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	Kommentare zu: 243	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/243/#comment-3310</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:23:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 243: Reichtum und Not wachsen zusammen

Wenn die Gesellschaft ungehindert wirkt, wächst sie. Mehr Menschen, mehr Industrie.

Was folgt daraus?

Auf der einen Seite häuft sich der Reichtum. Denn die Wege der Bedürfnisse und der Waren verbinden immer mehr Menschen. Daran verdient man am meisten.

Auf der anderen Seite wird die Arbeit immer enger und einseitiger. Die Klasse, die an diese Arbeit gebunden ist, wird abhängig und gerät in Not. Und sie kann die weiteren Freiheiten nicht mehr empfinden und genießen. Vor allem die geistigen Vorteile der Gesellschaft bleiben ihr fremd.

Dazu kommt:

Der Verdienst der Arbeiter wird unsicher. Heute ist er groß, morgen fehlt er ganz. So gewöhnen sie sich daran, auf den Zufall zu setzen. Die mechanische Arbeit stumpft viele Menschen ab.

Armut ist eine Folge der bürgerlichen Gesellschaft selbst. Reichtum ohne Maß auf der einen Seite, Elend auf der anderen. Beide wachsen im gleichen Schritt.

Zusammenfassung: Die freie Gesellschaft häuft Reichtum an. Zugleich wächst die Not der Klasse, die an die einseitige Arbeit gebunden ist. Reichtum und Armut wachsen gemeinsam.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 243: Reichtum und Not wachsen zusammen</p>
<p>Wenn die Gesellschaft ungehindert wirkt, wächst sie. Mehr Menschen, mehr Industrie.</p>
<p>Was folgt daraus?</p>
<p>Auf der einen Seite häuft sich der Reichtum. Denn die Wege der Bedürfnisse und der Waren verbinden immer mehr Menschen. Daran verdient man am meisten.</p>
<p>Auf der anderen Seite wird die Arbeit immer enger und einseitiger. Die Klasse, die an diese Arbeit gebunden ist, wird abhängig und gerät in Not. Und sie kann die weiteren Freiheiten nicht mehr empfinden und genießen. Vor allem die geistigen Vorteile der Gesellschaft bleiben ihr fremd.</p>
<p>Dazu kommt:</p>
<p>Der Verdienst der Arbeiter wird unsicher. Heute ist er groß, morgen fehlt er ganz. So gewöhnen sie sich daran, auf den Zufall zu setzen. Die mechanische Arbeit stumpft viele Menschen ab.</p>
<p>Armut ist eine Folge der bürgerlichen Gesellschaft selbst. Reichtum ohne Maß auf der einen Seite, Elend auf der anderen. Beide wachsen im gleichen Schritt.</p>
<p>Zusammenfassung: Die freie Gesellschaft häuft Reichtum an. Zugleich wächst die Not der Klasse, die an die einseitige Arbeit gebunden ist. Reichtum und Armut wachsen gemeinsam.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/243/#comment-2931</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:25:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Ein und dieselbe Verallgemeinerung des Zusammenhangs erzeugt auf der einen Seite die Anhäufung der Reichtümer, auf der anderen die Vereinzelung und Beschränktheit der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;besonderen&lt;/a&gt; Arbeit.&lt;/em&gt;

Der Paragraph macht sichtbar, dass die beiden &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung&quot; title=&quot;Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Erscheinungen&lt;/a&gt; nicht &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;zufällig&lt;/a&gt; nebeneinanderstehen, sondern dasselbe Prinzip von zwei Seiten sind. Dass Bedürfnisse und die Weisen ihrer Befriedigung sich verallgemeinern, heißt zugleich, dass die einzelne Arbeit immer enger, abhängiger und austauschbarer wird; aus derselben „gedoppelten &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeinheit&lt;/a&gt;“ — der der Bedürfnisse und der der Mittel — zieht die eine Seite den größten Gewinn, während die andere in die Beschränkung fällt. Hegel leitet die Verarmung also nicht aus Missbrauch, Missgeschick oder schlechter Verwaltung ab, sondern aus dem ungehinderten Funktionieren der Sphäre selbst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein und dieselbe Verallgemeinerung des Zusammenhangs erzeugt auf der einen Seite die Anhäufung der Reichtümer, auf der anderen die Vereinzelung und Beschränktheit der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">besonderen</a> Arbeit.</em></p>
<p>Der Paragraph macht sichtbar, dass die beiden <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung" title="Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit." rel="ugc">Erscheinungen</a> nicht <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu." rel="ugc">zufällig</a> nebeneinanderstehen, sondern dasselbe Prinzip von zwei Seiten sind. Dass Bedürfnisse und die Weisen ihrer Befriedigung sich verallgemeinern, heißt zugleich, dass die einzelne Arbeit immer enger, abhängiger und austauschbarer wird; aus derselben „gedoppelten <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeinheit</a>“ — der der Bedürfnisse und der der Mittel — zieht die eine Seite den größten Gewinn, während die andere in die Beschränkung fällt. Hegel leitet die Verarmung also nicht aus Missbrauch, Missgeschick oder schlechter Verwaltung ab, sondern aus dem ungehinderten Funktionieren der Sphäre selbst.</p>
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		<title>
		Von: Karl Gustav Julius von Griesheim		</title>
		<link>https://grundlinien.de/243/#comment-111</link>

		<dc:creator><![CDATA[Karl Gustav Julius von Griesheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Nov 2017 13:56:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=16#comment-111</guid>

					<description><![CDATA[Hiervon ist schon früher gesprochen worden. Die Zufälligkeit des Erwerbes steigt für die arbeitenden Klassen, der Gewinn ist in einem Augenblick sehr groß, im andern fehlt er ganz, damit tritt dann die Gesinnung ein, sich auf den Zufall zu stellen in Ansehung der Befriedigung der Bedürfnisse. Durch die mechanischen Arbeiten tritt die Verdumpfung einer grossen Anzahl Menschen ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hiervon ist schon früher gesprochen worden. Die Zufälligkeit des Erwerbes steigt für die arbeitenden Klassen, der Gewinn ist in einem Augenblick sehr groß, im andern fehlt er ganz, damit tritt dann die Gesinnung ein, sich auf den Zufall zu stellen in Ansehung der Befriedigung der Bedürfnisse. Durch die mechanischen Arbeiten tritt die Verdumpfung einer grossen Anzahl Menschen ein.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Anonym 1819-1820		</title>
		<link>https://grundlinien.de/243/#comment-106</link>

		<dc:creator><![CDATA[Anonym 1819-1820]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Nov 2017 11:20:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=16#comment-106</guid>

					<description><![CDATA[(193, 16) Die Entstehung der Armut ist überhaupt eine Folge der bürgerlichen Gesellschaft, und sie ergibt sich im ganzen notwendig aus derselben. Es häuft sich so Reichtum ohne Maß und Grenze an der einen und Not und Elend an der anderen Seite. Die Vermehrung des Reichtums und der Armut hält gleichen Schritt. Die Notwendigkeit dieser Erscheinung besteht darin, dass die Arbeiten zur Befriedigung der Bedürfnisse abstrakter werden. Sie können so leichter hervorgebracht werden, wie bereits erwähnt wurde. Der Kreis des Erwerbs dehnt sich damit aus und so auch der Kreis des Gewinnes. Das konkrete Gewerbe hat einen beschränkten Kreis von Individuen, den es befriedigt. An die Stelle der abstrakten Arbeit tritt, wie wir sahen, die Maschine. Dadurch werden die Wirkungen der abstrakten Arbeit noch vermehrt; die konkreten Gewerbe werden so heruntergebracht. Die Reichtümer häufen sich bei den Inhabern der Fabriken. Wird vollends für den Staat gearbeitet, so ist jene Anhäufung von Reichtümern noch bedeutender durch die Geschäfte der Lieferanten und der Fabrikunternehmer. Indem sich hier die Reichtümer sammeln, so wird durch die gesammelten Kapitalien die Möglichkeit zur Ausdehnung des Geschäfts noch vermehrt. Die Besitzer großer Kapitalien können mit einem geringern Gewinn zufrieden sein als die, deren Kapitalien geringer sind. Es ist dies ein Hauptgrund des großen Reichtums der Engländer. Mit der Anhäufung der Reichtümer entsteht das andere Extrem, Armut, Not und Elend. In England wird die Arbeit von vielen hunderttausend Menschen durch Maschinen vollbracht. Indem ferner die Industrie eines Landes sich mit ihren Erzeugnissen weit auf das Ausland erstreckt, so wird das Gedeihen einzelner Zweige der Industrie dadurch vielen Zufällen preisgegeben. Auf alle diese Weise häuft sich die Not und die Armut. Zugleich werden die Individuen durch die Teilung der Arbeit immer abhängiger.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(193, 16) Die Entstehung der Armut ist überhaupt eine Folge der bürgerlichen Gesellschaft, und sie ergibt sich im ganzen notwendig aus derselben. Es häuft sich so Reichtum ohne Maß und Grenze an der einen und Not und Elend an der anderen Seite. Die Vermehrung des Reichtums und der Armut hält gleichen Schritt. Die Notwendigkeit dieser Erscheinung besteht darin, dass die Arbeiten zur Befriedigung der Bedürfnisse abstrakter werden. Sie können so leichter hervorgebracht werden, wie bereits erwähnt wurde. Der Kreis des Erwerbs dehnt sich damit aus und so auch der Kreis des Gewinnes. Das konkrete Gewerbe hat einen beschränkten Kreis von Individuen, den es befriedigt. An die Stelle der abstrakten Arbeit tritt, wie wir sahen, die Maschine. Dadurch werden die Wirkungen der abstrakten Arbeit noch vermehrt; die konkreten Gewerbe werden so heruntergebracht. Die Reichtümer häufen sich bei den Inhabern der Fabriken. Wird vollends für den Staat gearbeitet, so ist jene Anhäufung von Reichtümern noch bedeutender durch die Geschäfte der Lieferanten und der Fabrikunternehmer. Indem sich hier die Reichtümer sammeln, so wird durch die gesammelten Kapitalien die Möglichkeit zur Ausdehnung des Geschäfts noch vermehrt. Die Besitzer großer Kapitalien können mit einem geringern Gewinn zufrieden sein als die, deren Kapitalien geringer sind. Es ist dies ein Hauptgrund des großen Reichtums der Engländer. Mit der Anhäufung der Reichtümer entsteht das andere Extrem, Armut, Not und Elend. In England wird die Arbeit von vielen hunderttausend Menschen durch Maschinen vollbracht. Indem ferner die Industrie eines Landes sich mit ihren Erzeugnissen weit auf das Ausland erstreckt, so wird das Gedeihen einzelner Zweige der Industrie dadurch vielen Zufällen preisgegeben. Auf alle diese Weise häuft sich die Not und die Armut. Zugleich werden die Individuen durch die Teilung der Arbeit immer abhängiger.</p>
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