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	Kommentare zu: 347	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/347/#comment-3414</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 11:59:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 347: Das herrschende Volk

Einem Volk ist jeweils eine Stufe des Weltgeistes anvertraut. Es soll sie verwirklichen.

Was bedeutet das?

Dieses Volk ist für seine Epoche das herrschende in der Weltgeschichte. Es kann nur einmal Epoche machen. Gegen sein absolutes Recht sind die Geister der anderen Völker rechtlos. Sie zählen in der Weltgeschichte nicht mehr, ebenso wenig wie die, deren Zeit vorbei ist.

Der Weg eines Volkes:

Zuerst entwickelt sich sein Prinzip aus einem kindlichen Zustand bis zur Blüte. Dann greift es frei und selbstbewusst in die Geschichte ein. Danach kommt eine Zeit des Verfalls. Darin zeigt sich schon ein höheres Prinzip. Es geht auf ein anderes Volk über.

Und dann?

Das alte Volk verliert das höchste Interesse. Es übernimmt das Neue, aber ohne eigene Frische. Vielleicht verliert es seine Unabhängigkeit. Vielleicht schleppt es sich als Staat weiter und schlägt sich mit inneren Versuchen und äußeren Kämpfen herum.

Zusammenfassung: Jede Epoche hat ein herrschendes Volk. Gegen sein Recht sind die anderen rechtlos. Nach seiner Blüte verfällt es, und der Weltgeist geht zu einem anderen Volk über.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 347: Das herrschende Volk</p>
<p>Einem Volk ist jeweils eine Stufe des Weltgeistes anvertraut. Es soll sie verwirklichen.</p>
<p>Was bedeutet das?</p>
<p>Dieses Volk ist für seine Epoche das herrschende in der Weltgeschichte. Es kann nur einmal Epoche machen. Gegen sein absolutes Recht sind die Geister der anderen Völker rechtlos. Sie zählen in der Weltgeschichte nicht mehr, ebenso wenig wie die, deren Zeit vorbei ist.</p>
<p>Der Weg eines Volkes:</p>
<p>Zuerst entwickelt sich sein Prinzip aus einem kindlichen Zustand bis zur Blüte. Dann greift es frei und selbstbewusst in die Geschichte ein. Danach kommt eine Zeit des Verfalls. Darin zeigt sich schon ein höheres Prinzip. Es geht auf ein anderes Volk über.</p>
<p>Und dann?</p>
<p>Das alte Volk verliert das höchste Interesse. Es übernimmt das Neue, aber ohne eigene Frische. Vielleicht verliert es seine Unabhängigkeit. Vielleicht schleppt es sich als Staat weiter und schlägt sich mit inneren Versuchen und äußeren Kämpfen herum.</p>
<p>Zusammenfassung: Jede Epoche hat ein herrschendes Volk. Gegen sein Recht sind die anderen rechtlos. Nach seiner Blüte verfällt es, und der Weltgeist geht zu einem anderen Volk über.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/347/#comment-3035</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:36:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Das Volk, dem das gegenwärtige Prinzip als natürliches zukommt, ist das herrschende — sein absolutes Recht als Träger dieser Stufe macht die Geister der anderen Völker in weltgeschichtlicher Hinsicht rechtlos.&lt;/em&gt;

Der Paragraph zieht die Folgerung aus § 346: Ist jedes Prinzip an ein Volk gebunden und ist zu jeder Zeit nur ein Prinzip die gegenwärtige Stufe, so gibt es je Epoche ein welthistorisches Volk, und es kann diese Rolle nur einmal einnehmen. Rechtlos meint dabei den weltgeschichtlichen Maßstab, nicht das Recht der Staaten untereinander (§§ 331 ff.); Hegel hält diese Trennung aber nicht durch — in § 350 leitet er aus dem absoluten Recht der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Idee&lt;/a&gt; das Heroenrecht zur Stiftung von Staaten ab, und in § 351 wird daraus ein praktisch ungleiches Recht gegen Völker, denen die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;substantiellen&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Momente&lt;/a&gt; des Staats fehlen. Die Anmerkung zeigt, wie der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang&quot; title=&quot;Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Übergang&lt;/a&gt; sich im Untergehenden selbst anzeigt: Der Verfall eines Volkes ist die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet&quot; title=&quot;Negation meint nicht Verneinung im Streit, sondern Begrenzung: bestimmt sein heißt, nicht alles andere zu sein. Und weil sie die Negation von diesem ist, bleibt ein bestimmtes Ergebnis zurück, nicht nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;negative&lt;/a&gt; Seite des Hervortretens eines höheren Prinzips, das dieses Volk nachträglich zwar aufnehmen, aber nicht mehr aus sich erzeugen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Volk, dem das gegenwärtige Prinzip als natürliches zukommt, ist das herrschende — sein absolutes Recht als Träger dieser Stufe macht die Geister der anderen Völker in weltgeschichtlicher Hinsicht rechtlos.</em></p>
<p>Der Paragraph zieht die Folgerung aus § 346: Ist jedes Prinzip an ein Volk gebunden und ist zu jeder Zeit nur ein Prinzip die gegenwärtige Stufe, so gibt es je Epoche ein welthistorisches Volk, und es kann diese Rolle nur einmal einnehmen. Rechtlos meint dabei den weltgeschichtlichen Maßstab, nicht das Recht der Staaten untereinander (§§ 331 ff.); Hegel hält diese Trennung aber nicht durch — in § 350 leitet er aus dem absoluten Recht der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches." rel="ugc">Idee</a> das Heroenrecht zur Stiftung von Staaten ab, und in § 351 wird daraus ein praktisch ungleiches Recht gegen Völker, denen die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">substantiellen</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Momente</a> des Staats fehlen. Die Anmerkung zeigt, wie der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang" title="Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt." rel="ugc">Übergang</a> sich im Untergehenden selbst anzeigt: Der Verfall eines Volkes ist die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet" title="Negation meint nicht Verneinung im Streit, sondern Begrenzung: bestimmt sein heißt, nicht alles andere zu sein. Und weil sie die Negation von diesem ist, bleibt ein bestimmtes Ergebnis zurück, nicht nichts." rel="ugc">negative</a> Seite des Hervortretens eines höheren Prinzips, das dieses Volk nachträglich zwar aufnehmen, aber nicht mehr aus sich erzeugen kann.</p>
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		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1830)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/347/#comment-2627</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1830)]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 1830 23:06:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 550:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 550.&lt;/strong&gt; Diese Befreiung des Geistes, in der er zu sich selbst zu kommen und seine Wahrheit zu verwirklichen geht, und das Geschäft derselben ist das höchste und absolute &lt;em&gt;Recht.&lt;/em&gt; Das Selbstbewußtsein eines besonderen Volkes ist Träger der diesmaligen Entwicklungsstufe des allgemeinen Geistes in seinem Dasein und die objektive Wirklichkeit, in welche er seinen Willen legt. Gegen diesen absoluten Willen ist der Wille der anderen besonderen Volksgeister rechtlos, jenes Volk ist das weltbeherrschende; ebenso aber schreitet er über sein jedesmaliges Eigentum als über eine besondere Stufe hinaus und übergibt es dann seinem Zufall und Gericht.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 550:</em></p>
<p><strong>§ 550.</strong> Diese Befreiung des Geistes, in der er zu sich selbst zu kommen und seine Wahrheit zu verwirklichen geht, und das Geschäft derselben ist das höchste und absolute <em>Recht.</em> Das Selbstbewußtsein eines besonderen Volkes ist Träger der diesmaligen Entwicklungsstufe des allgemeinen Geistes in seinem Dasein und die objektive Wirklichkeit, in welche er seinen Willen legt. Gegen diesen absoluten Willen ist der Wille der anderen besonderen Volksgeister rechtlos, jenes Volk ist das weltbeherrschende; ebenso aber schreitet er über sein jedesmaliges Eigentum als über eine besondere Stufe hinaus und übergibt es dann seinem Zufall und Gericht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1827)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/347/#comment-2625</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1827)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 May 1827 23:06:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 550:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 550.&lt;/strong&gt; Diese Befreiung des Geistes, in der er zu sich selbst kommt und sich verwirklicht, und das Geschäft derselben ist das höchste und absolute Recht. Das Selbstbewußtseyn eines besondern Volks ist Träger der diesmaligen Entwicklungsstufe des allgemeinen Geistes in seinem Daseyn, und die objective Wirklichkeit, in welche er seinen Willen legt. Gegen diesen absoluten Willen ist der Wille der andern besondern Volksgeister rechtlos, jenes Volk ist das Weltbeherrschende; ebenso aber schreitet er über sein jedesmaliges Eigenthum als über eine besondere Stufe hinaus, und übergibt es dann seinem Zufall und Gericht.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 550:</em></p>
<p><strong>§ 550.</strong> Diese Befreiung des Geistes, in der er zu sich selbst kommt und sich verwirklicht, und das Geschäft derselben ist das höchste und absolute Recht. Das Selbstbewußtseyn eines besondern Volks ist Träger der diesmaligen Entwicklungsstufe des allgemeinen Geistes in seinem Daseyn, und die objective Wirklichkeit, in welche er seinen Willen legt. Gegen diesen absoluten Willen ist der Wille der andern besondern Volksgeister rechtlos, jenes Volk ist das Weltbeherrschende; ebenso aber schreitet er über sein jedesmaliges Eigenthum als über eine besondere Stufe hinaus, und übergibt es dann seinem Zufall und Gericht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1817)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/347/#comment-2623</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1817)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 1817 23:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=210#comment-2623</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 450:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 450.&lt;/strong&gt; Diese Freyheit und das Geschäft derselben ist das höchste und absolute &lt;em&gt;Recht&lt;/em&gt;. Das Selbstbewußtseyn eines besondern Volks ist Träger der dießmaligen Entwicklungsstuffe des allgemeinen Geistes in seinem Daseyn, und die objective Wirklichkeit, in welche er seinen Willen legt. Gegen diesen absoluten Willen ist der Wille der andern besondern Volksgeister rechtlos; eben so aber schreitet er über sein jedesmaliges Eigenthum als über eine besondere Stuffe hinaus, und übergiebt es dann seinem Zufall und Gericht.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 450:</em></p>
<p><strong>§ 450.</strong> Diese Freyheit und das Geschäft derselben ist das höchste und absolute <em>Recht</em>. Das Selbstbewußtseyn eines besondern Volks ist Träger der dießmaligen Entwicklungsstuffe des allgemeinen Geistes in seinem Daseyn, und die objective Wirklichkeit, in welche er seinen Willen legt. Gegen diesen absoluten Willen ist der Wille der andern besondern Volksgeister rechtlos; eben so aber schreitet er über sein jedesmaliges Eigenthum als über eine besondere Stuffe hinaus, und übergiebt es dann seinem Zufall und Gericht.</p>
]]></content:encoded>
		
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