<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: 253	</title>
	<atom:link href="https://grundlinien.de/253/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://grundlinien.de/253/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 Sep 2026 09:42:52 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/253/#comment-3320</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:24:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=505#comment-3320</guid>

					<description><![CDATA[§ 253: Standesehre

In der Korporation hat die Familie festen Boden. Ihr Auskommen ist gesichert, solange sie tüchtig ist.

Und mehr noch: Das ist anerkannt. Das Mitglied muss nicht ständig zeigen, dass es etwas kann und dass es ihm gut geht. Man weiß, dass es etwas ist. Und man weiß, dass es zu einem Ganzen gehört. Es setzt sich für den gemeinsamen Zweck ein. So hat es in seinem Stand seine Ehre.

Wer keiner Korporation angehört:

Er ist ohne Standesehre. Er steht allein da. Ihm bleibt nur die eigennützige Seite seines Gewerbes. Sein Auskommen ist unsicher.

Was tut er dann?

Er sucht Anerkennung durch äußere Zeichen seines Erfolges. Ein größeres Haus, eine teurere Kutsche, prächtigere Feste. Diese Zeichen kennen keine Grenze. Denn es gibt keinen Stand, dessen Maß er folgen könnte.

Luxus und Pöbel:

Man klagt über Luxus und Verschwendung im Gewerbe. Man sieht auch, wie der Pöbel entsteht. Dafür gibt es viele Ursachen, etwa die immer mechanischere Arbeit. Aber man darf den sittlichen Grund nicht übersehen: das Fehlen der Korporation.

Hilfe ohne Demütigung:

In der Korporation verliert die Hilfe für Arme das Zufällige. Und sie verliert das Demütigende. Der Reiche hat Pflichten gegen seine Genossen. So verliert der Reichtum den Hochmut beim Besitzer und den Neid bei den anderen. Und wer rechtschaffen ist, findet echte Anerkennung.

Zusammenfassung: Die Korporation sichert das Auskommen und gibt ihren Mitgliedern Standesehre. Wer allein steht, sucht Anerkennung in äußerem Prunk. In der Korporation wird Hilfe nicht demütigend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 253: Standesehre</p>
<p>In der Korporation hat die Familie festen Boden. Ihr Auskommen ist gesichert, solange sie tüchtig ist.</p>
<p>Und mehr noch: Das ist anerkannt. Das Mitglied muss nicht ständig zeigen, dass es etwas kann und dass es ihm gut geht. Man weiß, dass es etwas ist. Und man weiß, dass es zu einem Ganzen gehört. Es setzt sich für den gemeinsamen Zweck ein. So hat es in seinem Stand seine Ehre.</p>
<p>Wer keiner Korporation angehört:</p>
<p>Er ist ohne Standesehre. Er steht allein da. Ihm bleibt nur die eigennützige Seite seines Gewerbes. Sein Auskommen ist unsicher.</p>
<p>Was tut er dann?</p>
<p>Er sucht Anerkennung durch äußere Zeichen seines Erfolges. Ein größeres Haus, eine teurere Kutsche, prächtigere Feste. Diese Zeichen kennen keine Grenze. Denn es gibt keinen Stand, dessen Maß er folgen könnte.</p>
<p>Luxus und Pöbel:</p>
<p>Man klagt über Luxus und Verschwendung im Gewerbe. Man sieht auch, wie der Pöbel entsteht. Dafür gibt es viele Ursachen, etwa die immer mechanischere Arbeit. Aber man darf den sittlichen Grund nicht übersehen: das Fehlen der Korporation.</p>
<p>Hilfe ohne Demütigung:</p>
<p>In der Korporation verliert die Hilfe für Arme das Zufällige. Und sie verliert das Demütigende. Der Reiche hat Pflichten gegen seine Genossen. So verliert der Reichtum den Hochmut beim Besitzer und den Neid bei den anderen. Und wer rechtschaffen ist, findet echte Anerkennung.</p>
<p>Zusammenfassung: Die Korporation sichert das Auskommen und gibt ihren Mitgliedern Standesehre. Wer allein steht, sucht Anerkennung in äußerem Prunk. In der Korporation wird Hilfe nicht demütigend.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/253/#comment-2941</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:27:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=505#comment-2941</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;In der Korporation ist das durch Befähigung gesicherte Vermögen zugleich anerkannt, so dass der Einzelne seine Ehre in seinem Stande hat, statt sie durch äußere Bezeigungen erst herstellen zu müssen.&lt;/em&gt;

Der logische Kern liegt im Verhältnis von Existenz und Anerkennung. Hegel sagt in der Anmerkung ausdrücklich, dass in der bürgerlichen Gesellschaft nur dasjenige existiert, was gesetzlich konstituiert und anerkannt ist; wo kein Stand existiert, gibt es auch kein Maß, dem gemäß zu leben wäre. Fehlt dieses Maß, so muss der Einzelne seine Geltung durch Darlegungen seines Erfolgs herstellen, und diese Darlegungen sind grundsätzlich unbegrenzt, weil kein erreichter Punkt der letzte sein kann. Luxus und Verschwendung führt Hegel damit auf einen sittlichen Grund zurück, den er ausdrücklich neben anderen Ursachen nennt — etwa dem immer mehr mechanisch Werdenden der Arbeit. Die Korporation bricht diesen endlosen Fortgang ab, indem sie feststellt, dass einer etwas ist, statt es dem Zeigen zu überlassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In der Korporation ist das durch Befähigung gesicherte Vermögen zugleich anerkannt, so dass der Einzelne seine Ehre in seinem Stande hat, statt sie durch äußere Bezeigungen erst herstellen zu müssen.</em></p>
<p>Der logische Kern liegt im Verhältnis von Existenz und Anerkennung. Hegel sagt in der Anmerkung ausdrücklich, dass in der bürgerlichen Gesellschaft nur dasjenige existiert, was gesetzlich konstituiert und anerkannt ist; wo kein Stand existiert, gibt es auch kein Maß, dem gemäß zu leben wäre. Fehlt dieses Maß, so muss der Einzelne seine Geltung durch Darlegungen seines Erfolgs herstellen, und diese Darlegungen sind grundsätzlich unbegrenzt, weil kein erreichter Punkt der letzte sein kann. Luxus und Verschwendung führt Hegel damit auf einen sittlichen Grund zurück, den er ausdrücklich neben anderen Ursachen nennt — etwa dem immer mehr mechanisch Werdenden der Arbeit. Die Korporation bricht diesen endlosen Fortgang ab, indem sie feststellt, dass einer etwas ist, statt es dem Zeigen zu überlassen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
