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	Kommentare zu: 29	</title>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/29/#comment-2717</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:03:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Definition des Rechts als &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt; des freien Willens — das Recht ist die Freiheit als &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Idee&lt;/a&gt;, nicht die Beschränkung der Willkür.&lt;/em&gt;

Aus allem Vorhergehenden wird jetzt der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; gezogen, um dessentwillen die Einleitung geführt wurde. Recht heißt nicht eine Regel, die dem Willen etwas verwehrt, sondern jedes Dasein, in dem Freiheit da ist — deshalb können später auch Moralität, Sittlichkeit und Staatsinteresse je ein Recht heißen (§ 30). Die Anmerkung macht den Unterschied an Kant deutlich: bestimmt man das Recht als die Beschränkung meiner Willkür, damit sie mit der Willkür aller zusammen bestehen kann, so ist das Bestimmende ein Negatives, und das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeine&lt;/a&gt;, das dabei herauskommt, bleibt eine bloß äußerliche Übereinstimmung, die auf den Satz vom &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet&quot; title=&quot;Ein Widerspruch ist bei Hegel kein Denkfehler, sondern die Stelle, an der eine Bestimmung nicht hält, was sie verspricht — und dadurch weitertreibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Widerspruch&lt;/a&gt; hinausläuft. Hegels &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; ist umgekehrt positiv: nicht was der Freiheit Grenzen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;setzt&lt;/a&gt;, ist Recht, sondern das, worin sie besteht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Definition des Rechts als <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a> des freien Willens — das Recht ist die Freiheit als <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches." rel="ugc">Idee</a>, nicht die Beschränkung der Willkür.</em></p>
<p>Aus allem Vorhergehenden wird jetzt der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a> gezogen, um dessentwillen die Einleitung geführt wurde. Recht heißt nicht eine Regel, die dem Willen etwas verwehrt, sondern jedes Dasein, in dem Freiheit da ist — deshalb können später auch Moralität, Sittlichkeit und Staatsinteresse je ein Recht heißen (§ 30). Die Anmerkung macht den Unterschied an Kant deutlich: bestimmt man das Recht als die Beschränkung meiner Willkür, damit sie mit der Willkür aller zusammen bestehen kann, so ist das Bestimmende ein Negatives, und das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeine</a>, das dabei herauskommt, bleibt eine bloß äußerliche Übereinstimmung, die auf den Satz vom <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet" title="Ein Widerspruch ist bei Hegel kein Denkfehler, sondern die Stelle, an der eine Bestimmung nicht hält, was sie verspricht — und dadurch weitertreibt." rel="ugc">Widerspruch</a> hinausläuft. Hegels <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> ist umgekehrt positiv: nicht was der Freiheit Grenzen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">setzt</a>, ist Recht, sondern das, worin sie besteht.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/29/#comment-1885</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 07:57:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=967#comment-1885</guid>

					<description><![CDATA[§ 29: Was das Recht ist

Jetzt kommt der Satz, auf den die ganze Einleitung zuläuft. Er ist sehr kurz.

Überall, wo die Freiheit Gestalt annimmt, da ist Recht. Recht ist also die Freiheit, die wirklich da ist. Es ist die Freiheit als Idee: der Kern samt seiner Verwirklichung.

Das klingt ungewohnt. Denn meist denken wir an Verbote und Grenzen.

Die übliche Ansicht:

Kant hat das Recht so bestimmt: Das Recht beschränkt meine Freiheit so, dass sie neben der Freiheit aller anderen bestehen kann. Das Recht ist hier wie die Linien auf einem Parkplatz. Jeder hat seinen Platz. Die Linien sorgen dafür, dass keiner dem anderen in die Quere kommt.

Was fehlt daran?

Erstens sagt diese Bestimmung nur etwas Verneinendes. Recht heißt hier: Grenze, Schranke. Zweitens ist ihr einziger positiver Gedanke sehr dünn. Die Willen sollen sich nicht widersprechen. Das ist alles.

Dahinter steckt ein Bild vom Menschen, das seit Rousseau verbreitet ist. Am Anfang steht der einzelne Mensch mit seinem Belieben. Das Vernünftige kommt erst hinterher dazu, als Zaun von außen.

Wir sehen es umgekehrt. Das Vernünftige ist keine Schranke der Freiheit. Es ist die Gestalt, in der die Freiheit erst wirklich wird.

Das harte Urteil:

Die übliche Ansicht ist flach gedacht. Und sie hat in den Köpfen und in der Welt Furchtbares angerichtet. Man denke an den Schrecken nach der Französischen Revolution. Das Furchtbare war so groß, wie der Gedanke flach war.

Zusammenfassung: Recht ist die Freiheit, die wirklich da ist. Es ist nicht zuerst Grenze, sondern Gestalt der Freiheit. Wer beim einzelnen Belieben anfängt, kann das Vernünftige nur als Fessel sehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 29: Was das Recht ist</p>
<p>Jetzt kommt der Satz, auf den die ganze Einleitung zuläuft. Er ist sehr kurz.</p>
<p>Überall, wo die Freiheit Gestalt annimmt, da ist Recht. Recht ist also die Freiheit, die wirklich da ist. Es ist die Freiheit als Idee: der Kern samt seiner Verwirklichung.</p>
<p>Das klingt ungewohnt. Denn meist denken wir an Verbote und Grenzen.</p>
<p>Die übliche Ansicht:</p>
<p>Kant hat das Recht so bestimmt: Das Recht beschränkt meine Freiheit so, dass sie neben der Freiheit aller anderen bestehen kann. Das Recht ist hier wie die Linien auf einem Parkplatz. Jeder hat seinen Platz. Die Linien sorgen dafür, dass keiner dem anderen in die Quere kommt.</p>
<p>Was fehlt daran?</p>
<p>Erstens sagt diese Bestimmung nur etwas Verneinendes. Recht heißt hier: Grenze, Schranke. Zweitens ist ihr einziger positiver Gedanke sehr dünn. Die Willen sollen sich nicht widersprechen. Das ist alles.</p>
<p>Dahinter steckt ein Bild vom Menschen, das seit Rousseau verbreitet ist. Am Anfang steht der einzelne Mensch mit seinem Belieben. Das Vernünftige kommt erst hinterher dazu, als Zaun von außen.</p>
<p>Wir sehen es umgekehrt. Das Vernünftige ist keine Schranke der Freiheit. Es ist die Gestalt, in der die Freiheit erst wirklich wird.</p>
<p>Das harte Urteil:</p>
<p>Die übliche Ansicht ist flach gedacht. Und sie hat in den Köpfen und in der Welt Furchtbares angerichtet. Man denke an den Schrecken nach der Französischen Revolution. Das Furchtbare war so groß, wie der Gedanke flach war.</p>
<p>Zusammenfassung: Recht ist die Freiheit, die wirklich da ist. Es ist nicht zuerst Grenze, sondern Gestalt der Freiheit. Wer beim einzelnen Belieben anfängt, kann das Vernünftige nur als Fessel sehen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/29/#comment-8</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Nov 1822 08:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=967#comment-8</guid>

					<description><![CDATA[[zu § 29]
Die große Stellung des &lt;em&gt;Rechts&lt;/em&gt; - Geist sich wirklich machen; - Natur ist, was sie ist; wird begriffen - daß der Geist - als eine &lt;em&gt;Natur&lt;/em&gt; - als das System einer &lt;em&gt;Welt sei&lt;/em&gt;, - Sitte, Ordnung - &lt;em&gt;Vorstellung&lt;/em&gt;, Idee notwendig - für sich. Ob das, was in Idee notwendige Bestimmung, das sei, was die Menschen &lt;em&gt;Recht&lt;/em&gt; heißen -
&lt;em&gt;Recht&lt;/em&gt; erscheint in der nächsten Vorstellung als &lt;em&gt;Möglichkeit&lt;/em&gt; zu tun oder auch nicht. Ich tue nichts Unrechtes, wenn Ich mein Recht nicht &lt;em&gt;geltend&lt;/em&gt; mache - höhere, konkrete Bestimmungen sind nicht nur R[echte], auch Pflichten -
&lt;em&gt;Zufälligkeit&lt;/em&gt;, ob es &lt;em&gt;gelte&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt;, - nur nicht verletzen das Recht des andern. Recht soll &lt;em&gt;gelten - α) Ich will&lt;/em&gt;, β) &lt;em&gt;gültig&lt;/em&gt;, γ) warum gültig? Allgemeinheit - Freiheit - α) Unrecht - β) von meinem Willen aus; α) Wille allein der Grund der Gültigkeit - daß man ihn &lt;em&gt;gelten läßt&lt;/em&gt; -
Konkretes Recht die absolute &lt;em&gt;Notwendigkeit&lt;/em&gt; des Geistes α) Dasein in äußerlichen Dingen - &lt;em&gt;Ich kann&lt;/em&gt; nur &lt;em&gt;dieses&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;jenes&lt;/em&gt; Recht geltend machen, das Recht daran selbst aufgeben - schenken - aber es ist &lt;em&gt;notwendig&lt;/em&gt;, daß ich &lt;em&gt;rechtliche&lt;/em&gt; Person bin - das Recht habe - daß es auch Existenz hat - Wille, subjektiv, kann sein, daß es nicht gilt. Aber es soll gelten, weil Wille, was ich tue - dies ist nicht bloß eine Befugnis oder Erlaubnis. Nicht weil es ein Recht ist, sondern weil formell. Dies macht die Seite seiner Zufälligkeit aus - Absolutes Recht auch seinem Inhalt nach bestimmt. - Sittlichkeit hat ein Recht, - Dasein*2) 
α) in äußerlicher Sache, Eigentum
β) Idee, substantielles Verhältnis in &lt;em&gt;mir; Subjekt&lt;/em&gt;, Einsicht, Überzeugung, erzogen, Gewohnheit, Sitte, - hier kann nicht von Erlaubnis [die Rede] sein - ob dieses oder jenes Dasein der Freiheit sein soll, &lt;em&gt;dies&lt;/em&gt; ist hier Selbstbewußtsein -
γ) - 
Es ist notwendiges Moment α) von Seite des Sittlichen - sein Dasein - β) von Seite des Selbstbewußtseins, sein Wesen, sein Begriff, sich zur Idee zu machen. 
Daß der Geist zu seinem Rechte komme, d. i. daß die Vernunftbestimmungen desselben, die entwickelten herausgesetzt - nicht eingehüllt bleiben - bei einem einfachen Volke ist dies der Fall - und dies &lt;em&gt;gelte&lt;/em&gt;, d. i. als dieser Wille und Sitte des Selbstbewußtseins sei - - ein Geisterreich in seinen Gesetzen - Gesetze die Substanz, - Selbstbewußtsein die Realität. 
Was Recht ist - Definition - muß man sich nicht an die Juristen wenden - Recht aus Gesetzen
Hier: was ist an und für sich Recht, d. h. wie kann &lt;em&gt;Gesetz&lt;/em&gt; sein?
&lt;em&gt;Beschränkung&lt;/em&gt;, - ungeheurer Irrtum - &lt;em&gt;Knechtschaft&lt;/em&gt; Allenthalben hört man davon sprechen, - Cortes in Lissabon. 

[zu § 29 Anm.] 
α) Freiheit - ihr Dasein - ist an und für sich notwendig. 
α) Freiheit für den Freien, aber 
β) als ein Gegenständliches - d. i. Äußerliches auch Bestimmung und Unterschied
γ) Weisen dieser Unterschiede, macht die Einteilung
β) Ist dies nun das, was wir Recht nennen? - Empfindung, Vorstellung im formellen Denken - Meine Freiheit darin -
γ) Diese Definition könnte auch auf gewöhnliche Weise gefunden werden. 
Aber in der Vorstellung des Rechts - viele andere Bestimmungen, die nur Konsequenzen sind, und auf welche die Reflexion zuerst fällt, um sie als die wesentliche Bestimmung zu nehmen - Einsicht, daß Folge
α) Wozu ich Recht habe, das &lt;em&gt;darf ich&lt;/em&gt;, befugt, erlaubt - aber es [ist] nicht geboten - der &lt;em&gt;Andere&lt;/em&gt; aber nicht - warum nicht? - weil mein Wille - Freiheit - absolut - Aber hier schon der &lt;em&gt;Andere&lt;/em&gt; gehört nicht her - Liebe und Gegenliebe 
Trennbarkeit der Sache als einer äußerlichen von meinem Willen - aber im Höheren, Staat - was Recht, ist auch Pflicht. 
β) &lt;em&gt;Beschränkung&lt;/em&gt; der Freiheit - Konsequenz selbst wieder in Beziehung auf Andere - und zwar ganz nur in formeller Freiheit - welche noch die Willkür zu ihrer Determination in Ansehung des Besonderen hat - 


2) *Dasein ist der subjektive Wille - für ihn Pflicht - diese Realität - subjektives Selbstbewußtsein ist &lt;em&gt;notw&lt;/em&gt;. wesentliches Moment der Idee]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 29]<br />
Die große Stellung des <em>Rechts</em> &#8211; Geist sich wirklich machen; &#8211; Natur ist, was sie ist; wird begriffen &#8211; daß der Geist &#8211; als eine <em>Natur</em> &#8211; als das System einer <em>Welt sei</em>, &#8211; Sitte, Ordnung &#8211; <em>Vorstellung</em>, Idee notwendig &#8211; für sich. Ob das, was in Idee notwendige Bestimmung, das sei, was die Menschen <em>Recht</em> heißen &#8211;<br />
<em>Recht</em> erscheint in der nächsten Vorstellung als <em>Möglichkeit</em> zu tun oder auch nicht. Ich tue nichts Unrechtes, wenn Ich mein Recht nicht <em>geltend</em> mache &#8211; höhere, konkrete Bestimmungen sind nicht nur R[echte], auch Pflichten &#8211;<br />
<em>Zufälligkeit</em>, ob es <em>gelte</em> oder <em>nicht</em>, &#8211; nur nicht verletzen das Recht des andern. Recht soll <em>gelten &#8211; α) Ich will</em>, β) <em>gültig</em>, γ) warum gültig? Allgemeinheit &#8211; Freiheit &#8211; α) Unrecht &#8211; β) von meinem Willen aus; α) Wille allein der Grund der Gültigkeit &#8211; daß man ihn <em>gelten läßt</em> &#8211;<br />
Konkretes Recht die absolute <em>Notwendigkeit</em> des Geistes α) Dasein in äußerlichen Dingen &#8211; <em>Ich kann</em> nur <em>dieses</em> oder <em>jenes</em> Recht geltend machen, das Recht daran selbst aufgeben &#8211; schenken &#8211; aber es ist <em>notwendig</em>, daß ich <em>rechtliche</em> Person bin &#8211; das Recht habe &#8211; daß es auch Existenz hat &#8211; Wille, subjektiv, kann sein, daß es nicht gilt. Aber es soll gelten, weil Wille, was ich tue &#8211; dies ist nicht bloß eine Befugnis oder Erlaubnis. Nicht weil es ein Recht ist, sondern weil formell. Dies macht die Seite seiner Zufälligkeit aus &#8211; Absolutes Recht auch seinem Inhalt nach bestimmt. &#8211; Sittlichkeit hat ein Recht, &#8211; Dasein*2)<br />
α) in äußerlicher Sache, Eigentum<br />
β) Idee, substantielles Verhältnis in <em>mir; Subjekt</em>, Einsicht, Überzeugung, erzogen, Gewohnheit, Sitte, &#8211; hier kann nicht von Erlaubnis [die Rede] sein &#8211; ob dieses oder jenes Dasein der Freiheit sein soll, <em>dies</em> ist hier Selbstbewußtsein &#8211;<br />
γ) &#8211;<br />
Es ist notwendiges Moment α) von Seite des Sittlichen &#8211; sein Dasein &#8211; β) von Seite des Selbstbewußtseins, sein Wesen, sein Begriff, sich zur Idee zu machen.<br />
Daß der Geist zu seinem Rechte komme, d. i. daß die Vernunftbestimmungen desselben, die entwickelten herausgesetzt &#8211; nicht eingehüllt bleiben &#8211; bei einem einfachen Volke ist dies der Fall &#8211; und dies <em>gelte</em>, d. i. als dieser Wille und Sitte des Selbstbewußtseins sei &#8211; &#8211; ein Geisterreich in seinen Gesetzen &#8211; Gesetze die Substanz, &#8211; Selbstbewußtsein die Realität.<br />
Was Recht ist &#8211; Definition &#8211; muß man sich nicht an die Juristen wenden &#8211; Recht aus Gesetzen<br />
Hier: was ist an und für sich Recht, d. h. wie kann <em>Gesetz</em> sein?<br />
<em>Beschränkung</em>, &#8211; ungeheurer Irrtum &#8211; <em>Knechtschaft</em> Allenthalben hört man davon sprechen, &#8211; Cortes in Lissabon. </p>
<p>[zu § 29 Anm.]<br />
α) Freiheit &#8211; ihr Dasein &#8211; ist an und für sich notwendig.<br />
α) Freiheit für den Freien, aber<br />
β) als ein Gegenständliches &#8211; d. i. Äußerliches auch Bestimmung und Unterschied<br />
γ) Weisen dieser Unterschiede, macht die Einteilung<br />
β) Ist dies nun das, was wir Recht nennen? &#8211; Empfindung, Vorstellung im formellen Denken &#8211; Meine Freiheit darin &#8211;<br />
γ) Diese Definition könnte auch auf gewöhnliche Weise gefunden werden.<br />
Aber in der Vorstellung des Rechts &#8211; viele andere Bestimmungen, die nur Konsequenzen sind, und auf welche die Reflexion zuerst fällt, um sie als die wesentliche Bestimmung zu nehmen &#8211; Einsicht, daß Folge<br />
α) Wozu ich Recht habe, das <em>darf ich</em>, befugt, erlaubt &#8211; aber es [ist] nicht geboten &#8211; der <em>Andere</em> aber nicht &#8211; warum nicht? &#8211; weil mein Wille &#8211; Freiheit &#8211; absolut &#8211; Aber hier schon der <em>Andere</em> gehört nicht her &#8211; Liebe und Gegenliebe<br />
Trennbarkeit der Sache als einer äußerlichen von meinem Willen &#8211; aber im Höheren, Staat &#8211; was Recht, ist auch Pflicht.<br />
β) <em>Beschränkung</em> der Freiheit &#8211; Konsequenz selbst wieder in Beziehung auf Andere &#8211; und zwar ganz nur in formeller Freiheit &#8211; welche noch die Willkür zu ihrer Determination in Ansehung des Besonderen hat &#8211; </p>
<p>2) *Dasein ist der subjektive Wille &#8211; für ihn Pflicht &#8211; diese Realität &#8211; subjektives Selbstbewußtsein ist <em>notw</em>. wesentliches Moment der Idee</p>
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