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	Kommentare zu: 304	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/304/#comment-3371</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 10:59:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 304: Eine Mitte auch bei den Ständen

Die Stände stehen zunächst dem Monarchen gegenüber. Sie können mit ihm übereinstimmen. Sie können sich ihm aber auch feindlich entgegenstellen.

Wie wird daraus ein vernünftiges Verhältnis?

Durch Vermittlung. Auf der Seite des Monarchen vermittelt die Regierung. Auf der Seite der Stände braucht es ebenfalls ein Glied, das in der Mitte steht.

Ein Bild:

Eine Brücke braucht nicht nur zwei Ufer. Sie braucht auch Pfeiler dazwischen. Erst sie tragen die Last von einer Seite zur anderen.

Zusammenfassung: Die Stände können dem Monarchen feindlich gegenüberstehen. Vernünftig wird das Verhältnis erst, wenn auch auf ihrer Seite ein vermittelndes Glied besteht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 304: Eine Mitte auch bei den Ständen</p>
<p>Die Stände stehen zunächst dem Monarchen gegenüber. Sie können mit ihm übereinstimmen. Sie können sich ihm aber auch feindlich entgegenstellen.</p>
<p>Wie wird daraus ein vernünftiges Verhältnis?</p>
<p>Durch Vermittlung. Auf der Seite des Monarchen vermittelt die Regierung. Auf der Seite der Stände braucht es ebenfalls ein Glied, das in der Mitte steht.</p>
<p>Ein Bild:</p>
<p>Eine Brücke braucht nicht nur zwei Ufer. Sie braucht auch Pfeiler dazwischen. Erst sie tragen die Last von einer Seite zur anderen.</p>
<p>Zusammenfassung: Die Stände können dem Monarchen feindlich gegenüberstehen. Vernünftig wird das Verhältnis erst, wenn auch auf ihrer Seite ein vermittelndes Glied besteht.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/304/#comment-2992</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:31:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=380#comment-2992</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Verwandlung des bloßen Verhältnisses zweier Extreme in einen Schluss — die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;abstrakte&lt;/a&gt; Entgegensetzung wird nur dadurch vernünftig, dass ihre &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Vermittelt heißt: durch anderes hindurchgegangen und dadurch bestimmt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Vermittlung&lt;/a&gt; selbst zur Existenz kommt.&lt;/em&gt;

Der Paragraph zieht die Konsequenz aus § 302 und benennt den logischen Namen der Sache: Schluss. Stehen ständisches Element und fürstliches Prinzip einander &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbar&lt;/a&gt; gegenüber, so ist ihr Verhältnis abstrakt, das heißt: es liegt darin nur die Möglichkeit der Übereinstimmung und ebenso die Möglichkeit der Feindschaft — welche von beiden eintritt, bleibt &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;zufällig&lt;/a&gt;. Vernünftig wird es erst, wenn die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-schluss&quot; title=&quot;Der Schluss ist die Figur, in der zwei Seiten durch eine Mitte zusammengehalten werden. Mitte heißt nie Mittelmaß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Mitte&lt;/a&gt; nicht bloß gedacht, sondern als eigene Einrichtung wirklich vorhanden ist; von der Seite des Fürsten leistet das die Regierungsgewalt (§ 300), also muss auch die Ständeseite ein Glied ausbilden, dessen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; es ist, Mitte zu sein. Damit ist die nächste Frage gestellt: welcher der Stände dafür taugt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Verwandlung des bloßen Verhältnisses zweier Extreme in einen Schluss — die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">abstrakte</a> Entgegensetzung wird nur dadurch vernünftig, dass ihre <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Vermittelt heißt: durch anderes hindurchgegangen und dadurch bestimmt." rel="ugc">Vermittlung</a> selbst zur Existenz kommt.</em></p>
<p>Der Paragraph zieht die Konsequenz aus § 302 und benennt den logischen Namen der Sache: Schluss. Stehen ständisches Element und fürstliches Prinzip einander <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbar</a> gegenüber, so ist ihr Verhältnis abstrakt, das heißt: es liegt darin nur die Möglichkeit der Übereinstimmung und ebenso die Möglichkeit der Feindschaft — welche von beiden eintritt, bleibt <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu." rel="ugc">zufällig</a>. Vernünftig wird es erst, wenn die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-schluss" title="Der Schluss ist die Figur, in der zwei Seiten durch eine Mitte zusammengehalten werden. Mitte heißt nie Mittelmaß." rel="ugc">Mitte</a> nicht bloß gedacht, sondern als eigene Einrichtung wirklich vorhanden ist; von der Seite des Fürsten leistet das die Regierungsgewalt (§ 300), also muss auch die Ständeseite ein Glied ausbilden, dessen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> es ist, Mitte zu sein. Damit ist die nächste Frage gestellt: welcher der Stände dafür taugt.</p>
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