<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: 337	</title>
	<atom:link href="https://grundlinien.de/337/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://grundlinien.de/337/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 23 Sep 2026 16:58:12 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/337/#comment-3404</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 11:37:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=238#comment-3404</guid>

					<description><![CDATA[§ 337: Moral und Politik

Das Wohl eines Staates ist immer das Wohl dieses besonderen Staates. Mit seinen Interessen, seiner Lage und seinen Verträgen.

Was folgt daraus?

Die Regierung ist eine besondere Weisheit, nicht die allgemeine Vorsehung. Ein Krieg ist nicht gerecht, weil er einem Gedanken der Menschenliebe folgt. Gerecht ist er, wenn das Wohl des Staates wirklich verletzt oder bedroht ist.

Moral gegen Politik?

Man hat viel darüber gesprochen, dass die Politik der Moral folgen solle. Doch das Wohl eines Staates hat ein ganz anderes Recht als das Wohl eines Einzelnen. Der Staat richtet sich nach seiner konkreten Existenz. Nicht nach allgemeinen Gedanken, die man für moralische Gebote hält.

Die Ansicht, Politik sei immer im Unrecht gegen die Moral, beruht auf seichten Vorstellungen. Von der Moral, vom Staat und von ihrem Verhältnis.

Zusammenfassung: Der Staat handelt nach seinem besonderen Wohl, nicht nach allgemeinen moralischen Gedanken. Das Wohl des Staates hat ein anderes Recht als das des Einzelnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 337: Moral und Politik</p>
<p>Das Wohl eines Staates ist immer das Wohl dieses besonderen Staates. Mit seinen Interessen, seiner Lage und seinen Verträgen.</p>
<p>Was folgt daraus?</p>
<p>Die Regierung ist eine besondere Weisheit, nicht die allgemeine Vorsehung. Ein Krieg ist nicht gerecht, weil er einem Gedanken der Menschenliebe folgt. Gerecht ist er, wenn das Wohl des Staates wirklich verletzt oder bedroht ist.</p>
<p>Moral gegen Politik?</p>
<p>Man hat viel darüber gesprochen, dass die Politik der Moral folgen solle. Doch das Wohl eines Staates hat ein ganz anderes Recht als das Wohl eines Einzelnen. Der Staat richtet sich nach seiner konkreten Existenz. Nicht nach allgemeinen Gedanken, die man für moralische Gebote hält.</p>
<p>Die Ansicht, Politik sei immer im Unrecht gegen die Moral, beruht auf seichten Vorstellungen. Von der Moral, vom Staat und von ihrem Verhältnis.</p>
<p>Zusammenfassung: Der Staat handelt nach seinem besonderen Wohl, nicht nach allgemeinen moralischen Gedanken. Das Wohl des Staates hat ein anderes Recht als das des Einzelnen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/337/#comment-3025</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:36:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=238#comment-3025</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Bestimmung des Wohls zum Wohl dieses &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;besonderen&lt;/a&gt; Staates — das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeine&lt;/a&gt; ist im äußeren Verhalten nur als bestimmte Besonderheit wirklich, die Regierung daher besondere Weisheit, nicht allgemeine Vorsehung.&lt;/em&gt;

Der Paragraph schärft § 336 durch eine Bestimmung nach: Das Wohl, um das es geht, ist nicht Wohl überhaupt, sondern das Wohl eines bestimmten Staates in bestimmter Lage. Damit wird ein allgemeiner Gedanke als Handlungsprinzip ausgeschlossen — nicht weil er zu hoch, sondern weil er zu unbestimmt wäre, um überhaupt zu einer Entscheidung zu führen. Hegels Argument in der Anmerkung ist folgerichtig: Der Staat ist sittliche &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Substanz&lt;/a&gt; in &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Konkret heißt bei Hegel: zusammengewachsen, reich an Bestimmungen — und damit das Wahre. Abstrakt ist das Arme.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;konkreter&lt;/a&gt; Existenz, also in einer bestimmten &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Wirklichkeit&lt;/a&gt;; ein Prinzip, das von dieser &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit&quot; title=&quot;Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmtheit&lt;/a&gt; absieht, könnte gerade das nicht leiten, was zu leiten wäre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bestimmung des Wohls zum Wohl dieses <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">besonderen</a> Staates — das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeine</a> ist im äußeren Verhalten nur als bestimmte Besonderheit wirklich, die Regierung daher besondere Weisheit, nicht allgemeine Vorsehung.</em></p>
<p>Der Paragraph schärft § 336 durch eine Bestimmung nach: Das Wohl, um das es geht, ist nicht Wohl überhaupt, sondern das Wohl eines bestimmten Staates in bestimmter Lage. Damit wird ein allgemeiner Gedanke als Handlungsprinzip ausgeschlossen — nicht weil er zu hoch, sondern weil er zu unbestimmt wäre, um überhaupt zu einer Entscheidung zu führen. Hegels Argument in der Anmerkung ist folgerichtig: Der Staat ist sittliche <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">Substanz</a> in <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Konkret heißt bei Hegel: zusammengewachsen, reich an Bestimmungen — und damit das Wahre. Abstrakt ist das Arme." rel="ugc">konkreter</a> Existenz, also in einer bestimmten <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat." rel="ugc">Wirklichkeit</a>; ein Prinzip, das von dieser <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit" title="Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen." rel="ugc">Bestimmtheit</a> absieht, könnte gerade das nicht leiten, was zu leiten wäre.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
