mehr, sie zu befriedigen. Das ist kein bloßes Unglück, sondern ein von der Sphäre selbst erzeugter Widerspruch: Sie macht die Individuen restlos von sich abhängig und lässt einen Teil von ihnen zugleich ohne Anteil. Deshalb muss die Allgemeinheit, die sich bisher nur als Schutz und äußere Ordnung betätigt hat, an die Stelle treten, die die aufgelöste Familie nicht mehr ausfüllt — und zwar für den Mangel wie für die Gesinnung, die aus ihm entspringt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu." rel="ugc">Zufälligkeit</a> äußerer Umstände <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">setzt</a> die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">Besonderheit</a> in den <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet" title="Ein Widerspruch ist bei Hegel kein Denkfehler, sondern die Stelle, an der eine Bestimmung nicht hält, was sie verspricht — und dadurch weitertreibt." rel="ugc">Widerspruch</a>, die Bedürfnisse der Gesellschaft zu behalten und ihrer Mittel verlustig zu gehen; an die Stelle der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-aufheben" title="Aufheben hat bei Hegel ausdrücklich zwei Bedeutungen: aufbewahren und beenden. Das Aufgehobene ist weder weg noch unverändert da — es ist zum Moment geworden." rel="ugc">aufgehobenen</a> Familie tritt die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">allgemeine</a> Macht.</em></p>
<p>Der Paragraph zieht die Kehrseite dessen, was die Sphäre der Bedürfnisse als Gewinn entwickelt hatte. Weil die bürgerliche Gesellschaft das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbare</a> Naturverhältnis auflöst — die natürlichen Erwerbsmittel (§ 217) ebenso wie das Band der Familie als eines Stammes (§ 181) —, hat der Verarmte alle Bedürfnisse dieser Gesellschaft, aber keinen ihrer Wege mehr, sie zu befriedigen. Das ist kein bloßes Unglück, sondern ein von der Sphäre selbst erzeugter Widerspruch: Sie macht die Individuen restlos von sich abhängig und lässt einen Teil von ihnen zugleich ohne Anteil. Deshalb muss die Allgemeinheit, die sich bisher nur als Schutz und äußere Ordnung betätigt hat, an die Stelle treten, die die aufgelöste Familie nicht mehr ausfüllt — und zwar für den Mangel wie für die Gesinnung, die aus ihm entspringt.</p>
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