<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: 277	</title>
	<atom:link href="https://grundlinien.de/277/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://grundlinien.de/277/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 23 Sep 2026 16:57:37 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/277/#comment-3344</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 10:20:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=456#comment-3344</guid>

					<description><![CDATA[§ 277: Ämter sind kein Eigentum

Die Aufgaben des Staates gehören dem Staat. Einzelne Menschen üben sie aus. Aber nicht aufgrund ihrer Person, sondern aufgrund ihrer Fähigkeiten.

Was folgt daraus?

Ein Amt ist nicht Privateigentum. Man kann es weder verkaufen noch vererben. Wer ein Amt führt, braucht Können und Charakter. Er muss dafür ausgebildet sein.

Ein Blick zurück:

In Frankreich konnte man früher Richterstellen kaufen. In der englischen Armee kann man Offiziersstellen teilweise noch heute kaufen. Das stammt aus der Verfassung des Mittelalters. Es verschwindet allmählich.

Zusammenfassung: Staatliche Ämter hängen an Fähigkeiten, nicht an Personen. Darum sind sie kein Privateigentum. Man kann sie weder kaufen noch erben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 277: Ämter sind kein Eigentum</p>
<p>Die Aufgaben des Staates gehören dem Staat. Einzelne Menschen üben sie aus. Aber nicht aufgrund ihrer Person, sondern aufgrund ihrer Fähigkeiten.</p>
<p>Was folgt daraus?</p>
<p>Ein Amt ist nicht Privateigentum. Man kann es weder verkaufen noch vererben. Wer ein Amt führt, braucht Können und Charakter. Er muss dafür ausgebildet sein.</p>
<p>Ein Blick zurück:</p>
<p>In Frankreich konnte man früher Richterstellen kaufen. In der englischen Armee kann man Offiziersstellen teilweise noch heute kaufen. Das stammt aus der Verfassung des Mittelalters. Es verschwindet allmählich.</p>
<p>Zusammenfassung: Staatliche Ämter hängen an Fähigkeiten, nicht an Personen. Darum sind sie kein Privateigentum. Man kann sie weder kaufen noch erben.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/277/#comment-2965</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:30:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=456#comment-2965</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;besonderen&lt;/a&gt; Geschäfte sind dem Staat selbst eigen und den Individuen nur nach deren &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;allgemeinen&lt;/a&gt; und objektiven Qualitäten geknüpft — mit der besonderen Persönlichkeit sind sie äußerlicher- und zufälligerweise verbunden.&lt;/em&gt;

Amtsinhalt und Amtsträger werden hier auseinandergehalten. Was ein Amt ist, &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit&quot; title=&quot;Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;bestimmt&lt;/a&gt; sich aus dem Staat; der Einzelne kommt nur insofern in Betracht, als er allgemeine Eigenschaften hat, die auch ein anderer haben könnte — Kenntnis, Befähigung, Amtstauglichkeit. Dass gerade dieser Mensch es führt, gehört daher nicht zur Sache selbst; „äußerlicher- und zufälligerweise“ verbunden heißt hier genau: der Inhalt bleibt derselbe, wenn ein anderer an die Stelle tritt. Eben daraus folgt, dass Staatsgeschäfte und Gewalten nicht Privateigentum sein können — wären sie es, so wäre die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;zufällige&lt;/a&gt; Person zur Bedingung der Sache gemacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">besonderen</a> Geschäfte sind dem Staat selbst eigen und den Individuen nur nach deren <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">allgemeinen</a> und objektiven Qualitäten geknüpft — mit der besonderen Persönlichkeit sind sie äußerlicher- und zufälligerweise verbunden.</em></p>
<p>Amtsinhalt und Amtsträger werden hier auseinandergehalten. Was ein Amt ist, <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit" title="Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen." rel="ugc">bestimmt</a> sich aus dem Staat; der Einzelne kommt nur insofern in Betracht, als er allgemeine Eigenschaften hat, die auch ein anderer haben könnte — Kenntnis, Befähigung, Amtstauglichkeit. Dass gerade dieser Mensch es führt, gehört daher nicht zur Sache selbst; „äußerlicher- und zufälligerweise“ verbunden heißt hier genau: der Inhalt bleibt derselbe, wenn ein anderer an die Stelle tritt. Eben daraus folgt, dass Staatsgeschäfte und Gewalten nicht Privateigentum sein können — wären sie es, so wäre die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu." rel="ugc">zufällige</a> Person zur Bedingung der Sache gemacht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Karl Marx		</title>
		<link>https://grundlinien.de/277/#comment-1469</link>

		<dc:creator><![CDATA[Karl Marx]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 1843 14:36:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=456#comment-1469</guid>

					<description><![CDATA[Es versteht sich von selbst, daß, wenn besondere Geschäfte und Wirksamkeiten als Geschäfte und Wirksamkeit des Staats, als Staatsgeschäfte und Staatsgewalt bezeichnet werden, sie nicht Privateigentum, sondern Staatseigentum sind. Das ist eine Tautologie.

Die Geschäfte und Wirksamkeiten des Staats sind an Individuen geknüpft (der Staat ist nur wirksam durch Individuen), aber nicht an das Individuum als physisches, sondern als staatliches, an die Staatsqualität des Individuums. Es ist daher lächerlich, wenn Hegel sagt, sie seien »mit der besonderen Persönlichkeit als solcher äußerlicher- und zufälligerweise verbunden«. Sie sind vielmehr durch ein vinculum substantiale &#124;eine wesentliche Verbindung&#124;, durch eine wesentliche Qualität desselben, mit ihm verbunden. Sie sind die natürliche Aktion seiner wesentlichen Qualität. Es kömmt dieser Unsinn dadurch herein, daß Hegel die Staatsgeschäfte und Wirksamkeiten abstrakt für sich und im Gegensatz dazu die besondere Individualität faßt; aber er vergißt, daß die besondere Individualität eine menschliche und die Staatsgeschäfte und Wirksamkeiten menschliche Funktionen sind; er vergißt, daß das Wesen der »besonderen Persönlichkeit« nicht ihr Bart, ihr Blut, ihre abstrakte Physis, sondern ihre soziale Qualität ist, und daß die Staatsgeschäfte etc. nichts als Daseins- und Wirkungsweisen der sozialen Qualitäten des Menschen sind. Es versteht sich also, daß die Individuen, insofern sie die Träger der Staatsgeschäfte und Gewalten sind, ihrer sozialen und nicht ihrer privaten Qualität nach betrachtet werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es versteht sich von selbst, daß, wenn besondere Geschäfte und Wirksamkeiten als Geschäfte und Wirksamkeit des Staats, als Staatsgeschäfte und Staatsgewalt bezeichnet werden, sie nicht Privateigentum, sondern Staatseigentum sind. Das ist eine Tautologie.</p>
<p>Die Geschäfte und Wirksamkeiten des Staats sind an Individuen geknüpft (der Staat ist nur wirksam durch Individuen), aber nicht an das Individuum als physisches, sondern als staatliches, an die Staatsqualität des Individuums. Es ist daher lächerlich, wenn Hegel sagt, sie seien »mit der besonderen Persönlichkeit als solcher äußerlicher- und zufälligerweise verbunden«. Sie sind vielmehr durch ein vinculum substantiale |eine wesentliche Verbindung|, durch eine wesentliche Qualität desselben, mit ihm verbunden. Sie sind die natürliche Aktion seiner wesentlichen Qualität. Es kömmt dieser Unsinn dadurch herein, daß Hegel die Staatsgeschäfte und Wirksamkeiten abstrakt für sich und im Gegensatz dazu die besondere Individualität faßt; aber er vergißt, daß die besondere Individualität eine menschliche und die Staatsgeschäfte und Wirksamkeiten menschliche Funktionen sind; er vergißt, daß das Wesen der »besonderen Persönlichkeit« nicht ihr Bart, ihr Blut, ihre abstrakte Physis, sondern ihre soziale Qualität ist, und daß die Staatsgeschäfte etc. nichts als Daseins- und Wirkungsweisen der sozialen Qualitäten des Menschen sind. Es versteht sich also, daß die Individuen, insofern sie die Träger der Staatsgeschäfte und Gewalten sind, ihrer sozialen und nicht ihrer privaten Qualität nach betrachtet werden.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/277/#comment-1673</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 14:17:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=456#comment-1673</guid>

					<description><![CDATA[Die Wirksamkeit des Staats ist an Individuen geknüpft; sie sind aber nicht durch ihre natürliche Weise berechtigt, die Geschäfte zu besorgen, sondern nach ihrer objektiven Qualität. Fähigkeit, Geschicklichkeit, Charakter gehört zur Besonderheit des Individuums: es muß erzogen und zu einem besonderen Geschäfte gebildet sein. Daher kann ein Amt weder verkauft noch vererbt werden. In Frankreich waren die Parlamentsstellen ehemals verkäuflich, in der englischen Armee sind es die Offiziersstellen bis zu einem gewissen Grade noch heute, aber dies hing oder hängt noch mit der mittelalterigen Verfassung gewisser Staaten zusammen, die jetzt allmählich im Verschwinden ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wirksamkeit des Staats ist an Individuen geknüpft; sie sind aber nicht durch ihre natürliche Weise berechtigt, die Geschäfte zu besorgen, sondern nach ihrer objektiven Qualität. Fähigkeit, Geschicklichkeit, Charakter gehört zur Besonderheit des Individuums: es muß erzogen und zu einem besonderen Geschäfte gebildet sein. Daher kann ein Amt weder verkauft noch vererbt werden. In Frankreich waren die Parlamentsstellen ehemals verkäuflich, in der englischen Armee sind es die Offiziersstellen bis zu einem gewissen Grade noch heute, aber dies hing oder hängt noch mit der mittelalterigen Verfassung gewisser Staaten zusammen, die jetzt allmählich im Verschwinden ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
