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	Kommentare zu: 340	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/340/#comment-3407</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 11:37:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 340: Das Weltgericht

Im Verhältnis der Staaten spielt sich ein gewaltiges Schauspiel ab. Leidenschaften, Interessen und Zwecke. Talente und Tugenden. Gewalt, Unrecht und Laster. Und äußere Zufälle, im größten Maßstab. Selbst die Unabhängigkeit eines Staates ist dabei dem Zufall ausgesetzt.

Was steckt dahinter?

Jedes Volk hat einen eigenen Geist. Dieser Geist ist begrenzt. Die Schicksale und Taten der Völker zeigen, dass sie endlich sind.

Aus diesem Spiel geht der allgemeine Geist hervor, der Weltgeist. Er ist unbegrenzt. Er übt sein Recht an den Völkern aus. Und sein Recht ist das allerhöchste.

Wo geschieht das?

In der Weltgeschichte. Sie ist das Weltgericht.

Zusammenfassung: Das Verhältnis der Staaten ist ein Spiel von Leidenschaften und Zufällen. Die Völker sind darin endlich. Über sie richtet der Weltgeist in der Weltgeschichte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 340: Das Weltgericht</p>
<p>Im Verhältnis der Staaten spielt sich ein gewaltiges Schauspiel ab. Leidenschaften, Interessen und Zwecke. Talente und Tugenden. Gewalt, Unrecht und Laster. Und äußere Zufälle, im größten Maßstab. Selbst die Unabhängigkeit eines Staates ist dabei dem Zufall ausgesetzt.</p>
<p>Was steckt dahinter?</p>
<p>Jedes Volk hat einen eigenen Geist. Dieser Geist ist begrenzt. Die Schicksale und Taten der Völker zeigen, dass sie endlich sind.</p>
<p>Aus diesem Spiel geht der allgemeine Geist hervor, der Weltgeist. Er ist unbegrenzt. Er übt sein Recht an den Völkern aus. Und sein Recht ist das allerhöchste.</p>
<p>Wo geschieht das?</p>
<p>In der Weltgeschichte. Sie ist das Weltgericht.</p>
<p>Zusammenfassung: Das Verhältnis der Staaten ist ein Spiel von Leidenschaften und Zufällen. Die Völker sind darin endlich. Über sie richtet der Weltgeist in der Weltgeschichte.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/340/#comment-3028</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:36:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Erscheinende Dialektik der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich&quot; title=&quot;Endlich ist, was seine Grenze an einem anderen hat. Die schlechte Unendlichkeit ist demgegenüber die bloße Fortsetzung ohne Ende.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Endlichkeit&lt;/a&gt; der Volksgeister — aus der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Zufälligkeit&lt;/a&gt; ihres Verhältnisses bringt der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;allgemeine&lt;/a&gt; Geist sich als der unbeschränkte hervor; Weltgeschichte als Weltgericht.&lt;/em&gt;

Dieser Paragraph ist der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang&quot; title=&quot;Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Übergang&lt;/a&gt; zur letzten Sphäre des Werks und hat darum die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Form&lt;/a&gt; eines Umschlags. Zunächst wird alles versammelt, was am Staatenverhältnis zufällig ist: Leidenschaften, Interessen, Gewalt, äußerer Zufall — und dieser Zufälligkeit ist nun das sittliche Ganze selbst ausgesetzt. Endlichkeit heißt hier: Jeder Volksgeist hat seine &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Wirklichkeit&lt;/a&gt; nur als dieser &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit&quot; title=&quot;Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;bestimmte&lt;/a&gt;, also beschränkte, und geht an eben dieser Beschränkung zugrunde. Dialektik nennt Hegel, dass dieses Zugrundegehen kein bloßer Verlust ist: In der Folge der beschränkten Gestalten und durch sie hindurch bringt sich das Allgemeine hervor, das an ihnen zugleich sein Recht ausübt — darum Weltgeschichte als Weltgericht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Erscheinende Dialektik der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich" title="Endlich ist, was seine Grenze an einem anderen hat. Die schlechte Unendlichkeit ist demgegenüber die bloße Fortsetzung ohne Ende." rel="ugc">Endlichkeit</a> der Volksgeister — aus der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu." rel="ugc">Zufälligkeit</a> ihres Verhältnisses bringt der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">allgemeine</a> Geist sich als der unbeschränkte hervor; Weltgeschichte als Weltgericht.</em></p>
<p>Dieser Paragraph ist der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang" title="Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt." rel="ugc">Übergang</a> zur letzten Sphäre des Werks und hat darum die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">Form</a> eines Umschlags. Zunächst wird alles versammelt, was am Staatenverhältnis zufällig ist: Leidenschaften, Interessen, Gewalt, äußerer Zufall — und dieser Zufälligkeit ist nun das sittliche Ganze selbst ausgesetzt. Endlichkeit heißt hier: Jeder Volksgeist hat seine <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat." rel="ugc">Wirklichkeit</a> nur als dieser <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit" title="Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen." rel="ugc">bestimmte</a>, also beschränkte, und geht an eben dieser Beschränkung zugrunde. Dialektik nennt Hegel, dass dieses Zugrundegehen kein bloßer Verlust ist: In der Folge der beschränkten Gestalten und durch sie hindurch bringt sich das Allgemeine hervor, das an ihnen zugleich sein Recht ausübt — darum Weltgeschichte als Weltgericht.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1830)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/340/#comment-2613</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1830)]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 1830 23:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=226#comment-2613</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 548:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 548.&lt;/strong&gt; Der bestimmte Volksgeist, da er wirklich und seine Freiheit als Natur ist, hat nach dieser Naturseite das Moment geographischer und klimatischer Bestimmtheit; er ist in der &lt;em&gt;Zeit&lt;/em&gt; und hat dem Inhalte nach wesentlich ein &lt;em&gt;besonderes&lt;/em&gt; Prinzip und eine dadurch bestimmte Entwicklung seines Bewußtseins und seiner Wirklichkeit zu durchlaufen; - er hat eine &lt;em&gt;Geschichte&lt;/em&gt; innerhalb seiner. Als beschränkter Geist ist seine Selbständigkeit ein Untergeordnetes; er geht in die &lt;em&gt;allgemeine Weltgeschichte&lt;/em&gt; über, deren Begebenheiten die Dialektik der besonderen Völkergeister, das &lt;em&gt;Weltgericht,&lt;/em&gt; darstellt.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 548:</em></p>
<p><strong>§ 548.</strong> Der bestimmte Volksgeist, da er wirklich und seine Freiheit als Natur ist, hat nach dieser Naturseite das Moment geographischer und klimatischer Bestimmtheit; er ist in der <em>Zeit</em> und hat dem Inhalte nach wesentlich ein <em>besonderes</em> Prinzip und eine dadurch bestimmte Entwicklung seines Bewußtseins und seiner Wirklichkeit zu durchlaufen; &#8211; er hat eine <em>Geschichte</em> innerhalb seiner. Als beschränkter Geist ist seine Selbständigkeit ein Untergeordnetes; er geht in die <em>allgemeine Weltgeschichte</em> über, deren Begebenheiten die Dialektik der besonderen Völkergeister, das <em>Weltgericht,</em> darstellt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1827)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/340/#comment-2611</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1827)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 May 1827 23:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=226#comment-2611</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 548:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 548.&lt;/strong&gt; Der bestimmte Volksgeist, da er wirklich und seine Freiheit als Natur ist, ist nach dieser von besonderer geographischen und klimatischen Bestimmtheit; er ist auch in der Zeit und hat eine durch sein besonderes Princip bestimmte Entwicklung seines Bewußtseyns und seiner Wirklichkeit zu durchlaufen; – er hat eine Geschichte. Als beschränkter Geist ist nach dieser zweiten Seite seine Selbstständigkeit ein untergeordnetes; er geht in die allgemeine Weltgeschichte über, deren Begebenheiten die Dialektik der besondern Völkergeister, das Weltgericht, darstellt.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 548:</em></p>
<p><strong>§ 548.</strong> Der bestimmte Volksgeist, da er wirklich und seine Freiheit als Natur ist, ist nach dieser von besonderer geographischen und klimatischen Bestimmtheit; er ist auch in der Zeit und hat eine durch sein besonderes Princip bestimmte Entwicklung seines Bewußtseyns und seiner Wirklichkeit zu durchlaufen; – er hat eine Geschichte. Als beschränkter Geist ist nach dieser zweiten Seite seine Selbstständigkeit ein untergeordnetes; er geht in die allgemeine Weltgeschichte über, deren Begebenheiten die Dialektik der besondern Völkergeister, das Weltgericht, darstellt.</p>
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