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	Kommentare zu: 254	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/254/#comment-3321</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:24:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 254: Ist die Korporation eine Fessel?

Man sagt: Jeder hat ein natürliches Recht, sein Können zu nutzen und so viel zu verdienen, wie er kann. Die Korporation schränkt das ein.

Stimmt das?

Nur in einem bestimmten Sinn. Die Korporation befreit dieses Recht von bloßer Meinung und von Zufall. Von der Gefahr für einen selbst und für andere. Sie erkennt es an und sichert es. Und sie hebt es zu einer bewussten Tätigkeit für einen gemeinsamen Zweck.

Ein Bild:

Ein Fluss ohne Ufer tritt über und versandet. Ein Fluss zwischen Ufern trägt Schiffe. Die Ufer beschränken ihn und machen ihn zugleich stark.

Zusammenfassung: Die Korporation beschränkt die freie Ausübung des Gewerbes nur, um sie vernünftig zu machen. Sie befreit sie vom Zufall und richtet sie auf einen gemeinsamen Zweck.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 254: Ist die Korporation eine Fessel?</p>
<p>Man sagt: Jeder hat ein natürliches Recht, sein Können zu nutzen und so viel zu verdienen, wie er kann. Die Korporation schränkt das ein.</p>
<p>Stimmt das?</p>
<p>Nur in einem bestimmten Sinn. Die Korporation befreit dieses Recht von bloßer Meinung und von Zufall. Von der Gefahr für einen selbst und für andere. Sie erkennt es an und sichert es. Und sie hebt es zu einer bewussten Tätigkeit für einen gemeinsamen Zweck.</p>
<p>Ein Bild:</p>
<p>Ein Fluss ohne Ufer tritt über und versandet. Ein Fluss zwischen Ufern trägt Schiffe. Die Ufer beschränken ihn und machen ihn zugleich stark.</p>
<p>Zusammenfassung: Die Korporation beschränkt die freie Ausübung des Gewerbes nur, um sie vernünftig zu machen. Sie befreit sie vom Zufall und richtet sie auf einen gemeinsamen Zweck.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/254/#comment-2942</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:27:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die scheinbare Beschränkung des natürlichen Rechts ist dessen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; zur Vernünftigkeit: Befreiung von eigener Meinung und &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Zufälligkeit&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;

Der Paragraph wendet einen Einwand um. Dass die Korporation den Zugang zum Gewerbe ordnet, &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung&quot; title=&quot;Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;erscheint&lt;/a&gt; als Schranke der natürlichen Freiheit, seine Geschicklichkeit beliebig auszuüben; Hegel zeigt, dass dieses „natürliche Recht“ nur die Willkür ist, also das Vermögen, dies oder jenes zu tun, ohne dass darin schon eine Bestimmung läge. Bestimmung zur Vernünftigkeit heißt: Aus dem bloßen Können wird ein Tun, das anerkannt, gesichert und auf einen bewusst gemeinsamen Zweck bezogen ist — verloren geht die Zufälligkeit, samt der Gefahr für den Handelnden wie für andere, nicht die Freiheit. Es ist derselbe Zug wie in § 15: Freiheit als Willkür ist noch nicht die Freiheit des Begriffs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die scheinbare Beschränkung des natürlichen Rechts ist dessen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> zur Vernünftigkeit: Befreiung von eigener Meinung und <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu." rel="ugc">Zufälligkeit</a>.</em></p>
<p>Der Paragraph wendet einen Einwand um. Dass die Korporation den Zugang zum Gewerbe ordnet, <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung" title="Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit." rel="ugc">erscheint</a> als Schranke der natürlichen Freiheit, seine Geschicklichkeit beliebig auszuüben; Hegel zeigt, dass dieses „natürliche Recht“ nur die Willkür ist, also das Vermögen, dies oder jenes zu tun, ohne dass darin schon eine Bestimmung läge. Bestimmung zur Vernünftigkeit heißt: Aus dem bloßen Können wird ein Tun, das anerkannt, gesichert und auf einen bewusst gemeinsamen Zweck bezogen ist — verloren geht die Zufälligkeit, samt der Gefahr für den Handelnden wie für andere, nicht die Freiheit. Es ist derselbe Zug wie in § 15: Freiheit als Willkür ist noch nicht die Freiheit des Begriffs.</p>
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