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	Kommentare zu: 345	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/345/#comment-3412</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 11:59:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 345: Jenseits von Glück und Unglück

Gerechtigkeit und Tugend, Unrecht und Laster, Talente, große und kleine Leidenschaften, Schuld und Unschuld, Glück und Unglück: All das hat im bewussten Leben seinen Wert. Dort findet es sein Urteil und eine unvollkommene Gerechtigkeit.

Und die Weltgeschichte?

Sie steht außerhalb dieser Gesichtspunkte. In ihr erhält die gegenwärtige Stufe des Weltgeistes ihr absolutes Recht. Das Volk, das diese Stufe trägt, vollbringt seine Taten. Ihm gehören Glück und Ruhm.

Zusammenfassung: Tugend und Laster, Glück und Unglück haben ihren Wert im gewöhnlichen Leben. Die Weltgeschichte folgt einem anderen Maßstab. Dort hat die jeweilige Stufe des Weltgeistes absolutes Recht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 345: Jenseits von Glück und Unglück</p>
<p>Gerechtigkeit und Tugend, Unrecht und Laster, Talente, große und kleine Leidenschaften, Schuld und Unschuld, Glück und Unglück: All das hat im bewussten Leben seinen Wert. Dort findet es sein Urteil und eine unvollkommene Gerechtigkeit.</p>
<p>Und die Weltgeschichte?</p>
<p>Sie steht außerhalb dieser Gesichtspunkte. In ihr erhält die gegenwärtige Stufe des Weltgeistes ihr absolutes Recht. Das Volk, das diese Stufe trägt, vollbringt seine Taten. Ihm gehören Glück und Ruhm.</p>
<p>Zusammenfassung: Tugend und Laster, Glück und Unglück haben ihren Wert im gewöhnlichen Leben. Die Weltgeschichte folgt einem anderen Maßstab. Dort hat die jeweilige Stufe des Weltgeistes absolutes Recht.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/345/#comment-3033</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:36:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Abgrenzung der Sphären — was in der bewussten &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Wirklichkeit&lt;/a&gt; Bedeutung, Wert und &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-schluss&quot; title=&quot;Das Urteil ist bei Hegel die ursprüngliche Teilung des Begriffs in seine Momente, nicht eine Meinung.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Urteil&lt;/a&gt; hat, ist nicht der Maßstab der Weltgeschichte, in der allein das jeweils gegenwärtige &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Moment&lt;/a&gt; der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Idee&lt;/a&gt; sein absolutes Recht erhält.&lt;/em&gt;

Der Zug ist eine Zuständigkeitstrennung, kein Freibrief: Recht und Unrecht, Schuld und Unschuld, Glück und Unglück haben ihren &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit&quot; title=&quot;Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;bestimmten&lt;/a&gt; Ort und dort auch ihr Urteil — Hegel nennt diese Gerechtigkeit ausdrücklich unvollkommen, weil sie an der bestehenden Wirklichkeit gemessen wird. Die Weltgeschichte urteilt nicht nach diesen Maßstäben, weil sie nicht über Handlungen innerhalb einer Stufe befindet, sondern über die Stufen selbst. Absolutes Recht heißt darum hier nur: Dasjenige Moment der Idee, das an der Reihe ist, lässt sich durch keinen Einspruch aus der überholten Stufe aufhalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Abgrenzung der Sphären — was in der bewussten <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat." rel="ugc">Wirklichkeit</a> Bedeutung, Wert und <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-schluss" title="Das Urteil ist bei Hegel die ursprüngliche Teilung des Begriffs in seine Momente, nicht eine Meinung." rel="ugc">Urteil</a> hat, ist nicht der Maßstab der Weltgeschichte, in der allein das jeweils gegenwärtige <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Moment</a> der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches." rel="ugc">Idee</a> sein absolutes Recht erhält.</em></p>
<p>Der Zug ist eine Zuständigkeitstrennung, kein Freibrief: Recht und Unrecht, Schuld und Unschuld, Glück und Unglück haben ihren <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmtheit" title="Bestimmtheit ist die Grenze, durch die etwas dieses und nicht jenes ist; bestimmen heißt, sie setzen." rel="ugc">bestimmten</a> Ort und dort auch ihr Urteil — Hegel nennt diese Gerechtigkeit ausdrücklich unvollkommen, weil sie an der bestehenden Wirklichkeit gemessen wird. Die Weltgeschichte urteilt nicht nach diesen Maßstäben, weil sie nicht über Handlungen innerhalb einer Stufe befindet, sondern über die Stufen selbst. Absolutes Recht heißt darum hier nur: Dasjenige Moment der Idee, das an der Reihe ist, lässt sich durch keinen Einspruch aus der überholten Stufe aufhalten.</p>
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