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	Kommentare zu: 329	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/329/#comment-3396</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 11:37:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 329: Krieg und Frieden beschließt der Fürst

Nach außen ist der Staat ein einzelnes Subjekt. Darum gehört das Verhältnis zu anderen Staaten zur fürstlichen Gewalt.

Was heißt das?

Der Fürst allein führt den Befehl über das Heer. Er unterhält die Beziehungen zu anderen Staaten durch Gesandte. Er schließt Krieg, Frieden und Verträge.

Sollten nicht die Stände entscheiden?

Sie behalten Einfluss, vor allem über das Geld. In England kann man keinen unbeliebten Krieg führen. Doch man meint oft, Fürsten folgten eher der Leidenschaft als Kammern. Das stimmt nicht. Ganze Völker lassen sich oft noch mehr begeistern. In England drängte mehrmals das ganze Volk zum Krieg. Erst später kam die Ernüchterung.

Zudem sind die Beziehungen zu vielen Staaten so heikel, dass nur die Spitze sie führen kann.

Zusammenfassung: Die Beziehungen nach außen, Krieg und Frieden, gehören zur fürstlichen Gewalt. Völker folgen oft noch eher der Leidenschaft als ihre Fürsten. Heikle Verhältnisse kann nur die Spitze führen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 329: Krieg und Frieden beschließt der Fürst</p>
<p>Nach außen ist der Staat ein einzelnes Subjekt. Darum gehört das Verhältnis zu anderen Staaten zur fürstlichen Gewalt.</p>
<p>Was heißt das?</p>
<p>Der Fürst allein führt den Befehl über das Heer. Er unterhält die Beziehungen zu anderen Staaten durch Gesandte. Er schließt Krieg, Frieden und Verträge.</p>
<p>Sollten nicht die Stände entscheiden?</p>
<p>Sie behalten Einfluss, vor allem über das Geld. In England kann man keinen unbeliebten Krieg führen. Doch man meint oft, Fürsten folgten eher der Leidenschaft als Kammern. Das stimmt nicht. Ganze Völker lassen sich oft noch mehr begeistern. In England drängte mehrmals das ganze Volk zum Krieg. Erst später kam die Ernüchterung.</p>
<p>Zudem sind die Beziehungen zu vielen Staaten so heikel, dass nur die Spitze sie führen kann.</p>
<p>Zusammenfassung: Die Beziehungen nach außen, Krieg und Frieden, gehören zur fürstlichen Gewalt. Völker folgen oft noch eher der Leidenschaft als ihre Fürsten. Heikle Verhältnisse kann nur die Spitze führen.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/329/#comment-3017</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:34:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Ableitung der auswärtigen Kompetenz aus der Individualität — weil der Staat nach außen ein individuelles Subjekt ist, fällt das Verhältnis zu anderen in das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Moment&lt;/a&gt;, das die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Einzelnheit&lt;/a&gt; darstellt.&lt;/em&gt;

Der Paragraph ordnet keine Zuständigkeit aus Zweckmäßigkeit zu, sondern liest sie aus der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; des Staates ab. Nach außen tritt der Staat nicht als gegliedertes Ganzes auf, sondern als eines und ungeteilt — als individuelles Subjekt; das Moment der Verfassung, in dem diese Einzelnheit ihr wirkliches &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt; hat, ist aber die fürstliche Gewalt (§§ 279, 321). Deshalb kommen Oberbefehl, Gesandtschaftswesen sowie Krieg, Frieden und Verträge &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbar&lt;/a&gt; und allein ihr zu.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ableitung der auswärtigen Kompetenz aus der Individualität — weil der Staat nach außen ein individuelles Subjekt ist, fällt das Verhältnis zu anderen in das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Moment</a>, das die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint." rel="ugc">Einzelnheit</a> darstellt.</em></p>
<p>Der Paragraph ordnet keine Zuständigkeit aus Zweckmäßigkeit zu, sondern liest sie aus der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> des Staates ab. Nach außen tritt der Staat nicht als gegliedertes Ganzes auf, sondern als eines und ungeteilt — als individuelles Subjekt; das Moment der Verfassung, in dem diese Einzelnheit ihr wirkliches <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a> hat, ist aber die fürstliche Gewalt (§§ 279, 321). Deshalb kommen Oberbefehl, Gesandtschaftswesen sowie Krieg, Frieden und Verträge <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbar</a> und allein ihr zu.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/329/#comment-1694</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 14:27:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In fast allen europäischen Ländern ist die individuelle Spitze die fürstliche Gewalt, die die Verhältnisse nach außen zu besorgen hat. Wo ständische Verfassungen sind, kann die Frage entstehen, ob nicht Krieg und Frieden von den Ständen geschlossen werden solle, und jedenfalls werden sie ihren Einfluß, besonders in Hinsicht der Geldmittel, behalten. In England kann zum Beispiel kein unpopulärer Krieg geführt werden. Wenn man aber meint, Fürsten und Kabinette seien mehr der Leidenschaft als Kammern unterworfen, und deswegen in die Hände der letzteren die Entscheidung über Krieg und Frieden zu spielen sucht, so muß gesagt werden, daß oft ganze Nationen noch mehr wie ihre Fürsten enthusiasmiert und in Leidenschaft gesetzt werden können. In England hat mehrmals das ganze Volk auf Krieg gedrungen und gewissermaßen die Minister genötigt, ihn zu führen. Die Popularität von &lt;em&gt;Pitt&lt;/em&gt; kam daher, daß er das, was die Nation damals wollte, zu treffen wußte. Erst späterhin hat hier die Abkühlung das Bewußtsein hervorgebracht, daß der Krieg unnütz und unnötig war und ohne Berechnung der Mittel angefangen worden. Der Staat ist überdies nicht nur mit &lt;em&gt;einem&lt;/em&gt; anderen im Verhältnis, sondern mit mehreren, und die Verwicklungen der Verhältnisse werden so delikat, daß sie nur von der Spitze aus behandelt werden können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In fast allen europäischen Ländern ist die individuelle Spitze die fürstliche Gewalt, die die Verhältnisse nach außen zu besorgen hat. Wo ständische Verfassungen sind, kann die Frage entstehen, ob nicht Krieg und Frieden von den Ständen geschlossen werden solle, und jedenfalls werden sie ihren Einfluß, besonders in Hinsicht der Geldmittel, behalten. In England kann zum Beispiel kein unpopulärer Krieg geführt werden. Wenn man aber meint, Fürsten und Kabinette seien mehr der Leidenschaft als Kammern unterworfen, und deswegen in die Hände der letzteren die Entscheidung über Krieg und Frieden zu spielen sucht, so muß gesagt werden, daß oft ganze Nationen noch mehr wie ihre Fürsten enthusiasmiert und in Leidenschaft gesetzt werden können. In England hat mehrmals das ganze Volk auf Krieg gedrungen und gewissermaßen die Minister genötigt, ihn zu führen. Die Popularität von <em>Pitt</em> kam daher, daß er das, was die Nation damals wollte, zu treffen wußte. Erst späterhin hat hier die Abkühlung das Bewußtsein hervorgebracht, daß der Krieg unnütz und unnötig war und ohne Berechnung der Mittel angefangen worden. Der Staat ist überdies nicht nur mit <em>einem</em> anderen im Verhältnis, sondern mit mehreren, und die Verwicklungen der Verhältnisse werden so delikat, daß sie nur von der Spitze aus behandelt werden können.</p>
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