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	Kommentare zu: 274	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/274/#comment-3340</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 09:50:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 274: Jedes Volk hat seine Verfassung

Ein Staat ist der Geist eines Volkes. Er lebt in dessen Gesetzen, Sitten und Bewusstsein. Darum hängt die Verfassung davon ab, wie weit das Volk gebildet ist. Nur so ist sie mehr als ein Gedanke auf Papier.

Ein Beispiel:

Napoleon wollte den Spaniern eine fertige Verfassung geben. Sie war vernünftiger als ihre alte Ordnung. Trotzdem lehnten die Spanier sie als fremd ab. Sie waren noch nicht so weit.

Was folgt daraus?

Eine Verfassung ist kein bloß gemachtes Ding. Sie ist die Arbeit von Jahrhunderten. Das Volk muss sie als sein Recht empfinden. Sonst steht sie nur auf dem Papier. Einzelne mögen sich eine bessere Verfassung wünschen. Bis ein ganzes Volk davon erfüllt ist, braucht es Zeit.

Darum hat jedes Volk die Verfassung, die ihm angemessen ist und zu ihm gehört.

Zusammenfassung: Die Verfassung hängt vom Bewusstsein und der Bildung eines Volkes ab. Man kann sie nicht von außen aufzwingen. Jedes Volk hat die Verfassung, die zu ihm passt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 274: Jedes Volk hat seine Verfassung</p>
<p>Ein Staat ist der Geist eines Volkes. Er lebt in dessen Gesetzen, Sitten und Bewusstsein. Darum hängt die Verfassung davon ab, wie weit das Volk gebildet ist. Nur so ist sie mehr als ein Gedanke auf Papier.</p>
<p>Ein Beispiel:</p>
<p>Napoleon wollte den Spaniern eine fertige Verfassung geben. Sie war vernünftiger als ihre alte Ordnung. Trotzdem lehnten die Spanier sie als fremd ab. Sie waren noch nicht so weit.</p>
<p>Was folgt daraus?</p>
<p>Eine Verfassung ist kein bloß gemachtes Ding. Sie ist die Arbeit von Jahrhunderten. Das Volk muss sie als sein Recht empfinden. Sonst steht sie nur auf dem Papier. Einzelne mögen sich eine bessere Verfassung wünschen. Bis ein ganzes Volk davon erfüllt ist, braucht es Zeit.</p>
<p>Darum hat jedes Volk die Verfassung, die ihm angemessen ist und zu ihm gehört.</p>
<p>Zusammenfassung: Die Verfassung hängt vom Bewusstsein und der Bildung eines Volkes ab. Man kann sie nicht von außen aufzwingen. Jedes Volk hat die Verfassung, die zu ihm passt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/274/#comment-2962</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:28:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Der Geist ist nur wirklich als das, als was er sich weiß — die Verfassung hat ihre &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Wirklichkeit&lt;/a&gt; daher an der Bildung des Selbstbewusstseins eines Volkes.&lt;/em&gt;

Nachdem die vernünftige Gliederung aus dem &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit&quot; title=&quot;Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;bestimmt&lt;/a&gt; ist, wird gefragt, was ihr Wirklichkeit gibt. Die Antwort stützt sich auf einen Grundsatz über den Geist: Er ist nicht schon dadurch da, dass etwas über ihn gilt, sondern nur insoweit, als er sich selbst so weiß. Eine Verfassung, die einem Volk vorweg gegeben würde, ohne dass es sich in ihr wiedererkennt, wäre deshalb kein &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt;, sondern ein bloßes Gedankending — sie hätte die richtige &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Form&lt;/a&gt;, aber nicht die Wirklichkeit. Der Zug geht also von der Richtigkeit des Inhalts zu der Bedingung, unter der er überhaupt existieren kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Geist ist nur wirklich als das, als was er sich weiß — die Verfassung hat ihre <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat." rel="ugc">Wirklichkeit</a> daher an der Bildung des Selbstbewusstseins eines Volkes.</em></p>
<p>Nachdem die vernünftige Gliederung aus dem <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit" title="Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen." rel="ugc">bestimmt</a> ist, wird gefragt, was ihr Wirklichkeit gibt. Die Antwort stützt sich auf einen Grundsatz über den Geist: Er ist nicht schon dadurch da, dass etwas über ihn gilt, sondern nur insoweit, als er sich selbst so weiß. Eine Verfassung, die einem Volk vorweg gegeben würde, ohne dass es sich in ihr wiedererkennt, wäre deshalb kein <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a>, sondern ein bloßes Gedankending — sie hätte die richtige <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">Form</a>, aber nicht die Wirklichkeit. Der Zug geht also von der Richtigkeit des Inhalts zu der Bedingung, unter der er überhaupt existieren kann.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Karl Marx		</title>
		<link>https://grundlinien.de/274/#comment-1466</link>

		<dc:creator><![CDATA[Karl Marx]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Apr 1843 01:13:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Aus Hegels Räsonnement folgt nur, daß der Staat, worin »Weise und Bildung des Selbstbewußtseins« und »Verfassung« sich widersprechen, kein wahrer Staat ist. Daß die Verfassung, welche das Produkt eines vergangnen Bewußtseins war, zur drückenden Fessel für ein fortgeschrittnes werden kann etc. etc., sind wohl Trivialitäten. Es würde vielmehr nur die Forderung einer Verfassung folgern, die in sich selbst die Bestimmung und das Prinzip hat, mit dem Bewußtsein fortzuschreiten; fortzuschreiten mit dem wirklichen Menschen, was erst möglich ist, sobald der »Mensch« zum Prinzip der Verfassung geworden ist. Hegel hier Sophist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Hegels Räsonnement folgt nur, daß der Staat, worin »Weise und Bildung des Selbstbewußtseins« und »Verfassung« sich widersprechen, kein wahrer Staat ist. Daß die Verfassung, welche das Produkt eines vergangnen Bewußtseins war, zur drückenden Fessel für ein fortgeschrittnes werden kann etc. etc., sind wohl Trivialitäten. Es würde vielmehr nur die Forderung einer Verfassung folgern, die in sich selbst die Bestimmung und das Prinzip hat, mit dem Bewußtsein fortzuschreiten; fortzuschreiten mit dem wirklichen Menschen, was erst möglich ist, sobald der »Mensch« zum Prinzip der Verfassung geworden ist. Hegel hier Sophist.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/274/#comment-1670</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 14:16:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Staat muß in seiner Verfassung alle Verhältnisse durchdringen. Napoleon hat z. B. den Spaniern eine Verfassung a priori geben wollen, was aber schlecht genug ging. Denn eine Verfassung ist kein bloß Gemachtes: sie ist die Arbeit von Jahrhunderten, die Idee und das Bewußtsein des Vernünftigen, inwieweit es in einem Volk entwickelt ist. Keine Verfassung wird daher bloß von Subjekten geschaffen. Was Napoleon den Spaniern gab, war vernünftiger, als was sie früher hatten, und doch stießen sie es zurück als ein ihnen Fremdes, da sie noch nicht bis dahinauf gebildet waren. Das Volk muß zu seiner Verfassung das Gefühl seines Rechts und seines Zustandes haben, sonst kann sie zwar äußerlich vorhanden sein, aber sie hat keine Bedeutung und keinen Wert. Freilich kann oft in Einzelnen sich das Bedürfnis und die Sehnsucht nach einer besseren Verfassung vorfinden, aber daß die ganze Masse von einer solchen Vorstellung durchdrungen werde, ist etwas ganz anderes und folgt erst später nach. Das Prinzip der Moralität, der Innerlichkeit des Sokrates ist in seinen Tagen notwendig erzeugt, aber dazu, daß es zum allgemeinen Selbstbewußtsein geworden ist, gehörte Zeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Staat muß in seiner Verfassung alle Verhältnisse durchdringen. Napoleon hat z. B. den Spaniern eine Verfassung a priori geben wollen, was aber schlecht genug ging. Denn eine Verfassung ist kein bloß Gemachtes: sie ist die Arbeit von Jahrhunderten, die Idee und das Bewußtsein des Vernünftigen, inwieweit es in einem Volk entwickelt ist. Keine Verfassung wird daher bloß von Subjekten geschaffen. Was Napoleon den Spaniern gab, war vernünftiger, als was sie früher hatten, und doch stießen sie es zurück als ein ihnen Fremdes, da sie noch nicht bis dahinauf gebildet waren. Das Volk muß zu seiner Verfassung das Gefühl seines Rechts und seines Zustandes haben, sonst kann sie zwar äußerlich vorhanden sein, aber sie hat keine Bedeutung und keinen Wert. Freilich kann oft in Einzelnen sich das Bedürfnis und die Sehnsucht nach einer besseren Verfassung vorfinden, aber daß die ganze Masse von einer solchen Vorstellung durchdrungen werde, ist etwas ganz anderes und folgt erst später nach. Das Prinzip der Moralität, der Innerlichkeit des Sokrates ist in seinen Tagen notwendig erzeugt, aber dazu, daß es zum allgemeinen Selbstbewußtsein geworden ist, gehörte Zeit.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1830)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/274/#comment-2571</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1830)]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 1830 23:06:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 538:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 538.&lt;/strong&gt; Die &lt;em&gt;Gesetze&lt;/em&gt; sprechen die Inhaltsbestimmungen der objektiven Freiheit aus. Erstens: für das unmittelbare Subjekt, dessen selbständige Willkür und besonderes Interesse sind sie Schranken. Aber sie sind zweitens absoluter &lt;em&gt;Endzweck&lt;/em&gt; und das allgemeine &lt;em&gt;Werk;&lt;/em&gt; so werden sie durch die Funktionen der verschiedenen, sich aus der allgemeinen Besonderung weiter vereinzelnden &lt;em&gt;Stände&lt;/em&gt; und durch alle Tätigkeit und Privatsorge der &lt;em&gt;Einzelnen&lt;/em&gt; hervorgebracht; und drittens sind sie die Substanz ihres darin &lt;em&gt;freien&lt;/em&gt; Wollens und ihrer Gesinnung und so als geltende &lt;em&gt;Sitte&lt;/em&gt; dargestellt.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 538:</em></p>
<p><strong>§ 538.</strong> Die <em>Gesetze</em> sprechen die Inhaltsbestimmungen der objektiven Freiheit aus. Erstens: für das unmittelbare Subjekt, dessen selbständige Willkür und besonderes Interesse sind sie Schranken. Aber sie sind zweitens absoluter <em>Endzweck</em> und das allgemeine <em>Werk;</em> so werden sie durch die Funktionen der verschiedenen, sich aus der allgemeinen Besonderung weiter vereinzelnden <em>Stände</em> und durch alle Tätigkeit und Privatsorge der <em>Einzelnen</em> hervorgebracht; und drittens sind sie die Substanz ihres darin <em>freien</em> Wollens und ihrer Gesinnung und so als geltende <em>Sitte</em> dargestellt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1827)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/274/#comment-2569</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1827)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 May 1827 23:06:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 538:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 538.&lt;/strong&gt; Die Gesetze sprechen die Inhalts-Bestimmungen der objectiven Freiheit aus. Erstens als unmittelbar sind sie Schranken des unmittelbaren Subjects, der selbstständigen Willkühr und des besondern Interesses. Aber die Gesetze sind zweitens absoluter Endzweck und das allgemeine Werk, so werden sie durch die Functionen der verschiedenen sich aus ihrer allgemeinen Besonderung weiter vereinzelnden Stände, und durch alle Thätigkeit und Privat-Sorge der Einzelnen hervorgebracht und indem sie die Substanz ihres Wollens und ihrer Gesinnung sind, als geltende &lt;em&gt;Sitte&lt;/em&gt; dargestellt.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 538:</em></p>
<p><strong>§ 538.</strong> Die Gesetze sprechen die Inhalts-Bestimmungen der objectiven Freiheit aus. Erstens als unmittelbar sind sie Schranken des unmittelbaren Subjects, der selbstständigen Willkühr und des besondern Interesses. Aber die Gesetze sind zweitens absoluter Endzweck und das allgemeine Werk, so werden sie durch die Functionen der verschiedenen sich aus ihrer allgemeinen Besonderung weiter vereinzelnden Stände, und durch alle Thätigkeit und Privat-Sorge der Einzelnen hervorgebracht und indem sie die Substanz ihres Wollens und ihrer Gesinnung sind, als geltende <em>Sitte</em> dargestellt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Naturrechtsaufsatz 1803)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/274/#comment-2672</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Naturrechtsaufsatz 1803)]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jan 1803 11:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=462#comment-2672</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Hegel, Über die wissenschaftlichen Behandlungsarten des Naturrechts (Kritisches Journal der Philosophie, Bd. 2, 3. Stück, 1803), &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/naturrechtsaufsatz/48/&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;S. 470&lt;/a&gt;:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es muß sich auch in der &lt;em&gt;Form der Allgemeinheit&lt;/em&gt; und der Erkenntniß, als &lt;em&gt;System der Gesetzgebung&lt;/em&gt; vorstellen; so daß dieses System vollkommen die Realität oder die lebendigen vorhandenen Sitten ausdrückt; damit es nicht geschieht, wie oft der Fall ist, daß dasjenige, was in einem Volke recht und in der Wirklichkeit ist, aus seinen Gesetzen nicht erkannt werden kann, welche Ungeschicklichkeit, die wahrhaften Sitten in die Form von Gesetzen zu bringen, und die Angst, diese Sitten zu denken, als sein anzusehen und zu bekennen, das Zeichen der Barbarey ist.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hegel, Über die wissenschaftlichen Behandlungsarten des Naturrechts (Kritisches Journal der Philosophie, Bd. 2, 3. Stück, 1803), <a href="https://grundlinien.de/naturrechtsaufsatz/48/" rel="ugc">S. 470</a>:</em></p>
<p>Es muß sich auch in der <em>Form der Allgemeinheit</em> und der Erkenntniß, als <em>System der Gesetzgebung</em> vorstellen; so daß dieses System vollkommen die Realität oder die lebendigen vorhandenen Sitten ausdrückt; damit es nicht geschieht, wie oft der Fall ist, daß dasjenige, was in einem Volke recht und in der Wirklichkeit ist, aus seinen Gesetzen nicht erkannt werden kann, welche Ungeschicklichkeit, die wahrhaften Sitten in die Form von Gesetzen zu bringen, und die Angst, diese Sitten zu denken, als sein anzusehen und zu bekennen, das Zeichen der Barbarey ist.</p>
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