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	Kommentare zu: 245	</title>
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		<title>
		Von: Querverweis		</title>
		<link>https://grundlinien.de/245/#comment-3816</link>

		<dc:creator><![CDATA[Querverweis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2026 17:57:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Querverweis:&lt;/em&gt;
Aus Hegels weiteren Schriften auf dieser Seite gehört hierher:

&lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/ueber-die-englische-reformbill/11/#rb-s93&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Über die englische Reformbill (1831), S. 93&lt;/a&gt; – die englische Armentaxe und ihr Fehlen in Irland; Hegels eigenes Beispiel zu dem hier behandelten Problem.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Querverweis:</em><br />
Aus Hegels weiteren Schriften auf dieser Seite gehört hierher:</p>
<p><a href="https://grundlinien.de/ueber-die-englische-reformbill/11/#rb-s93" rel="ugc">Über die englische Reformbill (1831), S. 93</a> – die englische Armentaxe und ihr Fehlen in Irland; Hegels eigenes Beispiel zu dem hier behandelten Problem.</p>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/245/#comment-3312</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:23:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 245: Wie hilft man?

Wie soll die Gesellschaft der Armut abhelfen? Zwei Wege liegen nahe. Beide führen nicht zum Ziel.

Der erste Weg:

Man gibt den Armen, was sie brauchen. Die Reichen zahlen, oder Stiftungen und Klöster helfen. Dann ist ihr Auskommen gesichert. Aber ohne eigene Arbeit. Das widerspricht dem Grundsatz der Gesellschaft. Und es verletzt das Gefühl der Menschen, selbstständig zu sein und Ehre zu haben.

Der zweite Weg:

Man gibt den Armen Arbeit. Dann stellen sie mehr Waren her. Doch gerade das ist das Übel: Es gibt schon zu viele Waren und zu wenige Käufer. So wird das Übel größer.

Was zeigt sich daran?

Die Gesellschaft ist bei allem Überfluss nicht reich genug. Mit ihren eigenen Mitteln kann sie der Armut und dem Pöbel nicht steuern.

Das Beispiel England:

Dort kann man das im Großen sehen. Armensteuer, riesige Stiftungen, grenzenlose private Wohltätigkeit haben das Übel nicht behoben. In Schottland hat sich als direktestes Mittel erwiesen: die Armen ihrem Schicksal zu überlassen. Man verweist sie auf das öffentliche Betteln. Das wirkt gegen die Armut, gegen den Verlust von Scham und Ehre und gegen die Faulheit.

Zusammenfassung: Weder Unterstützung ohne Arbeit noch zusätzliche Arbeit lösen das Problem. Die Gesellschaft ist bei allem Reichtum nicht reich genug, um der Armut zu steuern. In Schottland wirkte am direktesten, die Armen dem Betteln zu überlassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 245: Wie hilft man?</p>
<p>Wie soll die Gesellschaft der Armut abhelfen? Zwei Wege liegen nahe. Beide führen nicht zum Ziel.</p>
<p>Der erste Weg:</p>
<p>Man gibt den Armen, was sie brauchen. Die Reichen zahlen, oder Stiftungen und Klöster helfen. Dann ist ihr Auskommen gesichert. Aber ohne eigene Arbeit. Das widerspricht dem Grundsatz der Gesellschaft. Und es verletzt das Gefühl der Menschen, selbstständig zu sein und Ehre zu haben.</p>
<p>Der zweite Weg:</p>
<p>Man gibt den Armen Arbeit. Dann stellen sie mehr Waren her. Doch gerade das ist das Übel: Es gibt schon zu viele Waren und zu wenige Käufer. So wird das Übel größer.</p>
<p>Was zeigt sich daran?</p>
<p>Die Gesellschaft ist bei allem Überfluss nicht reich genug. Mit ihren eigenen Mitteln kann sie der Armut und dem Pöbel nicht steuern.</p>
<p>Das Beispiel England:</p>
<p>Dort kann man das im Großen sehen. Armensteuer, riesige Stiftungen, grenzenlose private Wohltätigkeit haben das Übel nicht behoben. In Schottland hat sich als direktestes Mittel erwiesen: die Armen ihrem Schicksal zu überlassen. Man verweist sie auf das öffentliche Betteln. Das wirkt gegen die Armut, gegen den Verlust von Scham und Ehre und gegen die Faulheit.</p>
<p>Zusammenfassung: Weder Unterstützung ohne Arbeit noch zusätzliche Arbeit lösen das Problem. Die Gesellschaft ist bei allem Reichtum nicht reich genug, um der Armut zu steuern. In Schottland wirkte am direktesten, die Armen dem Betteln zu überlassen.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/245/#comment-2933</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:25:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die Durchführung beider möglichen Abhilfen führt auf denselben &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet&quot; title=&quot;Ein Widerspruch ist bei Hegel kein Denkfehler, sondern die Stelle, an der eine Bestimmung nicht hält, was sie verspricht — und dadurch weitertreibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Widerspruch&lt;/a&gt;: bei dem Übermaße des Reichtums ist die bürgerliche Gesellschaft nicht reich genug.&lt;/em&gt;

Der Paragraph verfährt durch vollständige Zweiteilung der Möglichkeiten. Entweder wird der Bedürftige ohne Arbeit erhalten — dann ist das Prinzip der Sphäre verletzt, dass Subsistenz durch die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Vermittelt heißt: durch anderes hindurchgegangen und dadurch bestimmt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Vermittlung&lt;/a&gt; eigener Tätigkeit zustande kommt, und mit ihm das Selbstgefühl der Individuen; oder er wird durch Arbeitsgelegenheit erhalten — dann wächst die Menge der Produktionen, deren Überfluss das Übel gerade ausmacht. Weil beide Wege dasselbe vergrößern, ist der Mangel kein Mangel an Mitteln, sondern ein Widerspruch im Prinzip selbst: Der Reichtum ist vorhanden, aber die Sphäre besitzt an dem, was ihr als bürgerlicher Gesellschaft eigentümlich zu Gebote steht, nicht genug. Damit ist der Punkt erreicht, an dem sie aus sich heraus nicht weiterkommt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Durchführung beider möglichen Abhilfen führt auf denselben <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet" title="Ein Widerspruch ist bei Hegel kein Denkfehler, sondern die Stelle, an der eine Bestimmung nicht hält, was sie verspricht — und dadurch weitertreibt." rel="ugc">Widerspruch</a>: bei dem Übermaße des Reichtums ist die bürgerliche Gesellschaft nicht reich genug.</em></p>
<p>Der Paragraph verfährt durch vollständige Zweiteilung der Möglichkeiten. Entweder wird der Bedürftige ohne Arbeit erhalten — dann ist das Prinzip der Sphäre verletzt, dass Subsistenz durch die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Vermittelt heißt: durch anderes hindurchgegangen und dadurch bestimmt." rel="ugc">Vermittlung</a> eigener Tätigkeit zustande kommt, und mit ihm das Selbstgefühl der Individuen; oder er wird durch Arbeitsgelegenheit erhalten — dann wächst die Menge der Produktionen, deren Überfluss das Übel gerade ausmacht. Weil beide Wege dasselbe vergrößern, ist der Mangel kein Mangel an Mitteln, sondern ein Widerspruch im Prinzip selbst: Der Reichtum ist vorhanden, aber die Sphäre besitzt an dem, was ihr als bürgerlicher Gesellschaft eigentümlich zu Gebote steht, nicht genug. Damit ist der Punkt erreicht, an dem sie aus sich heraus nicht weiterkommt.</p>
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