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	Kommentare zu: 242	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/242/#comment-3309</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:23:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 242: Hilfe aus Liebe und öffentliche Hilfe

Jede Not hat eine persönliche Seite. Sie braucht auch persönliche Hilfe. Hilfe, die auf die besonderen Umstände eingeht, mit Herz und Liebe. Hier hat die Moral genug zu tun.

Warum reicht das nicht?

Weil solche Hilfe vom Zufall abhängt. Ob jemand hilft, und ob die Hilfe wirkt, ist ungewiss. Darum sucht die Gesellschaft nach allgemeinen Lösungen. Sie will die Not planvoll lindern.

Beispiele:

Almosen und Stiftungen sind zufällig. Ebenso die Kerze, die jemand vor einem Heiligenbild anzündet. Man ergänzt sie durch öffentliche Armenhäuser, Krankenhäuser und Laternen auf den Straßen.

Und die Wohltätigkeit?

Ihr bleibt noch genug zu tun. Falsch ist nur eines: Wenn sie die Hilfe ganz für sich will. Wenn sie sich gekränkt fühlt durch allgemeine Regeln und Pflichten.

Im Gegenteil: Ein Gemeinwesen ist umso besser, je weniger der Einzelne nach eigenem Gutdünken tun muss. Je mehr allgemein geregelt ist, desto vollkommener ist der öffentliche Zustand.

Zusammenfassung: Die Not braucht persönliche Hilfe aus Liebe. Doch diese bleibt zufällig. Darum soll die Gesellschaft die Hilfe allgemein ordnen, ohne die Wohltätigkeit zu verdrängen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 242: Hilfe aus Liebe und öffentliche Hilfe</p>
<p>Jede Not hat eine persönliche Seite. Sie braucht auch persönliche Hilfe. Hilfe, die auf die besonderen Umstände eingeht, mit Herz und Liebe. Hier hat die Moral genug zu tun.</p>
<p>Warum reicht das nicht?</p>
<p>Weil solche Hilfe vom Zufall abhängt. Ob jemand hilft, und ob die Hilfe wirkt, ist ungewiss. Darum sucht die Gesellschaft nach allgemeinen Lösungen. Sie will die Not planvoll lindern.</p>
<p>Beispiele:</p>
<p>Almosen und Stiftungen sind zufällig. Ebenso die Kerze, die jemand vor einem Heiligenbild anzündet. Man ergänzt sie durch öffentliche Armenhäuser, Krankenhäuser und Laternen auf den Straßen.</p>
<p>Und die Wohltätigkeit?</p>
<p>Ihr bleibt noch genug zu tun. Falsch ist nur eines: Wenn sie die Hilfe ganz für sich will. Wenn sie sich gekränkt fühlt durch allgemeine Regeln und Pflichten.</p>
<p>Im Gegenteil: Ein Gemeinwesen ist umso besser, je weniger der Einzelne nach eigenem Gutdünken tun muss. Je mehr allgemein geregelt ist, desto vollkommener ist der öffentliche Zustand.</p>
<p>Zusammenfassung: Die Not braucht persönliche Hilfe aus Liebe. Doch diese bleibt zufällig. Darum soll die Gesellschaft die Hilfe allgemein ordnen, ohne die Wohltätigkeit zu verdrängen.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/242/#comment-2930</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:25:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die Not fordert subjektive Hilfe, deren &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Zufälligkeit&lt;/a&gt; die Gesellschaft dazu treibt, in der Notdurft selbst das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeine&lt;/a&gt; herauszufinden und zu veranstalten.&lt;/em&gt;

Neben die objektive Seite der Armut (§ 241) tritt hier ihre subjektive: Not ist immer die Not dieses Einzelnen unter &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;besonderen&lt;/a&gt; Umständen und verlangt darum Zuwendung, nicht bloß Verwaltung. Der logische Schritt liegt darin, dass Hegel dieses Subjektive gerade nicht stehen lässt: Weil Mildtätigkeit von Gemüt, Kenntnis und Gelegenheit abhängt, ist sie zufällig — sie kann eintreten oder ausbleiben, und der Bedürftige hat keinen Anspruch auf sie. Das Allgemeine „herausfinden“ heißt deshalb: dasjenige an der Hilfe, was nicht von der Laune des Helfenden abhängt, als Einrichtung &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;setzen&lt;/a&gt;. Die Moralität wird damit nicht entwertet, sondern ihrer Zufälligkeit entnommen; der öffentliche Zustand ist umso vollkommener, je weniger von der besonderen Meinung des Einzelnen abhängt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Not fordert subjektive Hilfe, deren <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu." rel="ugc">Zufälligkeit</a> die Gesellschaft dazu treibt, in der Notdurft selbst das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeine</a> herauszufinden und zu veranstalten.</em></p>
<p>Neben die objektive Seite der Armut (§ 241) tritt hier ihre subjektive: Not ist immer die Not dieses Einzelnen unter <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">besonderen</a> Umständen und verlangt darum Zuwendung, nicht bloß Verwaltung. Der logische Schritt liegt darin, dass Hegel dieses Subjektive gerade nicht stehen lässt: Weil Mildtätigkeit von Gemüt, Kenntnis und Gelegenheit abhängt, ist sie zufällig — sie kann eintreten oder ausbleiben, und der Bedürftige hat keinen Anspruch auf sie. Das Allgemeine „herausfinden“ heißt deshalb: dasjenige an der Hilfe, was nicht von der Laune des Helfenden abhängt, als Einrichtung <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">setzen</a>. Die Moralität wird damit nicht entwertet, sondern ihrer Zufälligkeit entnommen; der öffentliche Zustand ist umso vollkommener, je weniger von der besonderen Meinung des Einzelnen abhängt.</p>
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